Aus “Der Patriot” vom 13.8.2009 zur Wahlveranstaltung der CDU mir dem NRW Bau- und Verkehrsminister Lienenkämper:
“Der Güterbahnhof sei aktuell eine unansehnliche Brache mit hässlichen Gebäuden. Diesen Bereich städtebaulich aufzuwerten, sei hochintelligent. Deshalb werde das Vorhaben von seinem Ministerium ausdrücklich unterstützt. Aber es sei durchaus schwierig, bei dem Projekt „alles auf die Kette zu kriegen“, räumte Lienenkämper ein. Gute Stadtentwicklung sei auch die Voraussetzung dafür, Arbeitsplätze zu schaffen. „Wir schaffen Infrastruktur für die Menschen“, skizzierte der Minister seine politische Zielsetzung. Deshalb gelte es, die Angebote in der Infrastruktur in Zukunft zu verbessern, sowohl auf der Straße wie auch auf der Schiene und auf dem Wasser.”
Hieraus entnehme ich dass beim Projekt Güterbahnhof noch nicht alles “auf der Kette” ist. Außerdem frage ich mich ob die Lippe bis Lippstadt schiffbar gemacht werden soll und insbesondere was “gute Stadtentwicklung” ist -Kreativität und Ideen wie beim Nordbahnhof?
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Mit 37 Jahren der jüngste deutsche Wirtschaftsminister und der beliebteste im gesamten Bundeskabinett: So viel Glanz erregt natürlich Neid. Schließlich haben wir Wahlkampf. Da springt Brigitte Zypries, die Justizministerin, mal kurzerhand ihrem trotz aller Bemühungen im Schatten stehenden Parteifreund und Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier zur Seite. Der Versuch, dem
strahlenden Lack Karl-Theodor zu Guttenbergs ein paar Kratzer zuzufügen, ist allerdings ebenso durchsichtig wie wohl erfolglos.
In der Sache nämlich ist dem adligen Franken kaum etwas vorzuwerfen. Das »Outsourcing« von Aufgaben an Fachleute ist in Wirtschaft und Politik längst gang und gäbe. Wichtig ist, dass Minister und Beamte den Überblick behalten. Sie sind es, die in der Verantwortung stehen. Detailarbeit aber soll man delegieren. Der Staat kann nicht für jede Aufgabe den besten Fachmann selbst einstellen. Andernfalls würde der bürokratische Apparat in einer Weise aufgebläht, dass er nicht mehr bezahlbar wäre. Wenn man Guttenberg überhaupt etwas vorwerfen kann, dann die Eile, mit der er einen Gesetzentwurf erarbeiten ließ, bei dem von vornherein klar war, dass er für diese Legislaturperiode zu spät kommt. Die Frage selbst, ob und wie insolvente Banken abgewickelt werden können, ohne dass dadurch dem Staat und der Gesamtwirtschaft ein nicht zu behebender Schaden entsteht, muss jedoch geklärt werden. Da schadet es nicht, wenn ein guter Vorschlag ausgiebig – auch im Wahlkampf – diskutiert wird.
Freundlich, kompetent, liberal und weltoffen, dabei bereit, auch gegen den Strom zu schwimmen: In seiner Art ist Guttenberg das
Gegenbild vom grantelnden oder stotternden, etwas provinziellen und zuletzt wieder wadenbeißerischen Typ Politiker, der jetzt mehrere Jahre das Bild der CSU und Bayerns bestimmt hat. Die Horst Seehofers, Markus Söders und Peter Ramsauers, die südlich vom Weißwurst-Äquator derzeit Verantwortung tragen, müssen aufpassen, dass ihre Felle nicht davon schwimmen, ehe sie ein Mal richtig getragen wurden. Aufpassen muss nicht nur die CSU: Guttenbergs Aufstieg markiert einen Stilwechsel, der über kurz oder lang alle Parteien erfassen wird. Die neue Generation, die spätestens nach der übernächsten Bundestagswahl in die Verantwortung gehen wird, kennt den ideologischen Kampf zwischen Ost und West, zwischen Kapitalismus und Kommunismus,
Demokratie und Diktatur nur noch aus dem Geschichtsbuch. Neue Themen fern von den Fragen, die 1968 aufgeworfen wurden, prägen ihr Denken. Innenpolitisch schmieden sie Allianzen über Parteigrenzen hinweg. Gemeinsame Interessen ersetzen Ideologien. Europa ist die selbstverständliche Heimat der neuen Generation. Und die Welt ist der Boden, auf dem die Jungen mit der gleichen Selbstverständlichkeit wie US-Bürger, Briten, Franzosen, Niederländer und Skandinavier ihre internationalen Netzwerke spinnen. Guttenberg beweist: Ja, die Deutschen können das.
