StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

Do
24
Sep '09

Bielefeld-Blog: BKA mauschelt weiter

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco e.V. kritisiert das Vorgehen des Bundeskriminalamtes bei der Erschwerung des Zugangs zu kinderpornografischen Inhalten in Kommunikationsnetzen. Das Bundeskriminalamt erarbeitet ohne Rechtsgrundlage eine technische Richtlinie, weil das entsprechende Bundesgesetz noch nicht in Kraft getreten ist. Statt diese Richtlinie dann wenigstens wie allgemein üblich offen mit den betroffenen Verbänden und Unternehmen zu diskutieren, wurde sie als Verschlusssache klassifiziert.

Dazu Oliver Süme, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von eco: “Am 2. Oktober lädt das Bundeskriminalamt die Unternehmen nach Wiesbaden ein, damit sie dort gegen die Abgabe einer Verpflichtung zur Geheimhaltung die Richtlinie entgegen nehmen. Eine Diskussion über technische Details ist dort ausdrücklich nicht erwünscht. Das Bundeskriminalamt kennt den Kreis der verpflichteten Unternehmen derzeit nicht, deshalb liegt der Gedanke nahe, dass die Veranstaltung vor allem diesem Zweck dienen soll. Wir fordern, dass die Unternehmen ihr Recht wahrnehmen können, sich in dieser Angelegenheit von Verbänden vertreten zu lassen. Eine Umsetzung der Zugangserschwerung als geheime Kommandosache ist jedenfalls nicht geeignet, das ohnehin geringe Vertrauen der Öffentlichkeit in das Gesetzesvorhaben zu stärken.” Aus einer Pressemeldung des Verbandes der Internetwirtschaft eco.

Freunde, das war alles klar, als die Leyenzenseurin das Ding mit hysterisch-hirnrissigen Worten ankündigte. Schön, wie das BKA immer mehr zur geheimen Mauschelanstalt eines Staates auf dem Weg in die komplette Überwachung und Bespitzelung seiner Bürger wird. Die Verantwortlichen einfach abwählen. Ich sag dann mal so: Yeaaahhhhhh!

Bielefeld-Blog: Das “Prinzip Schmeißfliege”

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Der Inhaber eines ziemlich großen Bielefelder Handwerksunternehmens rief mich an. “Haste auch diesen Wisch da von dem Westerwelle bekommen?” Ja, hatte ich. Aber mittlerweile schon dahin getan, wo das Elaborat des Rechtsanwaltssohnes hingehört. Reißwolf. Der Mann am Telefon echauffierte sich mehr und mehr. Dann fiel der Satz “Der ist ja wie eine Schmeißfliege”.

Nun ja. Ich stellte mir Guido Westerwelle bei einem Besuch in Teheran vor. Iran also. Guido, nun endlich Aussenminister von Merkels Gnaden und am lang ersehnten Fleischtopf, zu Ahmanedischad: “Sie müssen Ihrem Volk Freiheiten gewähren”. Der ganz trocken grinsend zurück: “Dann sorgen Sie mal als Aussenminister Deutschlands dafür, daß Ihr Volk nicht ständig bespitzelt belogen, betrogen, überwacht, hintergangen und verpfiffen wird. Und entsorgen Sie mal die Tonnen nuklearer amerikanischer Sprengköpfe in Ihrem Land”.

Allein die Vorstellung, Guido als Aussenminister, Solms für Finanzen, Brüderle für weitergehenden Schwachsinn und Koch-Mehrin als “Europasuperdupiministerin”. Nein, nicht vorstellbar. Zu besichtigen sind die “Taten” dieser Splitterpartei nicht nur hier in NRW sondern einigen anderen Bundesländern.

Wird auch nicht passieren. Reißwolf, arbeite weiter.

Bielefeld-Blog: “Nun kannst Du Kartoffeln pflanzen”

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Ein Araber lebt seit mehr als 40 Jahren in Bielefeld-Jöllenbeck. Er würde gerne in seinem Garten Kartoffeln pflanzen, aber er ist allein und alt und schwach. Sein Sohn studiert in Paris. Deshalb schreibt er eine E-Mail an seinen Sohn:

Lieber Ahmed!
Ich bin sehr traurig, weil ich in meinem Garten keine Kartoffeln pflanzen kann. Ich bin sicher, wenn Du hier wärst, könntest Du mir helfen und den Garten umgraben.
Ich habe Dich lieb,
Dein Vater

Prompt erhält der alte Mann eine E-Mail:
Lieber Vater!
Bitte rühre auf keinen Fall irgendwas im Garten an. Dort habe ich nämlich “die Sachen” versteckt.
Ich habe Dich auch lieb,
Ahmed

Keine zwei Stunden später umstellen die Bundespolizei, die GSG 9, das BKA und der BND das Haus des alten Mannes. Sie nehmen den Garten Scholle für Scholle auseinander, suchen jeden Millimeter ab, finden aber nichts. Enttäuscht ziehen sie wieder ab.

Am selben Tag erhält der alte Mann noch eine E-Mail von seinem Sohn:
Lieber Vater!
Sicherlich ist der Garten jetzt komplett umgegraben und Du kannst die Kartoffeln pflanzen. Mehr konnte ich aus der Entfernung leider nicht für Dich tun.
Ich habe Dich lieb,
Ahmed

Das Original findet sich auf den “Nachdenkseiten“. Ich habe mir nur erlaubt, es auf hiesige Verhältnisse umzupfriemeln. Ablaufen würde es hier nicht anders.

Bielefeld-Blog: Dabei ist er doch nur seinen Vorbildern gefolgt

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Videoüberwachung und Bespitzelung. Der neue Volkssport. Du gehts in der Metropole auf die Obernstraße, so kurz vor dem Fahrradgeschäft rechter Hand, und kaufst Dir in einem Fachgeschäft eine niedliche kleine Miniaturkamera. Die schraubst Du irgendwo getarnt an. Dann trinkst Du noch einen Kaffee und guckst Dir ganz gemütlich auf deinem PC oder dem Flachbildschirm an, was Deine Mitmenschen so sagen oder tun. Was Schäuble oder Rüttgers können, das kannst Du doch schon lange. Die haben einen an der Klatsche und Du auch. Wie der Bielefelder Autohändler, der sich von seinen Mitarbeitern “verfolgt” fühlte. Früher kamen Männer aus Bethel und probierten mal eben aus, ob das weiße Sweathshirt mit den Ärmeln nach hinten auch bequem paßt. Die Abteilung “Horch und Guck” in Berlin unter einem paranoiden Rollifahrer macht das doch alles ganz offiziell vor. Ach, ich hatte vergessen. Das Telefon verwanzt Du gleich am Anfang und läßt die Handies orten. das dient dann dem Betriebsfrieden.

Bielefeld-Blog: “Partei der Nichtwähler wächst”. Wundert das?

Die Partei der Nichtwähler wächst. 13,8 Millionen Bürger haben bei der Bundestagswahl 2005 den Gang zur Urne verweigert. Im internationalen Vergleich fällt die Wahlbeteiligung noch hoch aus, aber ein Warnzeichen ist es dennoch. Die Politik könnte dem Problem wachsender Enthaltung durch die Einführung der Wahlpflicht wie in Belgien begegnen. Aber das wäre nur eine Scheinlösung. Die Väter des Grundgesetzes lehnten eine Wahlpflicht ab, weil sie mündige Bürger wünschten. Die Wahlenthaltung ließen sie bewusst als Möglichkeit zu, Unzufriedenheit mit dem politischen System auszudrücken. Zweifellos gibt ein beträchtlicher Teil der Nichtwähler aus Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit oder Zufriedenheit mit den Verhältnissen im weiterhin wohlhabenden Deutschland kein Votum ab, aber die Parteien würden es sich zu einfach machen, wenn sie auf diese »Drückeberger« zeigen. Der Verein »Mehr Demokratie«, ein Zusammenschluss engagierter Bürger, stellt bei Aktionen in Fußgängerzonen fest, dass sich die Deutschen mehr direkte Demokratie wünschen. Sie wollen nicht nur einmal wählen und dann vier Jahre lang zugucken. Zurecht fragen sie, warum es auf kommunaler und Landesebene Bürgerentscheide gibt, nur auf Bundesebene nicht. Wenn es um Europa, die Energieversorgung der Zukunft und Militäreinsätze geht, wollen sie darüber abstimmen. Das bedeutet keine Abschaffung der repräsentativen Demokratie, sondern deren Ergänzung. In der Tat ist es nicht nachzuvollziehen, warum der Bundespräsident, der sich dezidiert als über den Parteien stehend begreift, nicht vom Volk direkt gewählt wird. Natürlich würden sich dann die politischen Gewichte in der Bundesrepublik verschieben, der Bundespräsident wäre mehr als ein Händeschüttler. Dadurch würde Konkurrenz zwischen Kanzler und Präsident eingebaut, sagt Ulrich Kober von der Bertelsmann-Stiftung richtig. Aber wäre das so schlimm? Kanzler müssen auf ihre Partei genauso viel Rücksicht nehmen wie auf ihre Wähler – ein schwieriger Spagat. Ein vom Volk direkt gewählter Präsident würde die Seite des Bürgers, des Souveräns, stärken. Kritiker direkter Demokratie warnen vor dem unkalkulierbaren Volk, vor wortgewaltigen Propagandisten, vor Abstimmungen, die Deutschland in der Welt isolieren. Erfahrungen aus der Schweiz zeigen das Gegenteil. Vor Volksabstimmungen befassen sich die Menschen intensiv mit dem Für und Wider eines Themas. Mehr als 60 Jahre nach Hitler muss das deutsche Volk nicht mehr vor sich geschützt werden. Wenn es um direkte Demokratie geht, wirken die Parteien wie ein Hemmschuh. Außer wohlfeilen Wahlappellen kommt von ihnen nichts. Statt direkte Demokratie zu befördern, verhalten sie sich abwartend oder ablehnend. Die Zweifel sind zu groß. Demokratie lebt vom Mitmachen; je mehr Möglichkeiten dem Bürger offenstehen, desto wahrscheinlicher ist es, dass das politische Interesse wächst und die Zahl der Nichtwähler sinkt.

Ist ja alles recht, liebes Westfalen-Blatt. Aber wenn bestimmte Medien zB. nicht jeden Furz jener Stiftung im Straßendorf nebenan hemmungslos und unktritisch nachdrucken würden und sich vor allem nicht indoktrinieren ließen von denen, denen das Volk nur als Stimmvieh für seine dreckigen Zwecke dient und ansonsten scheissegal ist, wäre der Demokratie schon ein wenig geholfen. Frau Kanzlerin zum Beispiel hat ganz erheblich was gegen ein direkt abstimmendes Volk. Dann würde sich ihre Junta nämlich in heiße Luft auflösen. Aber sie hat es in ihrem so kläglich untergegangenen Reich hinter Mauer und Stacheldraht auch nicht anders gelernt.

Mi
23
Sep '09

Rathenow-Blog: Vor lauter Plakaten kaum noch ein Laternenmast zu sehen

An jedem Mast, an jedem Pfahl, auf jeder freien Fläche pragen die Plakate mit den hohlsten, niveaulosesten Phrasen aller Zeiten. Haben die Politiker nichts mehr zu sagen? Dann sollen sie es gleich ganz sein lassen. Der Wähler weiß ohnehin nicht, welche der Marionetten er da wählen soll. Was bedeutet: Wir haben die Kraft.? Wozu haben wir die Kraft? Wer ist wir? Was nützt Kraft ohne Verstand? Auf einem anderen Plakat steht: Wir können mehr. Was können wir mehr? Mehr als wer? Fragen über Fragen, die uns niemand beantworten kann. Und egal, ob wir zur Wahl gehen und irgendwo unsere Kreuzchen machen oder ob wir am Sonntag eine Radtour unternehmen, für uns wird sich nichts ändern. Einige Wenige scheffeln sich die Taschen voll, haben so viel, dass sie nicht wissen, wie sie es jemals wieder ausgeben können und die Masse derer, die ständig mehr rechnen müssen, um über die Runden zu kommen, wird immer größer. Vielleicht sollten wir uns doch langsam wieder darauf besinnen, dass wir das Volk sind. Was nützen Politiker, die so lange hin und her jonglieren müssen, bis Koalitionen gefunden werden, die in die Richtung passen, die Banken, Automobilindustrie, Pharma- , Rüstungs- und Energiekonzerne vorgeben? Stellt euch vor, es ist Wahl und niemand geht hin. Dann wäre der gesamte Aufwand mit den Plakaten umsonst gewesen.

