Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs
den Hamburger, den Berliner, den Bremer, die Frankfurter,
das Kasseler, das Paderborner, die Nürnberger / den Nürnberger,
das Kölsch, das Detmolder, das Herforder, das Kindl…
Aber hier gibt es ja immerhin den Sparrenburgtee.
Das ist der liebe Herr Vogt aus Bielefeld. Er ist sowas wie der Oberchef der westfälischen Spasskassen. Manchmal finanziert er in Fernsehspots auch Gattinnen von Gefängnisinsassen Maseratis. Jetzt gibt er in den Zeitungen sowas wie “leichte Entwarnung” und freut sich, wie gut doch eigentlich die WestLB in Düsseldorf dasteht. So ganz dazu passen wollen die Meldungen, die über die Ticker kommen, allerdings nicht:
Viele Sparkassen haben sich laut “Financial Times Deutschland” stärker mit riskanten Wertpapieren verspekuliert als bisher bekannt. In Nordrhein-Westfalen stehe eine Reihe von Sparkassen vor hohen Abschreibungen, berichtete das Blatt ohne Nennung von Quellen. Besonders kleinere Institute seien betroffen. Die Banken hätten Geschäfte mit der Landesbank WestLB gemacht, die den nordrhein-westfälischen Sparkassen zu 50,4 Prozent gehört. Beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Die WestLB habe den Sparkassen zwischen 2003 und 2006 in großem Stil so genannte CDO-Papiere verkauft, berichtete die “Financial Times Deutschland”. Dies sei im Rahmen eines Programms mit dem Namen “House of Europe” erfolgt, das rund fünf Milliarden Euro schwer gewesen sei. Die WestLB-Investmentbanker hatten die hochkomplexen Kreditpapiere nicht nur vertrieben, sondern selbst strukturiert, berichtete das Blatt weiter.
Einige Sparkassen prüften rechtliche Schritte gegen die WestLB, berichtete die “FTD”. Sie werfen der Landesbank vor, sie bei dem Verkauf der Papiere falsch beraten zu haben. “House of Europe” sei ein Vertriebsschlager der WestLB gewesen. Die Düsseldorfer hätten das Programm “aggressiv vermarktet”, zitierte das Blatt einen Sparkassen-Vorstand. Bisher hatten die Sparkassen sich als Gewinner der Finanzkrise präsentiert, da sie im Vergleich zu den privaten Großbanken von den Turbulenzen verschont geblieben schienen. Zwar sind die Institute durch ihre Beteiligungen an den Landesbanken mittelbar von den Turbulenzen an den Finanzmärkten berührt – von direkten Belastungen einzelner Häuser war bis dato aber kaum die Rede.
Von wegen: Wenn´s um Geld geht, Spasskasse. Wenn´s ums Zocken geht, wohl auch.
Christoph Barnstorf-Laumanns höchstpersönlich hat jetzt auf diesen Blogartikel von Hartmut Befeldt und auf die “Entwicklungsvorlage” auf der Aktionsseite ja-ich-bin-dagegen.de (siehe hier im Kommentarstrang) reagiert:
***** Der Patriot – In eigener Sache*****
Für den Patrioten – und für Herrn Barnstorf-Laumanns selbst – ist das m.E. ein Wahnsinns-Schritt! Eine lippstädter (!) Tageszeitung antwortet öffentlich und von höchster Stelle auf Anschuldigungen eines Weblogs! Der Patriot hat sich damit soeben einen Schritt weit aus dem medialen Mittelalter (und seiner Kernkompetenz “Print”) herausgewagt. Das Thema ist nicht gerade erfreulich, zugegeben. Aber wenn das nötig war, damit der Patriot wirklich im Web ankommt und Blogger als”ernstzunehmend” anerkennt – bitteschön. Was für zukünftige amerikanische Präsidenten* Normalität ist, musste im behüteten Lippstadt erst noch bitter gelernt werden: Das Web 2.0 hat Gewicht. Und kein geringes.
