Nach dem Brand am 5. April machte das ehemalige Offizierskasino in der Berliner Straße einen erbarmungswürdigen Eindruck.
Inzwischen ist viel Regenwasser durch das kaputte Dach in das denkmalgeschützte Gebäude eingedrungen. Viele Rathenower werden genau wie ich dieses Haus nie von innen gesehen haben. Nach dem Krieg war das Gelände entlang der Bahnhofstraße von einer hohen Betonmauer umgeben. Das Offizierskasino, die Kasernen der Zietenhusaren und andere Gebäude wurden von der Sowjetarmee genutzt. Nach der Öffnung der Bahnhofstraße wurden einige Häuser restauriert und dienen seitdem als Wohnungen oder Büros. Das ehemalige Kasino stand leer und wurde offensichtlich durch Unbefugte als heimlicher Aufenthaltsort genutzt. Vor ein paar Tagen begannen Sicherungsarbeiten, die eine noch stärkere Schädigung verhindern sollen. Zumindest soll das Dach soweit instand gesetzt werden, dass nicht noch mehr Regenwasser eindringen kann.
Es wurde mal in Erwägung gezogen, dieses Haus zu restaurieren und als Rathaus zu nutzen. Bisher kam es aber wohl noch zu keiner Einigung mit dem derzeitigen Besitzer.
Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs
Mit großer Skepsis bewerten die Bundesbürger die Entscheidung der Bundesregierung auch dem Autobauer Opel eine Bürgschaft zu gewähren: 56 Prozent der Befragten halten es für falsch, dass der Staat nach den Banken auch andere Industriezweige unterstützt. Die Sorge ist groß, dass Unternehmen, die in der Vergangenheit strategische Fehler gemacht haben, sich auf diese Weise zu retten versuchten, insgesamt sehen 72 Prozent die Gefahr von Trittbrettfahrern. Das ergab eine Umfrage des Bielefelder Meinungsforschungsinstituts Emnid für den Nachrichtensender N24. Bei der Bewertung, wer das bessere Krisenmanagement betreibt schneidet die Kanzlerin mit 50 Prozent der Zustimmung weitaus besser ab als Finanzminister Steinbrück, den 29 Prozent in der herausragenden Rolle sehen.
Krisenmanagement? Na ja. Schweigen wir darüber mal lieber. Egal, ob wir die welke “Rose der Uckermark” betrachten oder Peer “Hochstirn” Steinbrück. Sonst käme ich noch in die Versuchung, über die eilfertige und blitzschnelle Transferierung von Milliarden an Steuergeldern in schwarze Bankenlöcher zu parlieren. Da hieß es, das sei “absolut notwendig”. Klar, wie die 300 überschüssigen Milliönchen an Pleite-Lehman. Oder glaubt hier etwa jemand, die Regierung sage dem Volk die Wahrheit. Nichts als die Wahrheit?
Erstaunlich wie schnell und einfach man naiv-biedere Presseprodukte wie das heimische Westfalen-Blatt auf den Atom-Lobbyzug bekommt. “Sollen Blockierer Folgekosten zahlen?” hängt man sich an das dumme Geblöcke eines niedersächsischen Innenministers. Immerhin gilt in dieser Demokratur noch ein Rest Demonstrationsfreiheit. Und einen Castor zu blockieren ist angesichts der äußerst unsicheren Entsorgungslage und den Pannen in den “Endlagern” wohl eher nichts Ehrenrühriges. Dieser Eindruck soll aber erweckt werden und das Blättchen spannt sich vorauseilend gehörsam vor den Karren.
Wie wärs denn mit der weitaus berechtigteren Wochenfrage gewesen: “Wie bestraft man die internationalen Finanzgauner und ihre politischen Vorschubleister?”
Es wird gehämmert, genagelt, geschraubt. Der Weihnachtsmarkt ist im Aufbau.
König hat auf sein lieblich Teehaus schon mal oben einen Schlitten draufgestellt. Ob er den mit Kunden fährt, die sich beschweren?
Viele werden sich aber auch direkt umme Ecke bei einem Gläsken Chateau Lafitte Grand Cru ausWeinen…..
… und diesen herrlichen Blick von der Renteistraße hinein in ein Kleinod städtischer Bizarrheit im Herzen mit nach Hause tragen.
Führende deutsche Apotheker haben nach einem Bericht in der neuen, Morgen erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins “stern” eine Tarnfirma in Österreich gegründet, um Gelder von Pharmaunternehmen kassieren zu können. Die Apotheker gründeten dazu Ende 2006 in Wien die Genossenschaft Global Apo. Offiziell erbringt Global Apo Dienstleistungen für Pharmaunternehmen. In Wirklichkeit erhält Global Apo aber Rückvergütungen, die sich an der Höhe des Mehrumsatzes von verschreibungspflichtigen Präparaten der Pharmafirmen bemessen.
