StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

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Sep '09

Bielefeld-Blog: Na Althaus, oben alles klar?

Dieter Althaus überrascht erneut: Der zurückgetretene Thüringer Ministerpräsident will vorerst im Amt bleiben. Er wird als geschäftsführender Regierungschef die Kabinettssitzung am Dienstag leiten – und sich ausführlich zu seinem Rücktritt äußern. Auch sein Landtagsmandat will der CDU-Politiker behalten.

Skurril, dieser Mensch. Trude Templins bester ehemaliger Wendehals und Spusi im Osten wird mehr und mehr zum Risikofaktor der derweil in bayerischen Bierzelten gaukelnden Kanzleuse. Politik als Komödie, Kasperletheater statt Regierung. “Da simma dabei, das is prihimaaaaaaaaaaaaa”. Aber durch Nichtwählen nicht abzuwählen ist auch keine Lösung.

Oh. Ihr seid noch nicht satt? Bitteschön. Spiegel online, offensichtlich nicht ganz auf Regierungslinie:

So wird dem Bierzeltvolk an diesem Montag eine matte Merkel sowie ein zurückhaltendes Duell Steinbrück versus Guttenberg geboten. Allein vom Finale an diesem Tag gibt es Furioses zu berichten. Denn dem AC/DC-Fan Guttenberg wird nach der Bayern- und Deutschlandhymne vom örtlichen CSU-Abgeordneten noch eine Überraschung angekündigt.

Es fällt der Vorhang hinter ihm und eine Cover-Band brüllt dem verblüfften, die demografische Zukunft Deutschlands recht deutlich abbildenden Publikum “Highway to Hell” und “Rock’n'Roll Train” entgegen. Guttenberg aber streift ein schwarzes AC/DC-Shirt über, hängt sich eine Bayern-Fahne wie ein Boxer um den Hals und wippt glücklich im Takt.

Merkels nächster großer Wahlkampfauftritt übrigens wird eine Fahrt im historischen Rheingold-Express von Bonn über Leipzig nach Berlin sein. Es ist wieder etwas Historisches. Sie will an Adenauers erste Kanzlerschaft erinnern. Es wird wohl alles andere als ein Rock’n'Roll Train.

Jungs und Mädels, sammelt schon mal Eier. Viele Eier. Und stellt Euch rechts und links der Bahnstrecke lückenlos. Hebt den passenden Arm. Nehmt ein Ei in die Hand. Rechts natürlich, Du Trampel auf der linken Außenbahn. Und dann: 3, 2, 1 —- Ihrs! Mit diesen Politikern braucht Deutschland wahrlich keine Feinde mehr.

Frankfurtoder-Blog: 13 Antworten Thomas Nord

Thomas Nord hat auf unsere  <a href=”http://ajp.blogsport.de/2009/08/13/13-fragen-an-die-wahlkandidaten-des-kreises-frankfurt-oder/” target:”_blank” >13. Fragen </a>geantwortet:<!–more–>

Mein persönliches Vorbild ist Stefan Heym. Er war Humanist, Antifaschist und demokratischer Sozialist. Trotz aller Anfeindungen und Verfolgungen blieb er das sein Leben lang und konnte ihn niemand davon abhalten, seinen Überzeugungen treu zu bleiben und sie öffentlich zu vertreten.

Die drei wichtigsten Forderungen im Wahlprogramm sind für mich die danach, das man von Arbeit anständig leben können und das niemand in unserem reichen Land in Armut leben muss. Als Drittes käme hinzu, das von Deutschland Frieden ausgehen muss.

Zu den drei größten Problemen gehört für mich, dass Deutschland beteiligt ist an völkerechtswidrigen Kriegseinsätzen, das trotz aller Beteuerungen zu wenig getan wird um dem Klimawandel aktiv zu begegnen und das aus der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise keine grundlegenden Schlussfolgerungen gezogen und ihre Verursacher nicht in die persönliche und gesellschaftliche Verantwortung genommen werden.

