Nun also ist Ulla Schmidt doch noch durch die Hintertür ins Kompetenzteam der SPD gerückt. Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hat die Rolle rückwärts gemacht. Der Lipper, der jeden guten Mitarbeiter in seinem Schattenkabinett dringend
gebrauchen kann, hat seiner angeschlagenen Gesundheitsministerin plötzlich demonstrativ den Rückengestärkt. Jetzt kann die SPD-Frau gut erholt nach ihrem Spanien-Urlaub Vollgas im Wahlkampf geben. Fakt ist: Auch wenn der Bundesrechnungshof Ulla Schmidt entlastet hat – rehabilitiert ist die Ministerin nicht. Zu bitter ist der Beigeschmack, den die Dienstwagen-Affäre hinterlassen hat. Und zu gravierend sind die Folgen für die SPD, die in den Wahlprognosen immer weiter absackt. Ob es klug war, Ulla Schmidt trotz großer Bedenken im eigenen Lager wieder ins Kompetenzteam zurückzuholen, wird Frank-Walter Steinmeier spätestens nach der Bundestagswahl selbst beantworten können. Die Bundesregierung bestellt in den nächsten Monaten 31 neue Dienst-Limousinen im Wert von 8,6 Millionen Euro. Ob Ulla Schmidt auch in den Genuss eines nagelneuen Wagens kommt, bleibt abzuwarten. Sie will künftig Urlaub und dienstliche Termine strikter voneinander trennen. Nach dem 27. September wird sich zeigen, ob Ulla Schmidt einen Dienstwagen überhaupt noch braucht.
Liebes nettes schwattet Westfalen-Blatt. Die polemische Frage nach Ullas nächstem Dienstwagen erübrigt sich. Schließlich hat Kaiserin Angela Dorothea selbst den überaus wichtigen Bedarf abgezeichnet. 31 neue VW-Phaeton mit allem Trallala a 80.000 € reichen nun mal nicht für “hochrangige” Hintern. Solche einfachen Fragen beantworten SPDler da schon lieber selbst. Zumal Ihr ja die HubschrauberLearjet-Reise Eurer Kanzlerin nach Sylt zum privaten Buchsignieren oder die unendlichen Ursula-von-der-Leyen-Kilometer gar nicht erst aufgreift. Wenn, dann Verfolgungs-und-Häme-Recht für alle, gell? Euer Draufhauen auf eine sich selbst zerstörende Sozialdemokratie grenzt ja fast schon an Leichenfledderung. Wenn das der Po falla oder der Kauder wüßten. Oder erst Horst Kini 1. von Bayern. Wer mit im Glashaus sitzt, sollte aufpassen, daß die zurückprallenden Steine nicht selbst den angeblich sicheren Hort wahrer Demokratie und Korrektheit zerstören. Hat schon ein gewisser Karl-Heinz Schreiber gesagt, als er Wolfgang Rolli “Eigentlich bin ich der wahre Kanzler” im Koffer 200.000 D-Mark überreichte. 100.000 für die Baddei, die andere Hälfte für????? Oder für einfache, depperte Anhänger mittleren deutschen Ministeradels: Les Auto cést mois. Ich bestimme das Auto. Da muß ab Staatssekretär gepanzert werden. Gegen wen oder was?


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