Bielefeld-Blog: Szenen einer Ehe: Merkel/Westerwelle

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Donnalüttchen. Die grüne Britta-Haßelmann-Partei kann ja sogar witzig sein. Wie dieser Spot von Frank Schaefer beweist.

Wer den gelben Schreihals nicht mag, der hat kein Problem, diese seltsame neoliberale Ehe zu verhindern. Wie zB. dieser Mann hier mit seinen “10 Beweggründen”:

10 Gründe Westerwelle zu verhindern:

* weil er ein lauter und nerviger Schreihals ist, nach dessen substanzlosen Reden man sich vorkommt wie von einem ICE
überfahren und deren inhaltlicher Gehalt gleich null ist
* weil er uns trotz der größten Neuverschuldung in der Geschichte sinkende Steuern verspricht (etwa in der Schule in Mathe
nicht aufgepasst!?)*
* weil er als Vertreter einer unbeschränkten Marktliberalisierung und Wegbereiter der Finanz- und Wirtschaftskrise uns nun als
Retter erscheinen möchte*
* weil er 22 Semester für sein Jurastudium brauchte und uns trotzdessen die absolute Leistungsorientierung verkaufen will**
* weil er in seinem Leben nicht eine Sekunde produktiv gearbeitet hat (seine politischen Aktivitäten mal ausgenommen)**
* weil er schon als Kind immer der Kapitän sein wollte (wer von uns wollte das wohl nicht?)**
* weil er als ein Verfechter populärer und kämpferischer Rhetorik (“Wir haben eine Schlacht geschlagen!”) in seinen Leben noch
nie irgendeine Schlacht geschlagen hat
* weil für ihn Natur und Umwelt ein ökonomisches Konstrukt bilden, welches möglichst effizient dem Bruttosozialprodukt zur
weiteren Steigerung verhelfen möge*
* weil er der Menschheit den unbezahlbaren Dienst erwies, die Jungen Liberalen zu gründen**
* weil wir ihm zeigen müssen, daß die deutsche Bevölkerung klüger ist, als er denkt

90% der Bielefelder werden wohl jeden Beweggrund des Verfassers Alex Fischer unterschreiben können. Auch wenn es Unionsfans nicht offen tun täten. Traut Euch oder seht weiter schwarz. Und dann einfach mal so: Yeahhhhhh!

Bielefeld-Blog: Web-Unterbrecher akzeptiert???

Ob ein oder mehrere Spots – Unterbrecherwerbung in Long-Form-Videos erzielt hohe Werbewirkung und hat dabei keine
Wirkung auf die Bewertung des Contents durch den User. Im Gegenteil: neun von zehn Befragten sehen den Benefit, durch die
Werbefinanzierung den Content kostenlos nutzen zu können. Vor allem der Pre-Roll hat sich hier etabliert und ist akzeptiert. Die Studie belegt, dass der Mid-Roll gleichwertige Leistungswerte aufweist wie der Pre-Roll. Das ist eines der Kernergebnisse der aktuellen Studie von IP Deutschland und dem Kooperationspartner Xenion GmbH, Tochter der Isobar-Gruppe. Medienvermarkter IP Deutschland und die Agentur Xenion präsentierten die kompletten Studienergebnisse erstmals auf der dmexco – die Leitmesse für digitales Marketing.
Sagt grad eine Pressemeldung.

Dann bin ich der Eine von den Zehn, der keine Lust auf über den TFT kriechende BMW-Kisten, einen aufploppenden Sonstwas oder irgendeine penetrante, kaum abstellbare, weil man das “x” nicht findet, Werbung.

Bielefeld-Blog: Tigerente im Rückwärtsgang

Wenige Tage vor der Bundestagswahl hat Schwarz-Gelb seinen Vorsprung offenbar eingebüßt. Nach einer repräsentativen Umfrage des Berliner Institutes Info GmbH im Auftrag des “Handelsblatts” erreichen Union und FDP zusammen nur noch 46 Prozent – SPD, Grüne und Linke hingegen 49 Prozent. Die Union rutscht auf 34 Prozent ab, die FDP auf zwölf Prozent. Steht da auf T-online.

Wunderts? Wer kann denn auf Dauer die monotone Kaiserin ertragen und wer kann des selbsterhobenen Bereitsaußenministers Stakkato aneinandergerihter Unverschömtheiten und Plattitüden anhören ohne abzustellen? Ich sach mal so: Et wird wieder sonne “wunderschöne” Groko. Aber nich mit Angela vornedran. Der niedersächsische Schwiegersohn aus Onnabück steht schon bereit.

Bielefeld-Blog: “luca”. Die andere Kirche in Schildesche

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Jugendkirche “Luca” in Schildesche

Von altmodischen Gottesdiensten ist Daniel gelangweilt. Jonas meint, Beamer und Kickertisch gehören zu einer Kirche wie Kreuz und Altar. Ilka wünscht sich Betreuung bei ihren Hausaufgaben. In Bielefeld erproben Jugendliche, was es heißt, eigenver –
antwortlich eine Kirche zu verwalten. Am 26. Juni 2009 haben sie die Erlöserkirche im Bielefelder Stadtteil Schildesche übernommen. Jugendliche interessieren sich nicht mehr für Gott, Religion und Kirche? „Wir freuen uns darauf, das Gegenteil zu beweisen!“, sagt die 16-jährige Anjuli und spricht vielen Gleichaltrigen aus dem Herzen.

„luca“ haben sie ihre Kirche getauft. Das steht für „lebendig, unabgängig, christlich, anders“. Weil Jugendliche in dem roten Backsteinbau den Takt vorgeben, hat dieser nun einen fliederfarbenen Innenanstrich und ein noch bunteres Programm. Einmal im Monat feiern sie hier den Gottesdienst „unGLAUBlich“, dazwischen finden Theatervorführungen, Rockkonzerte, Lesungen oder Gesprächskreise statt. Es wird gekocht und gebastelt, auch Sportangebote und Feste fehlen nicht. Für luca gilt: Gemacht wird das, worauf Jugendliche Lust haben. Und: Die Erwachsenen sind hier eher Gäste.

Die Leitung des Projekts hat Bielefelds Jugendpfarrer übernommen. Thomas Wandersleb, geboren in Herne, kam vor 19 Jahren aus Bochum an den Teutoburger Wald und hatte einen großen Traum im Gepäck: „Ich habe mir schon immer einen von Jugendlichen selbst verantworteten Kirchenraum gewünscht.“ Quelle: Pressemeldung Bielefeld-Marketing

Bielefeld-Blog: Erdbeermund

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“Eine Scheibe Weißbrot mit Butter und Gelee” las ich in diesem Blog. Warum eigentlich nicht, wenn noch Toast da ist und Erdbeere von “Den Gamle Fabrik” aus Dänemark. Was jetzt keine schleichende Werbung bedeutet. Wir essen sie einfach nur gern. Nicht nur, wenn wir in Dänemark sind.

Delmenhorst-Blog:

Bin zu erreichen unter www.klaas-koenig.de (Ich bin fürr Euch da)

auch unter www.robimax.de   www.kometenreise.de   www.twitter.com/sternenpatrouil

und pascar-schuette@web.de.

Bin für Delmenhorster Innenstadt und der Politik sehr stark arrangiert und möchte mich mit anderen

Leuten darüber unterhalten.Dann bis…??

Bielefeld-Blog: “Guten Morgen. Die Post ist da”

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“Guten Morgen. Die Post ist da”. Ein Ritual, das wir alle kennen. Immer so ab 9 Uhr rechnet man mit dem bellenden Hund und der Klingel an der Haustür, die sich meldet. Ein wenig braunes Amazon, ein wenig, dessen Inhalt man nicht kennt. Ein wenig Werbung. Der Umschlag mit den beiden Arminia-Karten für Samstag gegen St. Pauli ist noch nicht da. Wird aber sicher kommen. Über 100 D-Mark, umgerechnet für 2. Liga, ganz oben. Wo wir Schmähgesänge hinunterwerfen können, wenn sie die “Schmach von Trier” nicht mit pfeilschnellen Flügelläufen, aufreissenden Hintern und Leidenschaft auswetzen. Der Junior wird wohl ein Pizzastück essen und der Alte eine Curry im Arminenschälchen.

Jungs. Haut rein. Sonst gibts Schmäh!

Bielefeld-Blog: Können Banker irgendwas außer Zockerei?

HSH Nordbank zahlte ohne Verpflichtung Millionen an US-Bank

Banksprecher Rune Hoffmann bestätigte NDR Info den Vorgang. Er stellte jedoch das Votum der Hausjuristen in Frage. “Ob der Anspruch tatsächlich verwirkt war”, so Hoffmann, “hätte juristisch geklärt werden müssen. Bis dahin hätten Marktgerüchte, die Bank komme ihren Verpflichtungen nicht nach, schweren Schaden für die Reputation und für die Refinanzierung der Bank haben können. Dieses Risiko sollte vermieden werden.” Aus diversen Diensten.

AuH Mann, diese bösen “Marktgerüchte” aber auch. Stellen wir uns vor, die “bösen Marktgerüchte” über Malermeister Lempel aus Heepen verstummen einfach nicht. Was tut er? Zahlt einfach von seinem Spassbankkonto 100.000 Euro an den Obermalermeister Fritzekötter in Gadderbaum. Damit die “Marktgerüchte” aufhören und alle denken: “Hej, der Lempel hat ja doch Geld”.

Mit diesem gequirlten Schwachsinn hat schon ein gewisser Josef “V” Ackermann so geniale Wissende wie die Regentin und den Finanzonkel mit dem vorauseilenden flotten Maul beeindruckt.

Wie weh muß das eigentlich tun, ein Banker oder Politiker zu sein?

Bielefeld-Blog: Die unendliche Callcenter-Story geht weiter

“Die ungebremste Automatisierung geht hier zu Lasten der Angerufenen. Die Vielzahl der Telefonanrufe, bei einzelnen Verbrauchern etwa mit 70 Anrufen pro Tag, führt zu einer unzumutbaren Belästigung und bedeutet einen massiven Eingriff in die Privatsphäre der Betroffenen. Einen Wettbewerbsvorsprung durch Belästigung zu erzielen, ist nicht hinnehmbar”, so Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. “Ich appelliere zugleich an die Unternehmen, bei den Bemühungen um Effizienzsteigerungen nicht den Verbraucher aus dem Blick zu verlieren.”

Klar. Kennen wir alle. Wenn den ganzen Tag das Telefon bimmelt und der CC-Computer versucht, die Verbindung herzustellen. Ich bleibe dabei: Callcenter sind überflüssig. Und erst recht dann, wenn sie ihre Mitarbeiter nicht so bezahlen, daß die davon auch leben können. Aber diese Diskussion haben wir hier in der Metropole ja schon eine ganze lange Zeit.

Hannover-Blog: “CHARLY DAVIDSON – Rocklegende” (Ein Gespräch mit dem Autor)

Ein Interview von Tim Schwarz

Es ist Juli und regnet gerade einmal nicht. Wir sitzen zusammen in einem Garten in Jena, direkt am Saalbahnhof, „auf Gleis 4“, wie mein Gegenüber scherzhaft anmerkt. Das ist wörtlich zu nehmen, denn hin und wieder rauscht ein Zug an uns vorbei und nur wenige Meter trennen den idyllischen Garten von den Bahnsteigen. Hier lebt und arbeitet seit fünfzehn Jahren der Mann, der die Legende um den Musiker Charly Davidson erfunden hat: Rainer W. Sauer. Der ehemalige Fechenheimer selbst ist keine „Rocklegende“ geworden, hat jedoch in seinem Leben genügend Know-How erworben, um die Figur des Charly Davidson lebendig werden zu lassen.

Wie kam es dazu?

Am Anfang des Buches steht: ‘Wenn Idole sterben, werden sie zu Legenden‘. Wie das geschieht, wird in der Erzählung beschrieben. Aber ich habe Charly Davidson ja nicht nur lebendig werden lassen, sondern er stirbt auch am Ende des Buches. Sonst wäre er ja keine Legende.

