
Da prangen sie nun heute Morgen von allen Blättern, die hessischen “Aufrechten”. Betonfrisur Metzger, der man, da sie sich früh erklärte, wenig vorwerfen kann (außer der Interessenvertretung eines Energiekonzerns), Schmollmund und beleidigte Leberwurst Walter sowie zwei, die sich wohl kurz vor Toresschluß mit irgendwas haben kaufen lassen. Nach dem monatelangen neoliberalen Trommelfeuer der SpringerBertelsmann-Hetzblätter von BLÖD bis Spiegel erst ggen Beck, dann Ypsilanti hat der Machterhalt des brutalstmöglichen Aufklärers Koch ja doch noch geklappt. Wohl der Partei, die solche Dummköpfe hat. Wie hieß es dann doch gestern aus der mafiösen Rentnerhauptstadt unseres Nachbarlandes, Wiesbaden?
Von Walter und Tesch bestärkt
Die SPD-Chefin sagte zudem, dass zwei der jetzigen Abweichler, Jürgen Walter und Silke Tesch, selbst Ypsilanti zu einem zweiten Versuch ermuntert hätten, in Hessen an die Macht zu kommen. Um so enttäuschter sei sie nun über deren Entscheidung. Auch sei der innerparteiliche Willens – bildungsprozess lange und offen genug gewesen, um Bedenken oder Kritik zu äußern.
Die Website der SPD Bielefeld ist wieder erreichbar und trägt einen Kommentar von Hannelore Kraft, SPD-Vorsitzende NRW:
Der Vorsitzende der NRWSPD, Hannelore Kraft,
erklärt zur aktuellen Situation in Hessen:
Die neue Entwicklung in Hessen hat die SPD in eine schwierige Situation gebracht.
Die Abgeordneten, die jetzt von den Entscheidungen der hessischen SPD abweichen, berufen sich auf einen Gewissenskonflikt. Abgeordnete unterliegen Gewissensentscheidungen. Das ist und bleibt so. Doch der Zeitpunkt der Bekanntgabe ist nicht akzeptabel. Dagmar Metzger hat schon früh ihre Haltung offengelegt. Es ist jedoch moralisch verwerflich und persönlich unglaubwürdig, wenn die drei anderen Abweichler quasi auf dem Weg in die Wahlkabine ihre Bedenken offenlegen. Wenn der Gewissenskonflikt so groß war wie jetzt dargelegt, dann hätten die Abweichler Zeit genug gehabt, ihre Bedenken frühzeitig klar und eindeutig zu erklären.
Es ist nun Aufgabe der hessischen Parteifreunde, mit der sich daraus ergebenen Situation umzugehen. Hier werden wir keine Ratschläge von außen geben.
Die NRWSPD fühlt sich in ihrer Position, die sie seit langem hat, bestätigt, die Auseinandersetzung und nicht die Zusammenarbeit mit der Partei “Die Linke” zu suchen.
Wie ein herrliches Bonmot liest sich dann auch die Rede von Frank-Walter S. auf dem Parteitag vom 18. Oktober:
Willy Brandt hat einmal gesagt: „Sozialdemokratie ohne Hoffnung ist wie eine Kirche ohne Glauben.“ Ich sage heute: Hoffnung und Zuversicht sind wieder zurück. Dieser Tag, das wird ein Tag des Aufbruchs. Wir haben Streit begraben, Gräben zugeschüttet, uns untergehakt. Und wir glauben wieder an uns! Das macht uns stark! Und die anderen merken das! Manche hatten uns schon abgeschrieben, Volksparteien adé, sagen die Kommentatoren. Ich höre das alles. Nur ich bin ich ganz anderer Meinung! Ich spüre: Der SPD wird wieder etwas zugetraut. Viele Menschen kommen auf uns zu und wünschen uns Glück. Ich sag euch: Wir sind wieder im Spiel! Mit der Geschlossenheit der letzten Wochen haben wir nicht nur andere überrascht, sondern auch uns selbst.
Kamelle, de Zoch kütt. Die nächsten Wahlen werden Quittungen für die SPD bringen, wie sie sie in ihrer langen Geschichte wohl selten bekommen hat. Einen Karnevalsverein haben selbst die Gleichgültigsten ungern in Regierungsverantwiortung. Was diese Partei macht, ist schlicht Wählververhöhnung.
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