Ach Ihr süßen Westfalen-Blättler. Da ist Euch die schwarze neoliberale Brille mal wieder hinter den Ohren so festgewachsen, daß sie den Blick über den Tellerrand versperrt. Mal angenommen, ein SPD-Minister oder ein Linker oder ein Grüner hätte sowas juristisch abgefackeltes wie die Kanzlei Linklaters für relativ viel Geld beauftragt. Ihr hättet Sonderseiten gebracht ob der Einmischung der Lobby in die Legislative. “Internationale Netzwerke”. Dürfen wir lauthals lachen? Amerika kriegt die von bestimmten Kreisen gewünschte Pest und Europa und Deutschland darf bezahlen. Alles ok? Warum lassen wir dann unsere Gesetze nicht gleich im Weißen Haus schreibe? Ach so, das ist die nächste Stufe…… Nennt sich dann “weltläufig” und “global”. Offensichtlich habt Ihr auch sehr sehr wenig Ahnung von Skandinavien und wie das da funktioniert. Oder “Hä, ich bin ja dagegen. Konnte mich aber nicht durchsetzen. deshalb stimm ich jetzt halt zu”.
Mal Butter bei die Fische. Keine andere Partei hat derzeit einen Karl-Theo vz G. Außer eben die CSU. Die kommt aber in dcer Republik alleine nicht über 5%. Und nu? Der/die nächste DSDSD-SiegerIn muß unbedingt Minister, wenn nicht Kanzler werden. Dieter Bohlen würde ebenso wie Horst Schlämmer sicher sofort gewählt. Attitüde statt Inhalten, Aussehen statt Fakten. Armes Deutschland.
Wenige müssen viel opfern, damit viele einen Nutzen haben: Das ist bei jedem Großprojekt so. Groß war daher der Argwohn, als das »Turbo-Verfahren« mit dem Bundesverwaltungsgericht als erster und letzter Instanz eingeführt wurde. Denn für die betroffenen Menschen geht es nicht um abstrakte Verkehrspolitik, sondern um Haus, Hof und Heimat. Zum zweiten Mal haben die Leipziger Richter über eine Autobahn in Ostwestfalen entschieden: nach der Nordumgehung in Bad Oeynhausen jetzt über die A 33 zwischen Bielefeld und Halle. Zum zweiten Mal sind die Anwohner gescheitert. War ihr Argwohn berechtigt? Nein: Beide Urteile fielen nach intensiver Prüfung – vor Ort und vor Gericht. Den Planern der A 33 schrieben die Richter sogar ins Stammbuch, dass sie einen Verfahrensfehler begangen haben. An diesem Punkt aber offenbart sich der Vorteil des neuen Verfahrens.Was früher zu unendlichem Streit durch die Instanzen geführt hätte, wird jetzt in einem Zug entschieden. Schneller, aber nicht schlechter. Das mindert nicht den Verlust der Betroffenen. Aber es mehrt den Nutzen der Allgemeinheit.
Liebes Westfalen-Blatt. Jetzt hättet Ihr nur noch zum Händereichen auf der Steinhagener Sommerkirmes aufrufen müssen. Sie haben für ihr Anliegen gekämpft und sind am Ende unterlegen. Nun soll es so sein.
Xaverl: Do legst de nieda. Do hods doch a Berlina CDU-Kandidatin gschafft, dass bei uns in da Zeitung steht. Sie hod einfach eigsetzt wos hod und ganz Deitschland durchananda brocht. Nehmts as als Gaude. Sie hod doch sched ihr Hoiz vor der Hüttn zoagt und ned ihrn Orsch. Wenn s a Dirndl drong hed schauats no fescha aus.