Man hat Ihnen auch schon mal vorgehalten, Sie seien Charly Davidson oder, noch besser, mit dem Buch würden Sie sich erhöhen wollen. Ist da etwas dran?

Es gab zu einer gewissen Phase des Buchprojektes die Notwendigkeit, die Story mit Fotos zu untersetzen und dadurch glaubwürdig oder glaubwürdiger zu machen. Da ich selbst lange Musik gemacht habe, bot es sich an, meine Fotos für die Figur des Charly Davidson zu verwenden. Das mag ein Grund sein für die Vorhaltungen. Aber ein Helge Schneider ist ja auch nicht zum Nazi geworden, nur weil er mal im Film Adolf Hitler dargestellt hat.

Wieviel Sauer steckt denn tatsächlich in Charly Davidson?

Das ist ja wieder eine ganz andere Frage. Ich würde sagen, stellenweise, oder besser ausgedrückt “kapitelweise”, eine ganze Menge. In der im Buch beschriebenen Zeit von 1967 bis 1982, da bin ich tatsächlich ein Teil von Charly Davidson. Später hin und wieder auch mal, aber diese 15 Jahre Offenbach pur konnte ich nur so erzählen, weil ich das meiste davon selbst erlebt habe. Oh, der “Musikclub Schlachthof”, das war eine ganz große Zeit.

Sie waren ja selbst Mitglied im Club …

… mit eigener Mitgliedskarte. Dann ging ich aber 1978 nach Frankfurt am Main …

… und hatten eine Band, die nannte sich FLIESSBAND. Auch “Rocklegende” Charly hat im Buch eine, die FLIESSBAND heißt.

Richtig. Bei FLIESSBAND, das war zwischen 1977 und 1979 Frankfurts einzige Politrockband, u. a. mit Michael Uebelacker, heute bei FISHBONE TRASH, und Willi Knoth, der heute beim Theater ist, da war ich damals der Sänger. Und das machte uns – mit uns meine ich das Team, das mir beim Buchprojekt zur Seite stand – die Sache einfacher. Originalplakate, auf denen bereits FLIESSBAND steht, konnte man ganz einfach verwenden, Zeitungsartikel wurden so zu Artikeln über Charly Davidson. Das ist doch ideal und erleichtert die Arbeit ungemein.

Wie muss man sich so ein Team vorstellen?

Das sind alles potentielle Fälscher … (lacht!) … nein. Ich hatte als große Hilfe einen Dr. phil. an meiner Seite, Lutz Mühlfriedel, Anglist und Germanist und ein guter Freund von mir, der für das Projekt unverzichtbar wurde. Dann gab es den einen oder anderen Fotografen, Steffen Kühne zum Beispiel, der heute in Tunesien lebt und arbeitet, oder Claus Rose, ein wunderbarer Aktfotograf. Computer- und Mediaexperten, meine beiden Töchter, Musiker, die an der Hörbuch-CD mitwirkten. Alle auf ihre Art bedeutsam für die Arbeit neben dem Schreiben, für die Webseiten, die es begleitend zum Buch gibt und so weiter. Es war mir wichtig, für die unterschiedlichen Aufgaben, von denen ich nicht wirklich etwas verstehe, Profis zu finden. Ab da konnte ich ich voll auf das Schreiben konzentrieren.

Wäre es auch ohne diese Unterstützung gegangen?

Natürlich kann man auch Einhandsegeln, aber mit einer Mannschaft macht das doch viel mehr Spaß. Das galt insbesondere für die Musiker, die am Soundtrack beteiligt wurden. Eine Rocklegende ohne Musik wäre ja undenkbar. Auch hier ist es gelungen, Leute zu finden, die weit oberhalb des deutschen Qualitätsdurchschnitts liegen.

Das Buch hat zwei Teile. Im ersten Teil geht es um die ersten vier Jahrzente des Lebens von Karl David Korff alias Charly Davidson. Der zweite handelt, obwohl etwa gleich umfangreich, die letzten zehn Jahre in Davidsons Leben ab. War das von Anfang an so von Ihnen geplant?

Als ich 2002 begann den Plot für das Buch zu schreiben, ging ich noch von einem durchgängigen Buch aus, das “Überflieger” heißen sollte. Damals schon wurden Teile des Buches als einzelne Geschichten vom Heinz Rudolf Kunze Fanclub “Wunderkinder” auf deren Webseite publiziert; mit Heinz Rudolf habe ich damals Radiosendungen produziert und 2005 und 2006 in Jena große Literaturevents veranstaltet. Das scheint mir, wenn ich das hier mal sagen darf, auch der hauptsächliche Grund dafür zu sein, dass der “Rocklegende” immer wieder angedichtet wird, sie hätte viel mit Kunze zu tun. Das ist Quatsch. Die Legende vereint in sich hunderte von Künstler, sozusagen alle, die ich zwischen 1976 und 2008 interviewen durfte. Viele von denen haben mir Anekdoten aus ihrem musikalischen Leben erzählt, die ich geändert habe und dann im Buch einbauen konnte. Erst da ergab sich auch die Notwendigkeit, die Legende in zwei Teilen zu erzählen, sozusagen 1.) den Aufstieg und 2.) den Fall. Aber streng genommen hat das Buch ja vier Seiten, die A- und die B-Seite einer guten Schallplatte und dann auch noch die C- und die D-Seite der Medaille.

Jetzt ist gerade eben ein anderer Roman erschienen, der eine Hauptfigur hat, die Korff heißt …

… Sie meinen “Das Beste, was wir hatten” von Jochen Schimmang …

… bewegt sie das oder was bewirkt das bei Ihnen?

Ich finde das witzig. Wir haben das Buch auch auf einer unserer Charly-Davidson-Webseiten beworben. Zum Glück heißt die Figur Gregor Korff und nicht Georg oder Georgia Korff, wie Charly Davidsons Tochter in der “Rocklegende”. Das hätte sonst einige Proleme für mich gegeben. Witzig finde ich die Side-Story in “Das Beste, was wir hatten”, nämlich dass dieser Gregor Korff eine Geliebte hatte, die Stasi-Spitzel war, während mein Karl David (Charly Davidson) Korff eine Geliebte hatte, die … ach, ich will nicht zuviel verraten.

Hat da wer bei den “Wunderkindern” abgeschrieben?

Ach Quatsch, so weit war ich da noch gar nicht mit dem Erzählen, als die mich damals abgesetzt haben.

Weshalb hat man sie abgesetzt?

Man sagte, im Heinz Rudolf Kunze Fanclub sei kein Platz für eine Selbstdarstellung der Forummitglieder oder auch der Gäste.

Und nahm sich damit die Chance, exklusiv ein großartiges Buch zu promoten?

So kann man es sehen. Aber ich respektiere das, denn Fanclubs sollen ja immer nur einen Herrn dienen.

Nun kann man ja alles bereits im Internet lesen: weshalb sollte jemand dann im nächsten Jahr das Buch kaufen?

Was seit Anfang Juli im Internet zu lesen ist, sind Auszüge der Rohfassung. Hier fehlen erstens Schlüsselszenen, zweitens habe ich ein, zwei Kapitel noch einmal umgeschrieben und, wie jeder gute Film, hat das Buch auch ein alternatives Ende. Außerdem wird nach der Frankfurter Buchmesse (Anm.: Die Buchmesse 2009 findet vom 14. bis 18. Oktober statt.) das sogenannte “Bloggbuch” wieder abgeschaltet und die Internetveröffentlichung der Rohfassung der einzelnen Kapitel bei “Jenapolis” neu gestartet. Zu guter letzt enthält das Buch auch eine Bonus-CD mit der Musik von Charly Davidson und Tondokumenten.

Wie Sie mir im Vorgespräch erzählt haben, wird es hierfür auch eine spezielle Musikplattform geben.

Das ist richtig, aber dies wird erst am 21. September bekannt gegeben, weshalb ich mich auch darüber freuen würde, wenn man dies erst danach publizeren würde. Die Musikplattform wird “V2 – Media Entertainment” heißen und soll perspektivisch auch andere Musikprojekte veröffentlichen, wie z.B. das Solo-Album von Mick Szutor.

Ich fragte ja bereits, wieviel Sauer in Charly Davidson steckt und Sie haben dies mit einem Teil Ihrer Biografie beantwortet. Aber wievel Mensch von Ihnen selbst steckt in dieser Rocklegende?

Die menschliche Komponente ist sicherlich bei jedem Buch eines jeden Autors anders. Ich bin jemand, der die Philosophie vertritt, dass man am besten über Dinge schreiben kann, die einem nahe sind. Ja, da steckt schon viel persönliche Emotion in dem Buch, nicht immer in der Art und Weise, dass ich die Dinge selbst erlebt habe, aber doch so weit, dass ich Anekdoten, die mir Rockstars in den Interviews, die ich mit ihnen führen durfte, auf mich übertragen habe und mich fragte, wie ich selbst reagiert hätte, wenn mir dies widerfahren wäre.

Was war da die persönlichste Reaktion?

Das ist schwierig zu sagen. Sicherlich der Verrat an Charly durch seine zweite Frau. Da habe ich noch nicht einmal alles reingetan, was ch ursprünglich hineinpacken wollte. So fehlt zum Beispiel die adaptierte Version der Trennung von George und Pattie Harrison, die ihren Mann verließ, weil sie mit seinem besten Freund Eric Clapton eine Affäre begonnen hatte; dies obwohl Harrison seinen besten Song, nämlich “Something” für sie geschrieben hatte. Das sind auch Rocklegenden, die aber schon fast vergessen sind, allerdings nicht für mich. Dem Harrison-Drama entstammt auch mein Satz: “Loyalität ist kein guter Ersatz für Liebe – es ist der beste.”

Und, wie hättest Du an Harrisons Stelle reagiert?Ich wäre wahrscheinlich, wie er, drogensüchtig geworden, wobei man mit einer gewissen Lebenserfahrung – Harrison war damals erst 27 Jahre alt – feststellt, dass man zwar vergeben kann, vergessen aber niemals.

Was könntest Du niemals vergessen?

Schwierige Frage … ich denke, wenn mich jemand verleugnen würde, für den ich viel getan habe, also uneigennützig, wenn der mich dann in der Öffentlichkeit ableugnen würde, das wäre das Schlimmste, das könnte ich nicht vergessen. Zum Glück ist mir das in meinem bisherigen Leben nur ein einziges Mal passiert. Aber ich bin nicht Jesus, der da mit einem Lächeln darüber geht. Bei mir sitzt so etwas tief, ich nehme einen solchen Verrat persönlich.

Aus zwei Teilen, aus zwei Seiten einer LP, wie Du sagtest, besteht das Buch. Du hast aber auch noch die C-Seite und sogar eine D-Seite erwähnt. Wie muss man das verstehen?

Die C- und die D-Seite sind Nachträge. Die C-Seite ist die “Charly”-Seite mit einer Audiografie, einer Textauswahl, der Quellenangabe für Nachforschungen in Sachen “Davidson” und der Bonus-CD “CODA”. Die “Davidson”-Seite wiederum ist nicht direkt mit der “Rocklegende” verwoben. Wenn das Buch ein Erfolg wird, wovon ich einmal ausgehe, eröffnet die Marke “Charly Davidson” die Möglichkeit die Legende literarisch fortzusetzen. Ich nenne, da ich von den danach geplanten Projekten nichts verraten möchte, einige Beispiele. So gibt es etwa “Laura Palmers geheimes Tagebuch” zur “Twin Peaks”-TV-Serie. Oder bei der Marke “Star Wars” verschiedene Nachfolgefilme, wie auch bei anderen Filmen üblich, also: “Der Sohn von …”, “… kehrt zurück”, “Die Rache von …” und so weiter.

Wird Charly Davidson denn nach seinem Tode zurückkehren?

Das wäre wirklich witzig. Warten wir aber erst mal die Rückkehr von Jesus ab. Auf jeden Fall würde dann die Fortsetzung der Bibel der größte Mega-Bestseller aller Zeiten werden … (lacht) … nein. Es gibt so viel zu erzählen um Charly Davidson. Ich könnte mir zum Beispiel ein weiteres Buch vorstellen, in dem Charly erzählt “wie es wirklich war”, meinetwegen zwischen 1980 und 1999, mit vielen Datails und so weiter. Außerdem sind ja die Texte von ChD noch nicht als Buch erschienen. Aber das alles wird man sehen und es hängt natürlich vom Erfolg der “Rocklegende” ab und ist eine souveräne Entscheidung des Verlages.

