Wenn das kein ganz großer gelungener Wurf der Rouladenbraterin ist: Jung geht/wird/wurde gegangen. Multiutalent VdL aus angebräuntem Kekshause macht jetzt in Arbeit und Sozialem (Daaaaaaaaaaas liegt ihr) und eine 32jährige, kinderlose, seit 7 Jahren im Butag hockende scharfzüngig Daherlabernde macht in Familie. Wer sehen möchte, wie abgrundtiefe hilflose Politik aussieht, mag sich dieses Kabinett der Dilettanten einfach mal anschauen. G R A U S L I G.
Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs
Was sich in den letzten Wochen andeutete, musste jetzt ja so kommen. Mich wundert in diesem Land so langsam nix mehr…
Unter anderem im Spiegel war heute unter der Überschrift “Deutschland ist jetzt Berlusconi Land“ zu lesen:
Nun hat er also gesiegt, Roland Koch, der Westentaschen-Berlusconi aus Hessen. Im Handstreich hat er einen unbequemen Chefredakteur aus dem Amt gedrängt, der nicht nur den Rückhalt seines Intendanten hatte, sondern die Unterstützung der breiten Öffentlichkeit. Koch, seine schwarzen Ministerpräsidentenkollegen und ein paar auf Unionsticket reisende “Gremiengremlins” (Günther Jauch) dürfen sich nun als die wahren Herren im ZDF fühlen. Zustände wie im italienischen Staatsfernsehen. Immerhin. Zwei Verwaltungsräte, die dem Unionslager zugerechnet werden, stellten sich Koch in den Weg. Sie wählten Brender, trotz immensen politischen Drucks. Das ist ein Hoffnungsschimmer, ändert aber nichts am grundsätzlichen Befund.
Das ZDF ist mit dem heutigen Tag für jeden sichtbar ein Staatssender. Und es ist es nicht mehr nur der Möglichkeit nach, sondern ganz praktisch. Fast so, wie es sich Konrad Adenauer einst gewünscht hat. Was der Alte aus Köln damals plante, wäre glatter Verfassungsbruch gewesen. Was Koch und die Seinen heute taten, ist zumindest Verfassungsbeugung. Dem ZDF ist das Rückgrat gebrochen. Von jetzt an wird ein ZDF-Zuschauer, der sich nicht veralbern lassen will, nicht mehr davon ausgehen können, dass ein ZDF-Journalist unabhängig ist. Wo so offensichtlich Politiker aus Parteitaktik hineinregieren können, da muss der Zuschauer bei jedem Journalisten erst einmal argwöhnen, er sei irgendeiner Partei zu Diensten. Oder sein Kollege. Oder sein Chef. Das ist keine Sache, die nur ein paar Medienethiker interessiert. Journalismus, der vom Staat redigiert wird oder auch nur diesen Anschein hat, schadet der politischen Kultur. In den USA verloren Fernsehen und Zeitungen dramatisch das Vertrauen der Zuschauer, als sie einseitig regierungsfreundlich über den Irak-Krieg berichteten. Will irgendjemand ernsthaft, dass ARD und ZDF in diese Falle geraten?
Doch das ist nicht allein die Schuld von Roland Koch. Er allein war nie das Problem, sondern die, die ihm nicht in den Arm fielen und es doch hätten tun können. Wo waren denn die Politiker der Union, die für die Unabhängigkeit des Journalismus eintraten? Selbst die großen Alten der Partei, die keine Karriere riskiert hätten, die Richard von Weizsäckers und Kurt Biedenkopfs, schwiegen. Wo waren die Sozialdemokraten, die den Fall Brender nicht nur parteitaktisch ausnutzten, sondern den Mut aufbrachten, das ganze System per Verfassungsklage auf den Prüfstand zu stellen? Laut war nur ihre Anklage gegen die Union. Leise wurden die Klaus Wowereits und Kurt Becks, sobald auch ihr eigener Einfluss zur Debatte stand. Und wo war in dieser Debatte ZDF-Intendant Markus Schächter? Er hat nicht einmal versucht, die schon mobilisierte Öffentlichkeit für sich und seinen Chefredakteur zu nutzen. Immerhin: Er hat zu Brender gestanden, bis zum Schluss. Ein Intendant Hasenfuß ist er nicht. Aber auch keiner mit besonderem Mut.
