In diesem Jahr ist eine Übersetzung der Abenteuer des Simplicissimus vom Teutschen des 17. Jahrhunderts ins Deutsche unserer Zeit erschienen und damit leichter zu lesen. Auch Lippstadt ist in dem Abenteuerroman aus der Zeit des 30jährigen Krieges einer der Kriegsschauplätze. Grimmelshausen schreibt z.B. “Bei diesem Feldzug widerfuhr mir sonst nichts Bemerkenswertes. Als ich aber nach Soest zurückkam, hatten die Hessen aus Lippstadt den Knecht gefangen, den ich bei meinem Gepäck im Quartier zurückgelassen hatte, und ein Pferd von der Weide dazu.” Das Buch ist im Eichborn Verlag erschienen und kostet ca. 50€.
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Mit dem börsennotierten Automobilzulieferer Paragon AG gerät erneut ein prominentes Innovations-Unternehmen aus Ostwestfalen-Lippe mit Zukunfts-Technologie in die Bedrouille. Der Einbruch auf dem Automarkt hinterlässt nicht nur bei den Großen wie Opel Bremsspuren, sondern trifft immer mehr Unternehmen aus der zweiten Reihe. Mit zeitlicher Verzögerung. Auch in der Autostadt Delbrück im Kreis Paderborn muss das Unternehmen, das vor einigen Monaten noch dem Paderborner Fußballstadion seinen Namen gab (Paragon-Arena) und nach eigenen Angaben dafür etwa 300 000 Euro zahlte, gehörig auf die Bremse treten. Allerdings sind die Sorgen im Hause Paragon, das gestern einen Insolvenzantrag stellte, nicht nur hausgemacht. Die Paragon-Unternehmensführung, die 77 Millionen Euro Verbindlichkeiten einräumt, hat gestern in einer zweistündigen Pressekonferenz recht drastisch zum Ausdruck gebracht, was etliche Mittelständler zwischen Paderborn und Bielefeld in diesen Wochen mehr oder weniger öffentlich beklagen: Sie haben Kummer mit Banken, die ihnen Unterstützung ausgerechnet in jener Stunde versagen, wenn Hilfe am bittersten nötig ist. Das Paragon-Schicksal hängt vom Einigungswillen von inzwischen sage und schreibe 15 Banken ab, weil Geldinstitute offenbar ohne Wissen der verschuldeten Unternehmen Kredite weiterverkauft haben. Kein Einzelfall. Der eindringliche Appell und die wiederholte Aufforderung der Bundeskanzlerin an Banken, mittelständische Unternehmen ausreichend mit Krediten zu versorgen, scheint in einigen Bank-Führungsetagen nicht gehört worden zu sein. Ausgerechnet Banken wie die Deutsche Industriebank (IKB), die nur mit staatlicher Finanzhilfe überlebte, greift bremsend ins Rad. Seit dem dramatischen Auftragseinbruch im vierten Quartal des Vorjahres verhandelt Paragon seit acht Monaten mit dem Banken-Konsortium, um Liquidität zu sichern. Von der Talsohle hat sich das Mittelstandsunternehmen mit einem Auftragszuwachs von 85 Prozent inzwischen deutlich entfernt. Studien renommierter Beratungsunternehmen bescheinigen dem erfolgsverwöhnten Automobilzulieferer bis 2015 allein mit ihren neuen Produkten Umsätze von 80 Millionen Euro und schon für 2010 die Rückkehr in die Gewinnzone. Die meisten Banken stimmen daher einem Sanierungskonzept zu, allen voran Commerzbank und Deutsche Kreditbank, zumal das Risiko von einer Landesbürgschaft abgefedert werden soll. Nicht aber die IKB, die in letzter Minute einen Rückzieher macht. Hilflos steht der Mittelstand vor der Banken-Allmacht. Banken haben die Finanzkrise ausgelöst. Sie wurden mit Steuergeldern auch deshalb gerettet, um mit Krediten einen zukunftsorientierten Mittelstand zu fördern und die Konjunktur unter Dampf zu bringen. Dieser Aufgabe werden nicht alle Häuser gerecht. Nicht nur bei Paragon.