Die Politikverdrossenheit kann dadurch gemindert werden, das den Menschen auf allen Ebenen mehr Mitspracherechte eingeräumt werden. Dafür gibt es viele Möglichekeiten direkter Demokratie, wie z.B. Volksentscheide, Bürgerbegehren oder auch Bürgerhaushalte.

Das Grundgesetz ist zeitgemäß, es wird jedoch von den regierenden Parteien zu oft mißachtet. Deutschland könnte trotzdem eine Verfassungsdiskusion gebrauchen. Mit der deutschen Einheit wäre sie eigentlich verpflichtend nötig geworden. Die regierenden Parteien hatten jedoch Angst vor positiven Veränderungen wie sie am runden Tisch der DDR vereinbart wurden. Diese Angst von CDU, SPD, FDP und Grünen vor dem Volk in Verfassungsfragen wurde auch deutlich, als diese Parteien den Bürgerinnen und Bürgern die Mitsprache bei der Europäischen Verfassung (Vertrag von Lissabon)verweigert haben.

Die Haushaltssituation nicht nur in Frankfurt sondern auch vieler andere Kommunen aber auch der Mehrheit der Bundesländer ist schlecht. Daran kann man auf den jeweiligen Ebenen nur begrenzt etwas ändern. Im Kern geht es um eine andere Steuerpolitik auf Bundesebene. Der neoliberale Zeitgeist hat zu einer gigantischen Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von unten nach oben geführt. Die Mittel die den Vermögenden hinterher geworfen werden und die diese dann an der Börse verspekulieren, fehlen den Ländern und den Kommunen um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Wir brauchen eine andere Steuerpolitik (Vermögenssteuer, Börsenumsatzsteuer, Erbschaftsteuer etc.) um das nachhaltig zu ändern. Die ständigen Kürzungen bei den sogenannten freiwilligen Leistungen führen nur dazu, das dass Leben in vielen Kommunen und Regionen immer unatraktiver und schwerer wird, was die Probleme immer weiter verschärft statt sie zu lösen.

Die Infrastruktur muss dem dempographischne Wandel angepasst werden. Das kostet aber Geld und kann nach Lage der Dinge nur vom Bund zur Verfügung gestellt werden. Das geschieht in einigen Fragen, es genügt aber nicht. Durch Umschichtungen im Landeshaushalt und mit europäischen Mitteln kann hier sicher noch das eine oder andere geregelt werden aber ohne eine andere Investitions- und Steuerpolitik auf Bundesebene ist auch hier guter Rat teuer.

Die Straßenbahn über die Oderbrücke ist nicht nur eine vernünftige infrastrukturelle Investition sondern auch ein Projekt von hoher Symbolkraft für die deutsch-polnische Zusammenarbeit. Allerdings braucht man die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger für eine solche Investition. Da bleibt noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten.

Verbote aller Art haben zurzeit Konjunktur. Auf jedes neue Problem erfolgt der Ruf nach Verboten. Zugleich wird aber überall am öffentlichen Dienst und auch bei der Polizei gespart. Es sind immer weniger Kräfte da, um die wachsende Zahl von Restriktionen auch durchzusetzen. So macht sich der Staat selbst handlungsunfähig und darüber hinaus auch noch lächerlich. Alkoholprobleme bekämpft man nicht mit der Polizei sondern dadurch, das man den Menschen eine Persepektive schafft und den Kranken eine entsprechende öffentliche Hilfe, Behandlung und Betreuung sichert.

Die Privatisierung öffentlichen Eigentums muss gestoppt und umgekehrt werden. Seen, Wasser überhaupt, gehören nicht in Privathand.