Übersetzung: Bayerischer Ausdruck der Überraschung. Da schaffte es doch eine CDU-Kandidatin aus Berlin in die Regensburger Zeitung zu kommen. Sie wirbt mit dem was sie hat und ganz Deutschland regt sich auf. Das sollte man doch mit Humor nehmen. Sie hat doch nur den Busen und nicht den Ar… gezeigt. Wenn sie ein Dirndlgewand getragen hätte, hätte sie noch fescher ausgesehen.
Xaverl: De Mona stinks blos, weils ihr schens Drum ned so zoagn derfa.
Übersetzung. Die Männer sind nur beleidigt, weil sie ihr schönes Stück nicht so präsentieren dürfen.
PENNY baut sein Engagement in den östlichen Bundesländern weiter aus: Der Lebensmitteldiscounter ist der neue Hauptsponsor von Energie Cottbus. Der Zweitligist mit Kultstatus und der zur Kölner REWE Group gehörende Discounter verständigten sich heute in Cottbus auf eine entsprechende Zusammenarbeit. Der Vertrag umfasst auch ein leistungsorientiertes Prämienpaket. Über die Gesamthöhe des Engagements wurde Stillschweigen vereinbart. Das Hauptsponsorship sichert PENNY über das klassische Trikotsponsoring hinaus vielfältige Werbe- und PR-Leistungen. Dazu gehören zum Beispiel TV-relevante Bandenwerbung, umfassende Logo-Präsenz im und am Stadion, Außenwerbung auf dem Mannschaftsbus oder auch Kontingente an Eintrittskarten, die für PENNY-Gewinnspiele genutzt werden.
Was für ein Glück, daß sich auf den Brüsten des Edelzweitligisten Arm. BI nicht die “kleinen Preise” vom Discounter PLUS drängeln. Bei den Almisti macht sich ja bekanntlich “Krombacher” breit.
“o,99 Cent für die Discountmannschaft”. Oder so.
Alles muss heutzutage billig, praktisch und schnell zu haben sein – nicht so bei Gabriele Riesner, wohnhaft in Berlin-Lichtenrade. Die 52-jährige betreibt seit 18 Jahren eine klein Heißmangelstube mit Leib und Seele. Für Sie kommt es nicht in Frage, das Bett mit einem einfachen Spannbettücher zu beziehen. Sie glättet und stärkt ihre eigene Wäsche und die ihrer ca 50 Kunden. Es gibt nämlich noch einige Zeitgenossen, die durch die halbe Stadt fahren, um bei Frau Riesner einen Korb voller Bezüge, Tischdecken und Servietten abzugeben – zwar schon gewaschen, jedoch noch zerknittert. Mit Dampf und Hitze führt Sie die Wäsche gekonnt durch ihre Mangel. Und wer es einmal gemacht hat, weiß was für ein herrliches Gefühl es ist, sich in ein frisch gemangeltes Bett zu legen. Im Atlon wird es vorgemacht, dort kann man den Spaß jedoch nicht unter 250 Euro genießen – bei Frau Riesner ist das bereits ab 1,80 Euro möglich. Aber bei Ihr kommt es nicht auf das Geld an. Sie erledigt Dinge auch gerne mal einfach nur des guten Gefühles wegen. So holt Sie bei manchen Kunden die Wäsche persönlich ab, bringt Sie wieder dorthin zurück, holt sogar wenn Sie gefragt wird Kleinigkeiten vom Supermarkt. In der heutigen Zeit beiweitem keine Selbstverständlichkeit mehr.
Über die Dienste geht eine Meldung, die sicher nicht verwundert:
Die Einführung der Abwrackprämie schlägt sich offenbar negativ auf den deutschen Gebrauchtwagenmarkt nieder. Der Absatz im Automarkt bis 5000 Euro ist laut Branchenverband Arbeitsgemeinschaft Altauto um 80 Prozent zurückgegangen. “Der Markt ist zusammengebrochen”, sagte der Geschäftsführer Gottfried Höll der “Leipziger Volkszeitung”. “Wir sind auf steiler Talfahrt und haben den Tiefpunkt noch nicht erreicht”, sagte er weiter.
