Es war zu erwarten: Angesichts bevorstehender Wahlen muss das Volk mit einem “Leckerli” bei Laune gehalten werden. Waren es vor Jahren ABM, die die Arbeitslosenstatistiken fälschen halfen, pries man noch vor einigen Monaten die Ein-Euro-Jobs als Allheilmittel. Längst hatten die Betroffenen erkannt, dass sie trotz gegenteiliger Beteuerungen der Behörden reguläre Arbeit zum Schinderlohn ausführten. Nun heißt die neueste Ausgeburt “Kommunal-Kombi”. Dabei geben der Bund 500 Euro pro Stelle, das Land 150 Euro, der Landkreis 135 Euro und der Träger oder die Kommune den nicht festgeschriebenen Rest. Manche der Träger haben keine finanziellen Mittel oder die Kommune verschleudert ihre Gelder lieber in sinnlosen Prozessen (Rathenow gegen Landkreis wegen Bismarckturm oder Rathenow gegen Bahn wegen des zweiten Tunnels). Dann werden die Langzeitarbeitslosen auf einen Stundenlohn von etwa fünf Euro kommen. Damit werden viele von ihnen weiterhin Kunden bei der Hartz-IV-Behörde bleiben. Wir sind ein Volk, eins das man für blöd verkaufen kann.
Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs
Es ist nicht zu übersehen: Neben den üblichen Papptafeln, auf denen auf irgendwelche Parties hingewiesen wird, hängen seit Wochen an jedem Laternenmast Pappscheiben mit Gesichtern oder irgendwelchen Sprüchen. Kein Mensch kann mit diesen inhaltslosen Sätzen etwas anfangen. Muss ja auch niemand. So kann nach einer Wahl wenigstens keiner an irgendeine Zusage erinnert werden. Und was man nicht versprochen hat, muss auch nicht eingehalten werden. Nur wird man mit solchen sinnlosen Plakaten die Wähler bestimmt nicht an die Urnen locken. Aber es ist ja auch egal, wer am Steuer sitzt. Tiefer kann man den Karren kaum noch in den Dreck fahren. Die Schulden sind längst nicht mehr zu überschauen, von Abbau keine Rede. Was das Volk sagt oder denkt, spielt keine Rolle. Unsere Politiker schweben in Sphären fernab jeder Realität. Was soll eine Europawahl, wenn in Deutschland die Kleinstaaterei immer mehr vorangetrieben wird?
Ich bin wahrlich nicht mit allem einverstanden, was OB David so getan hat und tut. Aber was er der Kritik des Herrn Kentsch bezüglich der Stadt Bielefeld auf NW online heute entgegenhält, findet meine volle Unterstützung:
Einen Tag nach der von Roland Kentsch (Finanzgeschäftsführer Arminia Bielefeld) bemängelten geringen Unterstützung des von ihm geführten Vereins durch die Stadt Bielefeld meldete sich Oberbürgermeister Eberhard David zu Wort. Man habe Arminia immer zur Seite gestanden, sagte David in einem Interview mit Radio Bielefeld. Als Beispiel führte er unter anderem die gemeinsame Bewerbung für die Fußballweltmeisterschaft der Frauen im Jahr 2011 an.
Außerdem habe die Stadt Bielefeld dem Verein immer dann geholfen, wenn Arminia in Not gewesen sei. David forderte, dass “sich der Vorstand auch einmal reflektiert oder reflektieren lässt”. Man müsse sich auch zu Fehlern bekennen und bereit sein sie auszumerzen, sagte er. Der Oberbürgermeister sprach von einem notwendigen geordneten Neubeginn im sportlichen und administrativen Bereich, um die Rückkehr in die Erste Liga so schnell wie möglich zu schaffen.
Roland Kentsch hat offensichtlich die Bodenhaftung verloren, weil er weiß, daß die Fans seinen Arsch fordern werden.
Wenn man dem Jugendschutzfilter JusProg Glauben schenkt, ist das politische Netz und auch Telepolis jugendgefährdend. Internetanbieter, deren Geschäftsmodell Inhalte sind, die vom Gesetz als jugendgefährdend angesehen werden, haben in Deutschland ein Problem. Sie müssen Vorkehrungen treffen, dass zu beanstandende Inhalte nicht von den lieben Kleinen aufgerufen werden können. Eine dieser Vorkehrungen sind sogenannte Filterprogramme, die von den Eltern installiert werden und den Zugriff auf indizierte Seiten sperren. Was aber, wenn diese indizierten Seiten gar keine fragwürdigen Inhalte enthalten, sondern politische Inhalte, die vielleicht nicht jedermanns Geschmack sind?