Die Abwanderung ist vor allem ein Problem des Mangels an beruflichen Perspektiven. Das ist kein kurzfristig zu lösendes Problem. Manches läßt sich durch regulierende Maßnahmen (z.B. Mindestlohn) regeln. Aber eine Perspektive für junge Menschen gibt es nur, wenn Frankfurt eine Perspektive für die Stadt insgesammt findet. Frankfurt darf sich nicht selbst genügen, es muss sich wieder für das Umland auch für eine engere Zusammanarbeit mit der polnischen Seite öffnen. Als weltoffenes regionales Zentrum, an der wichtigsten europäischen Ost-West Verkehrsachse hat die Stadt eine Perspektive auch für junge Menschen.

Wir leben im Zeitalter des Wechsel von den fossilen zu den erneuerbaren Energien. Vor denen braucht man keine Angst zu haben, denn sie sind völlig ungefährlich. Anders ist das bei der Atomkraft und bei der Braunkohleverstromung. Die sind in einer überschaubaren Perspektive überflüssig und unnötig um die Energieversorgung zu sichern. Alles andere ist profitorientierte Interessenpolitik für die Energiemonopole, die auf Extraprofite nicht verzichten und sich dem technolgischen Wandel nicht stellen wollen

Der letzte Punkt ist etwas für diverse Diplomarbeiten. Das führt hier zu weit. Gerne bin ich bereit darüber in Frankfurt zu diskutieren.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Nord

Frankfurtoder-Blog: 13 Antworten Axel Henschke

Axel Henschke hat auf unsere  <a href=”http://ajp.blogsport.de/2009/08/13/13-fragen-an-die-wahlkandidaten-des-kreises-frankfurt-oder/” target:”_blank” >13. Fragen </a>geantwortet:

Lieber Klaus Dieter,
web-kultur-ffo hatte uns 13 interessante Fragen gestellt. Hier also meine Antworten – Axel Henschke, DIE LINKE:<!–more–>

- Wer ist Ihr ganz persönliches politisches Vorbild und warum?
Die vielen Menschen, denen ich täglich oder nur einmal oder nie begegne, die mit ihrem Engagement, ihrer Gründlichkeit, Zuverlässigkeit und Sachkunde den Rahmen für die Entfaltung meiner eigenen Freiheit schaffen ebenso wie die immer mehr werdenden, denen dieser Entwicklungsraum nicht gegeben ist. Sie alle mahnen mich, die eigene Freiheit nicht auf ihre Kosten zu leben.

- Was sind die drei wichtigsten Punkte im Wahlprogramm Ihrer Partei?
Auf Landesebene im Frankfurter Sinne:
Arbeit mit Mindestlohn und öffentlich geförderte Beschäftigung, Bildung mit kleineren Klassen und dem Erhalt von Schulen, Stadtumbau mit menschlichem Maß

- Welche drei grossen Probleme sehen Sie derzeit, die es zu lösen gilt?
Das Problem Arbeitslosigkeit braucht keine Präzisierung.
Die Abwanderung hat ebenso bundes-, landes- und kommunalpolitische Dimension.
Die finanzielle und strukturelle Schwäche sind ebenso von Land und Bund zu verantworten.

- Die großen Volksparteien verlieren seit längerem Mitglieder.
Offenbar sehen sich die Bürger nicht mehr von diesen vertreten. Auch die Wahlbeteiligung ist nicht gerade umwerfend. Was könnte man tun, um die Politik- bzw. Parteienverdrossenheit zu mindern und das Interesse der Menschen an der Politik zu steigern?
Ich denke nicht, dass das Interesse an Politik schwindet, vielmehr verlieren die Leute das Interesse an den üblichen Schaukämpfen und inszenierten Ritualen. Ich stehe für sachorientierte, parteiübergreifende Arbeit, für Bürgerinteresse vor Parteiinteresse.
Ich will aber auch klar auszumachende Unterschiede, dass Alternativen erkennbar sind, nicht diese ständige Einheitssauce. Und ich will, dass Versprechen eingehalten werden , beim Mehrwertsteuersatz genauso wie anderswo. Ganz konkret: Verbindliche Bürgerbefragungen auf kommunaler Ebene müssen möglich sein. Auf Bundesebene sollte darüber nachgedacht werden, die Bundestagswahl mit der Entscheidung über große politische Fragen zu verbinden und auf europäischer Ebenen brauchen wir,3 nicht nur in der Entscheidung zum Lissabon-Vertrag %u2013 kein Europa der Eliten, sondern ein Europa der Völker.