Etwa 60.000 Kfz-Schlossern stehe die Arbeitslosigkeit bevor. Die Abwrackprämie zieht laut Höll eine desaströse Situation für das Gebrauchtwagen-Gewerbe nach sich. “Dem Markt fehlen die Fahrzeuge”, sagte der Verbandsgeschäftsführer. Übrig blieben nur junge Gebrauchtwagen und alte Ladenhüter, die höchstens als Ersatzteilspender taugten.
Da hat Hyun Jung-eun aber mächtig Glück, daß die Autoschrauber auf der Detmolder, Herforder und anderen klassischen Gebrauchtwagenballungen in der Metropole Hyun Jung-eun weder kennen noch jemals zu Gesicht bekommen werden.
Hyun Jung-eun ist die Chefin des Hyundai-Konzerns. Der große Gewinner der deutschen Abwrackprämie, die sich nun als gigantischer Bumerang erweist, der anderen Branchen zusätzlich Verbraucherliquidität entzogen hat. Oder: Wie verblendet sind Neuwagenkäufer, die Fahrzeuge mit Werten von teilweise weit über 6000 Euro wegen lumpiger 2500 vom ansonsten so knausrigen Finamini in die Schrottpresse geben? Ist es die Hauptsache-ich-kann-da-was-vom-Staat-abstauben-Mentalität?
Lange ist bekannt, dass Autofahrer, die während der Fahrt mit dem Handy am Ohr telefonieren und dabei erwischt werden, ein Bußgeld zu bezahlen haben. Entegegen der Annahme eines Fahrlehrers, der gegen die 40-Euro-Buße vor Gericht Einspruch erhoben hatte, gilt dieser Beschluss jetzt jedoch auch für mitfahrende Fahrlehrer. Der Kläger hatte darauf gepocht, dass er lediglich mitgefahren wäre und das Fahrzeug vom Schüler gelenkt worden sei. Das Bundesverfassungsgericht konnte diese Argumentation jedoch in keiner Weise akzeptieren, da der Fahrschüler, wie die Bezeichnung es schon ausdrückt, noch keine Erlaubnis zur unbeaufsichtigten Fahrt mit einem PKW habe, und somit der Fahrlehrer als alleiniger Verantwotlicher Führer des PKW’s anzusehen ist, und als ein solcher eben nicht mit dem Handy am Ohr telefonieren dürfe. Das Telefonieren über eine Freisprecheinrichtung oder aber ein Headset sind selbstverständlich sowohl für Fahrer als auch Fahrlehrer erlaubt.
Bei Andrea Diener in Frankfurt gibt es eine Story über Menschen in einem Fitnessstudio, die in folgendem Dialog endet. Was mich sogleich an das Elixia im Bahnhofsviertel denken läßt. Wie geht es eigentlich der Insolvenz?
Wie oft sie defäkiere? fragte die Rentnerin.
Einmal täglich, sagte Vollkornspaghetti.
Das ließe sich noch steigern. Das werde dann auch weicher.
Sie habe aber schon immer nur einmal täglich defäkiert.
Es dauere sieben Jahre, bis der Darm vollständig gereinigt sei, sagte die Rentnerin.
Ich kapitulierte. Ich stieg vom Beintrainer, nahm mein Handtuch, holte meine Tasche aus dem Schließfach und ging. Hinter mir hörte ich die Rentnerin, die sich noch ein bißchen verfolgt fühlte von den Dreckfressern und denen, mit denen sie nicht reden könne.
Mein Darm ist voll Dreck, dachte ich, aber mein Leben hat einen Inhalt.
Elixia scheint noch zu insolvenzieren.
