Ob Bielefeld eine häßliche Stadt ist, läßt sich nicht einfach mit einem “Ja” oder “Nein” beantworten. Am Rande des gigantischen Stadtgebietes – ungefähr wie in kleiner Vorort von London oder Paris – lugen einige schöne Ecken hervor. Schön halt im Sinne von westfälisch-romantisch. Also Fachwerk, Ziegelstein, hohe, alte Eichen. Dornberg, Kirchdornberg hat viel Grün. Da hat sich das, was man “heimelig” nennt, noch erhalten. Mag natürlich nicht jeder.
Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs
Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,
diese Mail des FDP-Bundesvorstandes, explizit von Ihnen selbst bzw. in Ihrem Namen abgesandt, fanden wir heute in unserer eMail. Sie als Rechtsanwalt, der lauthals ex cathedra von Bürgerrechten, die es zu verteidigen gilt schwafelt, sollten wissen, daß wir diese Mail weder ausdrücklich gewünscht haben noch Sie und Ihre Partei jemals aufgefordert haben, sie uns zu schicken. Damit betreiben Sie gegen das herrschende Gesetz “unverlangte eMail-Werbung”. (§ 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG)
Abgesehen von der Tatsache, daß unsere Forderungen an die Politik und Ihr Parteiprogramm diametral auseinanderliegen, trauen wir Ihnen persönlich nicht zu, ein hohes politisches Amt so zu führen, wie wir und der Großteil der Deutschen das erwarten.
Damit Sie uns nicht weiter belästigen können, haben wir Ihre eMail-Adresse für den Empfang gesperrt. Es ist traurig, daß man als Wahlbürger zu einem solchen Mittel greifen muß, daß man ansonsten nur gegen Spams und Trojaner einsetzt. Wahrscheinlich wissen Sie und Ihre Helfer oder Berater aber auch nur nicht, wie unbeliebt man sich machen kann, wenn man die Menschen draußen im Lande in einer derart impertinenten Weise belästigt, daß einem schlecht werden kann. Eine neoiliberale FDP Ihres Zuschnittes darf niemals zum Zünglein an der Waage werden.
Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift
Besonders, wenn die Sonne scheint …
… schreibt der SPIEGEL online heute in seiner ganzen verblendeteten neoliberalen Idiotie:
Ein Sieger des Gipfels von Pittsburgh steht fest: die G20 selbst. Künftig wollen sich die Top-Industriestaaten regelmäßig mit den wichtigsten Schwellenländern treffen, die G-8-Gipfel sind Geschichte. Auch sonst dürften die Ergebnisse konkreter werden als erwartet – bloß nicht beim Klimaschutz
Na, dann geht man alle in Deckung. Der mehr und mehr versagende amerikanische Heiland wird dann mit seinen Teleprompter-
sprüchen erster Weltregent und uns Angela kriecht auf den Knien vor ihm. Ach, was schreib ich da. Vor ihm. Von hinten an ihn heran. Bald haben die Rockefellers und wie all die Illuminati so heißen, vollendet, was ihnen auf ihfren Bilderbergersitzungen an menschdenverachtenden Grausamkeiten so eingefallen ist: Atombomben, Kriege, Bankengier, Mord und Totschlag, vier Milliarden Menschen unter der Armutsgrenze der reichen Länder.
Schöne Aussichten. Geht in Deckung. Geh 20. Noch gibt es Kartoffeln auf dem Kesselbrink-Markt. Noch.
Oft schon hat man mich gefragt, was denn das Plakat mit den wechselnden Anschriften links vor der gigantischen Brücke des Ostwestfalendammes über die Gütersloher bedeute. Kurz, bevor man sie unterfährt. Das Plakat beschickt Manfred Fleischhauer, Tischlermeister (“Der Holzmeister“) direkt ein paar Meter dahinter. Immer durchaus lesenswert, meist nachdenklich. Manchmal aufrüttelnd. Auch mit diesem Plakat trifft der Mann mit der Nadel in den Arm der anscheinend nicht ganz so tumben Schweinegrippe-Impfgesellschaft. Glaubt eben doch nicht jeder, was ihm da von Pharmaindustrie, Lobby und Geschäftmachern einsuggeriert wird.
Die Biomasse wird “durchgeimpft”. Erinnert verdammt an den unsäglichen Spruch vom “Durchregieren”.
Der Schwester der schöneren und besseren Hälfte hätte es gestern fast auf der Friedhofstraße der Outback-Gemeinde Steinhagen das Lenkrad nach rechts gerissen. Da steht rechterhand – noch weit vor dem Friedhof an der Westflanke der Kläranlage – ein Häuschen im gleißenden Sonnenlicht mit Fenstern und darin allerliebst drapiert ein Sarg, Urnen und Diverses, was man so zur Wallfahrt in die ewigen Jagdgründe benötigt. Brrrrrrrrrrrrrr.
Da fehlt dann draußen nur noch der Schlitz für wahlweise EC-Card, Visa, Barclay, Amex, Diners oder Bargeld. Dann auswählen, was man will, vielleicht “Eiche natur mit Bronzegriffen, dazu ein Hemd ohne Taschen”, bezahlen und schon ist man versorgt. Selbst wenn es noch Jahrzehnte dauern sollte, was man hat, das hat man.
Aber makaber ist es. Oder?
Samma ma so: Wenn se zur Pause hinten liegen, also schlecht spielen, können wa ja imma noch vorn Stadion un die 2. Halbzeit bei Currywurst, Pizzaecke un nen kühlen Blonden aus Krombach übern Lautsprecher hörn.