- In der letzten Zeit wurden viele Gesetze verabschiedet, die später vom Bundesverfassungsgericht eingeschränkt oder kassiert wurden. Ist das Grundgesetz nicht mehr zeitgemäss, oder schiessen die Politiker mit der Gesetzgebung über das Ziel hinaus?
Das Grundgesetz ist sehr wohl zeitgemäß. Beispielsweise Paragraf 14, der besagt, Eigentum sei verpflichtend und solle zudem dem Allgemeinwohl dienen, in der momentanen Krise absolut aktuell. Nein, die Regierenden in den großen Koalitionen meinen wohl, man lasse ihnen alles durchgehen. Im Kosovo und Afghanistan haben sie das Völkerrecht gebrochen, jetzt höhlen sie das bundesdeutsche Recht aus. So viel Rechtlosigkeit schockiert mich. Es ist schon eine verkehrte Welt, wenn wir, als angebliche Verfassungsfeinde, das Grundgesetz verteidigen müssen.

- Die Haushaltssituation in Frankfurt (Oder) ist seit Jahren bedenklich. Wie lässt sich die Situation verbessern, ohne weiter bei sozialen oder kulturellen Einrichtungen zu kürzen?
Auf Landes- und Bundesebene muss endlich für die auskömmliche Finanzierung der Kommunen gesorgt werden. Kultur und Sport dürfen dabei nicht als freiwillige, also streichbare Leistungen, sondern müssen als Grundrechte verstanden werden. Die Kommunen brauchen mit einer Investitionspauschale mehr Freiraum in ihrer Finanzplanung.
Bürgerhaushalte können helfen, auf demokratische Weise, kluge Haushaltsentscheidungen zu treffen.

- Die Stadt ist ein Flickenteppich und mit Schlaglöchern übersät, die Bürgersteige und Gehwege sind eher mit Stolperfallen vergleichbar. Ist eine Verbesserung der Infrastruktur absehbar, oder wird den Bürgern und Touristen dieser Zustand weiterhin zugemutet werden?
Bürgersteige und Radwege brauchen Entwicklung und Sanierung. Dazu muss in Frankfurt mit dem ewigen “hinterherhecheln” eigenanteilfressender unsinniger Fördertöpfe Schluss gemacht und haushaltsrechtlich die Möglichkeit der Kreditfinanzierung für diese “Ersatzinvestitionen” eröffnet werden, weil der Kreditzins für Werterhaltung billiger als künftig drohende Grundsanierung ist.

- Wie stehen Sie und Ihre Partei zur Straßenbahn über die Oderbrücke von Frankfurt (Oder) nach Slubice?
Ich stehe zur Straßenbahn in Frankfurt, ihrem Ausbau nach Nord und über die Oder. Ich respektiere aber auch das Votum der Bürger. Deshalb bin ich für einen vertieften Dialog mit den Frankfurterinnen und Frankfurtern. Vieles hängt auch an unserer allseits beliebten Stadtspitze, die damals mit immer neuen Zahlen zu den zu erwartenden Kosten Vertrauen verspielt hat und jetzt über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg entscheiden will.

- Wie stehen Sie und Ihre Partei zum Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen?
Schon jetzt haben Polizei Ordnungsamt die Möglichkeit, die Belästigung von Bürgerinnen und Bürgern auf öffentlichen Plätzen zu ahnden. Was die öffentliche Ordnung betrifft, haben SPD und CDU im Land und im Rathaus so viele Stellen gestrichen, dass viele der jetzt als so wichtig benannten Aufgaben gar nicht erfüllbar sind. Das muss korrigiert werden. Im übrigen empfehle ich ein gehöriges Maß an Skepsis, weil Verbote keine Probleme lösen.

