Bei einer Gruppensitzung in einer psychotherapeutischen Praxis im Berliner Ortsteil Hermsdorf ist ein Menschen gestorben. Der Therapeut hat offenbar bei der Sitzung unbekannte Substanzen per Spritze verabreicht. Elf weitere Teilnehmer sind im Krankenhaus – davon liegen zwei im Koma.
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Viele Wochen Vorbereitung, insgesamt mehrere Stunden Telefonate, ca. 100€, ca. 30 Seiten in der Orga-Mappe und ein rundum gelungener Tag. Das war der 17.09.2009, hier in Gelsenkirchen.
Gestern war nämlich Franziska Drohsel, die Juso-Bundesvorsitzende einen ganzen Tag in Gelsenkirchen und zwar im Rahmen ihrer “Deutsche Wirklichkeit verändern”-Tour. Dabei geht’s darum an Orte zu gehen, an denen Politik nicht so häufig anzutreffen ist und dort die Ängste, Hoffnungen, Perspektiven und Erfahrungen der Menschen kennenzulernen. Das haben wir gestern gemacht und zwar mit 7 verschiedenen Stationen.

Morgens stand zuerst der Besuch in den Gelsenkirchener Werkstätten für angepasste Arbeit an. Der Termin war sehr kurzfristig gelungen, deshalb auch nochmal hier mein Dank an die dortigen Menschen – zuerst haben uns Werksrat-Mitglieder herumgeführt, uns die verschiedenen Werkstätten, Abteilungen und Angebote gezeigt und danach ging’s in einen kleinen Sitzungsraum zu Gesprächen mit dem Werksrat und anderen Mitarbeitern, die uns das Gesehen nochmal theoretisch erklärt haben.

Rundum-Angebot, davon braucht’s viel mehr in unserer Gesellschaft.
Nach einem kurzen Zwischenstopp im Spunk – einem Jugendkulturzentrum in Gelsenkirchen-Ückendorf, betreut durch Falken/Jusos, waren wir bei GAFÖG, einem Berufsbildungsträger und Arbeitsmarktdienstleister hier in Gelsenkirchen.

Dort wurde uns bei leckeren Brötchen & Getränken durch den Geschäftsführer Stefan Lob das Unternehmen vorgestellt, wir konnten unsere Fragen stellen und wurden anschließend vom stv. Standortleiter Thomas Bröckerhoff durch die Metall, Elektro-Abteilung und mit ihm durch die Themengärten geführt. Bei Gesprächen mit Auszubildenden konnte Franziska herausfinden, wie die Jugendlichen an den Job gekommen sind, was sie von ihm halten und auch erfahren, wie es ist, jeden Tag z.B. Metall zu bearbeiten, was sie nur heute gemacht hatte – nämlich einen Schlüsselanhänger hergestellt.

Jetzt stand eine Anti-Atomkraft-Aktion in GE-Buer statt, mit Schutzanzügen und Keks-Kraftwerken konnten wir über unsere Anti-Atomkraft-Postkarten unsere Forderungen klar machen und den Menschen erklären, wie gefährlich Atomkraft und AKW’s sind. Einige interessierte es zwar nicht, der Großteil war aber empfänglich für die Abschaltung der AKW’s: Kein Ausstieg aus dem Ausstieg!

Zum fast vorletzten Termin fuhren wir wieder in die Gelsenkirchener Altstadt, nämlich zum DGB-Haus der Jugend, bei dem uns das DGB-Haus der Jugend von Daniela Bolick und Josef Hülsdünker vorgestellt und gezeigt wurde. Anschließend blieb noch genug Zeit für weitere Gespräche mit Daniela und Josef, bei denen klar wurde: Mehr Solidarität und dafür gemeinsam anpacken!

Im Fritz-Erler-Haus, einem Jugendhaus des Falken-Bauvereins hatten wir jetzt Gespräche mit den dortigen jungen Besuchern und uns wurde das Haus gezeigt. Nach einer kurzen Stärkung ging auch schon der siebte und letzte Punkt des Tages los, nämlich ein Themenabend zum Thema “Gute Arbeit/Ausbildung trotz Wirtschaftskrise?” mit Franziska Drohsel, Josef Hülsdünker (DGB-Regionsvorsitzender), Joachim Poß (MdB GE), Darko Manojlovic (BP Betriebsrat) und als Moderator Dominic Schneider (Vorsitzender Juso-AG-Hassel).