Welcher Verlag wird das Buch veröffentlichen?

Warten wir’s mal ab. Ich habe da schon so eine Ahnung … (lacht).

Jena-Blog: “CHARLY DAVIDSON” – Eine Rocklegende aus Jena

Ein Interview von Tim Schwarz

Es ist Juli und regnet gerade einmal nicht. Wir sitzen zusammen in einem Garten in Jena, direkt am Saalbahnhof, „auf Gleis 4“, wie mein Gegenüber scherzhaft anmerkt. Das ist wörtlich zu nehmen, denn hin und wieder rauscht ein Zug an uns vorbei und nur wenige Meter trennen den idyllischen Garten von den Bahnsteigen. Hier lebt und arbeitet seit fünfzehn Jahren der Mann, der die Legende um den Musiker Charly Davidson erfunden hat: Rainer W. Sauer. Der ehemalige Fechenheimer selbst ist keine „Rocklegende“ geworden, hat jedoch in seinem Leben genügend Know-How erworben, um die Figur des Charly Davidson lebendig werden zu lassen.

Wie kam es dazu?

Am Anfang des Buches steht: ‘Wenn Idole sterben, werden sie zu Legenden‘. Wie das geschieht, wird in der Erzählung beschrieben. Aber ich habe Charly Davidson ja nicht nur lebendig werden lassen, sondern er stirbt auch am Ende des Buches. Sonst wäre er ja keine Legende.

Man hat Ihnen auch schon mal vorgehalten, Sie seien Charly Davidson oder, noch besser, mit dem Buch würden Sie sich erhöhen wollen. Ist da etwas dran?

Es gab zu einer gewissen Phase des Buchprojektes die Notwendigkeit, die Story mit Fotos zu untersetzen und dadurch glaubwürdig oder glaubwürdiger zu machen. Da ich selbst lange Musik gemacht habe, bot es sich an, meine Fotos für die Figur des Charly Davidson zu verwenden. Das mag ein Grund sein für die Vorhaltungen. Aber ein Helge Schneider ist ja auch nicht zum Nazi geworden, nur weil er mal im Film Adolf Hitler dargestellt hat.

Wieviel Sauer steckt denn tatsächlich in Charly Davidson?

Das ist ja wieder eine ganz andere Frage. Ich würde sagen, stellenweise, oder besser ausgedrückt “kapitelweise”, eine ganze Menge. In der im Buch beschriebenen Zeit von 1967 bis 1982, da bin ich tatsächlich ein Teil von Charly Davidson. Später hin und wieder auch mal, aber diese 15 Jahre Offenbach pur konnte ich nur so erzählen, weil ich das meiste davon selbst erlebt habe. Oh, der “Musikclub Schlachthof”, das war eine ganz große Zeit.

Sie waren ja selbst Mitglied im Club …

… mit eigener Mitgliedskarte. Dann ging ich aber 1978 nach Frankfurt am Main …

… und hatten eine Band, die nannte sich FLIESSBAND. Auch “Rocklegende” Charly hat im Buch eine, die FLIESSBAND heißt.

Richtig. Bei FLIESSBAND, das war zwischen 1977 und 1979 Frankfurts einzige Politrockband, u. a. mit Michael Uebelacker, heute bei FISHBONE TRASH, und Willi Knoth, der heute beim Theater ist, da war ich damals der Sänger. Und das machte uns – mit uns meine ich das Team, das mir beim Buchprojekt zur Seite stand – die Sache einfacher. Originalplakate, auf denen bereits FLIESSBAND steht, konnte man ganz einfach verwenden, Zeitungsartikel wurden so zu Artikeln über Charly Davidson. Das ist doch ideal und erleichtert die Arbeit ungemein.

Wie muss man sich so ein Team vorstellen?

Das sind alles potentielle Fälscher aus Jena und dem Umland, von Gera bis Kapellendorf … (lacht!) … nein. Ich hatte als große Hilfe einen Dr. phil. an meiner Seite, Lutz Mühlfriedel, Anglist und Germanist und ein guter Freund von mir, der für das Projekt unverzichtbar wurde. Dann gab es den einen oder anderen Fotografen, Steffen Kühne zum Beispiel, der heute in Tunesien lebt und arbeitet, oder Claus Rose, ein wunderbarer Aktfotograf. Computer- und Mediaexperten, meine beiden Töchter, Musiker, die an der Hörbuch-CD mitwirkten, wie Mick Szutor. Alle auf ihre Art bedeutsam für die Arbeit neben dem Schreiben, für die Webseiten, die es begleitend zum Buch gibt und so weiter. Es war mir wichtig, für die unterschiedlichen Aufgaben, von denen ich nicht wirklich etwas verstehe, Profis zu finden. Ab da konnte ich ich voll auf das Schreiben konzentrieren.

Wäre es auch ohne diese Unterstützung gegangen?

Natürlich kann man auch Einhandsegeln, aber mit einer Mannschaft macht das doch viel mehr Spaß. Das galt insbesondere für die Musiker, die am Soundtrack beteiligt wurden. Eine Rocklegende ohne Musik wäre ja undenkbar. Auch hier ist es gelungen, Leute zu finden, die weit oberhalb des deutschen Qualitätsdurchschnitts liegen.

Das Buch hat zwei Teile. Im ersten Teil geht es um die ersten vier Jahrzente des Lebens von Karl David Korff alias Charly Davidson. Der zweite handelt, obwohl etwa gleich umfangreich, die letzten zehn Jahre in Davidsons Leben ab. War das von Anfang an so von Ihnen geplant?

Als ich 2002 begann den Plot für das Buch zu schreiben, ging ich noch von einem durchgängigen Buch aus, das “Überflieger” heißen sollte. Damals schon wurden Teile des Buches als einzelne Geschichten vom Heinz Rudolf Kunze Fanclub “Wunderkinder” auf deren Webseite publiziert; mit Heinz Rudolf habe ich damals Radiosendungen produziert und 2005 und 2006 in Jena große Literaturevents veranstaltet. Das scheint mir, wenn ich das hier mal sagen darf, auch der hauptsächliche Grund dafür zu sein, dass der “Rocklegende” immer wieder angedichtet wird, sie hätte viel mit Kunze zu tun. Das ist Quatsch. Die Legende vereint in sich hunderte von Künstler, sozusagen alle, die ich zwischen 1976 und 2008 interviewen durfte. Viele von denen haben mir Anekdoten aus ihrem musikalischen Leben erzählt, die ich geändert habe und dann im Buch einbauen konnte. Erst da ergab sich auch die Notwendigkeit, die Legende in zwei Teilen zu erzählen, sozusagen 1.) den Aufstieg und 2.) den Fall. Aber streng genommen hat das Buch ja vier Seiten, die A- und die B-Seite einer guten Schallplatte und dann auch noch die C- und die D-Seite der Medaille.

Jetzt ist gerade eben ein anderer Roman erschienen, der eine Hauptfigur hat, die Korff heißt …

… Sie meinen “Das Beste, was wir hatten” von Jochen Schimmang …

… bewegt sie das oder was bewirkt das bei Ihnen?

Ich finde das witzig. Wir haben das Buch auch auf einer unserer Charly-Davidson-Webseiten beworben. Zum Glück heißt die Figur Gregor Korff und nicht Georg oder Georgia Korff, wie Charly Davidsons Tochter in der “Rocklegende”. Das hätte sonst einige Proleme für mich gegeben. Witzig finde ich die Side-Story in “Das Beste, was wir hatten”, nämlich dass dieser Gregor Korff eine Geliebte hatte, die Stasi-Spitzel war, während mein Karl David (Charly Davidson) Korff eine Geliebte hatte, die … ach, ich will nicht zuviel verraten.

Hat da wer bei den “Wunderkindern” abgeschrieben?

Ach Quatsch, so weit war ich da noch gar nicht mit dem Erzählen, als die mich damals abgesetzt haben.

Weshalb hat man sie abgesetzt?

Man sagte, im Heinz Rudolf Kunze Fanclub sei kein Platz für eine Selbstdarstellung der Forummitglieder oder auch der Gäste.

Und nahm sich damit die Chance, exklusiv ein großartiges Buch zu promoten?

So kann man es sehen. Aber ich respektiere das, denn Fanclubs sollen ja immer nur einen Herrn dienen.

Nun kann man ja alles bereits im Internet lesen: weshalb sollte jemand dann im nächsten Jahr das Buch kaufen?

Was seit Anfang Juli im Internet zu lesen ist, sind Auszüge der Rohfassung. Hier fehlen erstens Schlüsselszenen, zweitens habe ich ein, zwei Kapitel noch einmal umgeschrieben und, wie jeder gute Film, hat das Buch auch ein alternatives Ende. Außerdem wird nach der Frankfurter Buchmesse (Anm.: Die Buchmesse 2009 findet vom 14. bis 18. Oktober statt.) das sogenannte “Bloggbuch” wieder abgeschaltet und die Internetveröffentlichung der Rohfassung der einzelnen Kapitel bei “Jenapolis” neu gestartet. Zu guter letzt enthält das Buch auch eine Bonus-CD mit der Musik von Charly Davidson und Tondokumenten.

Wie Sie mir im Vorgespräch erzählt haben, wird es hierfür auch eine spezielle Musikplattform geben.

Das ist richtig, aber dies wird erst am 21. September bekannt gegeben, weshalb ich mich auch darüber freuen würde, wenn man dies erst danach publizeren würde. Die Musikplattform wird “V2 – Media Entertainment” heißen und soll perspektivisch auch andere Musikprojekte veröffentlichen, wie z.B. das Solo-Album von Mick Szutor.

Ich fragte ja bereits, wieviel Sauer in Charly Davidson steckt und Sie haben dies mit einem Teil Ihrer Biografie beantwortet. Aber wievel Mensch von Ihnen selbst steckt in dieser Rocklegende?

Die menschliche Komponente ist sicherlich bei jedem Buch eines jeden Autors anders. Ich bin jemand, der die Philosophie vertritt, dass man am besten über Dinge schreiben kann, die einem nahe sind. Ja, da steckt schon viel persönliche Emotion in dem Buch, nicht immer in der Art und Weise, dass ich die Dinge selbst erlebt habe, aber doch so weit, dass ich Anekdoten, die mir Rockstars in den Interviews, die ich mit ihnen führen durfte, auf mich übertragen habe und mich fragte, wie ich selbst reagiert hätte, wenn mir dies widerfahren wäre.

Was war da die persönlichste Reaktion?

Das ist schwierig zu sagen. Sicherlich der Verrat an Charly durch seine zweite Frau. Da habe ich noch nicht einmal alles reingetan, was ch ursprünglich hineinpacken wollte. So fehlt zum Beispiel die adaptierte Version der Trennung von George und Pattie Harrison, die ihren Mann verließ, weil sie mit seinem besten Freund Eric Clapton eine Affäre begonnen hatte; dies obwohl Harrison seinen besten Song, nämlich “Something” für sie geschrieben hatte. Das sind auch Rocklegenden, die aber schon fast vergessen sind, allerdings nicht für mich. Dem Harrison-Drama entstammt auch mein Satz: “Loyalität ist kein guter Ersatz für Liebe – es ist der beste.”

Und, wie hättest Du an Harrisons Stelle reagiert?Ich wäre wahrscheinlich, wie er, drogensüchtig geworden, wobei man mit einer gewissen Lebenserfahrung – Harrison war damals erst 27 Jahre alt – feststellt, dass man zwar vergeben kann, vergessen aber niemals.

Was könntest Du niemals vergessen?

Schwierige Frage … ich denke, wenn mich jemand verleugnen würde, für den ich viel getan habe, also uneigennützig, wenn der mich dann in der Öffentlichkeit ableugnen würde, das wäre das Schlimmste, das könnte ich nicht vergessen. Zum Glück ist mir das in meinem bisherigen Leben nur ein einziges Mal passiert. Aber ich bin nicht Jesus, der da mit einem Lächeln darüber geht. Bei mir sitzt so etwas tief, ich nehme einen solchen Verrat persönlich.

