Als geborener Randlipper (Westflanke) habe ich den lippischen Ort Kalletal allenfalls mit einem müden und bemitleidenswertem Lächeln zur Kenntnis genommen. Ganz zu schweigen davon, dass ich niemals geglaubt hätte, diesen Provinzort jemals überhaupt zu Gesicht zu bekommen. Als Neu-Detmolder bin ich der Sache zwar inzwischen rein geografisch etwas näher gekommen, aber ein Besuch im lippischen Osten? Undenkbar! Das hat sich heute geändert. Und das, obwohl mich ständig dieses Gefühl beschleicht, allein schon der Vorhut der Provinz ständig entkommen zu müssen (was mir werktags glücklicherweise immer gelingt). Dennoch, heute habe ich mich tatsächlich mit Familie in die Ort gewordene Provinz begeben, nach Kalletal!!!
Und ich muss sagen, gar nicht mal so schlecht. Die Menschen gehen aufrecht. Es gibt Tankstellen. Und der Benzinpreis ist der gleiche, wie in Detmold. Die Straßen sind gut ausgebaut, ok…lassen wir das…
Hermann junior macht zur Zeit Tierlaute nach. Und was liegt da näher, als an einem Sonntag dieser Güte und dieser Wetterqualität in einen Tierpark zu fahren. Die meisten haben zwar in den Wintermonaten zu, aber immerhin, der Tierpark Kalletal hat geöffnet. Insgesamt war es ein netter Besuch, sehr naturbelassen das ganze Gehege, ein wenig abgewrackt vom Gesamterscheinungsbild (vor allem das Restaurant/Cafe – das fällt bald in sich zusammen), aber dennoch, irgendwie ganz schnuckelig. Vielleicht wird ja auch für die kommende Sommersaison noch mal kräftig aufgehübscht.
Der Chef vom Ganzen, ein promovierter Tierarzt, nimmt unterwegs das Eintrittsgeld entgegen und schaut nach seinen Füchsen. Die Tiere machen einen ganz normalen Eindruck, soweit ich das als Laie einschätzen kann. Die Luchse waren sehr agil, der Leopard recht faul, und der Affe hat mir doch glatt die Zunge rausgestreckt, als ich ihn in ein Gespräch verwickeln wollte. Hermann junior hats genau so gefallen. Er hat jetzt mindestens noch fünf weitere Tierlaute dazugelernt. Und die muss Papa hermann – wie kann es anders sein – jetzt zuhause zusätzlich vormachen. Quik, quik? Grunz, grunz!












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