Arm. Bielefeld spielt heute bei Union Berlin. Fußball. Ziemlich nebensächlich in der momentanen Diskussion über die immer deutlicher zutage tretende Finanzlage des Vereins. Von Vorstand, Aufsichtsrat, Präsident offensichtlich bewußt verschleiert oder blauäugig übersehen. Sollte Unternehmenslenkern wie Brinkmann oder einem Steuerberater wie Leopoldseder aber nichtmal ansatzweise passieren. Wie sieht eigentlich die juristische Haftung aus? Was sagt der Staatsanwalt zum Thema Insolvenzverschleppung? Auch die Stadt Bielefeld hat angeblich Millionenforderungen an den Verein, der mit Profifußball eigentlich wie jedes andere Unternehmen auch sich selbst über Wasser halten sollte. Bürger der Stadt, die ihre Stadtwerkerechnungen nicht zahlen, werden Strom, Gas und Wasser ratzefatze abgestellt.
Im einschlägigen Forum des Westfalen-Blattes schreibt jemand unter dem Pseudonym “Bielefelder”:
wieso keine schlechte wahl? wenn oetker für arminia zahlt, kommt das letztendlich aus der unternehmenskasse. wenn brinkmann für den DSC zahlt, kommt das aus der Stadtwerkekasse. auch ein unternehmen, stimmt, aber eines, das der stadt gehört und eigentlich erstmal für deren Einwohner billigen strom liefern sollte. aber dazu sind die herren viel zu abgehoben. übrigens: auch die sparkasse ist in öffentlich-rechtlicher trägerschaft. da gibts auf dem sparbuch nur o,25 prozent, aber dafür geld für arminia.
Hans-Rudi H., der phantastische Macher des “Stadtimages”, würde sagen: “Arminia ist das, was man bei Banken “systemrelevant” nennt”. Aha. Die schönere und bessere Hälfte, die schon ein halbes Leben mit dem Tghema “Arminia” verbringen mußte, sagt zwar “Arminia ist wichtig für die Stadt”. Aber als nicht in Bielefeld geborener frage mich, wie ein Club, der von Skandalen, Skandälchen, Bestechung und Theater nur so strotzt, ein Imageträger einer Metropole sein kann. Aber vielleicht sieht sich die Stadt Bielefeld bei Arminia wie in einem Spiegel: Underdogs dürfen häßlich, gemein, durchtrieben, provinziell sein.

Liest man die Headline von “OWL am Sonntag”, bleibt nur noch heiseres Kichern. “Banken schnüren Hilfspaket”. Hilfspaket? Mit läppischen 1,2 Milliarden? 1,2 Milliarden von den Währungs -, CDS -, und Kreditjongleuren? Genial auch die “Anregung” eines Strategiepakets aus Westerwelles Auswärtigem Amt: “Die deutsche Schuldenbremse soll auf den gesamten Euro-Raum auisgeweitet werden.- Bei Verstößen sollten den Sündern EU-Mittel aus Struktur – und Kohäsionsfonds gesperrt werden”. Wie gesagt, genial. Da sind wir ja mal sehr gespannt, wie die Regierung das mit dcer 2010 gemachten Rekordverschuldung und der Schuldenbremse hinkriegt.
Schönen Sonntag noch.
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