Hier wurde zuerst auf dem Podium über Fragen wie z.B. “Direkte Wahl des Geschäftsführers in Unternehmen?” diskutiert, um anschließend zu den per Video aufgenommenen Fragen von Jugendlichen zu kommen und auch den TeilnehmerInnen Gelegenheit zu geben.

Das Video ist gut angekommen und das Angebot zu fragen wurde auch gut genutzt. Am deutlichsten war bei der Beantwortung noch Franziska (“Wir haben den demokratischen Sozialismus im Grundsatzprogramm drin und dafür kämpfen wir Jusos auch[...]“).
Das war das erste Mal, dass ich so einen Tag voller Veranstaltung und mit Prominenz organisiert habe und das Größte war es gestern einfach, zu sehen, dass wirklich alles richtig gut und nach Plan geklappt hat. Klar, wir waren bei vielen Terminen länger als geplant, aber wenn man gerade in Unterhaltungen ist, sagt man nicht: “Oh, 15:00. Tschüss!”. Franziska fand den Tag prima und sehr interessant, wir Jusos Gelsenkirchen haben uns gefreut, ihr einen Tag lang Gelsenkirchen zeigen zu können, ich bin, wie gesagt, sehr erleichtert, dass das so gut geklappt hat und habe jetzt zig neue Ideen für die Zukunft aufgenommen und ganz ehrlich: Wir Jusos können uns richtig darüber freuen, dass wir so eine tolle, menschliche Bundesvorsitzende haben.