Och, liebes Westfalen-Blatt, es ist die von Euch herbeigeschriebene und bejubelte neue Regierung, die das schon alles, alles, alles, richten wird. Jetzt, wo die Experten von der gelben Splitterpartei das Ruder ganz fest in die Hand nehmen. So fest, daß sich in absehbarer Zeit gar nichts mehr rührt in Deutschland. Packt doch mal Eure Patentrezepte aus, Ihr Westerwelles, Solmse, Niebels. Die Banken tun das, was ein eher rabiat sich Ausdrückender lauthals im Gespräch sagte: “Die scheißen uns was”.
Arminia Bielefeld wird immer mehr zum Meister des Minimalismus in der 2. Liga. Ein Tor von Pavel Fort reichte, um die drei Punkte aus dem Wildparkstadion zu entführen. Fünfter Sieg im fünten Spiel zum fünften Mal zu Null hintereinnander.
Xaverl: A Schwoarza und a Gäiba redn für uns in Berlin. Dann schaun ma amoi. Da Gäiwe war davor a scho obm in Berlin und hod vui gschwanzt wie ma glesn hod. Den gfoids hoid do bessa. Aba warum wui er dann affe zu de Preissn?
Übersetzung: Ein Schwarzer und ein Gelber vertreten uns in Berlin. Dann warten wir einmal ab. Der Gelbe vertrat uns bereits in Berlin und glänzte dort durch seine Abwesenheit, wie man Zeitungsberichten entnahm. Wahrscheinlich gefällt es ihm hier besser. Aber warum geht er dann nach Berlin ?
Regensburg hat ein deutliches Zeichen gegen Rechts gesetzt. Rund 7000 Menschen, die dem Aufruf eines breiten Bündnisses aus Parteien, Initiativen und Organisationen folgten, gaben 110 Rechtsextremisten am Samstag überdeutlich zu verstehen, was sie von ihrem Aufmarsch in der Stadt hielten. So weit so gut.
Leider mussten gewisse Linke wieder einmal zeigen, dass sie noch weit radikaler sind als die Rechten. Wie gewohnt übertrafen sie die Rechten strafrechtlich wieder beträchtlich und gewannen 13 zu 4.
Langsam wird es Zeit auch ein Zeichen gegen Linksextremisten zu setzen. Man sollte jetzt langsam die Bezeichung Linksextremist oder Rechtsextremist weglassen, und nur noch von Strafftätern reden. Für den Polizisten, dem ein Pflasterstein den Kopf einschlägt, dürfte es zweitrangig sein, ob dieser von einem Linken oder einem Rechten geworfen wurde.
Die Servietten sind schon ordentlich gefaltet, der ansprechend gedeckte Tisch macht Hunger auf eine bekömmliche Mahlzeit. So soll es künftig zweimal im Monat in der Awo-Kindertagesstätte Schalthaus Beisen, Am Handwerkerpark 6, zugehen. Das meldet die Westdeutsche Allgemeine in ihrer Ausgabe von Mitte September
Denn in der Tagestätte startet das Programm „Familienmenü”. Für lediglich einen Euro pro Nase kann jeder aus dem Stadtteil köstlich speisen, neue, gesunde und preiswerte Rezepte kennenlernen. An verschiedenen Freitagen werden zwei Referentinnen und eine Handvoll ehrenamtlicher Helfer sich überlegen, was sie den Gästen um 12.30 Uhr als Vortisch, Hauptspeise und Nachtisch servieren werden.
Der wichtigste Versender von Golfprodukten in der Bundesrepublik ist erster Anbieter eines mobile-Shops, also eine speziell für mobile Endgeräte optimierten Onlineshops. Durch das kleine Display des Mobiltelefons werden Webseiten meist verzerrt dargestellt, dies macht die mobile Nutzung des Internets nicht gerade einfach, um es diplomatisch zu formulieren. all4golf nutzt für seinen mobilen Shop die Möglichkeit, Internetseiten für Handys zu programmieren: Seit neuestem ist all4golf optimiert für alle webfähigen Handys, Smartphones, Blackberrys und iphones und unter einer eigenen Adresse im Internet erreichbar. Egal wo sich der Kunde aufhält – den Golfer und seinen Golfshop trennen jetzt nur noch 18 Zeichen (Quelle coincidence würde der Franzose sagen): mobile.all4golf.de
Also, unser Papa Rütti hatte folgendes zu sagen:
“CDU-Vize Jürgen Rüttgers sagte der «Bild»-Zeitung (Montag), Schwarz-Gelb werde «keine Koalition der Zumutungen» werden. «Es gibt keinen sozialen Kahlschlag.»”
