….wahrscheinlich wollen die meisten nochmehr Wald in Bielefeld
am Kesselbrink.?!
….wahrscheinlich wollen die meisten nochmehr Wald in Bielefeld
am Kesselbrink.?!
Hopp hat gegen keine Regularien verstoßen, und man darf ihm zugutehalten, dass er sein Geld schlauer hat ausgeben lassen als viele andere. Die Mannschaft von Cheftrainer Ralf Rangnick spielt Fußball, wie man ihn gerne sieht, und in der Region wird er bestens angenommen. Aber all das macht die Anwesenheit Hoffenheims nicht zu einem Projekt im Dienste der Menschheit oder zu einem, das dem Besten des Fußballs dient.
Es sorgt dafür, dass die Menschen im Rhein-Neckar-Gebiet Bundesliga-Fußball schauen dürfen und dafür in der Lausitz oder in Ostwestfalen bald nicht mehr. Und es dient Dietmar Hopp, der sich den Traum erfüllen kann, wie ihn wohl jeder Fußballfan hat: den eigenen Club erfolgreich zu machen. Dazu darf man ihn beglückwünschen, applaudieren muss man ihm aber nicht.
Das lesen wir auf SPIEGEL online zum Thema “Hoffenheim und der Milliardensponsor”. Es ist generell schwierig, mit Mllionenschweren Spritzen aufgepushte Clubs gut zu finden. Siehe FC Chelsea, wo ein Oligarch Kohle versenkt, von der man nicht einmal genau weiß, wo sie entstanden ist und wirklich herkommt. Hier in unserer Gegend sind die potentiellen Sponsoren eher weniger auf Fubabuli gut zu sprechen. Sie profitieren dann lieber von dem bißchen Imagegewinn, das Arm. Bielefeld - so einigermaßen erfolgreich – der Region und ihnen bringt. Kaviarschnittchen auf der neuen halbleeren haupttribüne im VIP-Bereich sind halt chic, wenn einer der Topclubs da ist und Punkte abholt. Und um noch etwas drauf zu setzen: Einen “Dietmar Hopp” hätten wir hier durchaus auch. Er heißt Reinhard Mohn. Ist aber vom Fußballsponsern so weit entfernt, wie Arm. Bielefeld von der Champions League. Er steckt “sein” Geld – ermöglicht durch eine gemeinnützige Stiftung – lieber in die extrem defizitäre Firma Lycos seines Sohnes. Der muß ja auch was zu tun haben. In seinem Alter. Da hatte Dietmar Hopp schon fast seine erste Milliarde. Und die Mannheimer Adler-Eishockeyer eine veritable Eissportthalle. Durch ihn.
Um einfach mal ein klein wenig dem idiotischen medialen paranoiden Hype dieser Stunden und Tage zu entgehen, den Hund geschnappt, einen Abschiedsbrief geschrieben (“Hallo Wolfgang “Rolli” S., Konspiration auf der Hünenburg”) und Ticket mit KLM nach Amsterdam im Web gebucht. Da der Hund keine Lust auf Hollandse Matjes hatte, fuhren wir zu “Peter auf´m Berg”, wo ein Schild bereits des morgigen Großereignisses “Boeckstiegel-Lauf” kündete.
Steil gehts hier hinauf Richtung Hünenburg oberhalb der Metropole, wo lichte Buchenwälder grüßen und so mancher Buchenstamm von Woche zu Woche mehr und mehr von seinen mindestens 150 Jahresringen zeigt.
Die Vermessung der Welt muß hier ihren Anfang genommen haben. Ein Jogger behagte dem Hund nicht, ein jüngeres Ehepaar schob einen Kinderwagen den steilen Weg hinauf (Kinderwagen? Sicher Tarnung, da ist eine Bombe drin….), zwei alte Damen tasten sich stockernd den Weg hoch. Ein BKA-Beamten jagte langsam mit letzter Kraft auf dem Mountainbike gen Nebelgrenze…
Ein roter Hubschrauber umkreiste uns immer und immer wieder. Ob Wolfgang “Rolli” S. im piefigen Berlin schon Nachricht von uns hatte? Schließlich hatte ich einen Abschiedsbrief geschrieben und den Hund mit der Pfote signieren lassen und außerdem ein Ticket mit KLM nach Amsterdam im Web gebucht. Der Verdacht, den ich hegte, verdichtete sich oben auf der Hünenburg. Lauschantennen der Teledumm sendeten die Nachricht unserer Ankunft alsbald nach Berlin ins Reichsministerium des Inneren (Sta si 2.0).
