StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

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Mai '09

Bielefeld-Blog: Dr. Murkel verbittet sich was

Die Kanzlerin fordert “konstruktive Antworten” statt Panikmache: Angela Merkel kritisiert scharf die wiederholten Warnungen der Gewerkschaften vor sozialen Unruhen in Deutschland. Der CDU-Chefin zufolge ist das Schlimmste der Krise bald überstanden – DGB-Chef Sommer sieht das anders. mehr…

Ähm, hab ich da was nicht mitbekommen? Eine Rouladenbraterin “verbittet” sich etwas? Maulkörbe aus dem Kanzleramt? Wo leben wir eigentlich? Republica Weltfremda dos Bananas? Hat die Kanzleuse eine einzige Antwort auf die Fragen der Zeit? Nein. Nur dummes Geschwafel. Heiße Luft. Sonst nichts.

Bielefeld-Blog: Schweinegrippe erfasst vor allem Marketer-Hirne

Es geht immer noch bekloppter. Vor allem in den USA, die ja grad erst den Clou des Jahrhunderts mit der von Rockefellers Verbrecherclan gesteuerten “Finanzkrise” geliefert haben. Jetzt vermarktet man auch die Schweinegrippe. Oder wie soll man sonst diese Pressemeldung deuten?

New York (pte/01.05.2009/06:10) – Das weltweit Aufsehen erregende und weithin unter dem Namen “Schweinegrippe” bekannte H1N1-Virus hat einen neuen Werbetrend ausgelöst. So verknüpfen Unternehmen ihre Botschaften neuerdings gerne mit der Krankheit. Wie das Wall Street Journal berichtet, erkennen Firmen verschiedenster Branchen darin ein Potenzial, um den Absatz ihrer Produkte anzukurbeln. So soll die um sich greifende Hysterie um den H1N1-Virus nicht nur der Pharmaindustrie zugute kommen. Darüber hinaus nutzen etwa Hersteller von Hygieneprodukten wie Seife die derzeit hohe Aufmerksamkeit. Selbst Produzenten von Designer-Gesichtsmasken zum Infektionsschutz versuchen, aus der Schweinegrippe Profit zu schlagen. Quelle: ddp

Frankfurtoder-Blog: 15 Jahre Carpe Diem Besetzung

Vor nun mehr 15 Jahren wurde in Frankfurt (Oder) das Carpe Diem besetzt, ein Anlaß einen Blick zurück zu werfen.

Mit der Besetzung des Kießlinghauses am 1. Mai 1994, wollten Jugendliche und junge Erwachsene der Stadt, auf die unbefriedigende Lage im Bereich der offenen Jugendarbeit und der Kulturarbeit in Frankfurt (Oder) hinweisen.

Es wurden eine Bar, ein drogenfreies Infocafé und Proberäume eingerichtet. Zeitweise lebten bis zu 35 BewohnerInnen zwischen 16 und 26 Jahren im Haus.

Am 29.06.1994 gründete sich der Verein „Carpe Diem“, um einen Schritt in Richtung Legalisierung der Besetzung zu gehen.
Ziel und Aufgabe von Carpe Diem sollte es sein Wohn- und Kulturraum zu schaffen und soziokulturelle und kooperative Projekte zu unterstützen.

Am zweiten Juli Wochenende 1994 fand ein erstes Straßenfest statt, welches sehr positiven Anklang in den Medien fand.
Bei den Verhandlungen mit der Stadt Frankfurt (Oder) und der Eigentümerin des Hauses, der Deutschen Bahn AG, stellte sich schnell heraus, dass die VertreterInnen der Bahn kein Interesse an einer für alle Seiten annehmbaren Lösung hatten. Sie beharrten auf einem Verkauf des baufälligen Objektes für rund 1,3 Mio. D-Mark.

Im Herbst 1995 hieß es, dass die deutsche Bahn AG einen Investor gefunden hat.
Am 15.11.1995 wurde das Haus verlassen.
Von der Wowi wurden Ersatzwohnungen angeboten und von Teilen der BesetzerInnen bezogen.

Am 1.05.1996 fand zum zweiten Jahrestag der Besetzung des Kießlinghauses, auf dem Hinterhof des Gebäudes eine Party statt, die Polizei räumte das Gelände und nahm zwei Personen fest.

14 Jahre nach der Räumung des Kießlinghauses denkt die Bahn als Eigentümerin immer noch nicht daran, in die Instandsetzung des Hauses zu investieren, der oft versprochene Investor ist bis heute nicht in Sicht…

Bielefeld-Blog: NW-BILDerisierung bekam Europäischen Zeitungspreis

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Da betrachten wir die Boulevardisierung und Klonung der BILD seitens der NW hier in der Metropole kritisch und was passiert? Sie bekommen den “Europäischen Zeitungspreis” für die “einmalige Idee”, Abo – und Einzelverkaufsausgabe auf dem Titel anders aufzumachen. Genial. Große Bilder, wenig Text. Erinnert doch an Diekmännchens BILD-Versuche. Offensichtlich geht es bei diesem Preis nicht um Inhalte, Fundiertes, Fakten, kritische Sichtweise, Hinterfragung der herrschenden Junta.

Passt also nahtlos in das BILD, das sich uns von den meisten gleichgeschalteten Medien bietet.