Aber Papi, das ist doch eher Wunschgedanke, weil bei uns bald Wahl ist, so etwas äußert man nur, wenn man ein Wort einbaut, nämlich das wunderhübsche “VIELLEICHT”. Papi Rütti, du bist unter den Fittichen von Mami Murkel, die hat mehr zu sagen. Im Mai wird in NRW wieder ein Kreuzchen gemacht.Wir wissen das, du auch, spätestens alle, wenn (und so läuft es oftmals, wenn man mit Onkel Guido zu tun hat) Mami Murkel murkst.
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Und was macht die Wurstlippe aus Hessen? Der Koch (ohne Sterne) will gar nicht ein Bundesamt bekleiden, der weiß bestimmt, das er noch 4 Jahre einen sicheren Posten hat, da wo er jetzt ist, warum sollte er sein “Curriculum Vitae” mit der (wahrscheinlich) neuen Regierung versauen. Eine komische Geldaffäre hatte das schon fast geschafft. Man will ja nicht die bösen Geister hervor locken. Was hat der arme Mann denn noch so gesagt:
” Auch CDU-Vize Roland Koch (CDU) warnte eindringlich vor einer Aufweichung der Sicherheitsgesetze. «Aus meiner Sicht sind wir bei der Überwachung nicht gut genug», sagte er dem «Hamburger Abendblatt» (Montag).”
Das ist ja mal was, der will doch tatsächlich das Periskop in Toiletten einbauen, nach dem Motto – den Mist der Bevölkerung von ganz nah auskundschaften. Scheint ja wohl auch zu klappen, wenn man den eingeknickten Onkel Guido so hört, das alles verhandelbar ist.
So betitelt es die tagesschau auf ihren I-Net Seiten, das, was wir alle vermutet haben, die nicht schwarz-gelb gewählt haben.
*Tusch on* Tatatataraaaaa *Tusch off*, wer hat es nicht geahnt, na, na, na? Eigentlich zu traurig für einen Tusch. Da hat die BRD gewählt (jedenfalls die, die gewählt haben), aber niemand weiß was. Irgendetwas gelbes, einen Schaumschläger? Mitläufer? Machtbesessenen? Dummlaberer?
Hier mal der kurze Auszug aus der Seite:
” Das FDP-Präsidium hatte am Vormittag zusammen gesessen, um sich auf Montag vorzubereiten. Anschließend lud Westerwelle zur Pressekonferenz ein. Und sagte vor allem durch das, was er nicht sagen wollte, viel – und ganz besonders eines: Die FDP will wieder mitregieren und ist dafür zu vielem bereit. Mit Westerwelles Worten: “Das komplette Programm der Unionsparteien ist verhandelbar und das komplette Programm der FDP ist verhandelbar.“
Den 50-Cent-Schein ziert das alte Pförtnerhäuschen. Auf dem 5-Euro-Schein ist der moderne Eingangsbereich des Krankenhauses Gilead abgebildet, und der 10-Euro-Schein zeigt die Zionskirche mit ihren beiden Glockentürmen. In sieben verschiedenen Geldscheinen gibt es den Bethel-Euro, mit dem nur in den Geschäften der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel in Bielefeld bezahlt werden kann. Erstmals wurde das Bethel-Geld im Jahr 1908 ausgegeben – und ist damit vermutlich die älteste Komplementärwährung Deutschlands.
