StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

Sa
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Jan '11

Duisburg-Blog: Duisburg – Diktatur ohne Gnade

Nun gibt es doch noch eine Entschuldigung von unserem Adolf – mit mehr als unglaubwürdiger Verzögerung!

Und mit einer Formulierung wo ich als Angehöriger die zweischneidige Axt auspacken würde …

http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/loveparade/Loveparade-Unglueck-Sauerland-entschuldigt-sich_aid_945944.html

“Ich bedauere es sehr, dass ich mich in der Vergangenheit selbst an den Diskussionen über öffentlich-rechtliche Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten beteiligt habe und somit der Situation nach dem Unglück und insbesondere den Gefühlen der Geschädigten nicht gerecht geworden bin”

“Ich möchte mich auch an dieser Stelle ausdrücklich entschuldigen, wenn bei den Betroffenen der Eindruck entstanden sein sollte, dass ich mich meiner Verantwortung entziehen will. Dies war nicht nur nicht beabsichtigt, sondern entspricht auch nicht den Tatsachen”

“Wir müssen die Aufklärung vertrauensvoll den objektiv ermittelnden Behörden überlassen”

“Diese werden zum gegebenen Zeitpunkt die Ergebnisse ihrer Ermittlungen vorlegen. Sollten dann berechtigte Vorwürfe erhoben werden, werde ich mich der Verantwortung stellen und diese auch wahrnehmen.”

Im Klartext: Wenn Ihr mir etwas nachweisen könnt, werde ich gnädigerweise mal über die Verantwortung nachdenken …
Da wird einem einfach nur schlecht!

P.S. Die Duisburger City braucht zunächst erst einmal Politiker die für die Menschen da sind.

Bielefeld-Blog: Die Realität des Krieges ist töten und zerstören

Es scheint das hier im Blog teilweise ein etwas verqueres Bild von der Realität eines Krieges herrscht, so in einem Beitrag von gestern.  Krieg ist kein Computerspiel. Im Afghanistankrieg “fallen” keine deutschen Bürger, sie krepieren elendig. Ihnen werden Gliedmaße abgerissen, ihre Leiber werden von Sprengstoff zerfetzt, sodaß die Gedärme herausquellen, sie verbrennen bei lebendigem Leib und die, die verletzt überleben, sind für ihr ganzes Leben gezeichnet. Richtig, “es gehört dazu”. Es gehört nicht nur dazu, es ist die Realität des Krieges. Im Krieg kann eben nicht “der Feind zum Freund werden”, sondern da gibt es nur ein Prrinzip: Killen oder gekillt werden. Ritterlichkeit im Seekrieg mit England? Schon mal “Das Boot” von Lothar-Günther Buchheim gelesen? Wehrlose Frachter werden von deutschen U-Booten torpediert. Die Seeleute verbrennen im auf dem Meer treibenden Öl. Im Wasser treibende Männer werden ihrem Schicksal überlassen, weil U-Boote keine Schiffbrüchigen aufnehmen dürfen. Unter anderm ebenfalls zu empfehlen, die Bildbandtrilogie: “Die O_Bootfahrer”, “Zu Tode gesiegt” und “U-Boot Krieg” vom gleichen Autor.
Aber wer den zweiten Weltkrieg mit seinen Millionen von Toten nur einen Konflikt nennt, der schon lange “aus” ist, dem geht es natürlich auch ab, dass die Deutschen in ihrer Mehrheit nicht an irgend etwas “herum knapsen” sondern aus dieser Katastrophe gelernt haben, nämlich dass Krieg kein Problem löst, sondern nur neue Probleme schafft.
Man muss wohl einem Paul Carell oder mit richtigem Namen Paul Karl Schmidt, einem in der Wolle gefärbtem Nazi und Judenhasser auf den Leim gegangen sein, um solche Sätze zu formulieren: “Es wäre nicht verkehrt, wenn die Bundeswehr von der passiven Kriegerrolle herunterfährt und zeigt, was sie tatsächlich kann. Dann wissen die Gegner der abendländischen Kultur, daß nicht bloß die Anglo-amerikanischen Streitkräfte kämpfen können und sie wissen was Sache ist.” Oder; “Ich spreche nicht von Attentaten und Gegenwehr, sondern von tatsächlichen Kampfhandlungen und Schlachten.” Was für ein Wort: Schlachten. In Rheda, beim Tönnies wird geschlachtet, absolut ekelhaft.
So treibt heute noch das verquere Geschwafel des ehemaligen Pressesprechers des zum Tode verurteilten Kriegsverbrechers von Ribbentrop junge Menschen in den Tod.
Übrigens: Auch mit Gegnern der abendländischen Kultur wußte Schmidt gebührend umzugehen. Um eventuellen Protesten gegen die Ermordung ungarischer Juden vorzubeugen schlug er vor:

