StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

Themen anzeigen:

März 2009
M D M D F S S
« Feb   Apr »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

Do
19
Mrz '09

Bielefeld-Blog: Berger-Fiat. Berger-Opel. Man könnte kreischen.

Da haben die Schwachmaten im Berliner Wirtschaftministerium und im Kanzlerinnenamt mal wieder einen rausgehauen: Roland Berger, der Oberplattmacher der DDR, Mist-Einflüsterer von Gottes Gnaden, von der Reichspropaganda vorab umjubelter scheinbarer potentieller, vom theoretisch begnadetesten Wirtschaftsminister, der uns je übergestülpt wurde ob eigenen Versagens (Ich bin für Klarheit bei Opel. Ähmmm. Ich weiß eigentlich nicht. Habe aber auch nicht so recht Ahnung als Oberfronkä….) als eigentlicher Retter, äh Vermittler, äh…. angekündigter Auch-ständig-übers-Wasser-Geher Roland Berger hat genau das Problem, das Insidern stets bekannt war: der Bub sitzt seit Mai 2006 im “Board of Directors” der “Fabrica Italiana Automobile de Torino”, besser bekannt als Fiat. Mit sehr, sehr mäßigem Erfolg. Der Bub fährt nämlich Daimler, verkauft sich aber seit seiner Ankunft auf der Beraterebene glänzend. Insofern haben wir hier die Schnittmenge Dr. Murkel – Guttenzwerg – Berger. Künstler der Heiße-Luft-Verkaufung jonglieren auf dem Seil, das ihnen namentlich schon längst als sehr brüchig bekannt ist. Aber ohne Mandat “generiert” man keine tollen Honorare. Heilige Allianz der Idioten.

Dann spannen wir mal den Bogen: Fiat-Berger als erfahrener DDR-Plattmacher erzählt einen vom Opel-Pferd, kriegt am Ende so lockere 20 Millionen Euro für “Beratung” und empfiehlt GM/Rüsselsheim die Insolvenz. Voila. So macht man das, wenn man der Idiotenliga namens “Top Unternehmensberatung” angehört. “Unternehmensbegraber” ist der unter der Hand gehandelte eigentliche Name. Gell Roland?

Kauft den 71-jährigen Schwachmaten doch einfach aus dem Fiat-Kontrakt raus. Handgeld für Italiens Mafianahe Autobaudynastie und kräftig Honorar für Roland, den Heiland. Ach ja, die Partei des “Neoliberalen Mittelinksrechtsoderso-Liberalismus” namens SPD hat ja auch noch was gelabert:

Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, forderte Berger auf, seine Mitgliedschaft im Fiat Führungsgremium unverzüglich zu beenden. “Andernfalls besteht ein Interessenskonflikt, der eine Beratungsfunktion für die Bundesregierung ausschließt”, sagte Schneider der “Financial Times Deutschland”.

Dudu, Du böser Berger Du, wenn Du nicht sofort bei Fiat rausgehst, dann kaufen wir Dir Deine Sozialabbaukonzepte und Deine Verarmungsstrategien für Hartz 5 bis 9 nicht mehr ab”. Ähm, kommste mit Struck zum Saufen bei Borchardts?

Jetzt fehlt eigentlich nur noch von und zu Guttenzwerg-Hochjublerin Frau Professor Dr. Höhler in Jil-Sander-Kaschmir.

Bielefeld-Blog: Der Hehler macht seine Gesetze selbst

Ich bin wirklich kein besonderer Freund von SPIEGEL online. Aber was da über “Hochstirn” Steinbrück, jenen Nordrhein-westfälisch ministeriellen und ministerpräsidentlichen Generalversager geschrieben wird, spottet jeder Beschreibung. Da geigt sich eine Pfeife, die 5 Mio. Steuergelder an einen Kriminellen zahlte, zum höchsten Richter hoch und macht sich seine Gesetze gleich selbst. Wohlgemerkt, es geht hier nicht um Zumwinkels, Hypo-Real-Estates (steht wohl unter seinem persönlichen Schutz) und andere Ungereimtheiten des hanseatischen Arroganzlers. Es geht simpel um alle Steuerzahler, die er jetzt unter Generalverdacht stellt und damit gleichzieht mit dem rollenden Paranoiker Wolfgang S. :

Wenn es darum geht, an sein Geld zu kommen, versetzt der deutsche Finanzminister das Land gern in die goldenen Zeiten des Wilden Westens. Man müsse den “Indianern” nur deutlich genug mit der “Kavallerie” drohen, um sie Mores zu lehren, erklärte Peer Steinbrück vor wenigen Tagen. So skizzierte er den Umgang mit der Schweiz, die unbotmäßig auf ihrem Bankgeheimnis zugunsten ausländischer Steuersünder beharrte.