Danke nochmal an Franziska, dass sie den ganzen Tag hier war, danke nochmal an Sebastian Watermeier, dass er beim Thema Mobilität die größte Rolle gespielt hat. Das nächste mal habe ich neben Schmerz-Tabletten, Kohle-Tabletten und Hals-Tabletten auch etwas gegen Wespenstiche dabei. Versprochen.
Mehr Fotos unter: http://www.facebook.com/photo.php?pid=30356590&l=c6811e4a82&id=1354744791
Auch Franziska Drohsel hat gebloggt.
Danke an Sonja Pawlowski, Dennis Zitzewitz, Christian Albrecht und Pascal Szewczyk für Fotos & Banner.
Die schönere und bessere Hälfte weiß ganz genau, wie sie erreicht, was sie erreichen will. Beispiel:
Sie so: “Machst Du mir den Sarkotzy?”
Ich so: “Der abgebrochene Zahnstocher heißt doch Sarkozy”
Sie so: “Egal. Den Bruni-Beglücker mein ich”
Ich so: “Wieso soll ich Dir den Bruni-Beglücker machen?”
Sie so: “Doofkopp. Der regierende Zwerg hat mal gesagt, er wolle “die erste Reihe wegkärchern”
Ich so: “Ach das. Was soll ich Dir denn kärchern?”
Sie so: “Mir nichts. Aber Treppe, Hauseingang und vor den Garagen”
Ich so: “Ach so. Sag das doch gleich. Oder sing es mir wie Carla Bruni”.
Gesagt. Getan. Gekärchert. Jede Ritze. Jeder Halm. Als Sarkotzy hat mich trotz Hacken hebender Gummistiefel niemand erkannt. Als die schönere und bessere ostwestfälische Hälfte in ihr Auto stieg, machte aber auch niemand einen Diener und rief: “Guten Morgen, Frau Bruni”.
So ist das.
Acht Tage noch, dann hat das Spekulieren ein Ende! Dann werden aus Umfragen Ergebnisse. Glaubt man dem Trend, ist eine Neuauflage der Großen Koalition nicht unwahrscheinlich. Novum: Was einst als vom Wähler erzwungene Notlösung galt, scheint nun politisch in Mode zu kommen. Für die SPD haben Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und der Fraktionsvorsitzende Peter Struck den Tabubruch gewagt und für die Fortsetzung der Großen Koalition plädiert. Die SPD weiß, dass sie kaum gewinnen kann. So bietet sie sich vorsorglich als Juniorpartner der CDU/CSU an – quasi als bessere FDP. Alles nach dem Motto: Damit es weiter sozial gerecht zugeht in unserem Land. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist ebenfalls nicht frei von dem Verdacht, lieber weiter mit der SPD als mit der FDP regieren zu wollen. Zwar betont die CDU-Chefin bei jedem Wahlkampfauftritt, dass es nun an der Zeit für eine Koalition mit den Liberalen sei. Doch fehlt ihrer Stimme dabei nicht selten die Leidenschaft. Allzu viel hat sie bisher für ihren Wunschpartner nicht riskiert. Bestes Beispiel dafür: die Eröffnungsfrage im TV-Duell. Warum Frank-Walter Steinmeier nicht Kanzler werden könne, wollten die Moderatoren wissen. Merkel aber wich aus und erklärte: »Ich möchte zuerst einmal die Arbeit der Großen Koalition loben.« So spricht eine Kanzlerin, nicht aber die Vorsitzende der CDU. Merkel kalkuliert ein, dass die Wähler es anders wollen könnten. Das zeigt Realitätssinn, wirkt aber deplatziert. Jeder weiß doch: Geht nur eine Große Koalition, gibt es auch eine. So funktioniert unser Parteiensystem. Noch jedoch ist es nicht soweit. Warum aber sollen die Menschen von Schwarz-Gelb überzeugt sein, wenn sich sogar die CDU-Chefin ein Hintertürchen offenhält? Aus Merkels persönlicher Sicht ist die geringe Risikobereitschaft verständlich. Sie wird auch nach dem 27. September Kanzlerin bleiben. Wozu also unnötig Porzellan zerschlagen? Für ihre Partei steht mehr auf dem Spiel. Sie hat allen Grund zu kämpfen. Reicht es am nächsten Sonntag nicht für Schwarz-Gelb, ist die Union der große Wahlverlierer. Doch die CDU ist zum Kanzlerinwahlverein geschrumpft, der außer Merkel kaum etwas bietet. Wo bleibt der Einsatz der Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers, Günther Oettinger, Roland Koch und Christian Wulff? So richtig es ist, mit Merkels enormer Popularität zu punkten, so gefährlich ist es, alles auf eine Person zu setzen und das Programm ausfallen zu lassen. »Wer Angela Merkel als Kanzlerin will, muss die CDU wählen«, sagt Generalsekretär Ronald Pofalla. Es klingt wie eine Entschuldigung. Nicht immer muss man auf das Murren aus Bayern etwas geben. Diesmal schon. Mit dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer hat die gesamte Union Grund, nervös zu sein. Wie 2002 und 2005 droht ihr ein sicher geglaubter Wahlsieg aus den Händen zu gleiten. So das Westfalen-Blatt.
In Hamburg sprach der ganze Stolz der ehemaligen FDJ vor 2000 Menschen, meist junge Leute, die sich zu einem “Flash-Mob” versammelt hatten und jeden bedeutungsvoll bedeutungslosen Satz der Stoikern und Noch-Kanzlerin mit einem ebenso zynischen wie lautstarken “Yeahhhhhhh” bejubelte. Warum passiert uns das hier nicht? Auf dem Jahnplatz zum Beispiel. Aber da kommen ja nur Bärbel Höhn von den Grünen und Lena Strothmann von den…… Ja wofür steht sie denn?
Angela: “Weiter Atomkraft”………………………………………….”Yeahhh”
Angela: “Bankenstützungsmilliarden richtig”……………………….”Yeahhh”
Angela: “Wir senken Steuern. Irgendwann”………………………..”Yeahhh”
Angela: “Afghanistan ist richtig”…………………………………….”Yeahhh”
Angela: “Leistung muß sich wieder lohnen”………………………..”Yeahhh”
Angela: “Wählt mich ab”……………………………………………..”Yeahhh”
Schon gemacht, Chefin.



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