Aus zwei Teilen, aus zwei Seiten einer LP, wie Du sagtest, besteht das Buch. Du hast aber auch noch die C-Seite und sogar eine D-Seite erwähnt. Wie muss man das verstehen?

Die C- und die D-Seite sind Nachträge. Die C-Seite ist die “Charly”-Seite mit einer Audiografie, einer Textauswahl, der Quellenangabe für Nachforschungen in Sachen “Davidson” und der Bonus-CD “CODA”. Die “Davidson”-Seite wiederum ist nicht direkt mit der “Rocklegende” verwoben. Wenn das Buch ein Erfolg wird, wovon ich einmal ausgehe, eröffnet die Marke “Charly Davidson” die Möglichkeit die Legende literarisch fortzusetzen. Ich nenne, da ich von den danach geplanten Projekten nichts verraten möchte, einige Beispiele. So gibt es etwa “Laura Palmers geheimes Tagebuch” zur “Twin Peaks”-TV-Serie. Oder bei der Marke “Star Wars” verschiedene Nachfolgefilme, wie auch bei anderen Filmen üblich, also: “Der Sohn von …”, “… kehrt zurück”, “Die Rache von …” und so weiter.

Wird Charly Davidson denn nach seinem Tode zurückkehren?

Das wäre wirklich witzig. Warten wir aber erst mal die Rückkehr von Jesus ab. Auf jeden Fall würde dann die Fortsetzung der Bibel der größte Mega-Bestseller aller Zeiten werden … (lacht) … nein. Es gibt so viel zu erzählen um Charly Davidson. Ich könnte mir zum Beispiel ein weiteres Buch vorstellen, in dem Charly erzählt “wie es wirklich war”, meinetwegen zwischen 1980 und 1999, mit vielen Datails und so weiter. Außerdem sind ja die Texte von ChD noch nicht als Buch erschienen. Aber das alles wird man sehen und es hängt natürlich vom Erfolg der “Rocklegende” ab und ist eine souveräne Entscheidung des Verlages.

Welcher Verlag wird das Buch veröffentlichen?

Warten wir’s mal ab. Ich habe da schon so eine Ahnung … (lacht).

Hanau-Blog: “CHARLY DAVIDSON – Rocklegende” (Ein Gespräch mit dem Autor)

Ein Interview von Tim Schwarz

Es ist Juli und regnet gerade einmal nicht. Wir sitzen zusammen in einem Garten in Jena, direkt am Saalbahnhof, „auf Gleis 4“, wie mein Gegenüber scherzhaft anmerkt. Das ist wörtlich zu nehmen, denn hin und wieder rauscht ein Zug an uns vorbei und nur wenige Meter trennen den idyllischen Garten von den Bahnsteigen. Hier lebt und arbeitet seit fünfzehn Jahren der Mann, der die Legende um den Musiker Charly Davidson erfunden hat: Rainer W. Sauer. Der ehemalige Fechenheimer selbst ist keine „Rocklegende“ geworden, hat jedoch in seinem Leben genügend Know-How erworben, um die Figur des Charly Davidson lebendig werden zu lassen.

Wie kam es dazu?

Am Anfang des Buches steht: ‘Wenn Idole sterben, werden sie zu Legenden‘. Wie das geschieht, wird in der Erzählung beschrieben. Aber ich habe Charly Davidson ja nicht nur lebendig werden lassen, sondern er stirbt auch am Ende des Buches. Sonst wäre er ja keine Legende.

Man hat Ihnen auch schon mal vorgehalten, Sie seien Charly Davidson oder, noch besser, mit dem Buch würden Sie sich erhöhen wollen. Ist da etwas dran?

Es gab zu einer gewissen Phase des Buchprojektes die Notwendigkeit, die Story mit Fotos zu untersetzen und dadurch glaubwürdig oder glaubwürdiger zu machen. Da ich selbst lange Musik gemacht habe, bot es sich an, meine Fotos für die Figur des Charly Davidson zu verwenden. Das mag ein Grund sein für die Vorhaltungen. Aber ein Helge Schneider ist ja auch nicht zum Nazi geworden, nur weil er mal im Film Adolf Hitler dargestellt hat.

Wieviel Sauer steckt denn tatsächlich in Charly Davidson?

Das ist ja wieder eine ganz andere Frage. Ich würde sagen, stellenweise, oder besser ausgedrückt “kapitelweise”, eine ganze Menge. In der im Buch beschriebenen Zeit von 1967 bis 1982, da bin ich tatsächlich ein Teil von Charly Davidson. Später hin und wieder auch mal, aber diese 15 Jahre Offenbach pur konnte ich nur so erzählen, weil ich das meiste davon selbst erlebt habe. Oh, der “Musikclub Schlachthof”, das war eine ganz große Zeit.

Sie waren ja selbst Mitglied im Club …

… mit eigener Mitgliedskarte. Dann ging ich aber 1978 nach Frankfurt am Main …

… und hatten eine Band, die nannte sich FLIESSBAND. Auch “Rocklegende” Charly hat im Buch eine, die FLIESSBAND heißt.

Richtig. Bei FLIESSBAND, das war zwischen 1977 und 1979 Frankfurts einzige Politrockband, u. a. mit Michael Uebelacker, heute bei FISHBONE TRASH, und Willi Knoth, der heute beim Theater ist, da war ich damals der Sänger. Und das machte uns – mit uns meine ich das Team, das mir beim Buchprojekt zur Seite stand – die Sache einfacher. Originalplakate, auf denen bereits FLIESSBAND steht, konnte man ganz einfach verwenden, Zeitungsartikel wurden so zu Artikeln über Charly Davidson. Das ist doch ideal und erleichtert die Arbeit ungemein.

Wie muss man sich so ein Team vorstellen?

Das sind alles potentielle Fälscher … (lacht!) … nein. Ich hatte als große Hilfe einen Dr. phil. an meiner Seite, Lutz Mühlfriedel, Anglist und Germanist und ein guter Freund von mir, der für das Projekt unverzichtbar wurde. Dann gab es den einen oder anderen Fotografen, Steffen Kühne zum Beispiel, der heute in Tunesien lebt und arbeitet, oder Claus Rose, ein wunderbarer Aktfotograf. Computer- und Mediaexperten, meine beiden Töchter, Musiker, die an der Hörbuch-CD mitwirkten. Alle auf ihre Art bedeutsam für die Arbeit neben dem Schreiben, für die Webseiten, die es begleitend zum Buch gibt und so weiter. Es war mir wichtig, für die unterschiedlichen Aufgaben, von denen ich nicht wirklich etwas verstehe, Profis zu finden. Ab da konnte ich ich voll auf das Schreiben konzentrieren.

Wäre es auch ohne diese Unterstützung gegangen?

Natürlich kann man auch Einhandsegeln, aber mit einer Mannschaft macht das doch viel mehr Spaß. Das galt insbesondere für die Musiker, die am Soundtrack beteiligt wurden. Eine Rocklegende ohne Musik wäre ja undenkbar. Auch hier ist es gelungen, Leute zu finden, die weit oberhalb des deutschen Qualitätsdurchschnitts liegen.

Das Buch hat zwei Teile. Im ersten Teil geht es um die ersten vier Jahrzente des Lebens von Karl David Korff alias Charly Davidson. Der zweite handelt, obwohl etwa gleich umfangreich, die letzten zehn Jahre in Davidsons Leben ab. War das von Anfang an so von Ihnen geplant?

Als ich 2002 begann den Plot für das Buch zu schreiben, ging ich noch von einem durchgängigen Buch aus, das “Überflieger” heißen sollte. Damals schon wurden Teile des Buches als einzelne Geschichten vom Heinz Rudolf Kunze Fanclub “Wunderkinder” auf deren Webseite publiziert; mit Heinz Rudolf habe ich damals Radiosendungen produziert und 2005 und 2006 in Jena große Literaturevents veranstaltet. Das scheint mir, wenn ich das hier mal sagen darf, auch der hauptsächliche Grund dafür zu sein, dass der “Rocklegende” immer wieder angedichtet wird, sie hätte viel mit Kunze zu tun. Das ist Quatsch. Die Legende vereint in sich hunderte von Künstler, sozusagen alle, die ich zwischen 1976 und 2008 interviewen durfte. Viele von denen haben mir Anekdoten aus ihrem musikalischen Leben erzählt, die ich geändert habe und dann im Buch einbauen konnte. Erst da ergab sich auch die Notwendigkeit, die Legende in zwei Teilen zu erzählen, sozusagen 1.) den Aufstieg und 2.) den Fall. Aber streng genommen hat das Buch ja vier Seiten, die A- und die B-Seite einer guten Schallplatte und dann auch noch die C- und die D-Seite der Medaille.

Jetzt ist gerade eben ein anderer Roman erschienen, der eine Hauptfigur hat, die Korff heißt …

… Sie meinen “Das Beste, was wir hatten” von Jochen Schimmang …

… bewegt sie das oder was bewirkt das bei Ihnen?

Ich finde das witzig. Wir haben das Buch auch auf einer unserer Charly-Davidson-Webseiten beworben. Zum Glück heißt die Figur Gregor Korff und nicht Georg oder Georgia Korff, wie Charly Davidsons Tochter in der “Rocklegende”. Das hätte sonst einige Proleme für mich gegeben. Witzig finde ich die Side-Story in “Das Beste, was wir hatten”, nämlich dass dieser Gregor Korff eine Geliebte hatte, die Stasi-Spitzel war, während mein Karl David (Charly Davidson) Korff eine Geliebte hatte, die … ach, ich will nicht zuviel verraten.

Hat da wer bei den “Wunderkindern” abgeschrieben?

Ach Quatsch, so weit war ich da noch gar nicht mit dem Erzählen, als die mich damals abgesetzt haben.

Weshalb hat man sie abgesetzt?

Man sagte, im Heinz Rudolf Kunze Fanclub sei kein Platz für eine Selbstdarstellung der Forummitglieder oder auch der Gäste.

Und nahm sich damit die Chance, exklusiv ein großartiges Buch zu promoten?

So kann man es sehen. Aber ich respektiere das, denn Fanclubs sollen ja immer nur einen Herrn dienen.

Nun kann man ja alles bereits im Internet lesen: weshalb sollte jemand dann im nächsten Jahr das Buch kaufen?

Was seit Anfang Juli im Internet zu lesen ist, sind Auszüge der Rohfassung. Hier fehlen erstens Schlüsselszenen, zweitens habe ich ein, zwei Kapitel noch einmal umgeschrieben und, wie jeder gute Film, hat das Buch auch ein alternatives Ende. Außerdem wird nach der Frankfurter Buchmesse (Anm.: Die Buchmesse 2009 findet vom 14. bis 18. Oktober statt.) das sogenannte “Bloggbuch” wieder abgeschaltet und die Internetveröffentlichung der Rohfassung der einzelnen Kapitel bei “Jenapolis” neu gestartet. Zu guter letzt enthält das Buch auch eine Bonus-CD mit der Musik von Charly Davidson und Tondokumenten.

Wie Sie mir im Vorgespräch erzählt haben, wird es hierfür auch eine spezielle Musikplattform geben.

Das ist richtig, aber dies wird erst am 21. September bekannt gegeben, weshalb ich mich auch darüber freuen würde, wenn man dies erst danach publizeren würde. Die Musikplattform wird “V2 – Media Entertainment” heißen und soll perspektivisch auch andere Musikprojekte veröffentlichen, wie z.B. das Solo-Album von Mick Szutor.

Ich fragte ja bereits, wieviel Sauer in Charly Davidson steckt und Sie haben dies mit einem Teil Ihrer Biografie beantwortet. Aber wievel Mensch von Ihnen selbst steckt in dieser Rocklegende?

Die menschliche Komponente ist sicherlich bei jedem Buch eines jeden Autors anders. Ich bin jemand, der die Philosophie vertritt, dass man am besten über Dinge schreiben kann, die einem nahe sind. Ja, da steckt schon viel persönliche Emotion in dem Buch, nicht immer in der Art und Weise, dass ich die Dinge selbst erlebt habe, aber doch so weit, dass ich Anekdoten, die mir Rockstars in den Interviews, die ich mit ihnen führen durfte, auf mich übertragen habe und mich fragte, wie ich selbst reagiert hätte, wenn mir dies widerfahren wäre.