Wolln wa abba nich. Wir wolln den Siech! Jawoll!
Die Frankfurter Rundschau befasst sich – wen wundert es – anläßlich der bevorstehenden Wahlen mit der Frage, wie eigentlich die Umfrageinstitute arbeiten. Erstaunliche Parallen zu einem Bielefelder Callcenter tun sich da auf und erinnern an viele Gespräche mit Betroffenen. Offenbar gibt es bei den Callgirls und Callboys der Republik nahezu durch die Bank Zustände wie im altenm Rom, als Cäsar per Trommelabstimmung die Sklaven billig zählen ließ:
Konkurrent Emnid kritisiert die “Face-to-Face-Befragung”: “Die Telefonbefragung ist viel neutraler, der Einfluss des Interviewers geringer”, sagt Geschäftsführer Klaus-Peter Schöppner. Die Marktforscher zahlen Basistarif und Erfolgshonorar. Eine Manipulation für die Quote hält Schöppner für ausgeschlossen: “Wir gehen durch die Reihen und schalten uns in die Telefonate ein. Emnid, das sind unsere Bielefelder Caller.
Den ganzen Artikel, der die Erfahrungen eines Ex-Agenten schildert, findet sich hier. Aus erster Hand kann man auch hier im Blog unter einem einschlägigen Eintrag in hunderten von Beiträgen noch einmal nachlesen, was für eine wunderbare Branche sich da tummelt. Oberbefürworter ist natürlich Wolfgang Clement, der ehemalige SPD-Stinkstiefel, der es nicht lassen konnte, jetzt eine “Wahlempfehlung für die FDP” auszusprechen. Man hat sie dort freudig angenommen. Was nicht verwundert.
Das Grauen hat heute auf Seite 3 der NW Gesicht und Stimme. 145 Frauen – allesamt hoch privilegiert und zum Teil Multimillionärinnen – entscheiden sich für das personifizierte “Weiterwurschteln und zurück in die Vergangenheit Helmut Kohls” in Gestalt der Kanzleuse. Man müßte nichts dazu sagen, käme einem nicht der Frühstückskaffee hoch. Und sowas wird dann kurz vor der Wahl als Anzeige durch die Gazetten getrieben. Lakaienhaftes Buckeln statt politischer Auseinandersetzung mit dem, was die Kanzlerin in 4 Jahren bewegt oder nicht bewegt hat. Da bleibt so gut wie nichts. Aber das scheint diese 145 Frauen nicht zu stören. Den meisten ist es wichtiger, in den bunten Blättern ein festes Plätzchen zu haben, hofiert von der BURDA – oder BLÖD-Schreibmafia.
Das ist Gudrun Kopp. Mitglied des Noch-Bundestages für die FDP aus dem Lipperland. Hierzulande steht sie vornedran bei der Sozialabbaupartei. Gudrun ist der Meinung, die Briefträger, die mittlerweile ja auch Pakete schleppen, bekjommen mit dem Mindestlohn von 9,80 die Stunde “viel zu viel”. Bei 160 Stunden im Monat sind das grad mal 1568 € brutto. Gudrun, die ihren Allerwertesten im Reichstag auf blaues Tuch bettet, bekommt dafür monatlich 7.668 € sowie eine Kostenpauschale von 3.868 € dazu. Von den anderen Privilegien wie Fahrdienst des Bundes, 1. Klasse-Netzfahrkarte usw. wollen wir hier mal gar nicht sprechen. Dafür muß Gudrun weder Briefe noch Pakete schleppen. Wieviel sie genau arbeitet, ist unbekannt.
Dazu die Begründung auf der Bundestagsseite:
Das meist als Hauptberuf wahrgenommene Amt des Parlamentariers muss finanziell so ausgestattet sein, dass es für alle offen steht: sowohl für bisher abhängig Beschäftigte als auch für Selbstständige oder Freiberufler. Die Effizienz parlamentarischer Arbeit hängt zunehmend davon ab, dass Abgeordnete aus allen Bereichen der Gesellschaft mit ihren Fachkenntnissen zur Verfügung stehen. Es sollte auch für Besserverdienende nicht mit zu großen Verlusten verbunden sein, sich für das Amt als Abgeordneter zu bewerben.
Mal angenommen, Gudrun hat einen Zeitaufwand von 200 Stunden im Monat, bekommt sie mit 57,68 brutto die Stunde doch einen ganz chicen Lohn. Oder? Dafür sitzt sie trocken, warm und kann daherschwätzen wie es der große Oberschwalmer vorgibt. Chienesische Postboten bekommen umgerechnet um die 1,60 € die Stunde. Ein Traumziel für Gudrun rückt näher. Aber Lipper gelten ja schon seit jeher als sehr geizig, wenn es um Andere geht.
Jeder Pirat und Piratenfreund nimmt am 27.09.2009 alle ihm bekannten Personen an die Hand, die auch in seinem Wahlbezirk wohnen und erscheint um Punkt 13.00 Uhr in seinem Wahllokal. Es wird dazu führen, dass an diesem Tag die Wahllokale wenigstens einmal voll sein werden.
Geh wählen, und Du gestaltest Dein Leben. Gehst Du nicht wählen, lässt Du Dein Leben gestalten.
und da sag noch einer, dass unsere Metropole nicht weltweit bekannt ist. Und das ausnahmsweise mal nicht wegen Pudding oder Solarmodulen.






Artikel kommentieren »