Die letzten Wochen haben ihre Spuren hinterlassen. Die Einträge im Detmold-Blog wurden weniger und weniger. Immer öfter habe ich Detmold den Rücken gekehrt/kehren müssen. Noch wohne ich in der Wunderschönen – natürlich – aber es gibt Zeiten, da ist man mehr im Flieger und auf Hochzeiten und fürdde Fiama unterwegs, als in seinen Heimatstädtchen. Wer nicht in Detmold ist, kann nichts über Detmold berichten. Das hat sich mit dem heutigen Tag mal wieder geändert. So war es mir vergönnt, den ganzen Nachmittag – und es war wettertechnisch ein echt geiler! – in und um die freundliche Baustelle am Detmolder Marktplatz zu verbringen. Nicht ohne ein Tässchen Kaffee beim Biere-Brotbäcker zu schlürfen und ein Stückchen Kuchen zu essen. Und zu sinnieren, was das Leben so hergibt.
Irgendwie machte die City heute einen friedlichen Eindruck. Keine Ahnung, woran das lag. Weil die Baustelle sich so langsam aber sicher dem Ende entgegen neigt. Oder weil mal wieder einfach nichts passiert in der Wunderschönen. Abgesehen von den Lipper-Tagen und einigen interessanten Plakatankündigungen, die musikalischen Hochgenuss ankündigen (zugegeben, da kann man sich nicht beschweren). Vielleicht war es auch so friedlich, weil wieder mal ein Klamottengeschäft mehr zugemacht hat, und die Teens und Jugendlichen nun endgültig ihr Zeugs im Umland kaufen. Ich kam mir fast wie ein Fremder vor, habe ich doch die Entwicklungen der letzten Zeit verpasst. Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts.
Ein schönes Stück Pflasterung habe ich am Marktplatz entdecken können. Und den Übergang zum anderen Pflasterstyle der Langen Straße gleich mit…
Ich zähle 5 Dessins auf einem Fleck (ohne den Gullideckel). Nicht schlecht, fast rekordverdächtig. Da hats die Nachbargemeinde mit ihrer Neubepflasterung der Altstadt besser gemacht und gleich rundumschlagmäßig alles durchgehend mit chinesischem Spezialpflasterstein versehen. Jaaa, erstmal wieder meckern! Das können wir Deutschen doch. Naja, egal. Ich reg´mich nicht auf. Solls halt aussehen wie es aussieht. Vielleicht wird es ja auch noch gemacht, in einem späteren Bauabschnitt. Oder, man schaut sich immer mal zum Vergleich etwas ganz anderes an, dann wirkt das zuvor betrachtete gleich ganz anders. Was sind schon 5 Pflasterstein-Dessins gegen 3 Dessins (als das neue Dessin am Marktplatz nämlich noch nicht da war)? Da sind doch 5 besser. Oder man stelle sich vor, es gäbe gar kein Dessin. Auch schön. Neulich, als ich in Polen war, waren nicht nur Innenstädte sonder auch ganze Bundesstraßen mit Kopfsteinpflaster verlegt. Das hat mit 60km/h schon so geruckelt wie als wennse mit dem Trecker über ein lippisches Steckrübenfeld möllerst. Da ist doch die alleinige Pflasterung der Fußgängerzone einer Innenstadt goldrichtig. Ich war mir am Ende des Tage jedenfalls sicher: Die Stadtplaner werdens schon richten. Mal schauen, wie es weitergeht.








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