StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

Mo
16
Feb '09

Detmold-Blog: Samen Bestellschein

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Das Leben ist irgendwie urkomisch.

Heute habe ich auf dem Weg nach Hause im Radio gehört, dass unsere Bundesfamilienministerin den neuen Familienreport präsentiert hat. Haupt-Message war u.a., dass die Geburten in Deutschland steigen. Und gleichzeitig liegt bei hermann zu hause seit dem Wochenende ein Samen-Bestellschein auf dem Wohnzimmertisch…

Das hat mich dann doch etwas nachdenklich gestimmt. Vielleicht hat hermine da ihre Finger im Spiel? Ob sie sich ein zweites Kind wünscht? Und das sofort?!?! Vielleicht war der Valentinstag für sie aber auch so eine Art Initialzündung und der Bestellschein ist eine Anspielung?

Oder ich liege völlig falsch, und sie ist eigentlich sauer auf mich! Genau, und sie will eigentlich von dem Besitzer des Gartenbedarfscenters ein Kind!!! Und bestellt bei dem einen Samen… wer weiß…ich meine, bei diesem Bestellshop kannste ja eigentlich nur Gartenbedarf bestellen, so dass ich mir wahrscheinlich dann am Ende des Tages doch keine Sorgen machen brauche. Aber merkwürdig ists schon…

Dresden-Blog: Nachtrag NachDenken

14. Februar: Vielleicht habe ich die Vaterlandsliebe und Weltkriegseinschätzung der Antifaschisten über Jahre falsch eingeschätzt. Der Nazi Aufmarsch wurde wie gewöhnlich mit halbherzigen 20er Sitzblockaden, los-stürmen und weg-laufen Ritualen und der “Deutsche Polizisten beschützen die Faschisten” Folklore begleitetet. Aber der fankurvenartige Gesang “Ihr habt den Krieg verlorn, ihr hab den Krieg verlorn” klang mir dann doch einen Tick zu vorwurfsvoll.

Bielefeld-Blog: Ach Franz, wat soll dat?

Die SPD-Spitze ist grundsätzlich offen für staatliche Hilfen für den Autozulieferer Schaeffler. “Es können Situationen entstehen, wo man im Interesse von vielen, vielen Familien helfen muss, damit da keine Katastrophe passiert”, sagte Parteichef Franz Müntefering heute in Berlin. “Das muss dann auch gemacht werden.” Damit würde nach seinen Worten den Arbeitnehmern geholfen und nicht den Verantwortlichen in der Unternehmensführung. Derzeit sei aber nicht absehbar, zu welchem Ergebnis die Beratungen über Schaeffler-Hilfen führen würden.

Wir erinnern uns. Die Schweinfurter Provinzfürstin hatte sich mit ihrer Gier nach Conti in Hannover böse verzockt. Was geht das nun den Steuerzahler an? Bekommen die mittelständischen Metzger, Schuster, Bäcker auch Staatsknete, weil ihnen die einkaufenden Werktätigen aufgrund der Kurzarbeitswelle wegbrechen? Wohl kaum. Und im Falle der Misalliance Schaeffler/Dürkopp-Adler seinerzeit hier in Bielefeld hat kein Müntefering nach denen gekräht, die zu gehen hatten, weil Frau Pelz das nicht geregelt bekam……

Kommt der neue Münchhausen im Wirtschaftsministerium nicht ebenso wie Horst “Kindermacher” Seehofer, König von Bayern, aus Franken? Nachtigall, Du latscht schon ganz schön laut.

Ach noch eine Frage. Sie haben zufällig eine Hypothek auf Ihrem Hause liegen? Hat Ihnen der Staat schon mal angeboten, die via Spasskasse zu übernehmen, weil Sie eventuell Kurzarbeitsopfer sind oder sogar wegrationalisiert wurden?

Bielefeld-Blog: TomTom im Nebel

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Heute Mittag war im Speckgürtel mal wieder die Hölle los. Sichtweite 50 Meter. Da rauscht er heran, der menschliche Pathfinder. Hoffentlich hat er den Weg zurück gefunden, verhungern im Nebel ist nicht angenehm. Wahrscheinlich ist er aber Testläufer für den Navihersteller TomTom. Im geheimnisvollen Zauberwald von Hermann, dem Römerstopper, könnte man sich auch verlaufen.

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Bielefeld-Blog: Hoffnung für Bielefelder Kleinhirne

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Ich befürchte, da rüsten sich bald mal ein paar MetropolitenInnen billigst ihre Kleinhirne auf:

Bonner Forschern ist es gelungen, aus menschlichen embryonalen Stammzellen so genannte Gehirnstammzellen herzustellen. Diese lassen sich nicht nur nahezu unbegrenzt in Kultur halten, sondern können auch als unerschöpfliche Quelle für verschiedene
Nervenzelltypen dienen. Die Wissenschaftler zeigten zudem, dass sich diese Nervenzellen in die Schaltkreise eines Gehirns integrieren können. Ihre Ergebnisse sind jetzt in den Proceedings of the National Academy of Sciences (doi: 0.1073/
pnas.0808387106) erschienen.

