In einem Schreiben, das am Dienstag im Rathaus eingegangen ist, erklärt die Bezirksregierung (BR) Detmold, dass der Beschlusstext des zurzeit laufenden Bürgerbegehrens gegen die Schließung von Grundschulen aus ihrer Sicht rechtswidrig sei. Zentrale Begründung: Die Forderung nach einer Bestandsgarantie für alle Bielefelder Grundschulen enge die Schulentwicklungsplanung der Stadt Bielefeld für die kommenden zwei Jahre in unzulässiger Weise ein. Sozialdezernent Tim Kähler hat heute in seiner Funktion als allgemeiner Stellvertreter von Oberbürgermeisters Pit Clausen Kontakt mit den Initiatorinnen des Bürgerbegehrens aufgenommen und ihnen die Sicht der Bezirksregierung erläutert. Sollte es bei dem Beschlusstext bleiben, so muss der Rat der Stadt Bielefeld das Bürgerbegehren für unzulässig erklären, so die BR.
„Im Sinne einer bürgerfreundlichen Verwaltung war es mir wichtig, die Initiatoren so schnell wie möglich über den neuen Sachstand zu unterrichten, damit sie nicht unnötig weiter Unterschriften sammeln, die am Ende wertlos sind. Jetzt besteht für die Initiative die Möglichkeit, sich nochmals juristisch beraten zu lassen und gegebenenfalls ein neues Bürgerbegehren zu starten, das den rechtlichen Anforderungen genügt“, so Tim Kähler.
Ein solcher neuer Anlauf kann bis zur geplanten Behandlung des Themas im Rat am 4. November kaum abgeschlossen und ausgezählt sein. Die Stadt Bielefeld ist allerdings gesetzlich dazu verpflichtet, die Anmeldungen für die Grundschulen bis zum 15. November entgegenzunehmen. Der Rat der Stadt tagt am 25. November im Rahmen einer Sondersitzung zum Thema Haushalt. „Um den Initiatoren mehr Zeit einzuräumen, schlägt die Verwaltung vor, über die geplanten schulorganisatorischen Maßnahmen ebenfalls in dieser Sitzung zu beraten. Bis zu einer Entscheidung des Rates sollen die Bielefelder Grundschulen keinerlei Aufnahmeentscheidung treffen. Ich habe die Politik gebeten, mir bis zum kommenden Dienstag mitzuteilen, ob sie diesem Vorschlag folgenden möchte oder nicht“, so der Erste Beigeordnete.
Aus einer Pressemeldung der Stadt Bielefeld. Wie wäre es, wenn man mal ausnahmsweise ganz einfach fragt, was denn nun die betroffenen Bürger und die Mehrheit der Bürger in dieser Metropole will? Ganz einfach fragen. Es scheint nämlich immer häufiger so zu sein, daß Beschlüsse gegen Mehrheiten gefasst und als “Alternativlos” bezeichnet werden…..





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