StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

So
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Okt '09

Bielefeld-Blog: Märchen und Wirklichkeiten des Reinhard Mohn

Reinhard Mohn, der am Samstagmorgen in aller Stille in seinem Wohnhaus in Steinhagen gestorben ist, hat ein großes Stück Wirtschaftsgeschichte geschrieben. Sein Name steht für eine beispiellose Erfolgsgeschichte und eine der ungewöhnlichsten
Unternehmerkarrieren in ganz Deutschland. Ostwestfalen-Lippe hat eine der herausragendsten Führungspersönlichkeiten der Nachkriegszeit verloren. Die Region trauert um Reinhard Mohn, den Medien-Manager, aber die Region trauert auch um einen besonderen Menschen. Reinhard Mohn hat den mittelständischen Betrieb innerhalb von drei Jahrzehnten zu einem international führenden Medienkonzern geformt. Heute ist Bertelsmann eines der größten Medien- und Unterhaltungsunternehmen der Welt. Dank Mohn und seiner Frau Liz ist der größte Arbeitgeber in Ostwestfalen-Lippe heute nicht börsennotiert, sondern ein Familienunternehmen geblieben. Reinhard Mohn war eben nicht nur der wirtschaftliche Erfolg der Firma wichtig. Ihm lagen die Mitarbeiter – die Menschen – am Herzen. Mohn legte viel Wert auf eine Unternehmenskultur, auf die Verantwortung des Einzelnen und das partnerschaftliche Miteinander zwischen Geschäftsleitung und Mitarbeitern. Er beteiligte die Beschäftigten am Unternehmenserfolg, führte Betriebsrenten ein. Und auch die Ausgabe von Genussscheinen gehörten zu Mohns Unternehmensphilosophie. Die Mitarbeiter waren Reinhard Mohn wichtig – er selbst war einer von ihnen. Regelmäßig mischte er sich unter die Belegschaft des Hauptsitzes an der Carl-Bertelsmann-Straße 270, wo er gemeinsam mit seinen Leuten in der Kantine sein Mittagessen einnahm. Reinhard Mohn verstand sich als Partner seiner Mitarbeiter. Er legte Wert darauf, dass man »auf Augenhöhe« miteinander sprach. Für Reinhard Mohn war die soziale Verantwortung Leitlinie und Anspruch zugleich. Das machte ihn zu einem besonderen Unternehmer. In seinen Büchern nahm er kein Blatt vor dem Mund. Zunehmend geißelte er die Arroganz und die Eitelkeit einiger Manager. Reinhard Mohn war nie eitel. Er lebte zurückgezogen in einer kleinen Bauernschaft in Steinhagen. Dort auf dem Lande, wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen, sah man den leidenschaftlichen Spaziergänger häufiger, wenn er an den Wochenenden bis zu 30 Kilometer in Freizeitkleidung zurücklegte um nachzudenken. Reinhard Mohn war stets ein Unternehmer, der im Hintergrund wirkte, ein ehrlicher Arbeiter. Die große Show war nie sein Ding. Er nahm sich selbst nie wichtig. Reinhard Mohn – Jahrhundertunternehmer, Managementphilosoph, bedeutender Stifter. Mit ihm stirbt ein Stück Bertelsmann, mit ihm stirbt ein Stück großes Unternehmertum. Ostwestfalen-Lippe wird seinen Namen in Ehren halten. Wir verneigen uns vor einem besonderen
Menschen. Wir verneigen uns vor Reinhard Mohn.

Liebes Westfalen-Blatt, als neoliberales Blatt, dessen Chefredakteur mit Reinhard Mohn in einer Gemeinde wohnt/e, kann man den Nachruf ja nachvollziehen. Wer aber mit wachen Augen den Verfall des Menschen Mohn sah, wer teilweise immer kruder werdende Ansichten des Patriarchen mitverfolgte, wer die wütenden Angriffe oder die U-Boot-Taktik der Bertelsmann-Stiftung mit ständiger Einflußnahme auf den Staat, das Mitregieren dank schwacher, kaufbarer Politiker verfolgte, wer erlebte, wie eine Bundeskanzlerin nach Strategiepapieren und “freundschaftlichen Anrufen” aus Gütersloh regiert, der kann sich leider schwerlich vor Reinhard Mohn aus dem Austragshof draußen im Outback verneigen. Er kann angesichts des Todes des kleinen und in gewisser Hinsicht “großen” Mannes mit der brüchigen Stimme und der teilweise gradezu bigotten Lebensgeschichte den Kopf neigen und inneharren. Mehr nicht. “Ehrfurcht” gar ist nicht angebracht, weil der Verstorbene niemals das Ziel aus den Augen verlor: Den Staat so weit aus den Angeln heben, daß der Effekt sich in den Wirtschaftsbüchern des Konzerns entscheidend niederschlägt, Und damit sind nicht nur marginal gezahlte Steuern gemeint sonderen die Einstellung: “Wer nicht für mich, für uns, für Bertelsmann Meinung ist, der ist gegen uns”. Der wird subtil medial erledigt, abgeschoben und abgefunden. Im Falle Thomas Middelhoff, den Reinhard Mohn offensichtlich sehr lange Zeit sehr falsch einschätzte, hat die Öffentlichkeit einen kleinen Blick hinter den Vorhang bekommen: Eigene Vorteile herausschlagen, koste es, was es wolle. Pure Raffgier, persönliche Bereicherung. Im Falle Arcandor/Karstadt/Quelle führte das letztlich sogar zur Insolvenz aufgrund Unfähigkeit des von Middelhoff geführten Managements.

