StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

Themen anzeigen:

Juli 2009
M D M D F S S
« Jun   Aug »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

Mo
20
Jul '09

Detmold-Blog: Jowats Erweiterungspläne auf Eis gelegt

 Auch beim Klebstoffhersteller spürt man die Finanzkrise, so wurden dessen Erweitungspläne erstmal gestoppt um die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft abzuwarten.
Vielleicht ist dies auch besser, damit es nicht immer so duster im Bürotrakt bleibt, wie auf diesem an einem Sonntag aufgenommenen Foto:

Jowat

Die Reihe der gestoppten Großprojekte wird somit länger, neben BMW, Toyoto und Weidmüller fügt sich jetzt auch Jowat hinzu.
Einzig bei Wortmann scheint es mit den Plänen weiterzugehen, schließlich bricht der Schuhmarkt nicht so schnell ein…

Fulda-Blog: Internetbetrüger in der Nähe von Fulda unterwegs?

Die sogenannte TRC-Telemedia AG IBC ist eine Firma, die durch Trickbetrug versucht, ahnungslose Leute zu hintergehen.  Ein angeblich privater Briefzusteller gibt dabei häufig aus, einen Brief für das jeweilige Opfer empfangen zu haben, Name und Anschrift jedoch nicht korrekt lesbar seien. Wird die Adresse dann erstmal verraten, kommt in den nächsten Monaten eine Rechnung über immens hohe Beträge für die angebliche Nutzung kostenpflichtiger Serviceleistungen per Handy. Dieser Betrag hat in Härtefällen sogar vierstellige Ausmaße angenommen. Wer nicht zahlt, bekommt daraufhin von einem Münchener Inkasso-Büro namens ALlinkasso GmbH München. Die Staatsanwaltschaft warnt die Leute ausdrücklich davor, die Rechnungen zu bezahlen. Am besten sei es, einfach so zu tun als würde man gar nichts erhalten haben und einfach nicht zu reagieren. Spätestens auf einen Mahnbescheid müsste man sich melden, da in dem Fall jedoch auch der Kläger, in diesem Fall also der Besitzer der dubiosen Firma, vor dem Staatsanwalt die Karten offen legen müsste, wird es soweit nie kommen.

Bielefeld-Blog: Eine Regierungschefin, die nicht rechnen kann…..

Es ist die Geschichte eines Niedergangs: Mitten im Bieterrennen um den Rüsselsheimer Autobauer kommt heraus, dass Opel seit 2003 durchgehend Verluste geschrieben hat. Wer den angeschlagenen Hersteller übernehmen wird, will GM noch diesen Monat entscheiden. Financial Times Deutschland

Tja, wenn man eine Bestimmerin der politischen Richtlinien an der Spitze hat, die Brutto nicht von Netto unterscheiden kann. Die keine Ahnung hat, welche Leistungen H4-Gebeutelte kriegen und welche nicht. Die Steuern senken will, wenn man grade 300 Mrd. neue Schulden gemacht hat bis 2013. Und dann noch einen fränkischen Bubi ohne Erfahrung aber excellenten Kontakten zu GM´s künftigem Financier Ripplewood dazugibt. Dann kommen schonmal so Sachen raus. Hauptsache, das breite Volk hängt an ihren Lippen und bewundert die Joe-Coker-Gestik. Die mächtigste Frau der Welt sollte mal Madeleine Schickedanz einen Crash-Kurs in Betriebswirtschaft geben. Blähnüster kann ja hospitieren.

Bielefeld-Blog: Der lange Queller Weg zum neuen Lebensmittellover

p1040329.JPG

Ein Blick über den blauen Abschottungszaun in Quelle-Mitte offenbart den langsamen Fortschritt beim langen Weg zum neuen Edeka neben der Apotheke. Wird aber wohl noch ein Stücksken dauern, bis die beigen Windjacken und orthopädischen Stützstrümpfe dort über Stangensellerie und Chinakohl ihre Gespräche übers Alltägliche und die neue SchwarzGelbe Regierungsfront aufnehmen können.

Nix für unchut. Kommse halt bein Jibi bei!

Bielefeld-Blog: Vom OWL-Wetter und neuer Pünktlichkeit

p1040336.JPG

Während grade im Kieler Landtag die Vertreter des Volkes zusammenkommen, um über die Auflösung des Lügenstadls zu befinden, huscht ein wenig Sonne über unseren Landstrich. Angetrieben von kräftigem Wind segeln weißgraue Wolken über OWL. Hochsommer sieht irgendwie anders aus. Was übrigens auch für das Thema Pünktlichkeit gilt. Einer wollte was bezahlen und abholen, ein anderer eilig ein paar gebrannte CD´s mitnehmen. Bis halb zwölf fehlt jede Spur von ihnen. Wo ich doch so liebend gerne auf Andere warte…..

