StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

Mo
10
Aug '09

Lippstadt-Blog: Cappel und Wacken – ein Vergleich

Cappel feierte Schützenfest. Ich war nicht da. Aber weil ich seit einigen Wochen Familie in Cappel habe, dachte ich mir, ein Blick auf die Nachberichterstattung würde nicht schaden.

Falsch gedacht. Die Polizeimeldung zum Fest liest sich wie der gelungene Auftakt zu einem Splatter-Gore-Streifen: “…aus nichtigem Grund geschlagen und getreten.” “… von einem 27-jährigen Mann durch einen Faustschlag und einen Kopfstoß im Gesicht verletzt.” “… musste nach der Erstversorgung ins Krankenhaus eingeliefert werden.” Positiv zu berichten wäre, dass die Polizei alle Fälle von Gewalt an Menschen und Autos aufgeklärt hat.

Noch ein Wochenende zuvor weilte meine Wenigkeit wieder einmal im beschaulichen Dorf Wacken und lauschte zusammen mit 77.000 (!!)  anderen Sympathisanten heiterer Gitarrenmusik (unter anderem) der Feuerwehrkapelle des Dorfes ;o)

Der Polizeibericht von diesem mehrtätigen Event liest sich laut “Zeit” folgendermaßen: “Sonst keine besonderen Vorfälle, versichert die Polizei. (Anm.: Siehe Seite 2)”

Was für eine verrückte Welt …

Bielefeld-Blog: Heimsieg nach 8,5 Monaten….

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Ja Freunde, so lange ist es her, seit Almbesucher im Schatten der Roland-Kentsch-Gedächtnistribüne über 3 Punkte jubeln durften. Am heutigen Abend war es zum Auftakt der 2. Liga für den Edelzweitligisten mal wieder so weit. Hinter Fußballkoryphäen wie Union Berlin und Fortuna Düdorf lauern sie auf Platz 3. Die Aufrechten. Die Blauschwarzen. Die Eigentlich-in-Liga-1-Gehörenden.

Bielefeld-Blog: Fischluft im Glutnest

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Kollateralschäden im Textbereich müssen zwangsläufig akzeptiert werden.

Wiesbaden-Blog: KONZERT IM HOF “Barrelhouse Jazzband” begeistert

Anfang des Jahres erzählte Pianist Joja Wendt einen Witz über den Unterschied zwischen einem Blues- und einem Jazz-Gitarristen. “Der Blues-Gitarrist spielt drei Akkorde vor 1000 Leuten, während der Jazz-Gitarrist 1000 Akkorde vor…”, ließ Wendt die Pointe offen, das Publikum lachte. Am Sonntagmittag steht Roman Klöcker mit der Gitarre in der Hand und seiner “Barrelhouse Jazzband” im Rücken auf der Bühne. Der Applaus für Klöckers Solo steht noch in der Luft, als bereits das Altsaxofon von Bandleader Reimer von Essen einsetzt und die Besucher des “Jazz im Hof” verstummen lässt. Kein Sitzplatz ist mehr frei. Am Mischpult stehen die Klangfetischisten und wippen halbwegs rhythmisch zum Takt des Solos. “Die Band aus Frankfurt ist typisch für das Rhein-Main-Gebiet und zieht jedes Jahr weit über 400 Besucher an”, erklärt Gerd Schmerbach vom Förderverein. 1953 gegründet, feiert die “Barrelhouse Jazzband” dieses Jahr ihr 55-jähriges Bandjubiläum. Aber was ist eigentlich Barrelhouse?

Als “Barrelhouse” gelten Saloons in den USA, in denen der Schnaps direkt aus Fässern ausgeschenkt wurde. In den Südstaaten wurde in solchen Kneipen um die Jahrhundertwende ein rauer, rustikaler Blues-Pianostil gespielt; genannt Barrelhouse: Mitreißender, tanzbarer Rhythmus, der die Saloons kochen ließ.

Zurück im Wiesbaden des 21. Jahrhunderts tanzt ein älteres Pärchen zu “Am I Blue”, das Stargast Brenda Boykin mit rauer Stimme zum Besten gibt. “Einfach phantastisch”, befindet eine Besucherin, deren kleine Tochter vor ihr fleißig mittanzt.

Auch jene, die eine Reise durch die Jazzgeschichte erhofften, kommen auf ihre Kosten: Von Ellington über Morton, von Handy bis Basie sind die großen Namen vertreten. Einer aber darf auf keinen Fall fehlen. “Ein Konzert mit traditionellem Jazz sollte stets irgendwann Louis Armstrong spielen”, findet Bandleader von Essen. So geben die sieben Herren in Hawaiihemden eines der seltenen Stücke zum Besten, das Armstrong selber geschrieben hat: “Old Man Mose”, bei dem Horst Schwarz zu einem dunklen, rauchig kraftvollen Refrain anhebt.

Bielefeld-Blog: “Achtung, auch du kannst verblöden”

Michael Jürgs, einstiger Chefredakteur des „Stern“, ärgert sich über Verblödungstendenzen in den Medien und im Rest der Gesellschaft. Ein Udo Walz dürfe im Radio über Politik reden, und jemand wie Mario Barth fülle das Olympiastadion.

