
Dieses herrliche Panorama wird Ihnen präsentiert von der Altherrenriege.

Dieses herrliche Panorama wird Ihnen präsentiert von der Altherrenriege.
Feuertreppe im Zellenspeicher der Mühle, nichts für Leute mit Höhenangst.
Am 9. Juni startet um 18:00 Uhr im Auditorium Maximum (Raum 104) der
Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) unter dem Titel „Keine
Bewegung!“ eine Veranstaltungsreihe, die über die Residenzpflicht für
Flüchtlinge in Brandenburg informiert. Ausgerichtet durch den Flüchtlingsrat
Brandenburg, wird in mehreren Sädten des Landes über die Situation von
Asylsuchenden informiert, die durch geltendes Recht weithin in ihrer
Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wird
zudem die Ausstellung „Flüchtlingsleben in Frankfurt (Oder)“ zu sehen sein.
AsylbewerberInnen und geduldeten Flüchtlingen ist es untersagt, ohne
schriftliche Erlaubnis den Wirkungskreis der zuständigen Ausländerbehörde zu
verlassen. Verstoßen sie dagegen, machen sie sich strafbar und werden mit Geld-
und Freiheitsstrafen belegt. Die Folgen für die Betroffenen sind gravierend:
Verweigerung einer Privatsphäre, Kontrolle ihrer Bewegungen,
Behinderung der Integration, Kriminalisierung und Stärkung des Rassismus. Seit
Jahren prangern Flüchtlingsorganisationen die Residenzpflicht als eine
Verletzung des Menschenrechts auf freie Bewegung an, unvereinbar mit
demokratischen Prinzipien.
Wir laden Sie recht herzlich zu unserer Informationsveranstaltung ein, auf der
u.a. die Sozialwissenschaftlerin Beate Selders, basierend auf ihren Report
„Keine Bewegung! Die Residenzpflicht für Flüchtlinge – Bestandsaufnahme und
Kritik“*, über die Entstehungsgeschichte der Residenzpflicht, über
Behördenpraxis, Polizeikontrollen, Strafen und die Verhandlungen vor dem
Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
informieren wird. Betroffene Flüchtlinge berichten über ihre Erfahrungen eines
Lebens in „parzellierten Räumen“. Breiten Raum wird die Diskussion über
Interventionsmöglichkeiten einnehmen.
Wir würden uns freuen Sie begrüßen zu können.
Mit freundlichen Grüßen
Flüchtlingsrat Brandenburg
In gleichlautenden Schreiben hat sich Oberbürgermeister Eberhard David jetzt an den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Karstadt Warenhaus GmbH, an die Geschäftsführerin der Karstadt-Filiale Bielefeld, an den Betriebsratsvorsitzenden sowie an den Vorsitzenden der Jugend- und Auszubildendenvertretung der Filiale Bielefeld gewandt. Darin appelliert das Stadtoberhaupt an sämtliche Entscheidungsträger, alles dafür zu tun, dass das Unternehmen auf Dauer erhalten bleibt.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Medienberichterstattung über die prekäre wirtschaftliche Situation der Karstadt Warenhaus GmbH bringt David zum Ausdruck, dass dies auch der Stadt Bielefeld große Sorgen bereite. Die Filiale an der exponiertesten Stelle in der Fußgängerzone sei seit Jahren ein Identifikationsfaktor für die Bielefelder Innenstadt und sorge mit dafür, dass Bielefeld als “die Einkaufsstadt” in der Region wahrgenommen werde.
Soweit eine Pressemitteilung der Metropole. Fürwahr, es wäre schade, wenn dieses lebende Kaufhaus-Museum im originalen 70er-Jahre-Look uns abginge. Wird aber nicht passieren, man erklärt es zum “systemimmanenten Club auf Banken-Augenhöhe”.