Jetzt so ne, wo sie wieder aus Malle, Denizli oder Antalya zurückkommen ne und die neueste Kollektion der kopierten Gucci, Vuitton, Prada etc. auf der Bahnhofstraße präsentieren, wird es Zeit, mal bei Don Alphonso nachzulesen, wie das denn verbal so abgeht unter den Guccianerinnen:
ja es gibt glaub ich echt unterschiede in den fälschungen bei manchen fehlt echt das made in france oder die nummer oder sie sind aus plastik. bei andern is alles original da musste schon auf die nähte und das leder achten und so. naja aber du kannst ja nich sagen “hey bleib mal stehen will mal deine vuitton checken”….
aber ich find immer du erkennst die fälschung eher mal an dem was jemand sonst anhat und das ist meist mal eindeutig. c&a-look mit vuitton handbag is halt suspicious. oder andersrum wieso sollt ich in escada und gucci rumrennen und dann bei ner handtasche ne fälschung kaufen. man kann auch einfach gucken was so drin is in den handtaschen: wenn eine n drospa lippstick n tschibo handy und sparkassenschlüsselanhänger rausholt und sagt sie hätt ihre creditcard vergessen sollten die alarmglocken gehn.
wenn ich kein geld hätte würd ich mir auch fälschungen holn. aber ich hab aber simply mehr fun die sachen bei LV zu kaufen als irgendwie im internet oder auf irgendwelchen märkten. und: als richtige fashionista hast du eh immer die neusten modelle und sondereditions zb im moment die impanema und die gibts dann auch noch nich als copy.
Die ganze Story hier unter “Ich will noch nicht sterben”.
Der Herrgott schaut vom Himmel runter,
das macht den Petrus sofort munter.
Er sprich zum Herrn. Ich muss es sagen,
ich kann die Welt nicht mehr ertragen.
Die Menschen sind so voller Gier,
sie raffen dort, sie raffen hier,
und wichtig nur in ihrer Welt,
ist Macht und Wohlstand, Ruhm und Geld.
Ach Herr du mußt die Welt bestrafen,
die Wölfe trennen von den Schafen.
Die Menschen sind zu übermütig -
Und du oh Herr – du bist zu gütig.
Schau Petrus nimm´s doch nicht so schwer,
sprach ruhig und gemach der Herr.
Ich könnte reinhau´n dass es kracht,
und demonstrieren meine Macht.
Doch schau im Park – siehst du den Alten,
der wollte einst die Welt verwalten,
und dachte dass nur er bestimmt,
die Richtung die die Welt dann nimmt.
Als Kleinkind wurd´er schon trainiert
Und später als er dann studiert,
war seine Laufbahn – die zu nehmen -
schon vorbestimmt- wie sein Benehmen
Er wurd´ geschliffen und gefeilt,
der Vater drückte – da es eilt.
Den Weg nach oben stürmte er,
er wurd´ berühmt – er war schon wer.
Und rücksichtslos mit List und Tücke,
zwängt er sich dann in jene Lücke,
auf das ein Großer er dann werde
mit Macht und Reichtum auf der Erde.
Er hat die Länder mitregiert,
nützt´ seinen Vorteil ungeniert,
er hat noch nie Gefühl gezeigt
hat da und dort was abgezweigt.
Er hat ganz ungeniert gelogen,
man sagt er hätte auch betrogen,
er hat die ganze Welt bereist,
er war gebildet – wie es heißt
Und trotzdem sah er nur die Steine -
Im Grunde war er stets alleine.
Er war so sehr von Macht besessen,
dass er was wichtig war vergessen.
Dann hab´ ich kurz mal eingegriffen,
hab´ ihn mal kurz zurückgepfiffen
Jetzt ist er wieder brav und bieder -
Ein Schlagerl nur, das warf ihn nieder.
Kaum war er nicht mehr stark und mächtig,
da stieß man ihn so niederträchtig -
wie´s er einst machte – voller Hohn -
hinunter dann von seinen Thron.
Und da ihn fehlte jede Kraft
hat man ihn auch dafür bestraft -
für das was er einst niederrannte -
Was früher man noch clever nannte.
Man hätt´ ihn beinah eingesperrt,
weil er die Wahrheit hat verklärt.
Nur weil er krank und leidend war
bekam Bewährung er ein Jahr
In seinen großen Ruhmeszeiten,
da waren dieses Kleinigkeiten.