Mit den neuen Zellen können die Forscher auch ihren Bedarf an embryonalen Stammzellen reduzieren, die bisher für jedes einzelne
Zellgewinnungsverfahren als Ausgangsmaterial eingesetzt werden mussten. “Die Gehirnstammzellen funktionieren wie eine
unerschöpfliche Quelle: Sie liefert über Monate und Jahre menschliche Nervenzellen, ohne dass wir dafür weiter auf embryonale Stammzellen zurückgreifen müssten”, erklärt Professor Dr. Oliver Brüstle, Leiter des Forscherteams.

Dass diese künstlich gewonnenen Nervenzellen auch funktionieren, bewiesen die Bonner direkt im Tierexperiment: Nach Transplantation in das Gehirn von Mäusen nahmen die Zellen Kontakt mit dem Empfängergehirn auf. Sie konnten dann sowohl Signale senden als auch empfangen. “Das ist der erste direkte Beweis, dass sich Nervenzellen aus menschlichen Stammzellen in die Schaltkreise eines Gehirns integrieren können”, erklärt Dr. Philipp Koch, Erstautor der Studie

Ich könnte da jetzt ein paar ganz heiße Anwärter auf Mäusestammzellen nennen. Nein, nein, ich will doch keine schlafenden Brachflächen wecken. Wo kämen wir denn da hin?

Regensburg-Blog: Xaverl – Und immer no is koit. (Die Kälte hält an)

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Bielefeld-Blog: Klimawahn und Wirklichkeit

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Heute wieder Märchenstunde!

Bielefeld-Blog: Rote Kelle war gestern. Das geht bald besser.

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Donnalüttchen, da haben die metropolischen Damen und Herren in Geldtransporterblau ja wieder reagiert wie die “Pawlowschen Hunde”. Was würden wir bloß ohne die Staatsgewalt mit der roten Kelle machen? Ich wüßte da was: “Blockwarte” müssen wieder her. Da haben wir in Deutschland einschlägige Erfahrungen, weltweit unerreicht und niemals übertroffen in Perfektion und Ausführung. Also, das geht so:

Die Metropole wird in sogenannte quadratische “Bad Maps” aufgeteilt, also Gebiete, wo die Gewaltbereitschaft höher ist als anderswo. Das wäre dann jedes Quadrat. Auch in Deppendorf, Jöllenbeck, Sennestadt. Jedes Quadrat wird einem “Blockwart” (Nicht zu verwechseln mit “Blogwart”) zugeteilt. Rekrutiert aus dem ohnehin nutzlosen Heer der bald an die 7 Millionen Personen umfassenden und ehemals von einem gewissen Politdussel namens Clement als “Schmarotzer” bezeichneten Landsmannschaft der Hartz 4ler. Nach einem Einführungskurs von 4 Stunden wissen die Warte, was Block ist. Der Running-Gag des federführenden rollenden Paranoikers in Berlin ist aber der neue, unter strenger Einhaltung von hohen Schmiergeldzahlungen durch Siemens HÜS (“Human Überwachungs System”) entwickelte Handgelenkschip. Assistiert haben bei dieser Entwicklung die Herren Obermann (Deutsche Teledumm) und Mehdorn (“Wir stellen auch heimlich Weichen”).

Wie geht das nun in der Praxis? Einmal vom Stadtamt für paranoide Überwachung aktiviert, sendet der Chip ständige Standortsignale aus, die Im Hochhaus am Kesselbrink aufgefangen und gespeichert werden. In der sogenannten “Sicherheitszeit” von 21 Uhr bis 6 Uhr früh meldet der Chip jede Abweichung von den hochgeklappten Bürgersteigen, jedes nicht genehmigte Lachen, jedes Bierchen über den behördlichen Eichstrich hinaus. Der Alarm des ins Handgelenk implementierten Chips kommt in Echtzeit und der zuständige Quadrat-Blockwart schwärmt aus, um den/die Fehlenden zu stellen. Ein kleiner Stromstoß sorgt für Ruhe am Delinquenten.