Regensburg-Blog: Heinz Vogl – Salutaris-Weinprobe

Das städtische Gartenamt hatte am Wochenende in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat zur Salutaris-Weinprobe eingeladen. Der Erlös des Festes war für die Selbsthilfegruppe der Multiple-Sklerose-Kranken gedacht. Im Herzogspark waren die Tische mit wunderschönen Blumengestecken dekoriert.

salutaris-1.jpg

Leider spielte das Wetter nicht immer mit. Am Sonntag riss der Himmel aber auf und im Nu füllten sich die Biertische und an den Ständen entstanden lange Schlangen.

Nun gibt es viele Feste in Regensburg. Aber dieses Fest war außergewöhnlich. Diese Regensburger Salutaris-Weine gibt es nämlich üblicherweise nicht zu kaufen. 1992 legte das Gartenamt der Stadt Regensburg einen kleinen Weinberg an. Hier wächst der Regensburger Salutaris-Wein, der von der Stadt nur zu festlichen Anlässen verkostet oder als Ehrengabe verschenkt wird.

Und hier war eine der wenigen Möglichkeiten diese außergewöhnlichen Weine zu verkosten. Sogar die hochwertigen Barrique-Weine wurden ausgeschenkt.

salutaris-2.jpg

 

Offenbach-Blog: DER ELEKTRONISCHE GESCHICHTENERZÄHLER – Erster Teil – (Rainer W. Sauer und seine “Rocklegende”)

Ein Interview von Tim Schwarz

Es ist Juli und regnet gerade einmal nicht. Wir sitzen zusammen in einem Garten in Jena, direkt am Saalbahnhof, „auf Gleis 4“, wie mein Gegenüber scherzhaft anmerkt. Das ist wörtlich zu nehmen, denn hin und wieder rauscht ein Zug an uns vorbei und nur wenige Meter trennen den idyllischen Garten von den Bahnsteigen. Hier lebt und arbeitet seit fünfzehn Jahren der Mann, der die Legende um den Musiker Charly Davidson erfunden hat: Rainer W. Sauer. Er selbst ist keine „Rocklegende“, hat jedoch in seinem Leben genügend Know-How erworben, um die Figur des Charly Davidson lebendig werden zu lassen.

Wie kam es dazu?

Am Anfang des Buches steht: ‘Wenn Idole sterben, werden sie zu Legenden‘. Wie das geschieht, wird in der Erzählung beschrieben. Aber ich habe Charly Davidson ja nicht nur lebendig werden lassen, sondern er stirbt auch am Ende des Buches. Sonst wäre er ja keine Legende.

Man hat Ihnen auch schon mal vorgehalten, Sie seien Charly Davidson oder, noch besser, mit dem Buch würden Sie sich erhöhen wollen. Ist da etwas dran?

Es gab zu einer gewissen Phase des Buchprojektes die Notwendigkeit, die Story mit Fotos zu untersetzen und dadurch glaubwürdig oder glaubwürdiger zu machen. Da ich selbst lange Musik gemacht habe, bot es sich an, meine Fotos für die Figur des Charly Davidson zu verwenden. Das mag ein Grund sein für die Vorhaltungen. Aber ein Helge Schneider ist ja auch nicht zum Nazi geworden, nur weil er mal im Film Adolf Hitler dargestellt hat.

Wieviel Sauer steckt denn tatsächlich in Charly Davidson?

Das ist ja wieder eine ganz andere Frage. Ich würde sagen, stellenweise, oder besser ausgedrückt “kapitelweise”, eine ganze Menge. In der im Buch beschriebenen Zeit von 1967 bis 1982, da bin ich tatsächlich ein Teil von Charly Davidson. Später hin und wieder auch mal, aber diese 15 Jahre Offenbach pur konnte ich nur so erzählen, weil ich das meiste davon selbst erlebt habe. Oh, der “Musikclub Schlachthof”, das war eine ganz große Zeit.

Sie waren ja selbst Mitglied im Club …

… mit eigener Mitgliedskarte …

… und hatten eine Band, die nannte sich MELVIN DAWSON AND FRIENDS. “Rocklegende” Charly hat im Buch eine, die heißt CHARLY DAVIDSON AND FRIENDS.

Richtig. Und das machte uns – mit uns meine ich das Team, das mir beim Buchprojekt zur Seite stand – die Sache einfacher. Originalplakate, auf denen bereits MDAF steht, konnte man ganz einfach in CDAF abändern, Zeitungsartikel, in dem Fall der OFFENBACH-POST über Melvin Dawson, wurden so zu Artikeln über Charly Davidson. Das ist doch ideal und erleichtert die Arbeit ungemein.