- Wie glauben Sie und Ihre Partei bei der Privatisierung von Seen in Brandenburg intervenieren zu können, damit es nicht noch mehr aufgebrachte Camper wie am Helenesee gibt?
Privatisierung hat sich klar als der falsche Weg erwiesen. Auch an der Helene. Dass hier der Oberbürgermeister zulässt, dass eine kleine dilettantische Investorentruppe Frankfurter, Camper und Politiker verarscht, werde ich nicht mehr hinnehmen.

- Ein grosses Problem ist die Abwanderung von jungen Menschen aus Frankfurt (Oder). Welche Ursachen sind Ihrer Meinung nach dafür verantwortlich, und wie könnte man diesen Trend stoppen?
Der erste Grund ist natürlich Perspektivlosigkeit. Wer für sich in Frankfurt keine Perspektiven sieht, den zieht es gezwungenermaßen weg. Als Perspektiven verstehe ich vor allem gute Arbeit, Angebote für junge Familien, eine funktionierende Infrastruktur und ein attraktives kulturelles Leben. Hier gibt es mit Uni, 24h-Kita, unserem ÖPNV usw. gute Projekte, die politisch gefördert werden müssen und die zu einer guten Entwicklung in unserer Stadt führen können: weg von der Schrumpfung hin zu einer berechenbar attraktiven Oderstadt als in der Region wichtiges Oberzentrum.

- Im polnischen Gryfino ist der Bau eines Atomkraftwerks geplant, im Raum Beeskow soll ein Versuchslager für CO2 Lagerung entstehen- was ist wichtiger: wirtschaftliche Interessen oder der Naturschutz? Wie gehen Sie auf die Ängste der Bürger ein?
In unserer Stadt sollen Naturschutz und wirtschaftliches Interesse kein Gegensatz sein. Solarfabriken in unserer Stadt können, wenn wir erneuerbare Energien besser politisch fördern, zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. Ökologische und wirtschaftliche Perspektiven setzen wir Ängsten vor ökologischen Katastrophen und persönlichen sozialen Schieflagen entgegen.

- Was verstehen Sie konkret unter den Begriffen “soziale Gerechtigkeit”, “soziale Marktwirschaft”, “Informationsfreiheit” und “Netzneutralität”, und wie bewerten Sie diese?
Soziale Gerechtigkeit ist mein zentrales politisches Anliegen. Es ist in meinen Augen keine Gleichmacherei, sondern vielmehr die Herstellung von Chancengleichheit.
Die Marktwirtschaft kann große Leistungen hervorbringen. Sozial ist sie, wenn das nicht auf Kosten der Schwächeren in der Gesellschaft geschieht. Dazu gehören auch politische regulierende – Eingriffe in den freien Markt. Das sollten wir aus der Krise gelernt haben.
Was Informationsfreiheit und Netzneutralität betrifft: Beides gehört für mich zusammen. Informationsfreiheit ist vor allem eine Forderung an öffentliche Stellen, Netzneutralität richtet sich nicht zuletzt auch an die freie Wirtschaft. Beides muss gewährleistet sein. Transparenz ist unerlässlich, wenn wir nicht nur über den mündigen Bürger sprechen wollen, sondern er selbst sich zu Wort melden soll.
Alle vier Begriffe sind, wenn sie gewährleistet sind, Momente einer lebhaften Demokratie. Informationsfreiheit und Netzneutralität bieten den Menschen inhaltliche Argumente und die Plattform für die eigene Meinungsbildung und artikulation. Ohne soziale Gerechtigkeit aber ist an freie Mitbestimmung kaum zu denken. Das bezieht sich nicht zuletzt auf die Überwindung des virtuellen Grabens.
Freiheit und soziale Gerechtigkeit sind für mich untrennbar miteinander verbunden.