Hier oben auf der Höhe der vorgermanischen Schutzburg (Hünenburg) suchten wir kurz Schutz vor der sengenden Höhensonne im Unterstand, der dem Untergang über Bielefeld bereits preisgegeben ist. Nicht, ohne ein garstig Lied mit begleitendem Gebell gen der Berliner Idiotia zu schicken.
Die Antennen lauschten weiter. der Hubschrauber schraubte sich tiefer, kreiste…. Hatte Wolfgang “Rolli” S. Wind bekommen? Schließlich sieht der Bundesanwalt keinen Grund, uns festzuhalten. Trotz Abschiedsbrief und Flugticket nach Amsterdam.
Wieder zuhause angekommen, erwartete uns “Königs Kuchen”, ein Zwiebelkuchen
aus jenem alten, grasgrünverkachelten Bielefelder Feinkosthaus. Die schöne und bessere Hälfte hatte dafür länger anstehen müssen, weil Frau Direktor XXsens Wochenendbrot Scheibe um Scheibe einzeln abgeschnitten und verpackt wurde. Schließlich möchte man in Direktorenkreisen seinen Geiz hegen und pflegen, der jetzt allerdings durch Fannie Maes und Merrylls Gelynche überseeisch erheblich gefährdet ist. Wohin jetzt mit all dem schwarzen Geld?
Ich weiß. Das ist alles Blödsinn. Trotz Abschiedsbrief und KLM-Flugticket nach Amsterdam. Der rote Hubschrauber flog dann davon, Richtung Windelsbleiche. Die Metropole hat ja auch einen Airport. Man sollte weniger über all diesen Scheiß nachdenken und vor allem lesen. Die Paranoiker, Kaffeesatzleser und Kassandras haben ohnehin die Macht übernommen. Dabei passiert doch in diesem unserem Lande ohnehin niemand etwas, der einen Ankunftsbrief schreibt, Handgranaten im Gepäck hat und über Köln-Bonn einfliegt. Umgekehrt ists gefährlich. Gell Wolfgang “Rolli” S.? So lange wir von Bekloppten und Halbirren regiert werden, passiert wirklich nichts. Wie auf jedem Friedhof.
Dieter Althaus hat ein Lied aufgenommen, so sagt es der Ticker. Ok, muss man wohl machen, wenn bald Wahlkampf ist. Welches Lied in Angriff genommen wurde, wird verschwiegen. Es soll offenbar eine Überraschung werden.
Aber in Zeiten des Internet bleibt nix geheim. So tauchte jetzt der erste “Erlkönig” des Althaus-Songs auf. Aber ich will gar nix singen Sie nicht länger auf die Folter spannen:
Sehen Sie doch selbst.
Micha hat (ein bisschen angestoßen durch mein Nöckeln) den Apostroph-Bug aus der Software entfernt. Das habe ich zum Anlass genommen, folgende Änderungen durchzuführen:
: Marblicksweg ist wieder sichtbar (seine Feed-Adresse hatte sich geändert)
: Craig ist raus (Sorry, zuviel SAP-Content für einen Lippstadt-Reader, no hard feelings, ich hoffe Du verstehst das)
: Kneipentour ist drin (bot sich an, da der Relaunch im Weblog-Stil erfolgte)
Wie immer gilt: Wer rein oder raus will, bitte bei mir melden!
Schönes Wochenende!
Nein, mit den Apostrophen im Titel will ich nicht die Bugs in Michas Feedomix sichtbar machen (auch wenn er mir dazu heute Morgen allen Grund gibt, grrr). Sondern einfach mal widda’n Pfund Lokaalromanntik in die Sache hier reinbringen tun *schnieef*:

Aufgenommen gestern Abend am Hellinghäuser Weg (mit mein’ neuen Kameragehäuse).