Wie muss man sich so ein Team vorstellen?

Das sind alles potentielle Fälscher … (lacht!) … nein. Ich hatte als große Hilfe einen Dr. phil. an meiner Seite, Lutz Mühlfriedel, Anglist und Germanist und ein guter Freund von mir, der für das Projekt unverzichtbar wurde. Dann gab es den einen oder anderen Fotografen, Steffen Kühne zum Beispiel, der in Tunesien lebt und arbeitet. Computer- und Mediaexperten, meine beiden Töchter, Musiker, die an der Hörbuch-CD mitwirkten. Alle auf ihre Art wichtig für die Arbeit neben dem Schreiben, für die Webseiten, die es begleitend zum Buch gibt und so weiter.

Wäre es auch ohne diese Unterstützung gegangen?

Naürlich kann man auch Einhandsegeln, aber mit einer Mannschaft macht das doch viel mehr Spaß.

Das Buch hat zwei Teile. Im ersten Teil geht es um die ersten vier Jahrzente des Lebens von Karl David Korff alias Charly Davidson. Der zweite handelt, obwohl etwa gleich umfangreich, die letzten zehn Jahre in Davidsons Leben ab. War das von Anfang an so von Ihnen geplant?

Als ich 2002 begann den Plot für das Buch zu schreiben, ging ich noch von einem durchgängigen Buch aus, das “Überflieger” heißen sollte. Damals schon wurden Teile des Buches als einzelne Geschichten vom Heinz Rudolf Kunze Fanclub “Wunderkinder” auf deren Webseite publiziert; mit Heinz Rudolf habe ich damals Radiosendungen produziert und 2005 und 2006 in Jena große Literaturevents veranstaltet. Das scheint mir, wenn ich das hier mal sagen darf, auch der hauptsächliche Grund dafür zu sein, dass der “Rocklegende” immer wieder angedichtet wird, sie hätte viel  mit Kunze zu tun. Das ist Quatsch. Die Legende vereint in sich hunderte von Künstler, sozusagen alle, die ich zwischen 1976 und 2008 interviewen durfte. Viele von denen haben mir Anekdoten aus ihrem musikalischen Leben erzählt, die ich geändert habe und dann im Buch einbauen konnte. Erst da ergab sich auch die Notwendigkeit, die Legende in zwei Teilen zu erzählen, sozusagen 1.) den Aufstieg und 2.) den Fall. Aber streng genommen hat das Buch ja vier Seiten, die A- und die B-Seite einer guten Schallplatte und dann auch noch die C- und die D-Seite der Medaille.

[... wird fortgesetzt ...]

Bielefeld-Blog: CDU/CSU: 1€-Jobber für die Privatwirtschaft

Die FDP will den ALG II Regelsatz um 30% kürzen und begründet dass damit, ALG II Empfänger wären grundsätzlich zu Faul zum Arbeiten und wer mit dem kargen Regelsatz nicht auskommt, soll gemeinnützige Arbeiten ausführen und damit sein ALG II aufstocken (siehe Workfare bei CDU/CSU). Die FDP trägt im Übrigen auch die anderen Vorhaben der CDU/CSU zum Sozialabbau mit.

Ich weiß, daß hier Menschen mitlesen, die arbeitslos oder bereits in Hartz 4 gefallen sind. Was ja aus dem Selbstverständnis der Staatsvernichtenden Parteien CDU/CSU/SPD/FDP an sich schon ein Kapitalverbrechen erster Güte ist. Bankenbetrug, Finanzgaunerei oder Zumwinkelei sind dagegen lediglich kleine, marginale Lapalien. Im Blog “nurmeinstandpunkt” ist zusammengetragen worden, was diese Bevölkerungsgruppe von den eben genannten Wichtigtuern und ihren ausführendenm beamtetten und Pensionsabgesicherten Schergen nach der Wahl im September zu erwarten hat.

Nun könnte man natürlich lang und breit darüber streiten, ob das, was Wuido Gesternschwelle von dcer Fallschirmspringerpartei da tagtäglich an Phantastereien, verbalen Idiotien, Beleidigungen und Verleumdungen absondert, “Arbeit” ist. Wahrscheinlich eher nicht. Was man ihm nicht übel nehmen darf, da er nicht weiß, was “wirkliche Arbeit” ist. Noch schöner ist aber die Idee der Parteien, die die Amateurin stellen, die das Kanzler mimt:

Ebenfalls will CDU/CSU die Pflicht zur Gegenleistung im SGB II gesetzlich verankern. Konkret sollen arbeitslose ALG II Empfänger per Gesetz dazu verpflichtet werden, ihre Arbeitskraft im Austausch für ihr ALG II kostenlos zur Verfügung zu stellen. Wer sich weigert, soll kein ALG II erhalten. Dazu sollen die sog. 1€ Job umfangreich ausgebaut und deren Beschränkungen auf den öffentlichen Sektor entfallen, so dass auch ein Einsatz von 1€ Jobbern in der Privatwirtschaft endlich legal wird.