Bielefeld-Blog: Schattenspiele in Arminenblau

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Erstaunlich. Wenn eine Farbe symbolhaft für Bielefeld, Ostwestfalen, ja Westfalen überhaupt steht, dann ist es “blau”.

Schalke o4 = blau
VfL Bochum = blau
Arm. Bielefeld = blau

Wenn da bloß nicht immer diese vermaledeiten Schatten wären, die sich über den Farbton legen.

Regensburg-Blog: Termine im TSR (Treffpunkt Seniorenbüro Regensburg)

 termine-tsr.jpg

Treffpunkt Seniorenbüro am Dienstag, 8.9.2009

Wanderung von Endhaltestelle Prüfening Linie 1 über Brücke Mariaort zur Marienhöhe,
dann oberhalb des Bahndamms nach Etterzhausen. Einkehr: Gasthof Alte Brücke, nachher von Etterzhausen über Naabbrücke und den Eduard Bemselweg nach Mariaort über die Eisenbahnbrücke zurück nach Prüfening. Gehzeit: ca. 3,5 Std. Treffpunkt: 9.50 Uhr Endhaltestelle Linie 1 Prüfening.

Treffpunkt Seniorenbüro am Mittwoch, 9. 9.2009

Kurs der Seniorenwerkstatt
Mittwoch, 16. September – 14.00 Uhr „Einführungskurs Schnitzen“ mit H.J. Hellmund
Seniorenwerkstatt am Singrün/Eingang Weitoldstr. 16 – Anm.: Mo + Do 9.00 bis 12.00 Uhr – Tel. Nr.: 0941/507-5540

Treffpunkt Seniorenbüro am Montag, 14.9.2009

Morgen Wanderung von Bhf. Sinzing über den Bockerlweg nach Alling und weiter nach Viehhausen. Einkehr: Gasthof Schwindl, nachher von Viehhausen über Bergmatting, Zuylenkapelle nach Sinzing. Bhf. Gehzeit: ca. 4 Std. Treffpunkt: 9.25 Uhr Bahnhofshalle bei Säule beim Service Point

Am Samstag, 19.9.- 8.30 Uhr Fahrtraining für Senioren. am Omnibusdepot an der Bajuwarenstraße. Anm.: Mo + Do 9.00 bis 12.00 Uhr – Tel. Nr.: 0941/507-5540

Treffpunkt Seniorenbüro am Montag, 21.9.2009

Morgen Wanderung von Brieberg durch den Wald nach Aumbach Einkehr. Nachher von Aumbach durch das Perlbachtal nach Wörth Heimfahrt. Gehzeit: ca. 3,5 Std.
Treffpunkt: 11.10 Uhr Haltestelle Linie 5 Albertstraße

Treffpunkt Seniorenbüro am Montag, 28.9.2009

Morgen Wanderung von Wörth ehem. Gh. Rosenhof durch das Wellertal, Hornauer Eck nach Weihern. Einkehr: Gasthof am See nachher von Weihern durch das Perlbachtal nach Wörth. Gehzeit: ca. 4 Std. Treffpunkt: 9.10 Uhr Haltestelle Linie 5 Albertstraße

Treffpunkt Seniorenbüro am Freitag, 2. 10.. 2009

Bau einer Heißluftmaschine
Donnerstag, 8. Oktober und 10 weitere Abende jeweils ab 18,00 Uhr mit Manfred Pellkofer
Seniorenwerkstatt am Singrün/Eingang Weitoldstr. 16 – Anm.: Mo + Do 9.00 bis 12.00 Uhr – Tel. Nr.: 0941/507-5540

Treffpunkt Seniorenbüro am Montag, 5.10.2009

Morgen Wanderung von Endhaltestelle Prüfening entlang der Donau über Walpa nach Matting. Einkehr: Gasthof Fänderl nachher von Matting über die Donau (Fähre) am Bahndamm entlang nach Sinzing BHF. Gehzeit: ca. 3.5 Std. Treffpunkt: 9.50 Uhr Endhaltestelle Prüfening Linie 1

Treffpunkt Seniorenbüro am Freitag, 9. 10. 2009

Montag, 12.10.2009 Wanderung von Abensberg Bhf. nach Biburg an der Abens entlang nach Siegenburg. Einkehr: Gasthof Jägerwirt nachher von Siegenburg über Biburg nach Abensberg Bhf. Gehzeit ca. 4 Std. Treffpunkt: 9.25 Uhr Bahnhofshalle Säule am Service Point.

