StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

Do
23
Okt '08

Rathenow-Blog: Verkehrsteilnehmerschulung

Früher mussten Kraftfahrer bei einer bestimmten Anzahl von Stempeln (Einträge auf einer Karte in der Fahrerlaubnis – würde heute den Einträgen in Flensburg entsprechen) zur Verkehrsteilnehmerschulung. Solche Schulungen soll es jetzt in Rathenow wieder geben. Dazu sollen neben Kraftfahrern auch Fußgänger und Radfahrer bei Fehlverhalten geladen werden. Als Kraftfahrer zählen dann zum Beispiel auch mehrmals ertappte Falschparker.
Da kann man schon gespannt sein, wie voll die Schulungsräume sein werden. Man stelle sich mal vor, alle Radfahrer, die auf Plätzen und Gehwegen radeln oder auf den Radwegen entgegengesetzt zur Fahrtrichtung unterwegs sind, müssen sich dann belehren lassen. Oder alle Oberschüler, die an der Schleusenbrücke aus dem Bus steigen und spontan die Straße überqueren und oft sogar die Autos zum Halten zwingen, obwohl 40 m entfernt die Ampel ist. Fragt sich bloß, wer die Leute ermitteln soll. Nötig wäre es . Vielleicht gibt es dann wieder mehr Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr.

Rathenow-Blog: Frau Harke zum Ehrenamt

Kürzlich war in der MAZ ein Bericht zu lesen, dass eine Frau Kasner in der Volkshochschule in Prenzlau Fremdsprachenunterricht erteilt. So weit ja noch nichts Besonderes. Das erfährt der Leser erst später. Diese Frau Kasner ist über achtzig Jahre alt und Mutter unserer Kanzlerin. Es mache ihr ja solche Freude, noch unterrichten zu dürfen. Was meint diese Frau wohl, wie sich ein Lehrer mit verminderter Stundenzahl, eine Absolventin ohne Anstellung oder ein Lehrer, der aus irgendeinem Grunde sich mal zu einer anderen Aufgabe hat überreden lassen und dann nicht wieder in den Schuldienst kam, über solch eine Beschäftigung freuen würde. Oder hat es unsere verehrte Frau Kanzlerin nicht geschafft, ihrer eigenen Mutter eine ausreichende Altersrente zu sichern? Vielleicht sollten wir ein Spendenkonto einrichten oder in der Arbeitsagentur eine Sammelbüchse aufstellen. Passt bloß auf, dass euch nicht noch der letzte Euro aus der Tasche gezogen wird!

Rathenow-Blog: Frau Harke mal wieder zur Agentur für Arbeit

Am Mittwoch gibt es in der MAZ immer das Sorgentelefon. Dort können Leser ihren Ärger abladen. Meist geht es um wild wuchernde Pflanzen, Hundehaufen in der Stadt, kaputte Buswartehäuschen oder ähnliche Probleme. Dieses Mal hatte jemand angerufen, der schnell mal Unterlagen bei der Agentur für Arbeit abgeben wollte. Ging natürlich nicht. In zwei Wochen laut Termin. Die lakonische Antwort auf die Nachfrage des Mitarbeiters der MAZ: Wo kämen wir denn hin, wenn jeder selbst bestimmen könnte, wann er in der Agentur was erledigen möchte.
Also wirklich, wo kämen wir denn hin? Hoffentlich nehmen sich Supermärkte, Apotheken und andere nicht ein Beispiel daran. Bedienung nur nach vorheriger Terminvergabe.
So ist das mit den Dienstleistern, die eigentlich für ihre Kunden da sein sollten.

Regensburg-Blog: Xaverl – Da awad koana (Deutsche Baustellentechnik)

Xaverl – Afreissen – Lecha grobn – greißle macha – nix mehr doa –  Nexts Johr weidamacha.

 baustelle-burgweinting.JPG  

Übersetzung: Aufreissen – Löcher graben – die Gegend verschandeln – die Arbeit einstellen – Nächstes Jahr weiter machen.