Dieses Verfahren geht aus den Verträgen der Apotheker mit Betapharm, Merck Pharma, Mylan dura und Axicorp hervor, die dem stern vorliegen. Demnach erhielt Global Apo von Betapharm zum Beispiel eine Rückvergütung in Höhe von bis zu 27,5 Prozent je nach Umsatzsteigerung der bestellten Arzneimittel. Mylan dura gewährte eine Rückzahlung in Höhe von bis zu 30 Prozent der zuvor bestellten Rezept-Arzneimittel. Mitglied von Global Apo können nur Apotheker mit mehr als 1,5 Millionen Euro Jahresumsatz werden. Zu den Mitgliedern gehören unter anderem der ehemalige Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, Karl-Rudolf Mattenklotz, der Sprecher des ISA-Apothekenverbands, Werner Gajewski, und der frühere Beirat der Apothekenkooperation Parmapharm, Tobias Loder. Unterstützt wird die Global Apo vom Pharmagroßhändler Gehe/Celesio. So ist auch die offizielle Anschrift der Global Apo in Wien identisch mit dem Pharmaunternehmen Herba Chemosan, einer Tochter von Gehe/Celesio.
In Deutschland ist es für Apotheker seit dem Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) im Jahr 2006 verboten, Gratispackungen, sogenannte Naturalrabatte, von Pharmaunternehmen zu erhalten. Seit dem GKV-Wettbewerbstärkungsgesetz aus dem Jahr 2007 ist den Apothekern zudem verboten, Rabatte zu kassieren.
Meine Apotheke liegt an einem der bekanntesten Marktplätze der Metropole. Ich muß ihn demnächst doch wirklich mal fragen, ob……… Nehme aber mal an, jetzt, wo Raffzahn Ratiopharm-Merckle den Rachen gestopft bekommen hat, wird er ihn direkt unterstützen. “Hohe Preise. Gute Besserung” oder so ähnlich. Muß ja wieder reinkommen, die ganz unschwäbisch VW-verzockte Kohle. Sollte er noch mal nach “öffentlichen Geldern” fragen, habe ich ein schönes Rezept für ihn. Wirkt garantiert. Ist Rhizinus drin. Gibts auch ohne Rezept. Mein Apotheker hat es.
Viel zu oft wird Stadtentwicklung vom grünen Tisch aus gemacht, ohne die Bürgerinnen und Bürger mal zu fragen, was sie davon halten. Und wenn schon mal gefragt wird, dann oft hinterher, wenn schon (fast) alle Messen gesungen sind.
Für Rathenow gibt es noch bis zum 12.12.2008 unter www.stadtforum2020.de (unter “Buch der Ideen”) eine tolle Möglichkeit für jede(n) Interessierte(n), direkt über die Zukunft ihrer / seiner Stadt mitzuentscheiden!
Ich habe dort mal reingeschaut und habe sehr interessante Vorschläge gefunden!
Am 5. Dezember gibt es eine Delegiertenkonferenz der hiesigen SPD, auf der der Kandidat für die Bundestagswahl festgelegt werden sollte. In klassischer Parteidemokratur, wie die SPD sie ja nun schon einige Zeit an den Tag legt, hat sich der Parteivorstand aber schon auf den 57 jährigen Dortmunder (Ja, Dortmunder!) DGB-Landesvorsitzenden Guntram Schneider statt des 39 jährigen Bielefelder Kommunalpolitikers Nicolas Tsapos festgelegt. So setzt sich im Lokalen fort, was wir bereits im Großen erlebt haben: Wegmobben von Beck, Auferstehung von Franz M., auf-den-Schild-Hebung des blassen Frank-Walter S., Wegmobbung von Ypsilanti in Hessen, “Gewissensentscheidungen” 3 Minuten vor der Wahl, usw., usw.
All das wird der SPD nicht mehr helfen auf ihrem Weg nach weiter unten. Das ist nicht gut für Bielefeld, das ist nicht gut für Deutschland. Offensichtlich hat die alte, schwindsüchtige ehemalige Volkspartei eine tiefe Sehnsucht nach Selbstzerstörung. Helfen wir dabei. Wählen wir sie einfach ab. Gelegenheiten gibts viele. Die SPD-Basis selbst könnte den Anfang machen, indem sie den seit 20 Jahren in Dortmund lebenden Guntram Schneider blockiert. Oder habt Ihr Halbroten so gar keinen Mut mehr? Paralysiert vom Sauerländer Geschwafel Eures altenneuen Rechtsrückenden Vorsitzenden?
