StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

Do
21
Mai '09

Fulda-Blog: Wer gewinnt ~ Karstadt oder Kaufhof ~ ?

Wie ich heute in den Nachrichten gelesen habe, sind sich die Chef beider Unternehmen (Metro und Arcandor) sicher, die “Deutsche Warenhaus AG” ist ein sinnvoller Weg. Geht es soweit, dass es kartellrechtlich keine Probleme gibt, stehen wohl nicht nächsten Probleme an. Denn zusammen haben sie 200 Märkte und 60000 Mitarbeiter, aber die Zahl wird wohl kaum so bleiben, wenn man allein die Situation in Fulda betrachtet. Galaria und Karstadt konkurrieren Auge um Auge, dies auch wörtlich genommen. Keine 200 Meter trennt die beiden Unternehmen am Uniplatz und logisch ist, dass ein Gebäude aufgegeben wird. Natürlich ist das nur mein Gedanke, aber was sollen sie mit 2 Gebäuden, wenn es nur noch ein Unternehmen ist? Zusätzlich ergibt es ein unternehmerischer Vorteil, Mitarbeiter können entlassen werden und das machen Unternehmen so gerne.

Daher bleiben weitere Fragen offen, was wird wohl passieren, ich bin gespannt.

Shin

Bielefeld-Blog: “Riesige Einkaufszentren vor den Toren”?

Etwa hundert Jahre lang war das Kaufhaus die Einkaufsattraktion jeder größeren Stadt. Doch seit 20 oder 30 Jahren verliert es Marktanteile an die Konkurrenz. Riesige Einkaufszentren meist vor den Toren der Stadt halten eine viel größere Auswahl bereit. Zudem unterbieten die Discounter mit ihren Billigpreisen jedes Kaufhausangebot. Nicht zuletzt sind Supermärkte und das Internet als weitere Konkurrenten näher am Verbraucher. Doch nicht diese vielen Jäger führen nun zum voraussichtlichen Tod von Hertie. Trotz der schwierigen Situation, die durch die Wirtschaftskrise noch verstärkt wird, schreiben die meisten der 54 Hertie-Kaufhäuser schwarze Zahlen. Doch den Investoren genügt dies nicht. Sie erhoffen sich vom Verkauf der leergeräumten Immobilien eine schnelle und höhere Einnahme. Wenn sie sich da mal nicht täuschen! Die Diskussion um eine Fusion der Kaufhof-Häuser, zu denen Hertie bis 1993 gehört hat, mit Karstadt zeigt, dass hier nicht nur ein Konzern gescheitert ist; vielmehr kämpft die gesamte Branche ums Überleben.

Ein Kommentar des Westfalen-Blattes. Für “Perlekättche Hettie” gibt es sehr wohl eine konzereigene Begründung des Niederganges und bei Karstadt hat sie einn gewisser Thomas M. mit seinen “globalen Experimenten” auch geliefert. Brechen wir das doch einmal auf Bielefelder Verhältnisse herunter.

Karstadt Bahnhofstraße: Ewiger Hort des Gestern. Renovierung immer wieder verschoben.
Kaufhof: Renoviert- Saturn im Souterrain zieht Technikfreaks an, weiter oben ist es immer recht leer

Wo haben wir “Riesige Einkaufszentren vor den Toren der Stadt”? Die OBI´s, Marktkauf´s, Real´s liegen doch nahezu alle im Stadtgebiet. Da muß es wohl schon andere Ursachen haben, wenn der Handel auch in der Metropole nicht besser floriert als anderswo. Immerhin ist Bielefeld so etwas wie ein Oberzentrum.

Lassen wir uns mal überraschen, wie sich das ganze Thema “Kesselbrink” und “Anbindung an die Innenstadt” entwickelt, seit Landes – und Bundesmittel in Millionenhöhe zugesagt wurden. In dem Zusammenhang: Gab es da nicht eine ebenso grandios wie großkotzig angekündigte Neuplanung des Jahnplatzes?