Pastor Friedrich von Bodelschwingh, seit 1872 Leiter der „Anstalt für Epileptische“, begann schon kurz nach seiner Amtseinführung, Arbeitsangebote für die Bewohner der Einrichtung zu schaffen. „1874 entstanden die ersten Handwerksbetriebe in Bethel, in denen Bewohner der Anstalt beschäftigt waren“, sagt Bärbel Bitter, Leiterin der Historischen Sammlung Bethel.
Die Vielfalt der Betriebe war ebenso groß wie die dort produzierten Waren. Die Schlosserei stellte neben der Bauschlosserei auch Kerzenleuchter her, die Flechterei arbeitete nicht nur verschlissene Körbe auf, sondern fertigte elegante Gartenmöbel. Es wurden Spielzeugeisenbahnen gebaut, und es gab eine Porzellanmalerei ebenso wie eine Handweberei, eine Schuhmacherwerkstatt und vieles mehr. Die Waren sollten den Eigenbedarf decken, wurden aber auch per Katalog überregional vertrieben. Dadurch sollten zusätzliche Einnahmen erzielt werden. Pastor von Bodelschwingh verfolgte das Ziel, dass das in Bethel verdiente Geld auch in Bethel ausgegeben wurde. „Er wollte eine Art geschlossenen Wirtschaftskreislauf schaffen, um damit die Arbeitsplätze in der Einrichtung zu sichern“, betont Bärbel Bitter. Quelle: Bielefeld-Marketing.
So ist die Stadt an der reißenden Lutter, “Welthauptstadt der Barmherzigkeit”, eventuell der einzige Ort, wo es drei Währungen gibt: Euro, Teuro und Bethel-Geld.
Jetzt, wo es am frühen Morgen draußen dann schon mal rapide mit den Temperaturen nach unten geht, ist das Funktionieren einer Gasheizung schon eine schöne Geschichte. Vor allem, weil man warmes Wasser hat. Kalt zu duschen ist eher nicht unser Ding, stammen wir doch nicht aus jenem nördlichen Land, das mit der angeblichen Erfindung von Kräuterbonbons, Formel-1-Kreisfahrern und Mobiltelefonen, deren Ursprünge mal Gummistiefel waren, eine gewisse Bedeutung erlangt hat.
Der Experte kam schnell, schraubte Wesentliches auseinander, fand den Casus Knacksus, drückte auf den Knopf und der kleine Wasserfall, der die Anlage zwangsstillegte, war Geschichte. Da er aber nicht Guido mit Vornamen hieß und eine blaue statt gelber Kluft trug, blieb er eher bescheiden: “Gelernt ist gelernt”. Da könnte denn Guy d´Eau noch eine Menge lernen. Vor allem, wie man Wesentliches so sagt, daß es glaubhaft wirkt. Zum Heizungsmonteur würde der Gelbling aber ohnehin nicht taugen. Für das Erzeugen heißer Luft und neblinger Luft braucht man ja auch keine Kenntnis über “Franzosen” und “Engländer” (Bestimmte Zangen). “Man spricht Deutsch” hieß mal ein Film mit einem bekannten bayerischen Kabarettisten namens G. Polt. Sagen Sie das mal zu den Zangen der Heizungsmonteure.
In Norwegen lässt es sich einem Uno-Bericht zufolge am besten leben. Das nordeuropäische Land führt die Liste der am höchsten entwickelten Länder an, wie am Montag aus dem entsprechenden jährlichen Index der Vereinten Nationen hervorging. Norwegen verteidigte seine Spitzenposition damit vor Australien und Island. Deutschland liegt auf Platz 22, hinter Ländern wie den Niederlanden, Frankreich, Österreich, Spanien, Belgien, Italien oder Großbritannien. Von den großen Industriestaaten lag Japan auf Platz 10, die USA auf 13 und China auf Platz 92. Am unattraktivsten sind dem Bericht zufolge Sierra Leone, Afghanistan und Niger.
Die Uno vergleicht seit 1990 die Entwicklungsstandards in ihren Mitgliedsländern. Für die Erhebung werden unter anderem Daten zum Einkommen, zur Bildung und Lebenserwartung herangezogen. Für die aktuelle Studie stammen die Werte aus dem Jahr 2007. Insgesamt wurden 182 Staaten untersucht.