Was war da die persönlichste Reaktion?

Das ist schwierig zu sagen. Sicherlich der Verrat an Charly durch seine zweite Frau. Da habe ich noch nicht einmal alles reingetan, was ch ursprünglich hineinpacken wollte. So fehlt zum Beispiel die adaptierte Version der Trennung von George und Pattie Harrison, die ihren Mann verließ, weil sie mit seinem besten Freund Eric Clapton eine Affäre begonnen hatte; dies obwohl Harrison seinen besten Song, nämlich “Something” für sie geschrieben hatte. Das sind auch Rocklegenden, die aber schon fast vergessen sind, allerdings nicht für mich. Dem Harrison-Drama entstammt auch mein Satz: “Loyalität ist kein guter Ersatz für Liebe – es ist der beste.”

Und, wie hättest Du an Harrisons Stelle reagiert?Ich wäre wahrscheinlich, wie er, drogensüchtig geworden, wobei man mit einer gewissen Lebenserfahrung – Harrison war damals erst 27 Jahre alt – feststellt, dass man zwar vergeben kann, vergessen aber niemals.

Was könntest Du niemals vergessen?

Schwierige Frage … ich denke, wenn mich jemand verleugnen würde, für den ich viel getan habe, also uneigennützig, wenn der mich dann in der Öffentlichkeit ableugnen würde, das wäre das Schlimmste, das könnte ich nicht vergessen. Zum Glück ist mir das in meinem bisherigen Leben nur ein einziges Mal passiert. Aber ich bin nicht Jesus, der da mit einem Lächeln darüber geht. Bei mir sitzt so etwas tief, ich nehme einen solchen Verrat persönlich.

Aus zwei Teilen, aus zwei Seiten einer LP, wie Du sagtest, besteht das Buch. Du hast aber auch noch die C-Seite und sogar eine D-Seite erwähnt. Wie muss man das verstehen?

Die C- und die D-Seite sind Nachträge. Die C-Seite ist die “Charly”-Seite mit einer Audiografie, einer Textauswahl, der Quellenangabe für Nachforschungen in Sachen “Davidson” und der Bonus-CD “CODA”. Die “Davidson”-Seite wiederum ist nicht direkt mit der “Rocklegende” verwoben. Wenn das Buch ein Erfolg wird, wovon ich einmal ausgehe, eröffnet die Marke “Charly Davidson” die Möglichkeit die Legende literarisch fortzusetzen. Ich nenne, da ich von den danach geplanten Projekten nichts verraten möchte, einige Beispiele. So gibt es etwa “Laura Palmers geheimes Tagebuch” zur “Twin Peaks”-TV-Serie. Oder bei der Marke “Star Wars” verschiedene Nachfolgefilme, wie auch bei anderen Filmen üblich, also: “Der Sohn von …”, “… kehrt zurück”, “Die Rache von …” und so weiter.

Wird Charly Davidson denn nach seinem Tode zurückkehren?

Das wäre wirklich witzig. Warten wir aber erst mal die Rückkehr von Jesus ab. Auf jeden Fall würde dann die Fortsetzung der Bibel der größte Mega-Bestseller aller Zeiten werden … (lacht) … nein. Es gibt so viel zu erzählen um Charly Davidson. Ich könnte mir zum Beispiel ein weiteres Buch vorstellen, in dem Charly erzählt “wie es wirklich war”, meinetwegen zwischen 1980 und 1999, mit vielen Datails und so weiter. Außerdem sind ja die Texte von ChD noch nicht als Buch erschienen. Aber das alles wird man sehen und es hängt natürlich vom Erfolg der “Rocklegende” ab und ist eine souveräne Entscheidung des Verlages.

Welcher Verlag wird das Buch veröffentlichen?

Warten wir’s mal ab. Ich habe da schon so eine Ahnung … (lacht).

Frankfurt-Blog: “CHARLY DAVIDSON – Rocklegende” (Ein Gespräch mit dem Autor)

Ein Interview von Tim Schwarz

Es ist Juli und regnet gerade einmal nicht. Wir sitzen zusammen in einem Garten in Jena, direkt am Saalbahnhof, „auf Gleis 4“, wie mein Gegenüber scherzhaft anmerkt. Das ist wörtlich zu nehmen, denn hin und wieder rauscht ein Zug an uns vorbei und nur wenige Meter trennen den idyllischen Garten von den Bahnsteigen. Hier lebt und arbeitet seit fünfzehn Jahren der Mann, der die Legende um den Musiker Charly Davidson erfunden hat: Rainer W. Sauer. Der ehemalige Fechenheimer selbst ist keine „Rocklegende“ geworden, hat jedoch in seinem Leben genügend Know-How erworben, um die Figur des Charly Davidson lebendig werden zu lassen.

Wie kam es dazu?

Am Anfang des Buches steht: ‘Wenn Idole sterben, werden sie zu Legenden‘. Wie das geschieht, wird in der Erzählung beschrieben. Aber ich habe Charly Davidson ja nicht nur lebendig werden lassen, sondern er stirbt auch am Ende des Buches. Sonst wäre er ja keine Legende.

Man hat Ihnen auch schon mal vorgehalten, Sie seien Charly Davidson oder, noch besser, mit dem Buch würden Sie sich erhöhen wollen. Ist da etwas dran?

Es gab zu einer gewissen Phase des Buchprojektes die Notwendigkeit, die Story mit Fotos zu untersetzen und dadurch glaubwürdig oder glaubwürdiger zu machen. Da ich selbst lange Musik gemacht habe, bot es sich an, meine Fotos für die Figur des Charly Davidson zu verwenden. Das mag ein Grund sein für die Vorhaltungen. Aber ein Helge Schneider ist ja auch nicht zum Nazi geworden, nur weil er mal im Film Adolf Hitler dargestellt hat.

Wieviel Sauer steckt denn tatsächlich in Charly Davidson?

Das ist ja wieder eine ganz andere Frage. Ich würde sagen, stellenweise, oder besser ausgedrückt “kapitelweise”, eine ganze Menge. In der im Buch beschriebenen Zeit von 1967 bis 1982, da bin ich tatsächlich ein Teil von Charly Davidson. Später hin und wieder auch mal, aber diese 15 Jahre Offenbach pur konnte ich nur so erzählen, weil ich das meiste davon selbst erlebt habe. Oh, der “Musikclub Schlachthof”, das war eine ganz große Zeit.

Sie waren ja selbst Mitglied im Club …

… mit eigener Mitgliedskarte. Dann ging ich aber 1978 nach Fechenheim …

… und hatten eine Band, die nannte sich FLIESSBAND. Auch “Rocklegende” Charly hat im Buch eine, die FLIESSBAND heißt.

Richtig. Bei FLIESSBAND, das war zwischen 1977 und 1979 Frankfurts einzige Politrockband, u. a. mit Michael Uebelacker, heute bei FISHBONE TRASH, und Willi Knoth, der heute beim Theater ist,  da war ich damals der Sänger. Und das machte uns – mit uns meine ich das Team, das mir beim Buchprojekt zur Seite stand – die Sache einfacher. Originalplakate, auf denen bereits FLIESSBAND steht, konnte man ganz einfach verwenden, Zeitungsartikel wurden so zu Artikeln über Charly Davidson. Das ist doch ideal und erleichtert die Arbeit ungemein.

Wie muss man sich so ein Team vorstellen?

Das sind alles potentielle Fälscher … (lacht!) … nein. Ich hatte als große Hilfe einen Dr. phil. an meiner Seite, Lutz Mühlfriedel, Anglist und Germanist und ein guter Freund von mir, der für das Projekt unverzichtbar wurde. Dann gab es den einen oder anderen Fotografen, Steffen Kühne zum Beispiel, der heute in Tunesien lebt und arbeitet, oder Claus Rose, ein wunderbarer Aktfotograf. Computer- und Mediaexperten, meine beiden Töchter, Musiker, die an der Hörbuch-CD mitwirkten. Alle auf ihre Art bedeutsam für die Arbeit neben dem Schreiben, für die Webseiten, die es begleitend zum Buch gibt und so weiter. Es war mir wichtig, für die unterschiedlichen Aufgaben, von denen ich nicht wirklich etwas verstehe, Profis zu finden. Ab da konnte ich ich voll auf das Schreiben konzentrieren.

Wäre es auch ohne diese Unterstützung gegangen?

Natürlich kann man auch Einhandsegeln, aber mit einer Mannschaft macht das doch viel mehr Spaß. Das galt insbesondere für die Musiker, die am Soundtrack beteiligt wurden. Eine Rocklegende ohne Musik wäre ja undenkbar. Auch hier ist es gelungen, Leute zu finden, die weit oberhalb des deutschen Qualitätsdurchschnitts liegen.

Das Buch hat zwei Teile. Im ersten Teil geht es um die ersten vier Jahrzente des Lebens von Karl David Korff alias Charly Davidson. Der zweite handelt, obwohl etwa gleich umfangreich, die letzten zehn Jahre in Davidsons Leben ab. War das von Anfang an so von Ihnen geplant?

Als ich 2002 begann den Plot für das Buch zu schreiben, ging ich noch von einem durchgängigen Buch aus, das “Überflieger” heißen sollte. Damals schon wurden Teile des Buches als einzelne Geschichten vom Heinz Rudolf Kunze Fanclub “Wunderkinder” auf deren Webseite publiziert; mit Heinz Rudolf habe ich damals Radiosendungen produziert und 2005 und 2006 in Jena große Literaturevents veranstaltet. Das scheint mir, wenn ich das hier mal sagen darf, auch der hauptsächliche Grund dafür zu sein, dass der “Rocklegende” immer wieder angedichtet wird, sie hätte viel mit Kunze zu tun. Das ist Quatsch. Die Legende vereint in sich hunderte von Künstler, sozusagen alle, die ich zwischen 1976 und 2008 interviewen durfte. Viele von denen haben mir Anekdoten aus ihrem musikalischen Leben erzählt, die ich geändert habe und dann im Buch einbauen konnte. Erst da ergab sich auch die Notwendigkeit, die Legende in zwei Teilen zu erzählen, sozusagen 1.) den Aufstieg und 2.) den Fall. Aber streng genommen hat das Buch ja vier Seiten, die A- und die B-Seite einer guten Schallplatte und dann auch noch die C- und die D-Seite der Medaille.

Jetzt ist gerade eben ein anderer Roman erschienen, der eine Hauptfigur hat, die Korff heißt …

… Sie meinen “Das Beste, was wir hatten” von Jochen Schimmang …

… bewegt sie das oder was bewirkt das bei Ihnen?

Ich finde das witzig. Wir haben das Buch auch auf einer unserer Charly-Davidson-Webseiten beworben. Zum Glück heißt die Figur Gregor Korff und nicht Georg oder Georgia Korff, wie Charly Davidsons Tochter in der “Rocklegende”. Das hätte sonst einige Proleme für mich gegeben. Witzig finde ich die Side-Story in “Das Beste, was wir hatten”, nämlich dass dieser Gregor Korff eine Geliebte hatte, die Stasi-Spitzel war, während mein Karl David (Charly Davidson) Korff eine Geliebte hatte, die … ach, ich will nicht zuviel verraten.

Hat da wer bei den “Wunderkindern” abgeschrieben?

Ach Quatsch, so weit war ich da noch gar nicht mit dem Erzählen, als die mich damals abgesetzt haben.

Weshalb hat man sie abgesetzt?

Man sagte, im Heinz Rudolf Kunze Fanclub sei kein Platz für eine Selbstdarstellung der Forummitglieder oder auch der Gäste.

Und nahm sich damit die Chance, exklusiv ein großartiges Buch zu promoten?

So kann man es sehen. Aber ich respektiere das, denn Fanclubs sollen ja immer nur einen Herrn dienen.

Nun kann man ja alles bereits im Internet lesen: weshalb sollte jemand dann im nächsten Jahr das Buch kaufen?