Hart geht der Journalist und Buchautor mit den Medien in einem Interview ins Gericht, noch härter mit den Agierenden und vor allem den Leuten, die davor sitzen. Mehr über “Achtung, auch du kannst verblöden” liest man hier.

Wunderbar der Schlußsatz, der täglich dazu treibt, seine Glossen über die geistige Armut dieser Gesellschaft abzukippen:

JÜRGS: Danke, Frau Simon. Wissen Sie, ich fand die beiden Alten in der Muppets-Show schon immer witzig. Böse, gemein, aber lustig, und in vielem hatten sie Recht. Und wie sie schimpfe ich nicht aus dem Fenster, sondern von der Loge aus.

Machen wir uns nichts vor. Die Hauptakteure, Nutznießer und Anstifter der TV-Verblödung a la RTL & Co sitzen nebenan im teilweise sehr bigotten Straßendorf Gütersloh, tragen weiße Escada-Kostümchen oder bunte kanadische Holzfällerhemden. Mit selbsterfundenen Aufträgen “stiften” sie ihre sehr einseitigen Ideen und sparen damit gemein nützig (absichtlich getrennt geschrieben) gewaltig Steuern. Namen tun hier nichts zur Sache. Wir kennen sie alle. Vor allem die Auswirkungen ihrer erhabenen “Ideen” auf uns alle, die Gesellschaft und den Staat.

Auf “Fefes Blog” zitiert er aus dem Buch “Die verblödete Republik ein paar Zeilen aus Seite 205. Bitteschön:

Selbst bei den Seifenopern der Generation Zahnspange liegen die Älteren vorn. So sind die Zuschauer von Verbotene Liebe im Schnitt 55 Jahre alt, von Marienhof 52, von Berlin, Berlin 48 und vom ZDF-Kinderprogramm Bravo TV 46 Jahre.

Noch Fragen?

Bielefeld-Blog: Grüne Dönskes

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Derzeit wird vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig der Lückenschluß der Autobahn A 33 zwischen Borgholzhausen und Bielefeld-Ummeln verhandelt. Dabei geht es vor allem um den Abschnitt auf Steinhagener Gebiet. Laut Bündnis90/Die Grünen weise die Verkehrsuntersuchung “Verkehrsmodell Bielefeld – Prognose 2020″ keine Entlastung für die Bundesstraße B 68 aus. Also, über den schmalen Steg gehe ich nun wirklich nicht. Wer hindert denn die Straßen – und Verkehrsplaner, schlicht und einfach die Durchfahrt Borgholzhausen – Halle zB. für den Schwerlastverkehr zu sperren? Ein anderes Gutachten (Heusch-Boesfeldt) geht von einer Reduzierung des B68-Verkehrs bis 2020 auf dann nur noch 13.000 Fahrzeuge aus. Zwischen den beiden Gutachten liegen immerhin 7.800 Fahrzeuge.

Man könnte aber jetzt Gutachten 111 bis 222 in Auftrag geben. Mit jeweils anderen Ergebnissen. Irgendwann muß mal gut sein. Denn in letzter Konsequenz wird es immer Anwohner geben, die von der neuen A 33 gestört, belästigt, berußt oder belärmt werden. es sei denn, man buddelt von Borgholzhausen bis Ummeln einen Tunnel.

Bielefeld-Blog: Dauen?

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NW-Heidi porträtiert heute Heidi, die hübsche Frau des Arminen-Trainers. Ob gegen Hansa Rostock heute Abend allerdings “Dauen drücken” genügt?

Bielefeld-Blog: Thomas, welches Internet meinst Du?

Der Chef des Bundeskanzleramts, Thomas de Maizière (CDU), hat schärfere Regeln für das Internet gefordert. “Ähnlich wie auf den Finanzmärkten brauchen wir mittelfristig Verkehrsregeln im Internet”, sagte Merkels Amtschef der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post” (Heutige Ausgabe). “Sonst werden wir dort Scheußlichkeiten erleben, die jede Vorstellungskraft sprengen”, fügte de Maizière hinzu. Zugleich kritisierte der Kanzleramtschef das Fehlen eines unabhängigen Expertenrats in Weltfinanzfragen. “Wir haben in Deutschland schmerzlich unabhängige Experten vermisst, die ausreichend Kenntnisse der Weltfinanzmärkte haben, deren Wort Gewicht hat, und die nicht Teil des Systems waren”, sagte er der Zeitung. Er wünsche sich unabhängige Fachleute – wie etwa bei den Pisa-Studien in Sachen Bildung.

Da muß man sich wirklich fragen, von was und wem die Verteufelung des Internet durch den von Angela Merkel persönlich ausgesuchten Kanzleramtsminister ablenken soll. Schließlich ist das WWW kein rechtsfreier Raum und es gibt jede Menge einschlägige Gesetze, die “Scheußlichkeiten” anprangern und anschließend verurteilen können. Dagegen helfen allerdings nicht Ursula von der Leyens naive “Stop”-Schilder sondern handfestes Löschen der Inhalte beim Provider. Denk mal drüber nach, Thomas! Der Bielefelder Foebud und der Chaos Computer Club helfen Dir gerne dabei.