In der Schwarzen Liste des Filteranbieters JusProg e.V. finden sich massenhaft alternative Medien wie beispielsweise Telepolis oder die Nachdenkseiten, die offensichtlich nach Einschätzung der Hamburger Jugendschützer nicht für Jugendliche geeignet sind. Auch die Internetseiten der Grünen und der Piratenpartei sind nach Einschätzung von JusProg jugendgefährdend.
Dies alles wäre lediglich eine weitere Internetposse unter vielen, wenn nicht ausgerechnet JusProg als einziges Filtersystem zu einem Modellversuch der staatlichen Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zugelassen wäre. Ein Filtersystem mit staatlicher Rückendeckung, das die Informationen einzelner Parteien unterdrückt, wäre allerdings ein Verstoß gegen das Parteiengesetz, welches in §5 die Gleichbehandlung aller Parteien einfordert. Quelle: Spiegelfechter.
Jaja. Zensurullas Ideen greifen weit. Pech nur, wenn man sich die falschen “Verbündeteten” ins lächerliche Weltbild holt. Also, jut aufpassen: Verantwortlich für JusProg e.V. ist ein gewisser Mirko Drenger. Wenn man seinen Namen in Google eingibt, kommt das:
Mirko Drenger wird Geschäftsführer des Erotikportals Fundorado
Fundorado hat einen Geschäftsführer ernannt: Mirko Drenger war vorher Einkaufsleiter des Flensbruger Erotik-Versands Orion und bereitet nun den Start des Erotikportals im Herbst vor. Fundorado ist ein Joint-Venture von Orion, dem Internet-Provider Freenet und dem Webtechnik-Spezialisten Audiofon. Das Portal soll gegen Zahlung einer Pauschale von 9,95 Euro dem User ein breites Spektrum von erotischen Angeboten von Fotos über Streams bis zu Webcam-Übertragungen bieten.
Ich lache immer noch….. Unterstützt wird der Vogel von zB. BILD.de (Mit den dicken Titten vornedrauf und den einschlägigen Tips), “Berlin intim……clever poppen!”. Das ist also Kekstochters “Allianz”, die andererer Leute Webseiten zensiert? Sorry, dieses Land und insbesondere seine Berliner Junta ist völlig durchgeknallt.
Nach den Beobachtungen des städtischen Ordnungsamtes und der Polizei nutzen Lieferanten und Radfahrer die Einkaufsstraßen verstärkt auch außerhalb der zugelassenen Zeiten. Des Weiteren ist in den umliegenden Straßen eine erhöhte Nutzung der Liefer- und Ladezonen als Langzeitparkplatz festzustellen. Dieses Verhalten schlägt sich unter anderem auch in der Zahl der Anwohner-Beschwerden nieder.
Die Stadt Bielefeld und die Polizei werden daher vor allem im Monat Juni intensiv die Fußgängerzonen sowie die angrenzenden Liefer- und Ladezonen kontrollieren. In den Einkaufsstraßen wird verstärkt auf Falschparker, Lieferanten außerhalb der Lade- und Lieferzeiten sowie auf Fahrradfahrer geachtet. In den Liefer- und Ladezonen richtet sich das Augenmerk der Behörden insbesondere auf Falschparker. Ziel ist es, die Anzahl der Fahrzeuge, die außerhalb der Lade- und Lieferzeiten die Fußgängerzonen befahren, zu minimieren und die Radfahrer zu bewegen, ihr Fahrrad in den Fußgängerzonen zu schieben oder diese zu umfahren.
Liebe Stadt Bielefeld, deren Pressemitteilung das ist, ihr macht es Euch einfach zu schwer: Landfahrer, die von Osnabrück oder Gütersloh, Herford oder Münster ankommen, leitet Ihr wie früher bei Ein -, Zwei – oder Dreischlingen in einen bewachten Halt und chipt die Arme der Fahrer. An die Wägen kommen Abhör – und Überwachungsanlagen. Gibts im Tiefparterre bei Karstadt. Wolfgang Schäuble berät Euch gerne. Dann kann so ein wildes Parkieren außerhalb der genehmigten Lade – und Lieferzeiten auch nicht passieren. Wo kommen wir denn hin, wenn vor Böckelmann 40 Tonner stehen, gell? Dann braucht Ihr keine Streifen mehr und könnt mit umgehängten Plakaten für den Herrn Kentsch vom Erstliga-Versager Arm. Bielefeld Reklame für die Spiele gegen Duisburg, Paderborn und Rostock und so laufen.