Treffpunkt Seniorenbüro am Montag, 12.10.2009

Kurs der Seniorenwerkstatt
Samstag, 17. Oktober – 9.00 Uhr – „Bau von Futterhäuschen in verschiedenen Ausführungen“ mit W. Suntrup und „Einführung in die Grundbegriffe des Drechselns“ mit Alois Schirnbeck. Seniorenwerkstatt am Singrün/Eingang Weitoldstr. 16 – Anm.: Mo + Do 9.00 bis 12.00 Uhr – Tel. Nr.: 0941/507-5540

Treffpunkt Seniorenbüro am Montag, 19.10.2009

Morgen Wanderung von Kelheim Wöhrdpl. über die Brücke des Donaukanals und Damm am linken Kanalufer entlang nach Essing. Einkehr: Gasthof Felsenwirt, nachher von Essing über die Holzbrücke über den Kanal und am rechten Kanalufer zurück nach Kelheim Wöhrdpl. Gehzeit: ca. 3,5 Std. Treffpunkt: 9.25 Uhr Bahnhofshalle Säule am Service Point

Treffpunkt Seniorenbüro am Montag, 26. 10. 2009

Morgen Wanderung von Maxhütte Bhf. über die Bahnbrücke nach Hirschling. Einkehr: Gasthof Hirschling, nachher von Hirschling durch den Wald nach Regenstauf. Gehzeit: ca. 3,5 Std. Treffpunkt: 9.15 Uhr Bahnhofshalle Säule am Service Point

Bielefeld-Blog: Schon Wahl-o-Matet?

Merkel lobt Jung ebenfalls: für das Ehrenmal, für die Einführung der Tapferkeitsmedaille. Kein Wort über die Toten von Kundus.

Noch-Bundeskanzlerin Dr. Angela Dorothea “IM Erika” Merkel gestern auf dem Inthronisationsparteitag der CDU in Düsseldorf. Wer genau zugehört hat, was ein gewisser Herr Po falla, ein gewisser Herr Rüttgers, ein gewisser Herr Wulff, ein gewisser Herr Kauder da gesagt oder – im Falle Merkel – nicht gesagt haben, der geht mal gschwind zum Wahl-O-Maten und wundert sich nicht mehr, warum da so oft die CDU/CSU allenfalls im Ergebnis noch hinter Westerwelles FDP unter “ferner liefen” herauskommt.

Es bleibt die Verwunderung, warum erwachsene Menschen mit orangefarbenen Schildern, auf denen nur “Angie” oder “Wir sind Angie” steht, wie verzückt bei den Worten des bayerischen Kaisers und “Leistungsträgers” Horst 1. von Ingolstadt kreischen wie die Irren. Aber demnächst, wenn Frank jetzt wieder mit Walter Steinmeier seine Mannen und Frauen einschwört auf “Das letzte Gefecht” wird es ja nicht anders sein. Politik unserer Tage hat ganz viel mit Kasperletheater zu tun. Aber Kasperle hatte wenigstens eine therapeutische Wirkung. Bei den lächerlich amerikanisierten Inthronisations – und Hahnenkämpfen der “Volks”-Parteien kommt allenfalls die Frage auf, ob man solche Menschen wirklich und ernsthaft wählen kann.