Ach, die haben doch ein ganz schiefes Bild von Deutschland. Das Kleinod unter dem Steinhaufen Sparrenburg wurde einfach ausgeklammert. Das hätte die Republik gewaltig hochgerissen.
Die Almdudler treten heute Abend beim Karlsruher SC an, ein Ebenfallsabsteiger aus Liga 1. Auf der Heimseite des DSC Arminia heißt es dazu:
Seit 311 Minuten sind die Blauen in der Liga ohne Gegentor, vier Partien gewann man hintereinander, die letzen drei Partien wurden “zu Null ” gewonnen – Vereinsrekord eingestellt. Beim möglichen Ausbau dieser Serie wird Michael Lamey nicht mithelfen können, im Spiel gegen St. Pauli erlitt der Niederländer eine Adduktorenzerrung. Gut möglich, dass Nils Fischer die rechte Außenverteidigerposition einnimmt. Wieder im Kader ist Radim Kucera, der nach seiner Verletzung unter der Woche das Training aufgenommen hatte. Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Andre Mijatovic, den eine Einblutung in der Wade handicapt.
Mit einem Sieg wäre Arminia übrigens neuer Tabellenführer der 2. Liga.
Ach NW-Leineweber mit Deiner Weltuntergangsstimmung. Da hast Du aber gestern Abend bei “Anne Will” im 1. Staatsfernsehen nicht aufgepaßt. Ab heute nachmittag fließt schwarz-gelber Honig in der Republik, wird alles zurechtgerückt, was schief lief, kommen die wahren Geistesgrößen endlich ans Ruder. Da kneift schon mal der FDP-Mensch, den Guido so locker öffentlichkeitswirksam wegmobbte die Augen zusammen, um zu peilen, was Sache ist. Hilft aber nicht. Es war äußerst kläglich, was da so an Rezepten offengelegt wurde. Die kommenden vier Jahre Regierung verheißen wahrlich nichts Gutes für dieses Land. Von “Aufbruchstimmung” ist da noch weitaus weniger zu spüren als in der vergangenen Groko.
Dazu paßt eine Pressemeldung, wonach bereits jetzt angebliche “unbekannte Belastungen” aufgetaucht sein: . Zum Auftakt der offiziellen Koalitionsgespräche zwischen CDU, CSU und FDP am heutigen Montag in Berlin haben die Liberalen eine “saubere Schlussabrechnung” der großen Koalition gefordert. “Dass die große Koalition ungeordnete Finanzen hinterlässt, ist jedem klar, aber wenigstens die Bücher müssen geordnet übergeben werden”, sagte FDP-Fraktionsvize Carl-Ludwig Thiele der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post (Heutige Ausgabe). Am Wochenende war ein internes Kanzleramts-Papier bekannt geworden, wonach die neue Regierung bis 2013 zusätzlich 40 Milliarden sparen müsse, Kosten für künftige Steuerentlastungen noch nicht mitgerechnet. Dazu erklärte Thiele: “Es ist schon seltsam, dass nach der Wahl bei der Union plötzlich Zahlen auftauchen, die die FDP vor der Wahl mehrfach eingefordert, aber nicht genannt bekommen hatte.” Mit der “doppelten Buchführung (hier die offiziellen Zahlen, dort die wahre Kassenlage)” müsse Schluss sein. Das sei zu allererst eine Bringschuld des SPD-Finanzministers Peer Steinbrück, der sich nicht ohne eine Schlussbilanz aus der Verantwortung stehlen dürfe, sagte der FDP-Politiker.
Es sei daran erinnert, daß ein FDP-ler namens Otto Fricke Vorsitzender des Haushaltsausschausse des Bundestages war. Sollte er weder Zahlen lesen können noch die Augen offenhalten können? Oder ist es lediglich das bereits vorsorglich beginnende Geplänkel der gelben Splittterpartei, damit sie das nicht anpacken müssen, was sie vollmundigst vor der Wahl in die Welt posaunt haben: “Steuersenkungen”, “Mehr netto vom brutto”, “Arbeit muß sich wieder lohnen”?






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