Der Mann von Opel-Hagemann schaut noch trauriger denn sonst und antwortet auf die beiläufig gemurmelte Frage, was er denn nach dem Abwrackwahn tue, mit einer Stimme, die zur Berliner Oberposse um die amerikansiche Autobauertochter mit deutschem Namen paßt: “Däumchen drehen. Die Dropse sind doch alle gelutscht”. Während die in Sonderschichten und Kurzarbeit zusammen-gekloppten Wägen vom Transporter rollen, legt er Schilder in die Autos:
“Unsinnig. Fragt ja eh kaum noch jemand nach”, zuckt der Hagemann-Mann die Schultern. Da wußte er noch nicht, daß Fiat die Notbremse gezogen hat und indirekt zugibt, die Kohle zur Übernahme nicht zu haben. Wie auch bei eigenen Milliardenverbindlichkeiten. Vielleicht hofft man aber auch, beim Ausschlachten des Insolvenzkadavers billig dabei zu sein. Auch der Roulardenbraterin und Kanzlerspielerin plötzliche Eingebung, “Eine Insolvenz von Opel schließe ich nicht aus”, wird uns nicht hindern, an Pfingsten fein zu grillen. Wahrscheinlich weiß die ausgewiesene Wirtschaftsfachfrau und herausgehobene Managerin der “Deutschland AG” ebenso wie ihr Kleinbetriebserfahrener Herr Guttenzwerg, was man dann in der Insolvenz mit Opel macht.
Wenden wir uns noch mal dem Mann von Hagemann zu: “Absolute Scheiße, was die da machen. Absolut. Keiner kauft beim insolventen Opel Opel. Die labern jetzt seit über einem halben Jahr, nur weil Wahljahr ist”. Klar. Aber Chevrolet vom pleiten GM Daewoo in Südkorea dann auch nicht mehr.
Fressen aber geht immer. Die Aldi´s teilen grad mit, “extrem expandieren” zu wollen.
Xaverl: Dramt hod ma. Do bin i mit meine Spezl in der Frankenstraß gstandn und mir hom des schene Haus in da Drehergass bewundat. Af oamoi san a Hafa braun ozonge Monna kuma, varo a gloas Mannderl mit an so komischn kloana Schurrbart. De Fassad de is total entartet, hod a gschrian der Kloane, des muss weg. Dann san de Monna afs Haus affe gstign und hom a braune Farb owalafa lassn bis des ganze Haus ganz braun war. Und dann hod der kloane Mo de rechte Hend hochgrissn …. und i bin vor Schreck afgwacht. So a Zeig ko ma scho drama.
Übersetzung: Ich träumte. Ich stand mit meinen Freunden in der Frankenstraße und wir bewunderten das Haus in der Drehergasse. Plötzlich erschienen eine Menge braun gekleideter Männer. Davor ging eine kleiner Mann mit einem komischen kleinen Schnurrbart. Diese Fassade ist total entartet, schrie der kleine Mann, die muss weg. Dann sind die Männer auf das Haus gestiegen und ließen von oben braune Farbe herunterlaufen, bis das ganze Haus braun war. Und dann riss der kleine Mann die rechte Hand hoch …. Da bin ich vor Schreck erwacht. Was man alles so träumt.
Hallo Blogger und Fans der freien Kunst.
In Regensburg will die Stadt (ich habe bereits an alle drei Bürgermeister ein E-Mail geschickt und angefragt wer da letztendlich zuständig und verantwortlich ist) den Besitzer zwingen die Fassade dieses wunderbaren Hauses in der Drehergasse / Frankenstraße übermalen zu lassen. Ich war an Ort und Stelle und wurde beim Fotografieren laufend angesprochen. Die Bürger fanden die Fassade toll und waren total begeistert. Hier eine Gegenüberstellung: FRÜHER UND HEUTE
Wir berichten weiter und bringen Fotos
So, und nur so, denken sich die da in ihrem Planungsdezernat, sieht Urbanität aus. Rasterfassade, Pflasterung, keine störende optische Ablenkung. Vor allem kein Grünzeugs, von wegen Schnurbäume, die sind da viel weiter als wir, die lassen die Bepflanzung auch noch weg. Nicht mal Basaltbrocken. Auch kein Goethe. Hier und da ein Ablaufgitter, reicht. Neidisch starrt man vom Main an die Donau: Soweit kommt es noch, daß man von der Provinz lernen muß, wie Großstadt geht. (Vermutlich gibt es im Römer auch schon geheime Pläne, den Main in eine Betonrinne zu verlegen, damit sich am Ufergrün nicht so viele dieser lästigen Passanten aufhalten.)
Andrea Diener, die Frankfurter Journalistin mit den schönen Geschichten, beschreibt die Umgestaltung eines der zentralen Plätze Frankfurts. Was wiederum an die architektonischen Ansätze hinsichtlich unseres Kesselbrink erinnert. Hier in der Metropole ist es allerdings noch ruhig ob des gigantischen Planungsvorhabens, präsentiert vom zuständigen Dezernenten. In Frankfurt gingen die Bürger ob des eintönigen Grau in Grau auf die Barrikaden. Was nichts half, es wurde weiter eingegraut, zugepflastert und aus einem einst lebendig-grünen Streifen vor den Gigantomanen-Türmen einer Deutschen Bank ein “urbaner Lebensraum” gemacht. Pflegeleicht, bei Demos überschaubar und vor allem für “Publiv viewing” geeignet. was ja auch auf unserem Kesselbrink ein wichtiges Kriterium werden soll.