Bielefeld-Blog: Kein Kreuz der “Deutschen Kinderhilfe”

Die deutschen Bundesminister von und zu und weg zu Guttenberg und die als manipulierende “Zensurulla” bekannt gewordene Niedersachsenfurie Ursaula von der Leyen nehmen in ihrenm Kampf für die kommende Zensur des ihnen mißliebigen Internets auch gerne die Hilfe von Gaunern, Manipulateuren und Charakterlosen an. Am Samstag werden eventuell auch vor der Schüco-Arena im Vorfeld des Spieles Arm. BI gegen Hannover 96 Leute von der “Deutsche Kinderhilfe e.V.” mit Unterschriftenlisten stehen und nett um einen Eintrag “gegen die Petition zur Nichtsperrung von Kinderpo…..Seiten” bitten. Tausende werden unterschreiben. Sie wissen ja nicht, bei welchem Müllverein in wohlwollenden Diensten der Zensurminister Guttenberg und von der Leyen sie es tun.

Was ist das für ein “Verein”, dem die Minister so liebenswert zugetan sind? Der Blogger “Spiegelfechter” deckt auf:

Die „Deutsche Kinderhilfe“ wurde im Jahre 2000 in personeller und organisatorischer Nähe zur 3 W GmbH gegründet, einem Anbieter von „Mehrwertprogrammen“ und „Kundenkarten“. In Zusammenarbeit mit der 3 W GmbH bietet die „Deutsche Kinderhilfe“ ihren Förderern dann auch das „Mehrwertprogramm“ myfam an, mit dem unter anderem Zeitschriftenabonnements vertrieben werden. Die Verbindung von myfam und der „Deutschen Kinderhilfe“ wird auch wegen „nicht hinreichender Transparenz“ vom NRW-Landesbeauftragten für Datenschutz überprüft. Es sei nicht erkennbar, wer die persönlichen Daten verwaltet und was mit ihnen geschehe.

Und weiter:

Diese Verquickung von Vereins- und wirtschaftlichen Interessen ließen dann auch die Experten an der Gemeinnützigkeit der „Deutschen Kinderhilfe“ zweifeln. Als erstes reagierte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz. Dort wollte man mehreren dubiosen Vereinen verbieten, unter dem Schirm der Gemeinnützigkeit Spenden zu sammeln. Um einem Verbot zuvorzukommen, stellte die „Deutsche Kinderhilfe“ im Juni 2007 ihre Aktivitäten in den rheinland-pfälzischen Fußgängerzonen ein. Ein Jahr später schloss der Dachverband „Deutscher Spendenrat e.V.“ die „Deutsche Kinderhilfe“ aus seinen Reihen aus. Im Vorfeld hatte die „Deutsche Kinderhilfe“ mit Massenabmahnungen erfolglos versucht, ihre Gegner mundtot zu machen. Der darauf folgende Versuch, beim DZI das Spendensiegel zu bekommen, schlug ebenfalls fehl. Spendenexperte Christoph Müllerleile wirft der „selbsternannten Kinderlobby“ derweil vor, „dass sie von Anfang an darauf ausgerichtet war, kommerziell zu wirtschaften. Dabei [sei] ein solches Organ eigentlich überflüssig, weil es sehr viele gute Fürsprecher für Kinderangelegenheiten gibt.“

Nachdem die „Deutsche Kinderhilfe“ es nicht schaffte, sich mit einem seriösen Umfeld zu schmücken, wechselte sie die Vereinsstrategie. Nicht mehr die Projektarbeit, sondern Lobbying und PR-Arbeit rückten nun in den Fokus. Und diese Lobby- und PR-Arbeit hat es in sich. Die „Deutsche Kinderhilfe“ will sich als Gegenpart zu den „etablierten Versorgungstöpfen der großen Wohlfahrtsverbände“ (Eigenwerbung) positionieren. Dabei wirken die politischen Handlungsempfehlungen der Kinderhilfe wie aus der Feder konservativer Familienpolitiker.

Die „Deutsche Kinderhilfe“ wirkt eher wie eine konservative Vorfeldorganisation der CDU, denn wie ein gemeinnütziger Verein, dem es um das Wohl der Kinder geht. Leider wird sie in den Medien immer wieder als neutrale Rückendeckung für CDU-Positionen zitiert. So war es auch die Kinderhilfe, die dem pöbelnden JU-Vorsitzenden Philipp Mißfelder Schützenhilfe gab, als dieser Hartz IV-Empfänger pauschal als Alkohol- und Tabaksüchtige verhöhnte. So überrascht es auch nicht, dass die Kinderhilfe als einziger Verein von der Leyens Internetsperrphantasien begrüßt.