Roland Kentsch nahm vor allem die Stadt Bielefeld in die Pflicht. Die Kommune trage eine Mitschuld, weil sie anders als Städte anderer Profivereine wie Aachen oder Mainz dem Verein nicht ausreichend unter die Arme greife. “Sämtliche Belastungen des Stadions wurden in die Hände des Klubs gelegt”, sagte Kentsch. Dadurch wären die knappen Mittel im sportlichen Bereich zusätzlich begrenzt gewesen. “Die Stadt muss sich fragen, ob man den wichtigsten Imageträger angemessen unterstützt hat.“ Das sagte Geschäftführer Finanzen Roland Kentsch beim “Arminenstammtisch” Montagabend, der auf Radio Bielefeld und nicht öffentlich stattfand, da man wegen möglicher Relagionsspiele nicht wußte, wo sich Arminia zur fraglichen Zeit befinden würde.
Nun denn, lassen wir das mal so stehen. Die Mannschaft von Arm. Bielefeld stellt nach wie vor der Verein zusammen, der Verein spielt und nicht die Stadt. Niemand von der Stadt hat wohl gesagt: “Erfüllt die Lärmschutzaufgaben, indem ihr 15 – 18 Millionen statt möglicher 10 Millionen verbaut”. Irgendwie riecht das alles nach “weiterwurschteln”.
im Moment zieht sich alles zusammen, aber ruhig ist es noch und WARM! Es gilt für uns immernoch die Unwetterwarnung, in NRW wurde sie bereits zurückgezogen. So wie es aussieht, bekommen wir es auch ab, wie viele andere auch, aber tja FULDA bloggt ^^
http://www.unwetterzentrale.de/uwz/plzinfo.php?plz=36043
Bitte Fenster geschlossen halten, ich werde auch noch schnell mein Auto in die Garage fahren.
xoxo Shin~
Wie sozial ist Europa? Dazu liegt jetzt eine Studie der Berliner Organisation Berlinpolis vor, die eindeutig aufzeigt, was unter GAZgerd und später Templins ganzem Stolz der gehobenen Rouladenbraterei, Dr. Angela “IM Erika” Murkel in Deutschland konkret politisch versaut wurde:
Die Bundesrepublik kann sich zwar verbessern, landet aber noch immer hinteren Mittelfeld. Die Schwächen und auch Stärken des deutschen Systems werden in der vergleichenden, indikatorbasierten Untersuchung offenbar. Über die fünf untersuchten Dimensionen, die jeweils mehrere Einzelindikatoren zusammenfassen, erreicht Deutschland folgende Ergebnisse:
· Platz 24 und damit Schlusslicht beim Generationenverhältnis,
· hinteres Mittelfeld (Ränge 17 und 18) in den Bereichen Arbeitsmarktchancen sowie Bildung- und Ausbildung,
· Rang 12 und somit vorderes Mittelfeld in der Dimension Einkommensverteilung und soziale Absicherung,
· Platz 9 und damit knapp hinter der Spitzengruppe im Bereich Geschlechtergleichstellung.
Vorne liegen die skandinavischen Länder. Die komplette Stdudie mit den Ergebnissebn deutschen Politikversagens von Kohl über Schröder bis Merkel kann man hier herunterladen.
Wenn man also die Einkommen aller Berufstätigen vertausendfachen würde, wären trotzdem die Hartz IV Empfänger unter der Armutsgrenze, aber Millionäre. Da kann doch was nicht stimmen.
1903 wurde die Hochzeit zum ersten Mal von 145 Mitwirkenden nachgespielt. Früher war die Veranstaltung jährlich. Heute findet sie nur noch alle vier Jahre statt. Über 2000 Mitwirkende ziehen in historischen Gewändern durch die Stadt.
Ihren Namen kenne ich nicht. Wer sie hegt und pflegt ist mir unbekannt. Aber unweit des blau bemalten Haufens, das sich AlmSchücoArena nennt, blüht sie in einer Schönheit, die unzweifelhaft “1. Liga” bedeutet.