Ein Blick auf ein Einzelüberwachungsdisplay, wie es sich den ca. 1000 Mitarbeitern des Stasi 2.0-Hochhauses am Kesselbrink darbietet (Für Gruppenüberwachung gibt es raumhohe Beameranzeigen, vor denen dann 20 Überwachungsbeamte – bezahlt nach A 12 mit Schwerstarbeiterzulage und Sonderpension aus dem ehemaligen DR-Staatsvermögen – sitzen):

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Von der Geldtransporterblau-Truppe anschließend eingesammelt, werden sie im zentralen Sammellager unter dem Kesselbrink für eine Nacht ruhiggestellt und zwangsweise vom Ordnungsamt neu eingestellt. “Ruhe ist die erste Bürgerpflicht”, heißt das Programm. Entwickelt wurde es ebenfalls von der Gruppe um den rollenden Paranoiker. Aus Sicht der Berliner Irrenhausinsassen hat es den entscheidenden Vorteil, ihnen zu suggerieren, sie seien normal und nicht die Masse der Bürger.

Bielefeld wurde für den mit der “Nacht der roten Kelle” eingeläuteten Testlauf deshalb ausgewählt, weil es die einzige deutsche Großstadt ist, die es nicht gibt.

Sie brauchen also keine Angst vor dickeren Menschen in Geldtransporterblau, roten Kellen und Chips im Handgelenk zu haben. Das dient nur der Abwehr von Terroristen. Man erzählt sich, die säßen in gepanzerten Automobilen der Oberklasse, deren Kennzeichen mit “0″ beginnen. Was ja auch definitiv zutrifft.

Bielefeld-Blog: Das Wort zur Woche

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Wohl oder übel werden wir auch in dieser Woche wieder die niedlichen Verbalentgleisungen der gegelten Rache Bielefelds am gebildeten Bürger, BILD-Chefredaktor Kai D., über uns ergehen lassen müssen. Derzeit schreibt er gar lieblich den ehemaligen Geschäftsführer eines 3-Mann-Konzerns und Bundeswirtschaftminister von Sonnenkönig Horst “Kindermacher” 1. von Bayerns Gnaden und seine leicht anämisch wirkende Ehefrau Stephanie von und zu und wenn auch aber nach oben. Das liest sich dann in bester Schülerzeitungsredakteursmanier so:

Nach der Rede kommt gleich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu ihm. Die Kanzlerin zu BILD am SONNTAG: „Er hat in dieser Woche einen exzellenten Start gehabt. Ich traue ihm zu, dass er das Amt des Wirtschaftsministers sehr gut ausfüllen wird.“ Worte wie ein Ritterschlag.

Dabei war die Kanzlerin gegenüber zu Guttenberg zunächst skeptisch gewesen. Nach den ersten Fernsehauftritten ist sie jedoch überzeugt. Bis auf das viele Gel in den Haaren des jungen Stars.

Ob man da nicht weniger nehmen könne? Was Angela Merkel nicht weiß: Das Gel (Marke „Studio Line“ von L’Oréal) benutzt der Mann, um seine gewaltige Lockenmähne zu bändigen. So wird das Haargel zum Werkzeug der Disziplin. Als Kind bereits zeigt zu Guttenberg seine typischen Charakterzüge. Vater Enoch zu Guttenberg, ein Dirigent: „Schon als Kind wollte KT immer Verantwortung tragen und fühlte sich unterbeschäftigt.“

Abseits des öffentlichen Auftritts, in geselligen Runden mit Ehefrau Stephanie tritt er jungenhaft und handfest in Levi’s-Jeans auf. Selbstbewusst und mit Witz mischt sich Stephanie zu Guttenberg in die politische Diskussion ein.

Auch am Biertisch daheim in seiner kleinen fränkischen Gemeinde Guttenberg im Schatten der Familienburg aus dem 14. Jahrhundert denkt niemand an die Fähigkeit des Freiherrn, mal eben aus dem Stegreif in fließendem Oxford-Englisch eine Rede zu halten.

Zu Guttenberg, der schon in Franken auf der Freilichtbühne den Laienschauspieler gegeben hat, steht jetzt auf der großen Staatsbühne in Berlin. Schon raunen CSU-Granden, der 37 Jahre junge Star könne schnell zur unumstrittenen Nummer zwei der Partei hinter Ministerpräsident Seehofer werden, wenn er den Ministerjob anständig mache.

Mir ist ein wenig schlecht ob der Wortgewalt des gegelten Guttenberg-Klons an der Spitze der BertelsmannSpringerschen Leuteverdummungspostille. “Worte wie ein Ritterschlag“. Von einer Rouladenbraterin und Ex-FDJ-Agitprop-Sekretärin.

Das Bild oben zeigt übrigens “Rocky”. Deutschlands Durchschnittsbürger im Februar 2009. Gerupft und abgerissen. Die Augen irrlichtern nicht ohne Grund FDP-Gelb.

NW und Westfalen-Blättler. Ihr könnt von Kai Gelhaar D. noch was lernen.