Bielefeld-Blog: Glauben Sie Politikern noch irgendetwas?

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Man kann die Frequenz des Sich-an-den-Kopf-Schlagens leider nicht auf Kolibri-Flügelschlaggeschwindigkeit erhöhen, wie man es tun müßte, verfolgt man die Idiotie und Hysterie der Medien, das unsäglich dumme Geplapper charakterloser Politiker und die scheinheilige Lüge der Kriminellen in Nadelstreifen, Bankster genannt. Minütlich prasselt es auf die Menschen ein: Getestet, ach nein, Entwarnung, Stufe 5. So gut wie nichts hält korrekter Überprüfung stand, aber die Medien machen weiter. Wie die chinesische Wasserfolter. Tropf, tropf, tropf. So wundert es nicht, wenn die Politiker vom Volk als das entlarvt werden, was sie sind: Charakterlose Lügner. Auf diesem Blog findet sich eine wunderbar zu lesende Analyse der Schweinerei, die derzeit um die Mexiko-Grippe veranstaltet wird. Dieses Diagramm macht deutlich, was die Mehrheit von der Berliner Politmischpoke und ihren verlogenen Aussagen hält:

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Regensburg-Blog: Das Konjunkturprogramm für die Baubranche.

Xaverl: De Bäd Bänks san a guade Idee. Do huift ma de Baubarraba. Und de Bankn kost s a nix wei des de ganz andern zoin.

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Übersetzung: Die Bad Banks sind eine gut Idee. So kann man der Baubranche zu neuen Aufträgen verhelfen. Und die Banken werden auch nicht belastet weil das ja die .??? bezahlen.

Bielefeld-Blog: 1. Mai

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Früher mal, als es für Arbeitende mehr als abgenagte Knochen gab, war der 1. Mai ein “Kampftag”. Der “Tag der Arbeit”. Heute wird müde belächelt, wer in DGB-Rot auf die Straße geht und die Trillerpfeife gegen den Neokapitalismus an die schmal verfkniffenen Kurzarbeiterlippen setzt. Wer von denen weiß schon, daß der “1. Mai” 1886 in den USA “erfunden wurde?

Der Deutsche Gewerkschaftsbund, jene zur klammheimlichen Freude der Kannegiessers, Hundts und Keitels unserer Zeit so arg geschrumpfte Organisation, schreibt auf seiner Seite selbst zur Geschichte:

Die Vorgeschichte begann zum Ende des Bürgerkriegs 1865, als die amerikanischen Gewerkschaften erstmals die Forderung nach der Einführung des Acht-Stunden-Tags erhoben. Bis in die 1860er Jahre galten in den meisten US-Betrieben Arbeitszeiten von elf bis 13 Stunden, erst dann konnten sie den Zehn-Stunden-Tag als Regelarbeitszeit durchsetzen. Es sollten weitere beinahe zwanzig Jahre vergehen, bis sie 1884 die allgemeine und verbindliche Durchsetzung einer täglich achtstündigen Arbeitszeit in Angriff nahmen. Sie beschlossen, am 1. Mai 1886 dafür einen mehrtägigen Generalstreik zu führen. Noch stand nicht der Termin, sondern die Forderung im Mittelpunkt.

Der Grund für die Terminwahl war ein völlig banaler und wenig zur Mythenbildung geeignet: Der 1. Mai galt in den USA traditionell als “Moving day”, als Stichtag für den Abschluss oder die Aufhebung von Verträgen, häufig verbunden mit Arbeitsplatz- und Wohnungswechsel. Der Acht- Stunden-Tag sollte in die neuen Verträge aufgenommen werden. Dafür traten am 1. Mai 1886 rund 400.000 Beschäftigte aus 11.000 Betrieben der USA in den Streik, aber nur für 20.000 Arbeiter konnte er wirklich durchgesetzt werden. Diesen bescheidenen Erfolg überschatteten die Ereignisse in Chicago. Die Kundgebung am dortigen Haymarket endete in einem Desaster. Nach Darstellung der Polizei warfen Anarchisten eine Bombe auf die anwesenden Beamten, der sieben Polizisten zum Opfer fielen. Vier anarchistische Arbeiterführer wurden, obwohl keine Beteiligung am Anschlag nachgewiesen werden konnte, zum Tode verurteilt und gehenkt.

Der blutige Vorfall konnte den Kampf für den Acht-Stunden-Tag nur vorübergehend unterbrechen. Im Dezember 1888 erklärten die in St. Louis versammelten Gewerkschaftsdelegierten, unter ihnen zahlreiche deutschstämmige Einwanderer, am 1. Mai 1890 erneut Streiks und Kundgebungen durchzuführen. Die Bewegung war nicht auf die USA begrenzt, im selben Jahr forderten zum Beispiel auch die französischen Gewerkschaften die Einführung des Acht-Stunden-Tags.

Und so bin ich denn gespannt, wie viele Opelaner und Millionen anderer Gebeutelter oder in Vorfreude auf die baldige Beutelung Stehender heute auf die Straße gehen. Statt mehr Fleisch am Knochen stehen die Aussichten eher auf noch wneiger. Da kommt die Mexico-Grippe wie gemacht und bestellt. Dämpft die Lust auf Demonstration. Angst essen Seele auf.