Der Streit um die Ladenöffnungszeiten scheint in diesem Land wohl nie zu Ende zu gehen. Zwar hat sich die Politik in den vergangenen Jahren in Sachen Ladenschluss deutlich bewegt. Aber die Bedenkenträger pflegen immer noch ihre Nischen. Ganz seltsame Ecken sind das oft. Beispiel Pfingstsonntag. Warum da kein Bäcker Brötchen verkaufen darf, der Tankwart nebenan aber doch – muss man das verstehen? Wenn die CDU an dieser seltsamen Regelung mit dem Argument festhält, so die religiösen Gefühle vieler Menschen zu schützen, wirft das weitere Fragen auf. Und die gehen schnell ins Absurde: Warum ist ein Tanke-Brötchen unter religiösen Gesichtspunkten besser als ein Bäcker-Brötchen? Im Ernst: Warum dürfen Kaufleute ihre Waren und Dienstleistungen nicht generell dann anbieten, wenn es dafür Nachfrage gibt? Das würde Anbieter und Kunden freuen. Aber im “modernsten Ladenschlussgesetz der Republik” (so die CDU) ist das nicht vorgesehen.
Dann stellen wir uns mal auf Karawanen von Tankstellenanfahrern auf Herforder und Detmolder ein, auf der Suche nach dem krossen Croissant und dem knackigen Brötchen. Minipräses Rüttgers sein Frau hat wahrscheinlich eine schwarzgelbe Backmischung zuhause und bäckt “nach Pinkwarter Art”. Hoffentlich gelingt ihr die gelbe Glasur auf dem schwarz verkohlten Brötchen.
Ich habe noch nie eine Palme bestiegen, was ein Fuchsteufel ist weiß ich nur aus Erzählungen, meine Hutschnur ist aus Titan, kurz: Ich bin eher einer dieser ruhigen, geduldigen Menschen. Das hat sich allerdings gestern kurzzeitig geändert, als ich das Lied “Der Lippstädter” des Liedermachers Simon Titz gehört habe.
Was der heimische Barde sich für dieses Lied zusammengedichtet hat (hier nachzuhören als kleiner Ausschnitt, mp3), ist Meilen entfernt von der Beschreibung eines typischen Lippstädters. Laut Herrn Titz liegen wir Lippstädter nämlich z. B. “in jedem Urlaubsland gern am Strand“, und das “trotz Hartz 4“. Mal abgesehen davon, dass Lippstädter demnach nie in Binnenstaaten Urlaub machen – am Strand liegen noch ganz viele andere Leute gern, die nicht unbedingt Lippstädter sind. Es kommt noch besser: Ich persönlich liege eher ungern am Strand, obwohl ich Lippstädter bin.
Der Songtext würde genauso gut oder schlecht auf jede andere Stadt und ihre Bewohner passen. Das hat Herr Titz aber auch schon bemerkt: Das selbe Lied gibt es nochmal, nur dass er statt “Lippstädter” jedesmal “Deutschländer” singt (hier wieder ein Ausschnitt, mp3).
Wie ich’s auch wende, ich werde aus dem Song nicht schlau und fühle mich irgendwie nicht wirklich repräsentiert. Ich finde, wenn man ein Lied über”den Lippstädter” macht, sollte der auch irgendwie charakterisiert werden. Das ist garnicht so leicht. Aber wenn man es nicht hinbekommt sollte man es besser lassen, und keinen Etikettenschwinkel betreiben.
Und wer zur Hölle ist eigentlich dieser “Zieh aus dem Eis”?
Wenn ein Unternehmer seinen Laden nicht in Ordnung hat, schwafeln die leitenden Angestellten jeder für sich vor sich hin. Übertragen auf die Politik hat die Brandenburgische Kanzlerindarstellerin offensichtlich ihren Laden auch nicht im Griff.
Meine aus Pommern stammende Mutter sagte in ihrer drastischen Art immer, wenn die Nase kribbelte:
“Da kriegste frischen Dreck zu riechen”.