 PS: Kein Arbeiter auf der Baustelle Hochwasserschutz Stadtteil Burgweinting.

Braunschweig-Blog: Selbstverteidigungs-Kurs für Frauen in Braunschweig

Fast jede Frau fürchtet, irgendwann Opfer einer Gewalttat zu werden. Viele Frauen berichten von Erfahrungen in bedrohlichen Situationen, verbalen und körperlichen Übergriffen auf der Straße, am Arbeitsplatz oder in der Disco. Wer als Frau nachts allein auf der Straße unterwegs ist, sollte grundsätzlich darauf gefasst sein, dass sie von jemandem belästigt oder angegriffen werden könnte. Nicht wenige haben so eine Horrorsituation auch schon erlebt. Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Missbrauch sind extreme Formen der Gewalt gegen Frauen.

In speziellen Selbstverteidigungkursen lernen Frauen und Mädchen, wie man sich bei einer Bedrohung richtig verhält und was man tun kann, um sich im Ernstfall zu richtig schützen. Die DVT-Kampfkunstschule bietet in jedem Quartal jeweils ein spezielles Seminar für Frauen an.

Im November ist wieder ein Kurs für Frauenselbstverteidigung an der DVT-Schule in Braunschweig geplant. Der Kurs findet am Samstag 29.11.2008 & Sonntag 30.11.2008 jeweils von 11.00-15.00 Uhr in unserer Kampfkunstschule statt. Die Kosten betragen 45 Euro.

Bitte um rechtzeitige Anmeldung, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Alle DVT-Schülerinnen die am regulären Gruppentraining teilnehmen,
können an diesem Kurs kostenfrei teilnehmen.

Auf Grundlage der Kampfkunst DVT Dynamic VingTshun werden effektive, Selbstverteidigungstechniken vermittelt. Das Programm beinhaltet:
- einfacheTechniken zur Abwehr von Schlägen und Tritten
- Befreiungstechniken aus Haltepostionen (Schwitzkasten, Würger, Umklammerungen)
- Einsatz von Alltagsgegenständen als Waffe (Handtasche, Schlüsselbund, Kugelschreiber)
- Konflikttraining
- Wahrnehmung der Körpersprache
- Kennenlernen der eigenen Stärken

Weitere Infos zum Thema Frauenselbstverteidigung hier.
www.dvt-braunschweig.de

Bielefeld-Blog: In die Herbstsonne

herbstsonne.jpg

Dramatische Bilder an diesem frühen Herbstmorgen. Bei gefühlten 2 Grad rollen die Fahrzeuge in die gleißende Sonne, die Hand des Fahreres schützend an der beschlagenen Windschutzscheibe…… Dauert halt, bis Autoheizungen wirken.

Bielefeld-Blog: Kleine Chance für Arminia

Wenn am Samstag Arm. Bielefeld in Schalke aufläuft haben die seit Legionen von Spieltagen gefühlten “Meister der Herzen” in Königsblau das heutige UEFA-Cup-Spiel gegen Paris St. Germain in den Beinen. Kann ein Vorteil sein. Vielleicht flüchtet ja auch Ex-Nutellaboy Kevin “Memme” Kurany in der Pause, weil Michael “Großmaul” Ballak aus Chelsea angerufen und neue Anweisungen gegeben hat, die gestern Abend auch nach dem Bremen-Spiel “Mädchen” Frings so köstlich ins Mikro trötete. Mal sehen, was BLÖD, die Hauspostille von rund 80 Millionen Bundestrainern heut dazu schreibt. Wahrscheinlich wird der Tenor lauten: “Spieler müsche auamoal de Mund aufmache dürfe”. Klar. Aber nicht über die Medien. Wahrscheinlich hat Miki Ballak im dichten Londoner Nebel sein Samsung-Handy verloren.

Gut, daß es sowas noch nicht bei Arminia gibt. Man stelle sich vor, “Rübe” Kauf würde Samstag und Montag per Westfalen-Blatt oder NW mit Michael Friontzeck “konferieren”.