Zwischen den Märchenerzählungen in den Büchern von Reinhard Mohn und der Wirklichkeit in Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück und wo immer auf der Welt noch unter dem Bertelsmann/Mohn-Segel agiert, intrigiert und manchmal sogar gearbeitet wird, klafft eine gewaltige Lücke. Die zu schließen, wird der ehemaligen Zahnartzhelferin und späteren Telefonistin, dann heimlichen und verheimlichten Geliebten und späteren Ehefrau des Verstorbenen, Elisabeth Mohn und noch weniger der Tochter Brigitte, die Jahre in Gütersloh nicht als Tochter von Reinhard Mohn “verkauft” wurde, nicht gelingen.

Bielefeld-Blog: Gemischte Füße

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Die begeisterte Volleyballerin, große Liebe des Jüngeren, hat ein Fußproblem. Wie die Schuhauswahl heute in der Früh zeigte, wurde das Problem wohl nicht ganz gerecht der Jahreszeit, aber dafür elegant gelöst.

Bielefeld-Blog: Reinhard Mohn ist tot

88 Jahre alt wurd der drahtige, kleine schmale Mann im karierten Hemd. Lange schon sah man ihn nicht mehr draußen auf Steinhagens Gassen. Heute vormittag bestätigte der Bertelsmann-Konzern in Gütersloh den Tod des Patriarchen. Ob er wirklich ein “Großer” war, möchten wir hier und heute nicht werten. Zu widersprüchlich sind die Ansichten und Meinungen über sein Lebenswerk zwischen schierer Größe, Anspruch, Verständnis und Unverständnis für Vieles.

Bielefeld-Blog: Bielefeld. Spiegelblank

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Spiegeleien in der Glasfassade des “New World” am Süsterplatz.

Der Himmel spannt sich nochmal blauweiß über die Metropole. Hätten wir hier auch eine Wies´n wie die drunten in Minga, das wär ein Traumwetter. So bleiben diverse Orte in der Region, wo man “Die Wies´n” halt importiert hat.

Bielefeld-Blog: Gruslig trotz Gutschein

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Wo kriegen die Austeller bloß die Körper her? Schon Gutschein eingelöst?

Bielefeld-Blog: Paradebeispiel für Volksverdummung

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Als wir hier zu Beginn der weltweiten medialen Hysterie in Sachen Schweinegrippe schrieben, die in Bielefeld aufgetauchten Fälle würden sich weitgehend als harmlos herausstellen, legten die Politiker in ihrer Eigenschaft als Pharmalobbyisten nach und ein Trommelfeuer der Pandemie prasselte auf die Welt. Man sah schon Todesraten wie zu Zeiten der Pest und Cholera. Von Zwangsimpfung war die Rede. Die Hysterie schwappte auf neueste Höchststände. Eiligst wurde den Pharmagangstern ein paar Milliarden schweres Geschenk gemacht: Entwickelt Impfstoff, wir befürchten Tausende von Toten. Prompt wurde bestellt, was das Zeug hielt.

So ganz langsam bekommen die Besonnen und Mahner unter den Medizinern die Oberhand und zeigen mit den Fingern auf diesen unglaublichen Vorgang. Nun ist die Rede von den hohen Risiken, die den Impforgien innewohnen.

Die “Schweinegrippe” und der Umgang ist ein Paradebeispiel, wie man die Massen verdummen, in Atem und in Angst halten und vor allem ungeheuer daran verdienen kann. Dabei kann man noch nicht einmal fordern, Tamiflu ins Klo zu werfen. Das Zeug wird nämlich nicht einfach so abgebaut.

Schönen Sonntag noch!

Landshut-Blog: Heinz Vogl – Das historische Brunnenhaus

Das Foto in der Mitte zeigt das historische Brunnenhaus mit Wehrgang. Die Brunnenhäuser waren bis 1898 Verteilerstationen für die Wasserversorgung der Stadt Landshut.

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Der Verein “Bauzunfthaus e. V. Landshut” wurde 1983 gegründet. Das Bauzunfthaus soll nicht musealen Zwecken dienen, sondern dazu beitragen, alte Handwerkstraditionen zu beleben, zu fördern und Heimstatt der Denkmalpflege zu sein.