In den nächsten Wochen werden sicher Tausende die argumentativ inhaltsleere Unterschriftenliste der „Deutschen Kinderhilfe“ unterschreiben. Gegen Kinderpornographie ist jeder und da macht man auch gerne sein Kreuz an der richtigen Stelle. Hintergründe interessieren da wenig und auch weiterhin wird in den Medien die „Deutsche Kinderhilfe“ als neutrale Instanz zitiert werden. Dass sie eher eine PR-Agentur für konservatives Ideengut ist, die gegen die klassisch „sozial“ ausgerichteten Wohlfahrtsverbände positioniert wird, interessiert da wenig.

Auch beim Blogger “fixmbr” finden wir interessante Details zur “Kinderhilfe” und den durchgeknallten Ministern:

Ich hab politisch schon viele Dinge verfolgen dürfen. Als politisch interessierter Beobachter und Kommentator, als auch aus Berichten von Freunden, die in verschiedenen Parteien aktiv sind – ich habe mir das bisher verkniffen. Allgemein wird immer gesagt, dass Politik ein dreckiges Geschäft sei. Das trifft es nur unzureichend – die Wirklichkeit ist noch viel schlimmer. Der große Erfolg der Petition: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009 hat heute extreme Wirkung gezeigt. In die Debatte rund um die Internetzensur hat sich heute die Deutsche Kinderhilfe eingeschaltet. Kinderhilfe – das suggeriert, dass Kindern geholfen wird. Doch ist dem wirklich so? Gut, dass uns das Internet noch erlaubt wird und wir so ein wenig recherchieren können. Dann zeigt sich nämlich ein zweifelhaftes Bild.

Schauen wir uns vorab die Presseerklärung der Kinderhilfe an. Peinlicher geht es kaum. Die schon widerlegen und bekannten Aussagen von den Herrschaften von der Leyen, von und zu Guttenberg und Meinel werden wiederholt, die Mitzeichner der Petition in Nebensätzen weiter diskreditiert und mit Kinderpornografie in Verbindung gebracht. Die Unterschriftenaktion ist ein schlechter Witz – es soll gegen Kinderpornografie im Internet unterschrieben werden. Dass es darum nicht wirklich geht, wurde mittlerweile mehrfach dargelegt. Ich wiederhole mich nicht schon wieder. Es hat den Anschein, als sei hier eine politische Organisation am Werke.

Auch Arm. Bielefeld wurde bereits von den Heilsbringern der “Deutsche Kinderschutzhilfe” angesprochen und konterte auf seiner Website im Vorfeld des Spieles gegen 1899 Hoffenheim am 13.05.09 wie folgt:

Entgegen anderslautender Medienberichte findet eine geplante Unterschriftenaktion der Deutschen Kinderhilfe heute Abend beim Spiel gegen Hoffenheim nicht in der SchücoArena statt.

Die Deutsche Kinderhilfe hatte im Vorfeld angefragt, eine Unterschriftenaktion durchzuführen, die das geplante Gesetz zur Sperrung kinderpornographischer Seiten im Internet unterstützt. Die Anfrage kam allerdings zu kurzfristig, so dass zur gleichen Zeit eine große Promotionaktion eines Hauptsponsors des DSC in der SchücoArena bereits geplant war. Auch direkt vor den Toren des Stadions konnte die Durchführung der Aktion nicht gestattet werden, um den Einlass dort aufgrund des hohen Besucheraufkommens am Spieltag nicht zu behindern.

Pervers, wie weit Mitglieder einer Bundesregierung in ihrer geistigen Verblendung bereits gehen. 3. Reich-Goebbels und sein DDR-Pendant hätten bereits viel lernen können.