Seit gestern wissen wir, dass wir alle Indianer sind. Da veröffentlichte der Bundesfinanzhof ein Urteil, das Wild-West-Methoden auch in Steinbrücks eigenem Steuer-Staat absegnet. Ohne konkreten Verdacht dürfen Finanzbehörden danach das Bankgeheimnis brechen und Steuererklärungen der Bürger mit dessen Bankkonto-Bewegungen abgleichen.

Der Saloon-Besitzer, der seine Forderungen mit vorgehaltener Waffe kassiert, und der deutsche Fiskus – es ist nur eine Frage der Maskierung: Beide pfeifen auf Rechtsstaat und ordentliche Gerichte, sondern suchen sich ihr Recht selber.

Im Fall, den das oberste deutsche Finanzgericht zu entscheiden hatte, waren es Finanzkontrolleure, die bei der routinemäßigen Außenprüfung einer Bank in Nordrhein-Westfalen auf Hinweise über Fehlspekulationen von Kunden gestoßen waren. Wo es Fehlspekulationen gibt, so die Logik der Steinbrück-Kavallerie, gibt es auch Spekulation. Und wo es Spekulation gibt, gibt es auch Gelder. Und wo es Geld gibt stellt sich sofort die Frage, ob das eigentlich ordentlich versteuert wurde.

Obgleich die Abgabenordnung die Bankdaten der Kunden vor Schnüffelei der Steuer schützt, wurden die Heimat-Finanzämter der unglückseligen Wertpapierinhaber per Kontrollmitteilung aufgefordert, mal zu gucken, ob die Indianer eigentlich ihre finanziell offenbar üppige Situation richtig deklariert hatten.

Was glauben diese Leute, die uns eigentlich regieren sollen, wer ihnen das Recht gegeben hat, zu handeln, als ob es kein Volk gibt, von dem “alle Macht” ausgehen soll? Wo ist die Aufklärung über die nebulösen Aktionen bei den Banken, von denen das Gros schlicht und einfach von Dr. Murkel und Steinbrück für “systemimmanent” erklärt werden. Hahahahahahaha. Dann ist jede Dönerbude zwischen Jöllenbeck und Senne, Brackwede und Heepen “systemimmanenter”. Sie stillen nämlich ein Grundbedürfnis: Notwendige Nahrungsaufnahme.

Wie meinte doch unser aller Guido, Westerwelle heute: “Herr Finanzminister, diese Art und Weise des Umgangs mit unseren Nachbarländern ist eine schlichte undiplomatische Unverschämtheit“, sagte FDP-Chef Guido Westerwelle am Donnerstag im Bundestag. „Mit der Peitsche drohen, die Kavallerie gegen die Indianer schicken, ich glaube, diese Art und Weise ist schlichtweg unverantwortlich.“ Nun ja. Da keift eine per Forsa Manipulinski Güllner hochumgefragte Partei, die nur allzugern die SPD in der – ja was ist eigentlich wirklich? – “Regierung” ablösen will. Kann der Außenminister? Nein. Noch weniger als Steinmeier.

Bielefeld-Blog: Achtet auf “rote Taschen”

Es gibt rote Nasen, rote Schuhe, rote Parteien und rote Taschen. Am Freitag, 20. März, startet auch in Bielefeld der bundesweite 2. Equal Pay Day, der auf die immer noch bestehende Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern aufmerksam machen will. Mit der Frage “Bekommen Sie, was Sie verdienen?” rufen Gleichstellungsstelle für Frauenfragen, der Bund der Frauenvereine und der Deutschen Gewerkschaftsbund Region Ostwestfalen/Bielefeld zur Teilnahme auf. Wer die Aktion unterstützen möchte, kommt um 12.30 Uhr mit einer roten Tasche auf den Jahnplatz. Von 12.30 bis 14 Uhr gibt es dort einen Infostand der Veranstalterinnen. Im Rahmen einer “Unhappy Hour” unterstützen auch einige Bielefelder Gaststätten den Protest gegen Entgeltungleichheit: Von 13 bis 15 Uhr erhalten Frauen mit einer roten Tasche einen Rabatt von 22 Prozent auf ausgewählte Speisen oder Getränke. (Pressemeldung der Stadt Bielefeld).