Orange ist übrigens die Farbe der Müllwerker. Was nun wirklich keine Beleidigung dieser Berufsgruppe sein soll. Die Beleidigung erledigten gestern in Düsseldorf die Mindestlohn und menschenwürdiges Leben für bestimmte Volksgruppen verhindern wollenden
Orangekreischer, Internet-Stopschilder-Aufsteller, Bundeswehr im Innern-Einsetzen-Woller, Bespitzeler und Terrorfaseler.

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Wer lachen möchte, liest mal ein bißchen hier:

Hey there! Angie_Merkel is using Twitter.
Twitter is a free service that lets you keep in touch with people through the exchange of quick, frequent answers to one simple question: What are you doing? Join today to start receiving Angie_Merkel’s tweets.

Already using Twitter
from your phone? Click here.

Es wird Zeit, die ostwestfälischen Dreschflegel aus den Ställen zu holen.

Bielefeld-Blog: Beaujolais?

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Gestern fragte mich jemand, ob ich wisse, wann der Beaujolais endlich komme. Ich gestehe, ich wußte es nicht. Las es aber nach und kann das nun beantworten. Es dauert noch, aber die Ernte läuft. Traditionell ist es der dritte Donnerstag im November, ab dem der junge Rotwein aus den zwei südlichsten Anbaugebieten des Beaujolais verkauft werden darf. Das Beaujolais liegt in der Mitte Frankreichs, zwischen Dijon und Lyon, südlich von Burgund. Beim letzten mitternächtlichen Glockenschlag wird in den Weinkellern und Winzergenossenschaften zwischen Belleville und Villefranche der neue Wein angestochen. In Frankreich stürmen die Weinliebhaber ab Mitternacht die Bistros, um die ersten Gläser des Beaujolais, also des Beaujolais Primeur, zu probieren. Banner und Plakate in Restaurants, Gaststätten und Supermärkten künden die Nachricht: “Le Beaujolais Noveau est arrivé!”.

Die “Gamay Noir” ist zwar eine der verbreitesten Rebsorten Frankreichs, aber typisch ist sie vor allem für die Region des Beaujolais. Ab Anfang September ernten über 40.000 Helfer die roten Trauben von Hand. Schon nach vier Tagen im Stahltank oder Holzfaß ist die Gärung abgeschlossen. Der Primeur verdankt seinen recht leichten, wenig gerbsäurehaltigen Geschmack der Tatsache, daß seine Schalen nur kurze Zeit mitvergoren werden. Das läßt ihn frisch und leicht schmecken. So stellt er ein Mittelding zwischen Weißwein und Rosé dar. Anders allerdings als unsere heimischen, jungen Weine wie Federweißer und Roten Sauser ist die Gärung beim Primeur vollständig abgeschlossen. Es handelt sich also um einen fertigen Wein, der lediglich früher abgestochen wird. Während große Burgunderweine mindestens 18 Monate im Faß oder Tank lagern, schafft es der Primeur in 30 Tagen zur Trinkreife.

In 30 Tagen trinkreif. Nun ja. Man muß ihn eben auch schneller trinken. Jöllenbecker “Südliche Steilhanglage” braucht da schon erheblich länger. Man kann aber auch schon mal übergangsweise “Federweißen” von Kultnahversorger Jibi nehmen. Gibt es in Weiß und Rot. Wenn Sie am Drehkreuz reinkommen, steht er in der Kühle gleich vorne bei Obst und Gemüse. So 2, 3 Flaschen entfalten auch rauschende Wirkung.

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Jöllenbecker Steilhanglage. Kurz vorm Eiswein.

Bielefeld-Blog: Antiatom aktueller denn je

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Dieses Zeichen ist lebendiger denn je und brachte in Berlin Zehntausende auf die Straße. Erstaunlich, heißt es doch immer, die Deutschen gingen nicht mehr auf die Straße, um für ihre Überzeugungen zu demonstrieren. Trude Templin und Guido Leutebeschimpfer müßten drei Wochen vor der Butawahl eigentlich die Ohren geklungen haben.

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