StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

So
21
Jun '09

Bielefeld-Blog: Kentsch gekentert

Einen Tag vor der Jahreshauptversammlung kam die Nachricht überraschend: Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld hat sich vom umstrittenen Finanz-Geschäftsführer Roland Kentsch getrennt. Nachdem zuletzt Gespräche zu keinem Ergebnis geführt hätten, habe “der Vorstand des DSC Arminia Bielefeld e.V. mit Genehmigung des Aufsichtsrates der Arminia Bielefeld GmbH & Co. KGaA Kentsch mit sofortiger Wirkung von der Verpflichtung zur Dienstleistung als Geschäftsführer der DSC Arminia Bielefeld Management GmbH sowie der Planet Arminia GmbH freigestellt”, hieß es am Sonntagabend in einer Presseerklärung des Klubs. Diese Maßnahme “gilt vorsorglich auch für die Funktion als Vorstand des DSC Arminia Bielefeld e.V.” Quelle: nw-online und diverse onlined-Dienste.

Wie, was, wo, warum zu dieser Knallerneuigkeit werden wir wohl bald erfahren. Hatte nicht der “designierte” Arminen-Prinz und neue Führer Daudel durchaus mit Kentsch leben können wollen? Kamellle. Kein Fußballclub liefert derzeit mehr Stoff für romantische Träume als Arm. Bielefeld. der Name, der Programm ist.

Bielefeld-Blog: Die Arroganz der Banken

Zu der Entscheidung, ihr Unternehmen zu schließen, hat auch die Hausbank beigetragen. Für ihre Kunden wollte sie einen Kredit zur Zwischenfinanzierung der Abwrackprämie. Doch die Kreditwürdigkeit ihres Autohauses wurde bezweifelt. “Man hat mir ganz klar gesagt, Opel-Händler sind auf der gleichen Bonitätsstufe wie Sonnenstudios. Beide bekämen keine Darlehen”, erklärt Nowak. Claudia Nowak ist Inhaberin eines Opel-Autohauses draußen in Verl im Speckgürtel, der auch mehr und mehr an Fett verliert. Die Banken, denen direkt oder indirekt der Steuerzucker nur so in den fetten Hintern geblasen wird, lassen bevorzugt mittelständische Unternehmen im wahrsten Sinne des Wortes “verhungern” oder verlangen Sicherheiten, daß den Bettelnden die Augen tränen.

Schöne, neoliberale Welt.

Berlin-Blog: Berliner Polizei brutale Schlägertruppe

Berlin Tempelhof: Riesenerfolg für Protestbündnis, aber massive Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten
- Aktion „Squat Tempelhof“ voller Erfolg – tausende protestieren kreativ
- Pfefferspray gegen Sitzblockaden und friedliche Demonstranten
- Brutale Festnahmen / Festnahmen der Clowns und Sambagruppen
- Mehrfach Angriffe auf Pressevertreter
Berlin, 20. Juni 2009 – Die an der Massenbesetzung des Flughafen Tempelhof beteiligten Sektionen der Hedonistischen Internationale werten den Protest als vollen Erfolg. Tausende Menschen feiern eine bunte Party am Zaun des Flughafens und reklamieren die Freifläche für alle Menschen in der Stadt.
Beim übertriebenen Polizeieinsatz kommt es jedoch zu massiver Gewalt gegen Demonstranten durch Polizeibeamte:
Am U-Bahnhof Hermannstraße wird ein TV-Kameramann, der eine brutale Festnahme filmen will, geschlagen und am Drehen gehindert. Der Polizist und der auch der Einsatzleiter verweigern die Herausgabe der Dienstnummer. Der Festgenommene wird minutenlang gegen eine Wand gedrückt, mit Schlägen und Tritten misshandelt, sein Mund wird ihm dabei zugehalten.
Auf dem Columbiadamm werden friedliche Demonstranten in einer Sitzblockade von Polizisten mit massiv mit Pfefferspray, Tritten und Schlagstöcken attackiert. Wenig später wird in der Schillerpromenade eine Sambagruppe eingekesselt, auch hier kommt es zu Festnahmen. Schon am Morgen hatte die Polizei Mitglieder der Clownsarmee ohne Grund festgenommen.
Dies sind nur einige wenige Beispiele, die Augenzeugen aus dem Umfeld der Hedonistischen Internationale, beobachten konnten. Auch mehrere Teilnehmer an den Aktionen der Hedonistischen Internationale wurden verletzt.
Erich Pikur, Sprecher der Berliner Sektion der Hedonistischen Internationale: „Wenn Wowereit beweisen will, dass er nicht auf dem linken Auge blind ist, sollte dies nicht auf dem Rücken der Grundrechte geschehen. Die Polizei hat den Freibrief des Senats schamlos ausgenutzt – die politische Verantwortung hierfür liegt bei der rot-roten Koalition.“
Die Hedonistische Internationale wird in den kommenden Tagen Bilder und Videos der Polizeigewalt dokumentieren und zusammen mit dem Bündnis „Squat Tempelhof“ eine tiefergehende Analyse liefern.

