Die sich lediglich auf minimalste Gemeinsamkeiten und vor allem Vor-der-Wahl-Lügen “einigende” Schwarzgelbe Front in Berlin hat jetzt eine “Korrektur” von Hartz 4 beschlossen und verkauft sie als grandioses Entgegenkommen beim “Schonvermögen. Zu diesem in bester Stammtischmanier mit einem grinsenden Guido als Hilfskoch – Kellnern ist er ab erneuter Vereidigung der Chefköchin Angela – findet sich in einem Spiegel-Forum eine Meinung, die das “Ereignis” gut umschreibt:
Ich finde diese Stammtisch-Meinung basierend auf gefährlichem Halbwissen wirklich grandios.
Eine Erhöhung des Schonvermögens von 250,- EUR auf 750,- EUR pro Lebensjahr halte ich für angemessen. Es handelt isch jedoch um die Erhöhung des Betrages für “Schonvermögen zur Altersvorsorge”, was soviel heißt wie “Riester”- und “Rürup”-Rente. Diese Produkte sollen ja zurzeit nicht so gut laufen. Bei Riester hat man mit der “Wohnriester”-Varainte bereits den Markt belebt. Nun tut die neue Bundesregierung auch wieder was für diese Branche, die sowieso durch riskante Zockgeschäfte gebeutelt ist. Der Rest des Vermögens wird nicht bzw. mit weitaus geringeren Freibeträgen geschont. Da wird sich auch nichts dran ändern. Denn wenn Haushaltsgeräte kaputtgehen, kann man sich die beim Elektrodiscounter für 0% finanzieren. Und wenn das Auto kaputt geht? Dann muss man sich halt zu Fuß bewerben oder ein Fahrrad kaufen. Andererseits kann man sich ja auch ein sündhaft teures ÖPNV-Ticket kaufen.
Die Altersvorsorge muss jedoch begünstigt werden. Dem “Neubedürftigen” wird die Möglichkeit gegeben sein Vermögen umzuschichten. Ist ja auch ganz klug. Dann kann er sein Geld nicht für Luxus ausgeben und entlastet im Alter noch die Sozialamtskassen mit seiner Riesterrente, die er vorher jedoch versteuern muss.
Und damit es nicht zu einer Immobilienkrise wie in den USA kommt, finanziert der Staat auch noch die Schuldzinsen für den Hartz IV-Empfänger. Das Risiko, dass die Banken ihr Geld nicht wieder bekommen ist somit auch abgesichert, denn die Zinsen sind sicher.
Was nun wie ein sozialer barmherziger Schachzug aussieht, ist in Wirklichkeit eine aktuelle Stärkung der Versicherungen und der Banken sowie eine zuküntige Entlastung der kommunalen Haushalte (Sozialhilfe).
Treu nach dem Motto: Sozial ist, was Arbeit schafft… über das Ein- bzw. Auskommen hat niemand gesprochen!
Gemäß dieser Methode werden dann auch alle anderen “Regierungsvorhaben” aussehen. Als Tigerente gesprungen und jetzt schon als Wachtel mit ausgelatschten Füßen gelandet.
Artikel kommentieren »