Der 27. November ist ein schwarzer Tag nicht nur fürs ZDF. Das wachsende Misstrauen der Zuschauer und Wähler trifft nicht nur den öffentlich-rechtlichen Sender, sondern die ganze politische Kultur, die nicht in der Lage war, einen Ministerpräsidenten außer Rand und Band aufzuhalten. Deutschland ist von heute an Berlusconi-Land.
Na dann, gute Nacht Deutschland…!
Soso, der ZDF-Verwaltungsrat hat sich also gegen eine Vertragsverlängerung von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender entschieden. Dann hat also die miese Attacke eines der miesesten Politiker bundesweit mal wieder Erfolg gehabt. Selbst ZDF-Intendant Markus Schächter hatte sich dabei für Brender eingesetzt. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat sich jedoch als Wortführer der Unionsmehrheit im Verwaltungsrat gegen den 60-jährigen Chefredakteur positioniert. Jede Wette, ab wann die schwarze Mafia “Neues aus der Anstalt” absägt und Urban Priol über die Junta-Führerin in Berlin-Mitte nichts mehr sagen darf. Journalismus, das ist in Deutschland 2009 ein devoter Kniefall vor der verlogenen Mafiabrut.
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Wie die Kriminalpolizei erst gestern erfuhr, schlugen in der Nacht vom vergangenen Dienstag auf Mittwoch in der Innenstadt in Herford in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander unbekannte Täter mehrmals zu und brachen insgesamt vier Autos auf. Im Gabriele-Münter-Weg stielen sie aus einem auf einem Hof geparkten LKW Werkzeug und ein mobiles Navigationssystem im Wert von 500,00 Euro. Ein paar Häuser weiter schlugen sie die Seitenscheibe eines VWs ein und klauten ein weiteres mobiles Navigationssystem. Da würde jede Mutter sagen: „So etwas lässt man auch nicht im Auto liegen.“ Im Friedrich-Quest-Weg wurde die Seitenscheibe eines Kraftfahrzeuges aufgebrochen. Hier wurde ein fest installiertes Navigationssystem, ein Handy, eine hochpreisige Sonnenbrille, eine Taschenlampe sowie ein Jagdmesser im Gesamtwert von ca. 800,00 Euro erbeutet. Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die Verdächtiges gesehen haben, sich bei der nächsten Dienststelle in Herford oder unter der Telefonnummer 05221/888-0 zu melden.
Die Einwohner von Ruppichteroth werden gebeten, Päckchen zu packen und zwar Weihnachtspäckchen. Das Team der Lebensmittelausgabe aus Ruppichteroth um den Vorsitzenden Herrn Krill sammelt Geschenkkisten mit Essen, Präsenten, Servietten und Leckereien für bedürftige Familien. Damit helfen die Gemeindemitgliedern bedürftigen Bürgern der eigenen Gemeinde.
Gestern wurde das Greifswalder AJZ / Café Quarks im Karl-Marx-Platz abgerissen. Einen umfassenden Beitrag und ein Video mit dem Statement eines ehemaligen Aktiven gibt es auf dem Fleischervorstadt-Blog.
Gewitterwolken
Xaverl: Wenn da Burgamoasta sagt des mit de Österreicha und den Napoleon war a so, dann wars a so. Do ko ned oana kumma und song des war anders gwen. Habs me?
Übersetzung: Wenn der Oberbürgermeister sagt, dass die Auseinandersetzung zwischen den Österreichern und Napoleon so war, dann war das so. Da kann nicht einer was anderes behaupten und in den Stadtalmanach schreiben. Verstanden?