Bielefeld-Blog: Kornblumenblau

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Ostwestfalens beliebteste Farbe. Blau. Hier: Kornblumenblau. Aber nicht, datt se jetzt dieses Lied singen:

Kornblumenblau
ist der Himmel am herrlichen Rheine,
Kornblumenblau
sind die Augen der Frauen beim Weine.
Darum trinkt Rheinwein,
Männer seid schlau,
Dann seid am Ende auch ihr kornblumenblau!

Hier müßten dann ja stehen: Jölle, Lutter, Ems, Harse, Werse, Wester und noch ein paar andere.

Berlin-Blog: Flughafen Tempelhof

Mehr Freiraum für Berlin gefordert
Tempelhof-Besetzung verhindert

Bei den zum Teil gewaltsamen Auseinandersetzungen um die Besetzung des früheren Flughafens Tempelhof in Berlin sind 102 Demonstranten festgenommen worden. 21 Polizisten wurden leicht verletzt, über 100 Demonstranten krankenhausreif geprügelt.

Ein gewaltiges Aufgebot an Polizei hatte am Samstag bis weit in die Nacht verhindert, dass ein linksalternatives Bündnis mit zum Teil extremistischen Randalierern das inzwischen stillgelegte Gelände des innerstädtischen Flughafens besetzen konnte. Zahlreiche Demonstranten hatten immer wieder versucht, den Zaun um das Gelände zu überwinden.

Nach Angaben der Initiative “Squat Tempelhof” waren 5000 Demonstranten dem Aufruf zur Besetzung des früheren Flughafengeländes. Sie wollten eine rasche Öffnung des Areals erzwingen.

Um die Aktion bahnt sich nun auch eine politische Auseinandersetzung an. Die Berliner Grünen kritisierten das Vorgehen der Polizei als zu hart. Der Polizeiarbeitskreis in der Berliner CDU erklärte hingegen, die linke Szene würde sich unter dem rot-roten Senat “besonders sicher fühlen und zunehmend zur Gewalt neigen”.

Polizeipräsident Dieter Glietsch hatte mehr Anstrengung der Politik gegen gewaltbereiten Linksextremismus in der Hauptstadt gefordert – das Problem dürfe nicht nur der Polizei überlassen werden. Der Berliner SPD/Linke-Senat und die Polizei waren bereits nach schweren Krawallen am 1. Mai heftig kritisiert worden.

dpa

Bielefeld-Blog: Warum meine Stirn jetzt blau ist

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Ich las dieses hier:

Die Verursacher der weltweiten Finanzkrise sind nach Auffassung des Frankfurter Zukunftsrats Opfer ihrer Erbanlagen geworden. “Die Gier im Finanzverhalten ist genbedingt”, erklärte das von vornehmlich mittelständischen Unternehmen finanzierte Netzwerk am Mittwoch. Der Zukunftsrat habe ein entsprechendes Thesenpapier nach einer Sitzung mit dem Bonner Neurobiologen Oliver Brüstle und anderen Wissenschaftlern, dem ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (aus der SPD ausgetreten) und dem CDU-Politiker Friedrich Merz verfasst.