Das ist das tatsächliche Ziel, das sich das hohe “C” für “christlich” auf die Fahnen schreibt und handelt wie ein westsibirischer Kuhhirt: Faustrecht für mich, den Anderen Arschtritte.

Solche Feinheiten stehen natürlich nicht auf den Webseitchen unsere hiesigen Reichstagsmatadore, als da sind: Lenchen Strothmann, Gudrun Kopp, der Brandner Kasper, etc. pp. Darüber schwadronieren sie dann in ihren Hinterzimmerzirkeln, ausgestattet mit Positionspapierchen durch Bertelsmänner, INSM und Dickgesicht Hundt von Po falla, Kauder, Heil, Niebel. Allesamt Leute, die einen Schraubenzieher mit einer Nagelfeile verwechseln würden. Aber labern können sie. Siehe Peter Harry Carstensen in Schleswig-Holstein in bester, unvergessener Uwe Barschel-Manier:

„Über diese Ihnen gleich vorzulegenden Eidesstattlichen Versicherungen hinaus gebe ich Ihnen, gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Schleswig-Holsteins und der gesamten deutschen Öffentlichkeit mein Ehrenwort – ich wiederhole – ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind.“

– Uwe Barschel: Pressekonferenz am 18. September 1987

Seitdem weiß man, was Ehrenworte in der Politik wert sind: Geistiges Klopapier.

Bielefeld-Blog: Uwe Zimmers verklärter Blick auf Poloteile

Nachdem schon NW-Chefredaktor Uwe Zimmer heute dem leicht feisten Zigarrenraucher und Porsche-Börsenzocker Wiedeking mit einem larmoyanten und an der Wirklichkeit haarscharf vorbeigehenden Kommentar ein Denkmal setzte, gibt der beste Kumpel des vielfachen Multimillionärs mit dem starren Blick, Betriebsratsvorsitzer Hück, eins drauf:

“Mit Polo-Teilen können Sie keinen Porsche bauen”

“Die Porsche-Mitarbeiter haben in den vergangenen 14 Jahren galaktische Gewinne erzielt und werden jetzt auch galaktisch um die Eigenständigkeit von Porsche kämpfen”, sagte Hück der “Bild am Sonntag”. Hück kritisierte, eine Übernahme durch Volkswagen gefährde die 11.000 Arbeitsplätze bei Porsche. Dem Porsche-Miteigentümer und VW-Aufsichtsratchef Ferdinand Piëch warf er vor, eine Übernahme von Porsche durch VW diene einzig dazu, “den Traum von Herrn Piëch zu erfüllen”. Dieser müsse aber wissen: “Mit Polo-Teilen können Sie keinen Porsche bauen.”

Der kahlköpfige Arbeitnehmervertreter mit Dienst-Cayenne und verdammter Nähe zur Chefetage sollte wissen, daß die Fertigungstiefe der Zuffenhausener/Leipziger Schrauberbude zwischen 12 – 17% beträgt. Da ist schon die eine oder andere Poloschraube und jede Menge andere VW-Teile dabei. Jetzt gibt es weltweit nicht mehr genügend Bekloppte, die dafür den sieben bis 12 fachen Preis zahlen wollen oder können.

Insofern hat sich Wiedeking nicht nur bös verzockt sondern auch den Blick für die Wirklichkeit verklären wollen. Da haben es die Audilaner in Ingolstadt, seinerzeit angetrieben von Ferdinand Piech, schon cleverer angestellt. Oder hat Wirtschaftsfachfrau Dr. Murkel Porsche bereits für “systemrelevant” erklärt? Das würde Vieles ändern.

Bielefeld-Blog: Nun schrumpft sie auch noch

p1040335.JPG

Tja, Metropolen beginnen erst ab 330.000 Einwohner. Pech gehabt, kleine geduckte Diva unter dem Steinhaufen Sparrenburg. Kein Wunder, daß die Schwarze Front und die verkappten Unionler von den Freien Bürgern noch lauter nach dem Untersee schreien in Schildesche und CDU-Hoffnung Bernd Landgraf schon mal die Front des langsam entschlammten Obersees abschreitet.

Wenn dat Dingens aber wirklich Leute anziehen soll, dann muß Windelsbleiche zum Airport ausgebaut werden, wo vierstrahlige Boeings landen können. Das zieht natürlich Menschen und vor allem “Leistungsträger” an.