Wenn die Artisten abstürzen, schlägt die Stunde der Clowns. Und so erklärt Ex-Rechtsanwalt Volker Kauder GM unisono mit dem hochstirnigen, sein Leben lang Verwaltungsbeamter gewesenen und kläglich als NRW-Finanzminister, Minipräses versagt habenden und jetzt vor den Banken einknickenden Finanzminister Steinbrück, wie das zu gehen hat. Hahahahahaahahahaha. Das ist der Treppenwitz des Tages. Hier die Meldungen der Dienste dazu:
Die Bundesregierung erhöht den Druck auf den angeschlagenen Automobilkonzern Opel, ein tragfähiges Sanierungskonzept vorzulegen. In dessen Entwicklung will sie sich jetzt auch selbst einschalten – das hätten CDU/CSU und SPD in der nächtlichen Koalitionsrunde vereinbart, sagte Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) der ARD. “Wir haben den Eindruck, dass da doch etwas mitgeholfen werden muss, um ein Konzept zu entwickeln. Das wollen wir tun.”
Die Koalitionsrunde sei sich einig gewesen, dass die bisher von der Opel-Führung vorgelegten Pläne nicht ausreichten, um eine abschließende Beurteilung vornehmen zu können, sagte Kauder. “Da sind noch sehr viele Fragen offen.” Der CDU-Politiker versicherte: “Wir werden nicht nur zuschauen und sagen: ‘Macht mal’, sondern die Bundesregierung wird sehr intensiv der Opel-Führung beistehen, um nach einem Konzept zu suchen.”
Auch Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) kritisierte den bisherigen Sanierungsplan: “Was wir bislang bekommen haben, ist keine belastbare Grundlage für eine Entscheidung”, sagte er im Deutschlandfunk. Die Bundesregierung sei sich einig, eine politische Verantwortung zu haben und diese – wenn es irgendwie gehe – auch wahrzunehmen. “Aber wir können nicht auf völlig unzureichender Basis Entscheidungen treffen, die nicht zu verantworten sind.” Eine Reihe von Fragen müssten erst einmal geklärt werden, um sicheres Terrain zu erreichen “und dann gegebenenfalls entscheiden zu können, wie man diesem Unternehmen hilft”, sagte Steinbrück.
Ob Murkel-Schoßhündchen 2 Kauder überhaupt weiß, wo in einem Opel der Lenker sitzt? Bei seiner Ausrichtung vermutet er ihn sicher rechts. So sehr man lachen mag, verschlägt es einem doch die Sprache und zeigt die kolossale Hilflosigkeit der Berliner Politamateure in der Krise, die sie schon lange vorher mitverursacht haben. Wann merkeln die wohl endlich, daß GM sie verarscht?
So ist das, wenn Trudchen aus Brandenburg Küchenpolitik macht. Bei “systemimmanenten” Hütchenspielerbanken konnte man Ratzfatz innerhalb von Stunden ohne Sinn, Verstand und bar jeder schlüssigen öffentlichen Erklärung über X Milliarden entscheiden. Aber da hat man ja auch selbst mit versagt und musste seine Teammitspieler im globalen Gangsterrun schützen. Sollten die Wähler tatsächlich so entscheiden, wie sie eigentlich zu entscheiden hätten und die Politamateure in die Wüste schicken, wären sicher schöne, gut dotierte warme Aufsichtsratsposten bei den Hütchenspielern bereit. Da kann man dann mit seinem Insiderwissen das große Roullett auf dem Rücken der Steuerzahler weiter drehen. Setzen darf man aber nur auf hellrot, gelb, grün, schwarz. Chancen? Natürlich keine. Der staatliche Croupier bekommt den gesamten Gewinn und erhöht höchstens den Einsatz während des Laufes der Kugel. Wäre das Wahlvolk nicht so unsäglich doof, würde es dieser Truppe im September einen Freifahrtschein auf die Cayman-Inseln ohne Rückfahrt schenken. Die nebenbei abgegriffenen Gewinne lagern dort sicher schon. Offensichtlich hat man die ministerielle und kanzlöse Eidesformel “…und Schaden vom Volke abwenden” lediglich für sich persönlich verstanden.
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