Der Zukunftsrat, dessen Kuratoriumsvorsitzende die Gesellschafterin der Schaeffler KG, Maria-Elisabeth Schaeffler, ist, führt zur Erklärung seiner These die Hirnforschung an. Das Belohnungssystem des Gehirns reagiere auf kurzfristige Gewinne und den Anblick von Geld “wie Kokain”. Seine Aktivierung könne “süchtig machen”. Das Belohnungssystem werde maßgeblich von dem Gen beeinflusst, das den Rezeptor für den Botenstoff Dopamin, das sogenannte Glückshormon, bilde. Kleinste Veränderungen an diesem Gen, sogenannte Polymorphismen, führten zu unterschiedlichem menschlichen Verhalten.

Dann knallte meine Stirn auf die Schreibtischplatte und lief blau an. Das “Crack” aus der geliebten penetranten Carglas-Werbung war deutlich zu hören. Jetzt fordere ich einen Gentest für Ackermann, Steinbrück, die HRE-Raffiteure, Steinbrück-Adlatus Assmussen und alle anderen Schwachmaten, die am großen Rad gedreht haben. Aber wir wissen ja nun dank “Zukunftsrat”, woran es liegt: Ihnen fehlt das, was andere haben. Das Gen “Moral, Anstand, Charakter”. Halten wir doch einfach einen kräftigen Schwung weißer Jacken mit Ärmeln nach hinten bereit und die Neurologien des Landes aufnahmebereit.

Bielefeld-Blog: Beim Bambus

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Bambus sieht romantisch aus.
Bambus rauscht im Sommerwind.
Bambus wächst ziemlich in die Höhe.
Bambus wirft leider ziemlich viele Blätter ab.

Beim Zusammentragen der welken Pracht ließen sich dann aber prächtig die Gedanken auf Reisen schicken. Zum Beispiel zu dem wirklich im besten Sinne “gutbürgerlichen” älteren Paar, bei dem wir gestern Abend wunderbar speisten, tranken und viele Themen erörterten. Wirtschaft: Superblender Thomas Middelhoff, dem sie auf den betrügerischen Leim gingen und gehen. Nüsternbläher zu Guttenzwerg, dessen Gefasel längst durchschaut ist. Ein Bauer im Dorf, dessen Sohn der Verkauf von Grundstücken für viel Geld zu Kopfe steigt und zu lächerlichen Drangsalierungen von Mietern führt. Eine wunderschöne alte Rolleiflex und das Thema “Fotografie”. Arm. Bielefeld: Ansichten zu Daudel. Aber nicht unbedingt positiv. Neuanfang muß her.

Als wir spät aufbrachen, wurde der phantastisch angelegte Garten mit dem schönen Haus darauf in sanftes Licht getaucht. Es könnte wirklich in diesem schönen Land alles weitaus schöner sein, wenn es Menschen wie Guttenberg, Middelhoff, Merkel, Kauder, Po falla, Steinmeier, Steinbrück und wie sie alle heißen, nicht gäbe. Die sich anmaßen, das geballte Wissen mit Löffeln gefressen zu haben. Von wenigen Lakaien, Schleimscheißern und Parteigängern auf die Stühle gehoben, die sie nicht einmal zu einem winzigen Bruchteil mit Wissen, Können, Erfahrung, Freundlichkeit, Höflichkeit und Charakter ausfüllen. Es gärt auch im Bürgertum. Das Faß läuft bereits über. Noch in kleinen Rinnsalen, aber der Strom wird stetig breiter.