Was seit Anfang Juli im Internet zu lesen ist, sind Auszüge der Rohfassung. Hier fehlen erstens Schlüsselszenen, zweitens habe ich ein, zwei Kapitel noch einmal umgeschrieben und, wie jeder gute Film, hat das Buch auch ein alternatives Ende. Außerdem wird nach der Frankfurter Buchmesse (Anm.: Die Buchmesse 2009 findet vom 14. bis 18. Oktober statt.) das sogenannte “Bloggbuch” wieder abgeschaltet und die Internetveröffentlichung der Rohfassung der einzelnen Kapitel bei “Jenapolis” neu gestartet. Zu guter letzt enthält das Buch auch eine Bonus-CD mit der Musik von Charly Davidson und Tondokumenten.

Wie Sie mir im Vorgespräch erzählt haben, wird es hierfür auch eine spezielle Musikplattform geben.

Das ist richtig, aber dies wird erst am 21. September bekannt gegeben, weshalb ich mich auch darüber freuen würde, wenn man dies erst danach publizeren würde. Die Musikplattform wird “V2 – Media Entertainment” heißen und soll perspektivisch auch andere Musikprojekte veröffentlichen, wie z.B. das Solo-Album von Mick Szutor.

Ich fragte ja bereits, wieviel Sauer in Charly Davidson steckt und Sie haben dies mit einem Teil Ihrer Biografie beantwortet. Aber wievel Mensch von Ihnen selbst steckt in dieser Rocklegende?

Die menschliche Komponente ist sicherlich bei jedem Buch eines jeden Autors anders. Ich bin jemand, der die Philosophie vertritt, dass man am besten über Dinge schreiben kann, die einem nahe sind. Ja, da steckt schon viel persönliche Emotion in dem Buch, nicht immer in der Art und Weise, dass ich die Dinge selbst erlebt habe, aber doch so weit, dass ich Anekdoten, die mir Rockstars in den Interviews, die ich mit ihnen führen durfte, auf mich übertragen habe und mich fragte, wie ich selbst reagiert hätte, wenn mir dies widerfahren wäre.

Was war da die persönlichste Reaktion?

Das ist schwierig zu sagen. Sicherlich der Verrat an Charly durch seine zweite Frau. Da habe ich noch nicht einmal alles reingetan, was ch ursprünglich hineinpacken wollte. So fehlt zum Beispiel die adaptierte Version der Trennung von George und Pattie Harrison, die ihren Mann verließ, weil sie mit seinem besten Freund Eric Clapton eine Affäre begonnen hatte; dies obwohl Harrison seinen besten Song, nämlich “Something” für sie geschrieben hatte. Das sind auch Rocklegenden, die aber schon fast vergessen sind, allerdings nicht für mich. Dem Harrison-Drama entstammt auch mein Satz: “Loyalität ist kein guter Ersatz für Liebe – es ist der beste.”

Und, wie hättest Du an Harrisons Stelle reagiert?Ich wäre wahrscheinlich, wie er, drogensüchtig geworden, wobei man mit einer gewissen Lebenserfahrung – Harrison war damals erst 27 Jahre alt – feststellt, dass man zwar vergeben kann, vergessen aber niemals.

Was könntest Du niemals vergessen?

Schwierige Frage … ich denke, wenn mich jemand verleugnen würde, für den ich viel getan habe, also uneigennützig, wenn der mich dann in der Öffentlichkeit ableugnen würde, das wäre das Schlimmste, das könnte ich nicht vergessen. Zum Glück ist mir das in meinem bisherigen Leben nur ein einziges Mal passiert. Aber ich bin nicht Jesus, der da mit einem Lächeln darüber geht. Bei mir sitzt so etwas tief, ich nehme einen solchen Verrat persönlich.

Aus zwei Teilen, aus zwei Seiten einer LP, wie Du sagtest, besteht das Buch. Du hast aber auch noch die C-Seite und sogar eine D-Seite erwähnt. Wie muss man das verstehen?

Die C- und die D-Seite sind Nachträge. Die C-Seite ist die “Charly”-Seite mit einer Audiografie, einer Textauswahl, der Quellenangabe für Nachforschungen in Sachen “Davidson” und der Bonus-CD “CODA”. Die “Davidson”-Seite wiederum ist nicht direkt mit der “Rocklegende” verwoben. Wenn das Buch ein Erfolg wird, wovon ich einmal ausgehe, eröffnet die Marke “Charly Davidson” die Möglichkeit die Legende literarisch fortzusetzen. Ich nenne, da ich von den danach geplanten Projekten nichts verraten möchte, einige Beispiele. So gibt es etwa “Laura Palmers geheimes Tagebuch” zur “Twin Peaks”-TV-Serie. Oder bei der Marke “Star Wars” verschiedene Nachfolgefilme, wie auch bei anderen Filmen üblich, also: “Der Sohn von …”, “… kehrt zurück”, “Die Rache von …” und so weiter.

Wird Charly Davidson denn nach seinem Tode zurückkehren?

Das wäre wirklich witzig. Warten wir aber erst mal die Rückkehr von Jesus ab. Auf jeden Fall würde dann die Fortsetzung der Bibel der größte Mega-Bestseller aller Zeiten werden … (lacht) … nein. Es gibt so viel zu erzählen um Charly Davidson. Ich könnte mir zum Beispiel ein weiteres Buch vorstellen, in dem Charly erzählt “wie es wirklich war”, meinetwegen zwischen 1980 und 1999, mit vielen Datails und so weiter. Außerdem sind ja die Texte von ChD noch nicht als Buch erschienen. Aber das alles wird man sehen und es hängt natürlich vom Erfolg der “Rocklegende” ab und ist eine souveräne Entscheidung des Verlages.

Welcher Verlag wird das Buch veröffentlichen?

Warten wir’s mal ab. Ich habe da schon so eine Ahnung … (lacht).

Bielefeld-Blog: Eine Zigarre für Muttis nächtlichen Traum: GAZgerd am Prellbock

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Da stand er nun gestern Frühabend auf der Drehscheibe des Lokschuppens und parlierte weltgewandt brionisiert wie damals. Das dunkle Haar ist etwas lichter geworden, der Ton hält. GAZgerd war da. Der Mann, der auch heute noch stolz darauf ist, 2005 in der “Elefantenrunde” nach der Wahl wie einer aufgetreten zu sein. Die SPD auch hierortens hat offensichtlich immer noch Sehnsucht nach Hirschbrunftstimme, Stolz auf hirnrissigen Sozialabbau und die Spaltung der Partei in einen CDU/FDP-Teil und einen bekanntlich heute Linken.

Dafür gab es dann am Ende eine Zigarre für Gerd. Vom Bielefelder Tabakhändler. Die, die ihm dann im Laufe der Jahre per Akklamation die Leidtragenden verpassten, scheint er nicht anzunehmen. Ein Mann, der eben ebenso über den Wassern und trotz aller aufgesetzter Kumpeligkeit “über dem Volk und dem Alltag” schwebt wie die beste denkbare SPD-Statthalterin im derzeitigen Kanzleramt. Auch die ist soeben dabei, ihre Partei von immer mehr Mitgliedern zu befreien. Aber was macht das schon, wenn grad mal 2% der Bundesbürger per Parteizugehörigkeit die Geschicke des Staates und seiner Bürger im besten Einklang mit der Lobby bestimmen.

Da müßte aus dem Flashmob dann schon ein Tsunami werden und die “Yeaahhh”-Rolle reinigend übers Land fegen.

Offenbach-Blog: DER ELEKTRONISCHE GESCHICHTENERZÄHLER – Zweiter Teil – (Rainer W. Sauer und seine “Rocklegende”)

Ein Interview von Tim Schwarz

Es ist Juli und wir sitzen zusammen in einem Garten in Jena, direkt am Saalbahnhof. Mein Gegenüber ist der Mann, der die Legende um den Musiker Charly Davidson erfunden hat: Rainer W. Sauer. Er selbst ist keine „Rocklegende“, hat jedoch in seinem Leben genügend Know-How erworben, um die Figur des Charly Davidson lebendig werden zu lassen. Hier, in Thüringen, lebt und arbeitet er seit über fünfzehn Jahren. Nun wurde und wird sein Buch “Charly Davidson – Rocklegendeim Internet veröffentlichtbis hin nach Asien verfolgt man die Geschichte – und soll im nächsten Frühjahr dann als Paperback erscheinen.

[ . . .   F o r t s e t z u n g   v o m   2 0 .   J u l i   . . . ]

Nun kann man ja alles bereits im Internet lesen: weshalb sollte jemand dann im nächsten Jahr das Buch kaufen?

Was seit Anfang Juli im Internet zu lesen ist, sind Auszüge der Rohfassung. Hier fehlen erstens Schlüsselszenen, zweitens habe ich ein, zwei Kapitel noch einmal umgeschrieben und, wie jeder gute Film, hat das Buch auch ein alternatives Ende. Außerdem wird nach der Frankfurter Buchmesse (Anm.: Die Buchmesse 2009 findet vom 14. bis 18. Oktober statt.) das sogenannte “Bloggbuch” wieder abgeschaltet und die Internetveröffentlichung der Rohfassung der einzelnen Kapitel bei “Jenapolis” neu gestartet. Zu guter letzt enthält das Buch auch eine Bonus-CD mit der Musik von Charly Davidson und Tondokumenten.

Wie Sie mir im Vorgespräch erzählt haben, wird es hierfür auch eine spezielle Musikplattform geben.

Das ist richtig, aber dies wird erst am 21. September bekannt gegeben, weshalb ich mich auch darüber freuen würde, wenn man dies erst danach publizeren würde. Die Musikplattform wird “V2 -  Media Entertainment” heißen und soll perspektivisch auch andere Musikprojekte veröffentlichen, wie z.B. das Solo-Album von Mick Szutor.

Ich fragte ja bereits, wieviel Sauer in Charly Davidson steckt und Sie haben dies mit einem Teil Ihrer Biografie beantwortet. Aber wievel Mensch von Ihnen selbst steckt in dieser Rocklegende?

Die menschliche Komponente ist sicherlich bei jedem Buch eines jeden Autors anders. Ich bin jemand, der die Philosophie vertritt, dass man am besten über Dinge schreiben kann, die einem nahe sind. Ja, da steckt schon viel persönliche Emotion in dem Buch, nicht immer in der Art und Weise, dass ich die Dinge selbst erlebt habe, aber doch so weit, dass ich Anekdoten, die mir Rockstars in den Interviews, die ich mit ihnen führen durfte, auf mich übertragen habe und mich fragte, wie ich selbst reagiert hätte, wenn mir dies widerfahren wäre.

Was war da die persönlichste Reaktion?

Das ist schwierig zu sagen. Sicherlich der Verrat an Charly durch seine zweite Frau. Da habe ich noch nicht einmal alles reingetan, was ch ursprünglich hineinpacken wollte. So fehlt zum Beispiel die adaptierte Version der Trennung von George und Pattie Harrison, die ihren Mann verließ, weil sie mit seinem besten Freund Eric Clapton eine Affäre begonnen hatte; dies obwohl Harrison seinen besten Song, nämlich “Something” für sie geschrieben hatte. Das sind auch Rocklegenden, die aber schon fast vergessen sind, allerdings nicht für mich. Dem Harrison-Drama entstammt auch mein Satz: “Loyalität ist kein guter Ersatz für Liebe – es ist der beste.”

Und, wie hättest Du an Harrisons Stelle reagiert?Ich wäre wahrscheinlich, wie er, drogensüchtig geworden, wobei man mit einer gewissen Lebenserfahrung – Harrison war damals erst 27 Jahre alt – feststellt, dass man zwar vergeben kann, vergessen aber niemals.

Was könntest Du niemals vergessen?

Schwierige Frage … ich denke, wenn mich jemand verleugnen würde, für den ich viel getan habe, also uneigennützig, wenn der mich dann in der Öffentlichkeit ableugnen würde, das wäre das Schlimmst, das könnte ich nicht vergessen. Zum Glück ist mir das in meinem bisherigen Leben nur ein einziges Mal passiert. ABer ich bin nicht Jesus, der da mit einem Lächeln darüber geht. Bei mir sitzt so etwas tief, ich nehme einen solchen Verrat persönlich.

Aus zwei Teilen, aus zwei Seiten einer LP, wie Du sagtest, besteht das Buch. Du hast aber auch noch die C-Seite und sogar eine D-Seite erwähnt. Wie muss man das verstehen?