Bielefeld-Blog: Die Gütersloher Zensurtruppe

Das las ich grade in den Pressemeldungen:

München (ots) - arvato online services, Full-Service-Dienstleister für Online-Marketing und Loyalty-Services, hat sein Portfolio um Social Media Monitoring erweitert. Unternehmen erhalten damit die Möglichkeit, relevante Foren, Blogs und Communities zu beobachten und die Darstellung des eigenen Portfolios und Images im Netz zu überwachen. Bei negativen Ergebnissen bietet arvato online services seinen Kunden die richtige Strategie, um dem aktiv entgegenzuwirken. Mit ihrem umfangreichen Portfolio können die Münchner Online-Experten zielgruppengenaue Marketing-Aktionen planen und durchführen und Unternehmen dabei helfen, die Eigendarstellung im Netz kontrollieren und steuern zu können.

Im Klartext: Die BertelsmannMohn-Mischpoke aus dem Güterloher Straßendorf manipuliert und zensiert im Kielwasser der religiös Wahnenden Ursula von der Leyen gleich mit. Die nächste Stufe der Manipulation und Würgerei der Deutschen ist ja bereits erreicht: Seit April 2008 arbeitet auch der 1. Vorsitzende des Vereins Wikimedia Deutschland bekannt als bezahlter Redakteur für Spiegel Wissen und ist damit ein Mann von Bertelsmann. Ja so macht man das in der geistig gefährlichen Provinz.

Bielefeld-Blog: Jede Menge Nichtväter unterwegs

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Bollerwägelchen voll mit gekühltem Bier, Strohhüte und Nichtväter. Es hat sich wenig geändert, seit der “Vatertag” in den USA erfunden wurde. Dazu Wikipedia:

Der volkstümliche Vatertag wird in Deutschland am christlichen Feiertag „Christi Himmelfahrt“ gefeiert, dem 40. Tag nach Ostern. Er wird auch als Männertag oder, vor allem in Ostdeutschland, als Herrentag bezeichnet. Seit 1936 ist Christi Himmelfahrt in Deutschland gesetzlicher Feiertag (in der DDR war der Tag nur bis 1966 und im Jahr 1990 ein gesetzlicher Feiertag).

Die heutige Form des Vatertagfeierns ist Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin und Umgebung aufgekommen und erfreut sich bei Männern immer noch großer Beliebtheit. Kernelement war dabei die „Einweihung“ der Jüngeren in die Sitten und Unsitten von “Männlichkeit”.

Der Herrentag ist vor allem in Ostdeutschland durch die sogenannte Herrenpartie gekennzeichnet. Die Teilnehmer (traditionell ausschließlich männlich – jung und alt) machen dabei meist eine Wanderung oder eine gemeinsame Ausfahrt, bei denen oftmals viel Alkohol konsumiert wird. Dabei hat man häufig traditionelle Ausflugspunkte als Ziel oder man tourt von Gaststätte zu Gaststätte. Bei Wanderungen werden häufig Handwagen, Bollerwagen oder Schubkarren mitgeführt, um die Getränke besser transportieren zu können. Für die Ausfahrten werden meist Fahrräder (zum Teil mit Anhänger), Kremserwagen (Kutschen) oder ältere Traktoren mit Hänger genutzt. Die Fahrzeuge oder Wagen werden dabei teilweise nur an diesem Tag genutzt und dafür speziell umgebaut, z.B. besondere Fahrradtandems oder Fahrräder mit mehr als einem Dutzend Sitzplätzen. Häufig werden die Gefährte mit Flieder und Birkenzweigen geschmückt.

Aufgrund des erhöhten Alkoholkonsums und den häufig durchgeführten Massenveranstaltungen (hierzu zählen u. a. gemeinschaftliche Ausflüge, z.B. Grillausflüge, Ausflug an den Angelsee) gibt es, wenn man die Statistik betrachtet, am Vatertag erheblich mehr Schlägereien als an gewöhnlichen anderen Tagen. Laut dem Statistischen Bundesamt steigt die Zahl der durch Alkohol bedingten Verkehrsunfälle an Christi Himmelfahrt auf das Dreifache des Durchschnitts der sonstigen Tage an und erreicht einen Jahreshöhepunkt.[1]

Heutzutage wird der Vatertag zunehmend als Familienfest gefeiert, etwa um gemeinsame Tagesausflüge zu gestalten, auch um über das verlängerte Wochenende (mit Freitag als Brückentag, der in vielen Schulen freigegeben wird) in Kurzurlaub zu fahren.