Finanzkrise, Witschaftskrise, Konjunkturprogramme. Die Welt im Umbruch – nur in Reutlingen scheint die Zeit einmal mehr still zu stehn.
Unglaublich, die OB Frau Bosch versuchte tatsächlich in dieser Situation eine Gewerbesteuererhöhung durchzusetzen. Gott sei Dank haben in letzter Sekunde die Stadträte die Notbremse gezogen – mit knapper Mehrheit.
Jetzt rächt sich die provinzielle Finanzpolitik der letzten Jahre. Die OB wollte sich mit einer Stadthalle ein Denkmal setzen, statt in Infrastruktur und moderne Wirtschaftsförderung zu investieren. Alles auf Pump geplant – auf Pump gelebt. Dank kameralistischer Buchführung der öffentlichen Hand und Verwaltung wiegte man die Bürger in Sicherheit. Es wurde verschleiert, dass es eine Stadthalle eben nicht ohne zusätzliche Schulden (oder Steuererhöhungen) gibt.
In den Medien wurde gemeldet, dass der Kämmerer und der Wirtschaftsbürgermeister während der Unterbrechung der Geinderatssitzung nachrechnen mussten, was denn nun eine Ablehnung der Gewerbesteuererhöhung in Euro und Cent für die Reutlinger Verschuldung bedeuten würden.
Ist das denn zu glauben?
War man einfach zu unprofessionell das vorher zu ermitteln oder zu arrogant zu glauben, dass die Gemeinderäte in letzter Sekunde Ihre Pflicht tun könnten?
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