Bielefeld-Blog: Schlacht um Arminen-Thron im Web

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Zufällig am Montag während der Arminia-Hauptversammlung auf den Fidji-Inseln im Urlaub? Kein Problem, die “Schlacht um den Arminen-Thron” zwischen der alten Seilschaft und der neue Revolutionsgarde wird vom Westfalen-Blatt direkt aus der Bielefelder Stadthalle übertragen.

Regensburg-Blog: Auf gehts zum Dauerwahlkampf.

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Die Roten haben den Bundestag-Wahlkampf in Regensburg eingeläutet. Die Schilder der Europawahl sind noch nicht abgehängt, da lacht uns schon überall der SPD-Kandidat entgegen. Wenn das so weiter geht, dann haben wir einen Dauerwahlkampf. Da ist man nicht mehr überrascht wenn den Wählern langsam die Lust vergeht.

Bielefeld-Blog: Behördenidiotie im Zensurwahn. BKA: Berittene Boten von Oslo nach Mailand

Wie das nun aktuell so geht mit der Außerkraftsetzung des Grundgesetzes uund der Handhabung der Webseitensperren durch das versiffte BKA hat Katharina Borchert, Chefredakteur des WAZ Online-Auftrittes “Der Westen” und Tochter eines Bundestagsabgeordneten, der gegen das Gesetz gestimmt hat (Ja, gibt es auch!) geschildert:

Lang hat’s gedauert, aber jetzt habe ich endlich verstanden, warum unsere Regierung so versessen auf die Sperrung von Internetseiten ist. Die Löschung kinderpornographischer Seiten müsste viel effektiver sein als eine umgehbare Sperre, nahm ich ganz naiv an. Aber ich hatte dabei nicht die Umwege bedacht, die unsere in Schilda geschulten Behörden nehmen würden.

Frau Dr. Krogmann, Geschäftsführerin der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, hat das daher auf abgeordnetenwatch.de mal für Machbarkeitsgläubige wie mich erklärt: Wenn das BKA auf eine Seite aufmerksam wird, die auf einem ausländischen Server liegt, dann kontaktieren sie nicht etwa den Webhoster direkt. Nein, dazu hat man viel zu viel „Achtung vor der Souveränität der Staaten“ und wendet sich daher an die „dafür vorgesehenen internationalen Organisationen“.

Dieses bürokratische Ungeheuer leitet den Hinweis dann auf unter Achtung sämtlicher Souveränitätsaspekte irgendwann an die Polizeibehörde des anderen Staates weiter. Weil das aber ungefähr so effizient ist, wie einen berittenen Boten mit einer Depesche von Oslo nach Mailand zu schicken, ist die fragliche Seite bis dahin meist schon mehrfach umgezogen.

Wenn Banken hingegen eine Seite entdecken, die Kontodaten ihrer Kunden ausspäht, dann machen sie gewaltig Dampf. Und zwar ganz direkt. Nicht bei den vorgesehenen, sondern bei den zuständigen Stellen. Dementsprechend dauert es laut einer aktuellen Studie der Universität Cambridge im Schnitt nur vier Stunden, bis eine Phishing-Seite vom Netz genommen wird, aber ganze 30 Tage bis die Kinderpornographie verschwunden ist.

Wie wäre es also mit einem Praktikum für Ursula von der Leyen bei einer Bank? Vielleicht am nächsten Girls Day?

Ursula von der Leyen braucht kein Praktikum zu absolvieren. Sie weiß alles. Sie kann alles. Sie glaubt, ist schnell. Sie glaubt, sie ist wendig. Sie ist listig. Sie ist verlogen. Sie ist völlig uninformiert und verdreht Fakten. Sie hat kein Gewissen. Sie hat keine Achtung vor dem Grundgesetz der Bundesrepublik. Ursula von der Leyen ist ein Großmaul, dem man per Wahlzettel einen gigantischen Denkzettel verpassen muß. Ein kleines Kreuz an andere Stelle verhindert einen weichen fiesen Keks im nächsten Bundestag.