Um solche (und andere) wunderbare Momente auch in Zukunft nicht zu verpassen, nehmen Sie bitte den Feedomix-Reader “lippstadt bloggt” in Ihre Browserleiste auf. Informationen zum Reader erhalten Sie hier. Vielen Dank ;o)
26. September 2008. 9:26:03 Uhr. Die Frisur hält. Melanchthon-Straße. Bielefeld. Webcam der AlmSchücoArena. Die Scheiben der “Skyoffices” sind so verhangen wie der Blick auf die ersten 4 Tabellenplätze der Fubabuli. Da die Almbuben in Hessen weilen und erst am Sonntag bei Eintracht Frankfurt in den Kampf um die Europacup-Plätze eingreifen werden, können sie es nicht sein, die Nebelkerzen geworfen haben. Vielleicht probieren die Assistenztrainer aber auch nur eine neue Taktik aus, die bei Rückstand im eigenen Stadion helfen soll?
Xaverl: Jetza wird’s owa Zeit dass ma de arma Hund, de Amerikaner, heifa. De bo Millionen, de ma do am Moda no umigschom hom, de langa doch bloß für Oan. Notfois mach ma hoit a Sammlung. Wea is dabei?

Übersetzung: Jetzt wird es allmählich Zeit den notleidenden Amerikanern zu helfen. Die paar Millionen, die wir am Montag noch rüber überwiesen haben, die reichen doch allenfalls für einen Manager. Notfalls müssen wir uns für eine Sammlung stark machen. Wer hilft mit?
Immer wieder gibt es bei uns sehr arme Kinder. Sie haben ein altes Handy, keine Marken-Schuhe und nicht den neuesten Laptop.
Auf der Eckendorfer stadtauswärts. Vor mir ein Passat mit einer jungen Frau am Steuer und drei kleineren Kindern im Fond. Kaum war dieses Plakat erreicht, gingen die Blicke nach rechts, die Kinder wurden hektisch. Panisch bremste die Frau, setzte in letzter Sekunde den Blinker und bog in den Parkplatz des amerikanischen Bulettenbraters ein. Geschafft. Werbung wirkt.
Diese Meldung, die gestern über die Ticker kam und heute in der NW steht und auch kommentiert wird, bescherte mir einen seltsamen Traum. Ich stand vor dem Reichstag. Aus dem Gebäude, dessen Portal die Inschrift “Dem deutschen Volke” ziert, strömten über 600 Männer und Frauen. Jeder hatte einen Kapuzenpullover an, wie ihn Rapper gerne tragen. Vorne auf der Brust prankten Buchstaben: “V”, “L”, “B”, “K”, “H”. Als Letzter kam der Bundestagspräsident, ein gewisser Dr. Norbert Lammert. Ich fragte ihn, was das zu bedeuten habe. Langsam und gequält hob er den Kopf und dozierte mit brüchiger Stimme: “V steht für Versager. L für Lügner. B für Betrüger, K für käuflich, H für Hinterbänkler”. Auf die Frage, warum das so sei, zuckte er resigniert die Schultern und meinte im Davonschlurfen: “Das hat uns das deutsche Volk eingebrockt als Antwort auf unsere phantastische Idee, Steuersünder mit dem Entzug des Führerscheins, Ehebrecher mit dem Abhacken des Schniedel, Kinderschänder mit dem Ersäufen, Diebe mit dem Verlust des rechten Fußes zu bestrafen. Wo kommen wir hin, wenn jetzt plötzlich das Volk in Deutschland entscheidet?”. Dann war er weg.
Im Raum blieb die Frage, ob wir im Reichstag nur noch Menschen ohne Verstand sitzen haben und die Politik noch mehr am Ende ist, als wir allgemein annehmen. Ich habe als juristischer Laie mal gelernt, das Strafen im Zusammenhang mit der Tat stehen müssen, sollen sie Sinn machen.
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