Früher – und das gilt auch für den Kesselbrink – hat man solche öffentlichen Plätze “zur Erbauung der Bürger” angelegt. Heute werden sie grau zugeknallt und “fußläufig erschlossen” für die KiK´s, Taco´s und andere Billigketten. Ob es den Bürgtern gefällt, ist ohnehin kein Kriterium. Die werden mit “Public viewing” und Freibier ruhiggestellt. “Klappe halten” ist die erste Bürgerpflicht.
Der finale Gang ist erreicht. Jetzt demontiert BILD den Sonnenkönig von der Alm. Wie der taktisch und medial äußerst ungeschickte Herforder aus dem Schlamassel bei Arm. BI noch herauskommen will, wissen die Götter. Vielleicht findet H.H. Schwick (“Begrabt mich dereinst im Anstoßkreis der Alm”) noch einen Kompromiß und schlägt den Bau eines Käfigs mittig der neuen Roland-Kentsch-Gedächtnistribüne vor. Darin ein güldner Thron: “l´état c’est moi” mit goldnem Fußball und Maulkörben für alle, die anderer Meinung sind in der rechten Hand.
In der SZ Süddeutschen Zeitung vom 28.05. steht ein Artikel über die PR-Praktiken der Deutschen Bahn zu Genosse Mehdorns Zeiten. Ertinnert verdammt an Methoden aus Gestapo- und Stasi-Zeiten. Der flotte Hartmut Mehdorn war offensichtlich nicht nur im Spitzeln gewieft, nein, er wollte auch die Meinungen so zurechtbiegen, wie es ihm und dem versifften Immer-noch- Staatsunternehmen DB so passte. Erst als es nicht mehr ging, wurde Helmut, das flitzige Kerlchen mit dem Rattengesicht mit güldnem Handschlag verabschiedet und tauchte wenig später strahlend bei GAZgerds Geburtstag wieder auf. Der Obertoten-gräber der SPD mit dem Napoleon-Anspruch fand das sicher Klasse.
Wie das ging, liest sich so:
Die Bahn half ihrem Image mit fingierten Leserbriefen und gezielter Beeinflussung der Medien auf die Sprünge. Über eine Million Euro wurde in die Manipulation der öffentlichen Wahrnehmung investiert. Zu den Daten- und E-Mail-Affären bei der Deutschen Bahn gesellt sich nun noch ein PR-Skandal. Wie das Unternehmen am Donnerstag selber mitteilte, flossen im Jahr 2007 knapp 1,3 Millionen Euro in die “verdeckte Beeinflussung der Öffentlichkeit”.
Dies hätten die internen Ermittler der Prüfungsgesellschaft KPMG nach Hinweisen des Kölner Vereins LobbyControl herausgefunden.
Der neue Bahn-Chef Rüdiger Grube, der erst Anfang des Monats seinen Job angetreten hatte, distanzierte sich umgehend: “Diese Form der PR-Maßnahmen lehne ich entschieden ab”, sagte er. Er werde “umgehend im Unternehmen die notwendigen Konsequenzen ziehen”.
Was genau mit dem Geld finanziert wurde, ist in der Bahn bislang unklar. Offenbar wurden damit Leserbriefe, Meinungsumfragen, vorproduzierte Medienbeiträge bezahlt. Auch die Süddeutsche Zeitung erreichten nach ersten Informationen solche fingierten Bahn-Leserbriefe.
Bei einem Teil der Agenturen – nicht nur in Deutschland – hat sich das Instrument “Public relations” zu einer wirklich schweinischen Veranstaltung entwickelt. Da wird geschmiert, was die Konten und Budgets hergeben, getuschelt, manipuliert und gefälscht, getrickst und gezinkt. Fast alle Ministerchen halten sich mittlerweile PR-Manipulateure. Es stinkt gewaltig. Paßt aber zu dem sumpfigen Verwesungsgeruch, der aus dem politischen Berlin-Mitte herüberweht. Grandios, was in dieser Republik abgeht.
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