Bielefeld-Blog: Die Messe ist vorbereitet

armbibayern.jpg

“Ohne Klose gehts für Bayern in die Hose” singen sie bereits rund um die AlmSchücoArena… Aber man soll ja nicht den Sieg vor Beginn des Spieles herbeirufen. Oder?

Bielefeld-Blog: Niedlich und erschröcklich

erschrocklichst.jpg

Zwei Tage Abstinenz von NW und Westfalen-Blatt. Stattdessen Oberbayerisches Volksblatt, Abendzeitung, Süddeutsche, Münchner Merkur und für Hardcore-Journalismus-Fans die BLÖD. Dann empfange ich wieder die Signale der Metropole. Niedlich, wie die NW immer aufmacht mit dem “Schröcklichen”, wie sie versucht, per Unposition Position zu beziehen. “47 Millionen Euro Steuerhinterziehung” hätten die Kohorten des Bielefelder Finanzamtes für Steuerstrafsachen im vergangenen Jahr aufgedeckt. “47 Millionen”. Wahnsinn. Purer Wahnsinn. Dabei gibt es bei Praktiker auf der Detmolder grad neben Kurzarbeit wieder 25% auf “alles, was einen Stecker hat”. Der Bürger, dem mittlerweile Billionen schon ziemlich geläufig sind, lächelt nur müde. 128 aus Steuergeldern bezahlte Mitarbeiter hat dieses besagte Finanzamt. Und dann kommt das da nur bei raus? Hypo Real-Jongleute können da noch nicht einmal die Mundwinkel verziehen. Das sind grad mal die Tageszinsen von in Island versenkten Geldern.

Ach NW, was treibt Dich, mit so einem Scheiss aufzumachen? Richtige Gauner gründen eine Bank, dann Niederlassungen in Irland, Island, London und New York und ab geht die Luzie. Und Ihr kommt mit Eurem Kleingeld…

Bielefeld-Blog: Ihr habt nichts zu verlieren als die Ketten

stuhle.jpg

Noch zerren sie an ihren Ketten, die Frühlingsstühle. Aber so ganz wahnsinnig lange kann es ja nicht mehr dauern….

Bielefeld-Blog: Bayerische Geschichten: Fastenpredigt und Theatereinlagen

himmelundkirche1.jpg

Lieber Onkel Otto, oans soag i eahna: “Wanns net stad san, fliegens naussi. Da könnens dann Starkbiera sauffa, solang sie das wolled. Sakra”. So, das mußte mal gesagt werden. Zurück zu Bayern. Da, wo die Verbindung zwischen Himmel, Staat und Kirche innig ist, auch wenn der Eine oder Andere schon mal “aussi” geht und dabei ein Bub oder Maderl entsteht. Gell? Komisch, daß wir ganzen Deutschen per BILD in Gesamtheit in Geiselhaft als “Papst” genommen wurden. Nur in Bayern ist man dem weißblauen Himmel so nahe, hat der Ratzinger Josef seine rote Prada tragenden Füße geerdet. Schönes Beispiel, gegeben vom Stechl-Wirt in Rott am Inn: Fastenpredigt und Theatereinlagen. Nun hat leider der Ratzinger Josef, der wo nun schon eine Weile Papst Benedetto ist, dem vorgegriffen per Kondom-Philippica. Was unseren Bielefelder Hersteller sicher nicht gefreut hat. Vielleicht klagen unsere Verhüterli-Produzenten aus der Gustav-Winkler-Straße 50 ja mal gegen den “Heiligen Stuhl” wegen Geschäftsschädigung.

starkbierundpredigt.jpg

Übertragen auf unsere ostwestfälischen Verhältnisse wäre das: Ingo Oschmannn, Lappenpickert und ein Detmolder Pils. Und danach in den Paderborner Dom. Undenkbar? Wartet es ab.

Soviel zum weißblauen Himmel, Wirtshäusern und Fastenpredigten. Kommen wir zur Wirtschaft, womit ich die Industrie meine. Es festigt sich die auch hier vorherrschende Erkenntis, daß die Finanz – und Wirtschaftskrise (Nein, nicht Gasthaus) auch in Gottes eigenem Land Bavariä angekommen ist. Gespräche mit soliden und gut aufgestellten Mittelständlern benutzen auch in Bayern die unschönen Worte “Kurzarbeit”, “Sparen” und “Sehn, daß wir durchkommen”. Wo doch vor 5 Monaten erst der Aufschwung auf seinem Weg in den Abschwung angeblich da angekommen war, wo er hinwollte. Wahrscheinlich aber hatte er sich schon längst verlaufen.