Anmerkung: Dr. Marcus Junkelmann lebt als freier Historiker und Schriftsteller mit Schwerpunkt Militärgeschichte und experimentelle Archäologie in Oberempfenbach bei Mainburg / Niederbayern. Daneben hat er Lehraufträge an der L.M. Universität München und an der Universität der Bundeswehr, München.
Bei Karstadt in der Bahnhofstraße wird man ab Kaufhausöffnung heute das bittere Hohnlachen bis auf die Bahnhofstraße hören, wenn man als Noch-Angestellter diese Nachricht liest oder hört. Ach ja, der Thommy. Aber es kommt immer zusammen, was zusammen gehört. Du mußt nichts wirklich können. Aber Du mußt labern können, bis anderen die Ohren zukleben. Du kannst die größte Scheiße überhaupt abliefern. Macht nichts. Irgendein gleichgesinnter Neoliberaler glaubt an Dich. Ist auch bei der Mafia so. Die haben aber noch eine gewisse Ehre im Leib.
Ist ja schon ein supercleveres Männlein da draußen im Outback, der Schneider Gerrry Weber. Tennisstadion, zehntausende Rundständer im “Werksverkauf” in Brockhagen, Zuwachs um Zuwachs. Und jetzt schnüffelt er auch noch. Ab Januar 2010 wird in jedes “Gerry Weber” Etikett ein sogenannter RFID-Chip eingenäht. In der Praxis geht das dann im Kaufhof so – Orwells “1984″ läßt schon am Eingang grüßen:
“Guten Tag Frau Piepenkötter. Schön, daß Sie uns heute in ihrer Gerry Weber-Bluse besuchen. Wir hätten da neue Angebote für Sie, Halten Sie schon mal Payback, Eurocard und die Deutschland-Card bereit”.
Geht nicht? Aber klar geht das. Der Chip entdeckt das Gerry Weber-Machwerk. Alles Weitere ist nur noch eine jederzeit mögliche Verknüpfung bereits erfasster Daten:
- Handyortung
- Payback und Deutschland-Card
- Vorratsdatenspeicherung der Verbindungsdaten
Angeblich soll damit die Diebstahlsquote eingedämmt werden. Bei Bertelsmann-arvato haben sie da ganz andere Ideen. Wo schon 50 Millionen Datensätze lagern und gegen Bakschisch herausgereicht werden, kann man auch noch die restlichen Daten sammeln, dann ist die lückenlose Überwachung perfekt. Blödsinn? Sehen Bielefelds Foebud und andere Datenschützer aber ganz anders.
Das “Gerry Weber”-Etikett mit dem RFID-Chip läßt sich übrigens leicht mit einer Schere heraustrennen…..
Egal, wer ab sofort im Rat der Metropole spricht. Ein Sprüh “Sängeröl” von Niemeyer aus der Niedernstraße in das Rächelchen und die Rede läuft wie geschmiert. Ja, so regiert man eine Stadt! Es kommt ja schließlich nicht auf Inhalte an sondern auf Geschmeidigkeit.
Breite Arme, breites Kreuz, ein Hintern wie festgeklebt. Franz Josef Jung, Minister im neuen Dauerversuch: “Wie lange klebt Pattex den Hintern eines ebenso ahnungslosen wie unfähigen Ministers auf der Regierungsbank fest?”. Ausgeweitet wurde die Versuchsreihe schon vor über vier Jahren auf eine gewisse Aussitzerin aus Templin/Brandenburg, die sich vor den Kerl aus Hessen wirft. Jetzt haben wir den Salat. Läßt jemand ein altes Brötchen mitgehen, schmeißt ihn der Gerichtsgedeckte Arbeitgeber raus. Kriegt ein Minister so gar nichts mit, bleibt er selbstverständlich im Amt. Braucht Franz Josef denn noch Punkte für die wunderschöne ausgesessene Pension?




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