
(eine sentimental-digitale Lomographie)
Bereits Ende des vergangenen Jahres hat der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist SV Wehen Wiesbaden seinem Offensiv-Spieler Abdelaziz Ahanfouf schriftlich und mit sofortiger Wirkung gekündigt. Damit wird Ahanfouf nicht mehr am Trainings- und Spielbetrieb beim hessischen Zweitligisten teilnehmen. Der Eindruck, den der Bub bei Arm.Bielefeld hinterlassen hatte, trog also nicht…..
Da war in der MZ (Mittelbay. Zeitung Regensburg) ein Bericht über einen Mantrailer bzw. einen Mantrailing-Hund. Ja können wir nicht mehr deutsch? Aber mit den Hunden ist es schon seltsam. Früher mussten die Hunde gehorsam sein. Gehorsam wurde aber in der Prüfungsordnung für Hunde durch Obedience ersetzt.
Wenn das so weiter geht lesen wir demnächst:
Ein Maintrailer is able Menschenfährten zu suchen und kann auch in der Objekt-After-Smell-Methode worken. Ohne Obedience ist dies allerdings nicht possible. Für das Practical-Training eigenen sich especially Malinois. (Malinois ist eine Breed-of-Dog)
Wollen wir das wirklich?
Klingt der gleiche Text unten in deutsch nicht besser?
Ein Menschensuchhund ist in der Lage Menschenspuren zu suchen und er kann auch verschiedene Gegenstände geruchlich unterscheiden. Ohne Gehorsam ist dies allerdings nicht möglich. Für die Ausbildung eigenen sich besonders Malinois. (Malinois ist eine Hunderasse)
… und nun für echte Bayern:
A Hund zum Leitsuacha kon nach Leit nachesuacha und er kon a verschiedens Zeig ausananderkenna. Owa foing muass er scho. Fir des ist der Malinois guat zum braucha. (Des is a Rass von de Hund)
Die Stützen der Gesellschaft hassen es zurecht, wenn dergleichen Probleme im Müll der modernen Medien plattgetreten wird, sie meiden TV-affine Unterschichten und das Geschrei der Moderatoren. Aber eigentlich sind sie gar nicht so unglücklich, dass sich viele in die Scheinwerfer drängeln, und für sie kein Platz in den Medien ist. Sie haben recht. Ich fahre los, ersetze den unerträglichen Mornigshowgockel mit der Missa Salisburgensis, und erreiche beim Agnus Dei Schloss Weissenstein bei Pommersfelden, wo ich in einem Café Torte kaufe. Gegenüber tuscheln rosa Tanten über den bedauerlichen Zustand der Welt und über neue Todesfälle.
Soso. Der bekannte Blogger Don Alphonso schreibt also jetzt im FAZ.net. Über “Die Stützen der Gesellschaft“. Hätte es eine Chance, über die hiesigen Pendants zu bloggen? Die Oetkers, Mieles, Delius, Seidensticker usw.? Mitnichten. Die ostwestfälische Provinz ist in derlei Hinsicht unergiebig. Hier gibt es keine Brillantenbehängten Wasserleichen im See. In welchem auch. Hier haben wir keine “Stadtpaläste” wie Don Alphonso einen in Ingolstadt. Offensichtlich sind sein piefiger urbayerischer Heimatort Ingolstadt (Mir wohl bekannt) und sein Zweitwohnort Tegernsee gesellschaftlich gesehen ungleich ergiebiger als Senne, Gütersloh und Johannisberg. Vielleicht haben wir es hier auch einfach nur ein wenig besser, offener. Gegen den “Münchner Merkur” oder den Ingolstädter “Donaukurier” sind unsere hiesigen NW und Westfalen-Blatt weltoffene, kritische Medien.
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