Ich hoffe, dieser Schritt bleibt kein Einzelfall. Und das nächste Mal kann man Weblogs ja auch mal positiv erwähnen ;o)
* Falls jemand irgendwann mal auf diesen Artikel stößt und nicht weiß, was der Vergleich soll: Seit heute steht Barack Obama als Präsident der USA fest
Eine Dorfmannschaft stürmt an die Spitze der Fußball-Bundesliga. Die Fans beobachten den sensationellen Höhenflug der TSG Hoffenheim teils begeistert, teils aber auch mit jener Arroganz, die Etablierte gern allen Emporkömmlingen entgegenbringen. Nur die Wirtschaft, von anderen wichtigen Themen wie der Finanz- und Bankenkrise abgelenkt, zeigt an den Fußballern aus der nordbadischen Provinz herzlich wenig Interesse. Dabei könnte gerade die Wirtschaft von den Hoffenheimer Himmelsstürmern einiges lernen. Anfangs sah sich die Elf von SAP-Gründer Dietmar Hopp und Trainer Ralf Rangnick in einer Weise Anfeindungen ausgesetzt, die man sonst nur von Bayern-Hassern kennt. Hauptziel der unfairen Angriffe aus dem Abseits war Hopp, Hoffenheims großer Sponsor. Doch wo, bitteschön, ist heute ohne »Moos« noch etwas los? Das klappt im Profi-Fußball ebensowenig wie anderswo in der Wirtschaft. Gemessen am Transferwert seiner Spieler rangiert Hoffenheim in der Bundesliga auf Platz 15; nur Bielefeld und zwei weitere Teams wurden zu Saisonbeginn noch tiefer eingestuft. 28 Millionen Euro hat Hoffenheim in zwei Jahren für neue Spieler ausgeben. Das ist viel. Aber schon der VfL Wolfsburg toppt die Summe leicht mit 30 Millionen – in einem Jahr. Was, wenn nicht das Geld, macht Hoffenheim dann erfolgreich? Das Torkonto gibt die Antwort. 31 mal trafen Ibisevic, Ba, Obasi & Co. – soviel wie in den elf Spielen bisher kein anderes Bundesliga-Team. Hoffenheim spielt offensiv, egal wie der Gegner heißt. Kein Quer, kein Zurück: So gewinnt man Fans. Und wenn mal ein Spiel wie gegen Bremen oder Leverkusen mit vielen Gegentoren verloren geht: Die Anhänger – und Kunden – honorieren auch schon den Einsatz. Manager, die Millionen für Investitionen zur Verfügung haben, gehen gern auf Nummer Sicher. Sie kaufen Techniken, die schon etabliert sind. Und sie sammeln Arbeitskräfte, die anderswo schon erfolgreich waren. Im Fußball treibt dies die Transfersummen für die Ronaldos und Ballacks ins Unendliche. In der Wirtschaft gilt das Gleiche für die Gehälter der Supermanager. Am Ende streiten sich, wie in München, drei Superstars um zwei Plätze im Sturm. Rangnick, als Trainer auch Personalchef, investierte dagegen nicht in fertige Stars, sondern in Nachwuchsspieler mit Potenzial und Teamqualität. Das Durchschnittsalter liegt bei 23 Jahren. Doch wichtiger als das Geburtsdatum: Alle Hoffenheimer sind heiß auf Erfolg. Hopp trägt mit der Förderung des Jugendsports dazu bei, dass dies auch so bleibt. Und noch etwas zeigt der Erfolg der Rangnick-Elf: Man muss seinen Standort nicht in Berlin, München oder Hamburg nehmen, um erfolgreich zu sein. Manche Blumen blühen sogar in der Provinz erst richtig auf. Dabei haben die Rhein-Neckar-Region und Ostwestfalen, haben Hoffenheim und Gütersloh einiges gemeinsam: Hier lässt man sich Zeit für den Aufbau. Was morgens investiert wird, muss nicht schon am Abend Rendite abwerfen. Schön, wenn sich der Erfolg – wie bei Hoffenheim – trotzdem schneller als erwartet einstellt.
Ach ja. Die “blogboys” liegen schon richtig, wenn sie schreiben “Arminia ist müde”. Dann wecken wir sie doch mal auf. Schließlich gibt es an der Melanchton-Road eine ganze Reihe junger, “hungriger” Spieler……
Etwas mehr als hundert Kilometer von hier werkelt in Hannover ein “Finanzoptimierer”. Der geht einem gewaltig auf den Keks mit seiner ebenso penetranten wie aufdringlichen “Erfolg”-Radiowerbung. Nun tauchts auch in Zeitungswerbeanzeigen auf. Daß die Buben im Hannoverschen zuviel Kohle haben, zeigen die Anzeigen auf Seite 1 unserer Blättchen. Geld ist ja ok. Aber ums goldene Kalb tanzen und Paul Potts neben Atze Schröder und dem neoliberalen Mietmaul Rürup sein “Nessun dorma” schmettern zu lassen, das grenzt schon an Perversität angesichts der Vorgänge der letzten Wochen. Nachdem ich gelesen habe, daß Dietmar Hopp (“Jo, von 1899 Hoppenheim) auch dem ehemaligen Doc der Fußballnationalmannschaft und FC Bayern die neue Klinik finanziert hat, ist zu konstatieren, daß SAP mehr als überzogene Preise für seine Software hat. So kann man auch durch die Hintertür die Bayern kaufen
Den “Sparrenblog” gibt es nicht mehr. Die drei sympathischen jungen Altblogger haben ihn sterben lassen und was Neues aufgemacht.
Darum verlassen wir Ratten das sinkende Schiff,
auf dass es unbemannt weitersegeln kann.
Das sparrenblog wird bleiben, hier, als Archiv
sowieso, vielleicht irgendwann mit neuem Zweck,
wer weiß. Wir machen woanders und unbeschwert
weiter.
Genau: hier. Conrad Schormann, Blog-Chefbeobachter bei der NW hat dorten einen elegischen Abgesang geschrieben. So wird wahr, was wir hier immer schon sagen: Ein Blog lebt nicht von Bielefeld allein.
Letzte Woche ging zwar die neue Website der Stadt online. Aber so richtig krass webzwonull biste erst, wenn dich ein Alphatierchen der Bloggersheimer Herde in seinen Artikeln erwähnt.
Tzjiaa, und hinter den Task können wir dann mal ‘nen Haken setzen, Bauer Heinrich und Bild sei Dank








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