„Die geplante Aktion [gegen die Budapester Juden] wird in ihrem Ausmaß große Aufmerksamkeit erregen und Anlass zu einer heftigen Reaktion bilden. Die Gegner werden schreien und von Menschenjagd usw. sprechen und unter Verwendung von Gräuelberichten die eigene Stimmung bei den Neutralen aufzuputschen versuchen. Ich möchte deshalb anregen, ob man diesen Dingen nicht vorbeugen sollte dadurch, dass man äußere Anlässe und Begründungen für die Aktion schafft, z. B. Sprengstofffunde in jüdischen Vereinshäusern und Synagogen, Sabotageorganisationen, Umsturzpläne, Überfälle auf Polizisten, Devisenschiebungen großen Stils mit dem Ziel der Untergrabung des ungarischen Wirtschaftsgefüges. Der Schlussstein unter eine solche Aktion müsste ein besonders krasser Fall sein, an dem man dann die Großrazzia aufhängt.“

Hier zitiert aus Wikipedia aber auch nachzulesen: Nürnberger Dokument NG-2424, Bundesarchiv, Außenstelle Ludwigsburg, ausführlich zitiert in: Wigbert Benz: Paul Carell, S. 37 f. – dort, S. 107 ff. auch ein genaues Verzeichnis der relevanten Nürnberger u. a. Dokumente.

Für mich ist es unerträglich, wenn hundertfach überlegene Streitkräfte ein kleines Land überfallen, mit welchen fadenscheinigen Rechtfertigungen auch immer, wenn sie aus der sicheren Höhe von 5000 Metern ferngelenkte Raketen in Menschenansammlungen feuern und zig Menschen umbringen, nur weil sie da einen Talibanführer vermuten. Es ist einfach nur feige wenn im fernen Amerika Leute an Bildschirmen sitzen, s.g. Drohnen fernsteuern und Menschen umbringen, während sie selber ihr Frühstück verzehren.
Es ist schon schlimm genug, dass sich deutsche Soldaten an einem völkerrechtswidrigen Krieg beteiligen. Es ist geradezu pervers, zu fordern dass diese eine offensivere Taktik verfolgen sollen, nur um zu beweisen, “dass nicht bloß die Anglo-amerikanischen Streitkräfte kämpfen können.”

Bielefeld-Blog: 2011

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Gestern war das kleine dünne Ding namens 2011 noch nicht einmal auf der Welt, da glänzte noch die alte Krücke 2010 mit weißer Pracht. Jetzt – 11 Stunden 31 Minuten, einen ZDF-Gottesdienst in der Dresdner Frauenkirche und ein laufendes Neujahrskonzert aus Wien im Ohr – pinkelt das noch bewindelte Ding schon, was das Zeug nicht mehr halten kann. So jung noch und schon inkontinent.

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Und jetzt bittschön stellen Sie´chs gschickt auf und:

Alles Walzer 2011!

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Nun zügeln Sie bitte Ihren Enthusiasmus. Das ist nicht der “Große goldne Saal” des kommenden “Technischen Rathauses” mit Hofkapellmeister Peter Clausen am Pult, wie die wie immer völlig uninformierten Kreise schon spitzzüngig unken. Das ist nur die 3D-Animation der Eingangshalle zum neuen Bau. Modell “Bursch aus Arab. Vollvergoldet”. Aber irgendwie doch ideal für das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, denen die Oetker-Halle zu bescheiden war. Man lauscht der Fama und hört aus vielen Ecken, der Architekt der berühmten Roland-Kentsch-Gedächtnis-Haupttribüne habe Planung und Bauleitung. Dann gibt es sicher wieder “Skyoffices”.

Aber bald werden sie kommen können und aus der Glitzermetropole am Teuro fiedeln. Unter den Zuschauern wird eine Fahrt mit der “kleinsten U-Bahn der Welt” unter Stabführung von moBIEL verlost. Trostpreise gibt es ebenfalls: Schoggiriegel aus vorjähriger Osterproduktion:

Mars macht moBIEL!

Hamburg-Blog: Wer war nur das Mädchen welches am Sylvesterabend auf der Reeperbahn auf ein Taxi wartete…

Mich drängt es einer Unbekannten einen wahrscheinlich nie ankommenden Gruß zuzusenden.
Ein Mädchen das auf ein Taxi wartete, während ich mit einem Freund vorbeiging und über Beziehungsglück/pech sprach und welches sich in das Gespräch einklinkte.
Es war mir sehr angenehm dass Du Dich einmischtest (und anbei meine Entschuldigung für meinen Freund der es wohl anders sah). Dieser kurze Augenblick hat mir die Seele gewärmt und der Kuss auf die Wange kam von Herzen.
Ich wünsche Dir alles Gute, wer auch immer Du bist.