Bielefeld-Blog: Westfalen-Blatt: Absturz vom Bildungsgipfel

Jeder Bergsteiger weiß: Es mag schwer sein, einen Gipfel zu erklimmen, heil herunterzukommen ist schwerer. Diese Erfahrung mussten gestern auch Kanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der 16 Bundesländer beim Bildungsgipfel machen. Geradezu ins Uferlose waren in den vergangenen Tagen die Erwartungen an das Treffen in Dresden gewachsen. So kam es, wie es kommen musste: viele wohlklingende Worte und Absichtserklärungen, ein paar gute Ansätze, kaum Wegweisendes – Symbolpolitik. Dass es nun einer »Strategiegruppe« bedarf, um die Finanzierung der Beschlüsse zu
klären, und die für diese Arbeit ein Jahr Zeit bekommt, lässt Böses ahnen. Der Bildungsgipfel ist vom 8000-er im Himalaja zum Erdhügel in der norddeutschen Tiefebene geschrumpft. Schuld daran tragen alle Beteiligten. Zu allererst muss man die Bundeskanzlerin nennen. Angela Merkels Formulierung von der »Bildungsrepublik Deutschland« mag stimmen, war für die Zusammenkunft aber mehr Bürde als Würde. Das Motiv der CDU-Chefin ist
nachvollziehbar: Sie will das Feld keinesfalls der Konkurrenz überlassen. Schließlich ist der Bundestagswahlkampf nicht mehr weit, da heißt es eben: »Bildung ist Chefsache« – das klingt gut! Dummerweise nur spielt der Bund in Sachen Bildungspolitik allenfalls die zweite Geige. Bildung ist Ländersache. So konnte es kaum verwundern, dass sich die Gipfel-Begeisterung der Ministerpräsidenten von vornherein in Grenzen hielt. Von »Das machen wir selbst« bis »Die sollen uns lieber mal mehr Geld geben« reichten die zuletzt auch offen geäußerten Unmutsbekundungen. Dabei machten die Landesfürsten
der Union keine Ausnahme. Genau dieser Bund-Länder-Streit um Geld und Einfluss lähmt die deutsche Bildungspolitik seit Jahrzehnten. Es geht zu oft um Macht- und nicht um Sachfragen. Es wird blockiert statt reformiert, parteipolitisch taktiert statt inhaltlich debattiert. Früher war es – zynisch gesagt – egal, dass nicht alle Talente ausreichend gefördert worden. Qualifizierten Nachwuchs gab es trotzdem genug. Heute wissen wir, dass der Fachkräfte- mangel bald Realität wird. Und seit der ersten PISA-Studie im Jahr 2001 ist offensichtlich, dass unser Bildungssystem verbesserungsbedürfig ist. Wir brauchen mehr staatliche Angebote für frühkindliche Bildung. Wir müssen verhindern, dass die Auslese vornehmlich von sozialen Kriterien bestimmt wird. Wir brauchen mehr Wettbewerb im Schulsystem sowie größere Durchlässigkeit, auch im Bereich der Hochschulen. Einige der gestrigen Beschlüsse mögen diesen Erkenntnissen Rechnung tragen, der große Wurf aber ist ausgeblieben. Signalwirkung wird der Bildungsgipfel nicht entfalten. Es bleibt beim bildungspolitischen Klein-Klein. Noch vor dem Bund-Länder-Treffen hatten die Kultusminister eine Fortsetzung angemahnt. Davon war nach dem Gipfel
keine Rede mehr. Warum auch? Wenn man den Weg ins Tal nur mit Ach und Krach geschafft hat, muss man ja nicht gleich wieder rauf.

Ungewöhnlich scharfe Töne vom gewöhnlich der Regierung gegenüber freundlich gesonnen Westfalen-Blatt angesichts der gestrigen Propaganda-Farce oim herbstlichen Berlin.