Man hätt´ ihn niemals angeklagt
dass hätte keiner je gewagt
Er hätt sie´ an die Wand geklatscht,
hätt´sie retorisch dann zermatscht,
er war die Macht – er war das Geld
er hat bestimmt in dieser Welt.
Doch heute kann er nicht mal plappern,
heut´ kann er nur noch leise sappern
und wenn er doch noch leise spricht
verstehen ihn die Menschen nicht.
Schau Petrus – sprach gemach der Herr -
Schau ihn dir an – Er leidet sehr.
Heut´ weiß er, dass auch mit viel Geld
er nicht geändert hat die Welt.
Heut ist er klein und ohne Macht
weshalb er keine Fehler macht.
Er schaut den Vögeln ruhig zu
Und wünscht sich nur: Lasst mich ihn Ruh.
Er freut sich – wenn die Sonne lacht -
Er weiß – er hat viel falsch gemacht.
So sitzt er da, er schaut und denkt
Ein And´rer die Geschicke lenkt.
Das Schicksal hat ihn hart getroffen
Was soll er sich auch noch erhoffen
Und wenn die Sonne dann versinkt,
er mühevoll nach Hause hinkt.
Noch einmal kann er Ruhm erwerben,
doch dafür muss er erst mal sterben.
Dann kommen alle an sein Grab,
der beste Mann den je es gab,
sagt der, der ihn ganz schnell ersetzte
´ne Träne seine Wange netzte
und nochmals wird er hochgehoben
wenn einer stirbt muss man ihn loben
Der Chor und auch der Pfarrer singen,
und Lobeshymnen noch erklingen
Was war das für ein großer Mann,
den nicht genug man loben kann.
Auch seine Feinde stimmen ein,
Die Presse schreibt nicht mehr gemein,
Man braucht ihn wirklich nicht zu hassen,
er hat die Erde schon verlassen
Schau Petrus sprach der Herr mit Ruhe,
bevor ich hier was ändern tue
Wenn manche Menschen auch entarten,
man muss da nur ein bisschen warten
Er war der Größte unter allen
Nun wird zur Erde er verfallen
Und lange ist er schon vergessen
bevor ihn noch die Würmer fressen
Henry Bird
Xaverl: Do hod da Henry owa scho a an de Banka denkt.
Übersetzung: Da hatte der Henry aber schon auch die Banker im Auge.
Auf den gerade abgeernteten Feldern sieht man Vogelscharen bei der Futtersuche. Raben, Krähen und Elstern haben im Bestand zugenommen. Bei den Störchen war in diesem Jahr der Bruterfolg nur mäßig. Einige Paare haben gar nicht gebrütet, weil sie wegen des schlechten Wetters im April erst später aus ihren Winterquartieren angekommen waren. Jetzt müssen sie sich wieder auf den langen Flug vorbereiten. In zwei Wochen werden die meisten von ihnen aufbrechen.
Seit geraumer Zeit hat die schönere und bessere Hälfte einen Apfel im Haus platziert. Jetzt zeigt er, daß er auf dem Sprung ist. Wohin?
Marianne Weiß, die aus Bayern stammende Ob-Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen hängt nach Meinung der Bielefelder Fotografen Martina und Markus Jäger in der NW die Auftritte ihrer männlichen Kollegen ab. Pit Clausen trete “zu defensiv” auf. Es fehle die offene und freie Ausstrahlung. Zu Bernd Landgraf: “Von weitem sieht es gut aus……aber die Augen funkeln nicht, deswegen wirkt das Lächeln etwas eingefroren”. Der Kandidat selbst aber erscheine kaum tatkräftig…
Nun denn. Nachdem in Berlin-Friedrichshain ja politische Inhalte durch ganz andere Argumente ersetzt wurden, ist es bei uns ja vielleicht ganz sympathisch, wenn Mariannderl aus ehemals München mit “Bielefeld, trau dich!” die kleine geduckte Metropole unter der Sparrenburg berobert. Die Menschen aus dem tiefen Süden der Republik pflegen ja meist eine eher offenere Art der verbalen Kommunikation. Siehe Horst 1. Kini von Bavaria.







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