Heute in der Früh kribbelte sie gewaltig und der Dreck ließ keine Sekunde auf sich warten:
Wirtschaftsamateur Guttenzwerg will “Opel zerschlagen”
Die Junta plant Steuersenkungen für Unternehmen (Damit Porsche weiter Roulett spielen kann)
Im “Politbüro” der Arm. Bielefeld ziehen derweil Präses Schwick (“Begrabt mich dereinst im Anstoßkreis der Alm”) und der blutleere Herr Kentsch keineswegs das Büßerhemd an. Mit 13.500 Zuschauern pro Spiel als Schnitt planen sie die Zukunft in der Bedeutungslosigkeit der 2. Liga. Man sollte jedem Zahlenden gleich 2 Plätze gegen den FSV Frankfurt andienen.
Einer hervorragenden Einschaltquote kann sich RTL am 3. Juni sicher sein, aber ob der Kölner Privatsender mit der Dokumentation »Erwachsen auf Probe« seinem Ansehen einen Gefallen tut, ist höchst fraglich. Eltern überlassen in der Sendung ihren Nachwuchs vier Tage lang Teenagern, die die Tücken und Herausforderungen der Kindeserziehung kennenlernen sollen. Das Prinzip Babytausch hat soviele Gegner hervorgerufen wie kaum eine Sendung zuvor. Der Deutsche Kinderschutzbund, die Evangelische Kirche, Psychotherapeuten und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe wettern genauso dagegen wie Landesmedienanstalten, Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Saarlands Ministerpräsident Peter Müller (CDU). Sie alle mahnen zurecht: Mit Kleinkindern macht man keine Experimente! Auf den ersten Blick scheint es verfrüht oder leichtfertig zu sein, eine Sendung zu verdammen, die noch gar nicht ausgestrahlt wurde. Aber wenn das ihr zugrundeliegende Konzept fragwürdig ist, rechtfertigt dies deutliche Worte im Vorfeld. Dass Babys wie Spielzeug an Wildfremde ausgeliehen werden, ist ungeheuerlich. Dies kann zu Bindungsstörungen führen. Gerade in den ersten Monaten und Jahren ist das Bedürfnis der Kinder nach Bindung, festen
Bezugspersonen, entscheidend. Wer sie ohne zwingenden Grund von der Mutter trennt, setzt sie Stress aus und nimmt möglicherweise posttraumatische Störungen billigend in Kauf. Aber für spätere Auffälligkeiten hat RTL ja seine Geheimwaffe, die Super-Nanny. Der Privatsender betrachtet Babys als Verfügungsmasse der Eltern. Wenn Mutter oder Vater zustimmt, ist angeblich alles in Ordnung. Das ist es aber nicht. Bei der obskuren Sendung »Frauentausch« auf RTL 2 entscheiden erwachsene Frauen aus freien Stücken, ob sie ein paar Tage in einer anderen Familie und mit einem anderen Mann verbringen wollen. Beim Babytausch dagegen werden Kleinkinder als willenlose Objekte vor den Karren kommerzieller Zwecke gespannt: RTL will mit
ihrem Geschrei, ihren vollen Windeln und den hilflosen Gesichtern der Erzieher auf Zeit Quote machen, über Werbespots Geld verdienen. Die Behauptung, man wolle minderjährige Mädchen vor unbedachten Schwangerschaften warnen, ist nur vorgeschoben. Ginge es darum, ließe sich das Ziel nämlich auch anders erreichen. Durch Berichte etwa über den Babysimulator, jene Computerpuppe in Schulen, die deutlich macht, dass Erziehung kein Zuckerschlecken ist. Oder warum begleitet RTL junge Eltern nicht mit der Kamera bei der Erziehung ihrer Kinder und lässt Teenager im Studio Fragen stellen? Weil die Sendung nicht spektakulär genug ausfiele. Auffallen aber garantiert in unserer Fernsehwelt Aufmerksamkeit und schafft die Voraussetzung für eine hohe Einschaltquote. Aber nicht jeder mag Fernsehen, bei dem erst die Sensation und dann die Ethik kommt. Deshalb empfehle ich für den 3. Juni: Sendertausch per Fernbedienung.
Tja, liebes Westfalen-Blatt. Der Dreckssender, hinter dem die charakterlosen Geschäftemacher mit der bigotten Familie an der Spitze aus dem Gütersloher Straßendorf stehen, hat aber genau das erreicht, was er wollte: Remmidemmi um des Remmidemmi willen. So war das damals schon mit dem hirnrissigen “Big Brother”. Ich kenne Menschen, die sich auch heute noch davor setzen und sich den absoluten Schwachsinn anschauen. Unbegreiflich und jede Diskussion überflüssig.





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