Die C- und die D-Seite sind Nachträge. Die C-Seite ist die “Charly”-Seite mit einer Audiografie, einer Textauswahl, der Quellenangabe für Nachforschungen in Sachen “Davidson” und der Bonus-CD “CODA”. Die “Davidson”-Seite wiederum ist nicht direkt mit der “Rocklegende” verwoben. Wenn das Buch ein Erfolg wird, wovon ich einmal ausgehe, eröffnet die Marke “Charly Davidson” die Möglichkeit die Legende literarisch fortzusetzen. Ich nenne, da ich von den danach geplanten Projekten nichts verraten möchte, einige Beispiele. So gibt es etwa “Laura Palmers geheimes Tagebuch” zur “Twin Peaks”-TV-Serie. Oder bei der Marke “Star Wars” verschiedene Nachfolgefilme, wie auch bei anderen Filmen üblich, also: “Der Sohn von …”, “… kehrt zurück”, “Die Rache von …” und so weiter.

Wird Charly Davidson denn nach seinem Tode zurückkehren?

Das wäre wirklich witzig. Warten wir aber erst mal die Rückkehr von Jesus ab. Auf jeden Fall würde dann die Fortsetzung der Bibel der größte Mega-Bestseller aller Zeiten werden … (lacht) … nein. Es gibt so viel zu erzählen um Charly Davidson.  Ich könnte mir zum Beispiel ein weiteres Buch vorstellen, in dem Charly erzählt “wie es wirklich war”, meinetwegen zwischen 1980 und 1999, mit vielen Datails und so weiter. Außerdem sind ja die Texte von ChD noch nicht als Buch erschienen. Aber das alles wird man sehen und es hängt natürlich vom Erfolg der “Rocklegende” ab und ist eine souveräne Entscheidung des Verlages.

Welcher Verlag wird das Buch veröffentlichen?

Warten wir’s mal ab. Ich habe da schon so eine Ahnung … (lacht).

[ . . .   w i r d   f o r t g e s e t z t   i m   N o v e m b e r   . . . ]

Di
22
Sep '09

Bielefeld-Blog: Macht Euch nicht lächerlich

Rund 20 000 Menschen sind in Deutschland bisher an der Neuen Grippe (Schweinegrippe) erkrankt. Der Verlauf der Infektionskrankheit ist noch moderat. Viele Patienten sind inzwischen wieder gesund. Die Zahl der Neuerkrankungen sinkt.
Obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekräftigt hat, dass die weltweite Ausbreitung des Virus nicht zu stoppen ist, macht sich in Deutschland Impfmüdigkeit breit. Selbst Ärzte raten zum Abwarten. Hier stellt sich die Frage »Abwarten, aber worauf?«. Die Schweinegrippe besiegt sich nicht selbst. Hilfe gegen eine weitere Ausbreitung bringt nur eine Schutzimpfung, die bald anläuft. Es ist dringend an der Zeit, dass das NRW-Gesundheitsministerium die Öffentlichkeit informiert, wie diese größte Massenimpfung seit dem Zweiten Weltkrieg genau ablaufen soll. Durch zögerliches Abwarten wird sich die Impfmüdigkeit weiter verstärken. Die Gesundheitsbehörden müssen die Bevölkerung durch eine aktive und mit klaren Worten versehene Öffentlichkeitsarbeit wachrütteln, bevor in Deutschland die ersten Todesfälle aufgrund der Schweinegrippe beklagt werden.

Liebes Westfalen-Blatt. Hört einfach auf, dem PR-Stuß der Pharmaindustrie vorauseilend gehorsam auf den Leim zu kriechen. Schön, wenn die Leute nicht vorauseilend gehorsam gemäß der angeheizten gesteuerten Panikattacke handeln sondern endlich mal nachdenken, was ihnen da Medienmäßig “systemrelevant” eingeblasen werden soll. Erinnert stramm an den offiziellen Quatsch, die “Lehman-Pleite habe die Krise ausgelöst”. Dabei genügt ein Blick auf die “geheime HRE-Liste der Gäubiger”, wer da Milliarden verloren hätte, wenn der Staat endlich mal seine Pfoten aus dem Ganzen herausgehalten hätte. Nichts wäre zusammengebrochen.

Rathenow-Blog: Typisch Herbst

Zu den schönen Seiten des Herbstes gehören bunte Drachen am Himmel und glänzende Kastanien im Rasen.
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Rathenow-Blog: Vergebliche Mühe

Vor reichlich einer Woche hatten engagierte Jugendliche das Geschmiere am ehemaligen ROW-Gebäude direkt neben dem Rathaus mit grauer Farbe übermalt. Leider hielt die Freude über die etwas ansehnlicher gewordene Fassade nur ein paar Tage an. Am zurückliegenden Wochenende haben sich die Schmierfinken schon wieder über die frei gewordene Fläche hergemacht. Gestern und heute waren Leute damit beschäftigt, den Sockel des DAK-Gebäudes in unmittelbarer Nachbarschaft des eben genannten Hauses zu streichen. Hoffentlich wird nicht wieder alles sofort beschmiert werden. Leider sieht man nie die Schmierfinken bei der Beseitigung ihrer Schmierereien.

Rathenow-Blog: Gesundheitstag

Der Gesundheitstag fand heute in Rathenow statt. Früher waren es mal mehrere Tage, an denen Krankenkassen, Apotheken, Sanitätshäuser, Ernährungsberater und andere die Menschen über ihre Angebote informierten. Die Veranstaltung ist auf einen Tag reduziert worden. Die Zahl der Anbieter war auf ein kleines Häuflein vor dem Kulturhaus zusammengeschrumpft. So war natürlich auch das Interesse der Bevölkerung sehr gering an dieser Veranstaltung.
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Bielefeld-Blog: Poka laus an der Porta Nigra

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Der Edelzweitligist und selbsternannte Aufstiegsaspirant aus der Metropole wie er leibt und lebt. 4:2 zockt Kettenraucher Baslers Truppe der Namenlosen die eben noch so stolze Truppe von der Alm ab. Kriegen wir jetzt nachträglich Rabatt für unsere Karten, die den Eintritt zum Spiel gegen den FC St. Pauli am Samstag ermöglichen? Die schönere und bessere Hälfte würde locker feststellen: “Pokal? Der hat seine eigenen Gesetze”. Na ja, ein bißchen im Pokal siegen wär ja mal nicht so schlecht für die Almdudler. Vor allem finanziell.

Lippstadt-Blog: Blinde Blog-Empfehlung: Student No.1

Er ist der erste. Hamms und Lippstadts ganz persönlicher Neo. “Patient 0″ der Hochschule. Und in dieser Funktion steckt er hoffentlich noch ganz viele Leute an …

Also gut, ich werd’ mal konkret: Der Studentenausweis von Alexander Harbach trägt die Nummer 1. Er ist der erste eingetragene Kunde der Hochschule Hamm-Lippstadt. Und er bloggt.

“Blog-Inhaber” ist streng genommen der Westfälische Anzeiger in Hamm. Inwiefern hier schreiberliche Freiheit gewährleistet ist, wird sich deshalb noch zeigen müssen. Zur Zeit ist auch erst ein Blogartikel online. Trotzdem empfehle ich Alexander einfach mal. Denn es lohnt sich bestimmt, hier am Ball zu bleiben und den “internen Berichten” zu folgen. In meinem Reader ist er jedenfalls schon (bzw. der Blog. Alexens Artikel alleine kann man AFAIK leider nicht als RSS einrichten).

Vielleicht bloggt ja auch bald jemand aus der Lippstädter Studentengruppe? Übrigens: Passend zum Thema “Studienbeginn” steht ein Film von HammTV online.

UPDATE: Oops, so schnell geht’s: Jetzt ist schon der zweite Artikel online. Wenn diese Schlagzahl gehalten wird, mache ich mir dann aber doch Sorgen ums Studium ;o)

Bielefeld-Blog: Steini Girl: Ein Song für den Lipper

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Boah wat sind dat doch für Kerle bei die Sozen. Franz ausn Sauerland zieht bei seine junge Freundin ein, weil dat hatte kein Zeit bis nache Wahl. Und ein Girl “mit dicke Hupen” besingt ihr Idol Frank mit oder ohne Walter Steinmeier ausn Lipperland. Wenn da ma nich den Heil hintersteckt, den Cheneralsekretär vonne Partei. Die ham dat doch faustedicke hinter de Ohren, die Sozen.

Bielefeld-Blog: “Wir sind Narren Krieg zu führen”. Brother in arms beim WDR

Nun sind die Sonnen zur Hölle gegangen
und der Mond steht hoch am Himmel
Lass mich euch den Abschied bieten
jeder Mann muss sterben
Doch ist es im Sternenlicht geschrieben
und in jeder Linie deiner Hand
Wir sind Narren Krieg zu führen
auf dem Rücken unserer Waffenbrüder

“Brothers in arms”. Dire Straits. Mark Knopfler.

Mark Knopfler? Yeah. Genau der. Von und mit dem man “Brothers in arms” natürlich auf seinem mp3er oder 4er hat. Deswegen mal hier eine Pressemeldung des WDR:

Er hat vor gut 30 Jahren die Dire Straits gegründet, liebt den Live-Act und ist bis heute einer der ganz Großen der internationalen Rockmusik. Am kommenden Dienstag, 29. September 2009, gibt Mark Knopfler sein einziges Radiokonzert in Deutschland und dies
vor gerade mal 200 WDR 2 Hörerinnen und Hörern im Kleinen Sendesaal im WDR-Funkhaus. Und damit nicht genug: Das exklusive Konzert wird ab 21.05 Uhr live im WDR 2 Musikclub zu hören sein.

Vor kurzem erst hat Mark Knopfler mit Get Lucky bereits sein sechstes Soloalbum veröffentlicht. Durch die Kombination von
begnadetem Gitarrenspiel und keltischen Musikeinflüssen ist es zu einem ganz besonderen Werk geworden – stimmungsvoll und entspannend, so wie man seine Musik kennt und liebt. Genau diese schönen Stimmungsmomente werden sicherlich Bestandteil
von Mark Knopflers Konzert sein, ebenso wie die schnelleren und mitreißenden Rocktitel, die schon immer zu seinem Repertoire
gehörten. Überhaupt ist der Live-Auftritt seine Domäne. Er selber bezeichnet Konzerte als ‘The Real Thing’, die wahre Sache, einfach weil es die Menschen immer noch glücklich macht. Get Lucky eben. WDR 2 schätzt sich daher besonders glücklich, mit Mark Knopfler wieder einen der ganz großen Musiker zu einem kleinen, aber feinen Konzert in intimer Atmosphäre begrüßen zu dürfen. Knopfler findet sich in guter Gesellschaft, da WDR 2 in der Vergangenheit so namhafte Künstler wie Simply Red, Amy MacDonald und zuletzt Sven Regener mit seiner Band Element Of Crime als exklusive WDR 2 Radiokonzerte präsentieren konnte. Die Karten für diese Veranstaltung sind nicht im freien Handel erhältlich, sondern nur über Aktionen im Programm des WDR zu bekommen.

Da werd ich dann wohl mal reinhören. Und kein Guido, keine Angela, kein Franz mit oder ohne Walter, kein sonstwer kann dazwischenbrüllen, quasseln oder nur mal so dahinlabern. Und dann mal so: Yeaahhhh!

Bielefeld-Blog: Beschickert kauft sichs bei Karstadt besser

Der Automat ist nicht nur rot. Er zeigt auch Rot. Wer pustet und vorher ein Bierchen zu viel hatte in der Altstadt, bekommt vom Alko-Tester im Parkhaus-Foyer in der Elsa-Brändström-Straße (Karstadt-Parkhaus) einen gut gemeinten Tipp: Auto stehen lassen bei Q-Park, Taxi nehmen, niemanden gefährden. Schreibt das Westfalen-Blatt.

Satire an:

Karstadt Bielefeld hat eine Idee, den Kauf im insolventen Warenhaus anzukurbeln. Wer zwei Glas Bier trinkt und an einem Alko-Tester mindestens 0,8 Promille angezeigt bekommt, kriegt im Kaufhaus auf jeden Kauf einen “Alk-Rabatt” von 5%. Nach unbestätigten berichten habe das ein Marketingmensch im Suff ersonnen. Warsteiner-Brauer in Herford sagt: “Das ist das Einzige für die Ware”.

Satire aus.