In dem berühmten Kinderbuch “Pu der Bär” von Alan Alexander Milne sprechen Ferkel und der miesepetrige Esel I-Aah eines Tages über drei Äste, die I-Aah sorgfältig vor sich auf dem Boden drapiert hat. “Das ist ein A”, erklärt I-Aah. Ferkel zeigt sich nur mäßig beeindruckt. “Weißt du, was A bedeutet, kleines Ferkel? Es heißt Lernen, es heißt Bildung – all das, was Pu und dir fehlt”, wettert der Esel. Das kleine Ferkel, das seine Zeit gern mit Trödeln, Träumen und Herumschlumpeln verbringt, schaut betreten. Damit beginnt die Journalistin Angela Gatterburg einen Artikel über den PISA-Wahn, Elternehrgeiz und Kinder, die nicht mehr Kinder sein sollen. Weil jetzt “Bildung zählt”, wie uns die weisen Politiker und vor allem die Gütersloher Bertelsmannstiftung weismachen wollen.
Welch allgemeines Schulgemurkse in Deutschland und insbesondere unter der Ägide des blassen blonden Mädels aus Bielefeld üblich ist, verdeutlicht auch ein Kommentar des Westfalen-Blattes:
Das hatte Barbara Sommer sich wohl etwas anders vorgestellt: Seit Herbst 2004 arbeitet die Ministerin an der schulpolitischen Wende in NRW. Dennoch fehlt bis heute der Nachweis, dass 7000 Lehrer mehr, die Halbierung des Unterrichtsausfalls und andere schöne Erfolge auch zu besseren Pisa-Noten führen. Nebenbei: Es ist ein Armutszeugnis für die gesamte Bildungsbürokratie, dass wir erst jetzt Messergebnisse aus dem Frühjahr 2006 erfahren. In allen Bundesländern hat es deutliche Leistungsverbesserungen gegeben – auch in NRW. Fast zum Schlusslicht wurde man allerdings, weil andere schneller aus den Startlöchern kamen und überholen konnten. Und die Opposition, die immer noch auf die Früchte ihrer eigenen Regierungsarbeit stößt? Sie möchte am liebsten die Hauptschulen abschaffen, weiß aber nicht wohin mit den Hauptschülern. Die Grünen behaupten sogar tolldreist, in Gesamtschulen und Gymnasien wäre die individuelle Förderung von Problemschülern besser. Immerhin: Mit Sachsen hat diesmal ein zweigliedriges System seine Gleichrangigkeit mit Bayern und Baden-Württemberg bewiesen. Mit hoher Sonderschulquote und extrem wenig Migranten scheint das zu gelingen.
Kommen wir noch einmal zu Angela Gatterburg zurück: Kein Wunder, dass eine wachsende private Bildungsindustrie Kurse auf den Markt wirft, mit denen Eltern ihr Kind frühzeitig fit machen und ihm optimale Startbedingungen mitgeben können, damit es später im internationalen Wettbewerb um die besten Jobs mithalten kann. So bieten die Helen Doron Early English Learning Centres deutschlandweit Kindern zwischen 3 Monaten und 14 Jahren Englischkurse an. Im Münchner Fünf-Sterne-Kindergarten “Elly & Stoffl” sollen Kinder Englisch oder Französisch lernen und mit Sauna, Kneipp-Anwendungen und Yoga-Übungen stimuliert werden. Genau.- Und da hat Bertelsmanns Tochter arvato schon ganz sicher die richtigen “Kurse” auf CD und DVD parat, bietet passende Bücher an, verlinkt das Ganze mit dem Bundespresseamt der in ihrer Welkheit bezaubernden “Rose der Uckermark”. Herrliche neue Bildungswelt. Genau so, wie die Lobby sie haben will. Förderung derer, die es sich leisten können. Abkoppeln derer, die auf der Strrecke beiben, weil die Eltern den ganzen Mist einschließlich ständiger gewollter privater Nachhilfe nicht bezahlen können. Die selbst ernannte bundesdeutsche “Elite” tut sich vor allem durch Perversität hervor.
Was wir vor allem brauchen sind Investmentbanker. Mit 1ser-Abitur, BwL- und Volkswirtschaftsstudium. Damit sie weltweit noch cleverer Derivatepakete schnüren und ihre Mitmenschen bescheißen können. Das kann man aber bereits im Kindergarten üben. Leistungkurs 1: “Wie verticke ich mein Pausenbrot ohne Wurstbelag so geschickt, daß es am Ende mit Lehman-Aufstrich als Wallstreet-Snack von der Deutschen Kinderbank als Produkt angeboeten werden kann und ich dafür satte Provisionen einstreiche?”. Wer Kleinkinder bereits in fertige Schablonen presst, bekommt willige Wähler (“Ich wähle neoliberal. Was sonst?”) – Denker, ja Querdenker, werden von vornherein eliminiert. Unerwünscht.







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