StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

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Sep '08

Bielefeld-Blog: ad sinistram und der Bundeshorst

ad sinistram. In einem Staat, der stufenweise eine Überwachungs- und Polizeigesellschaft heranzüchtet, der gezielt repressive Mittel einsetzt gegen diejenigen, die ihm nicht genehm sind, der international zur früheren Großmannssucht neigt, der die Rolle des Steigbügelhalters der Wirtschaft perfektioniert hat, ist es Gebot des aufgeklärten Bürgers, eine linke Gegenöffentlichkeit aufzubauen. Eine Gegenöffentlichkeit, die den herrschenden Gedanken – und damit den herrschenden materiellen Verhältnissen – den Absolutheitsanspruch raubt und differente Sichtweisen anbietet.

Gelesen auf dem Blog “ad sinistram”. Drauf gekommen bin ich, weil ich im Zusammenhang mit der offiziellen Bejubelung des ach so “in der Bevölkerung beliebten” Bundeshorst” – also unserem Präsidenten – mit seinem Bethel-Besuch neulich etwas sachlich nachrecherchieren wollte.

Schönes Früchtchen, unser Horst.

Bielefeld-Blog: Bonität nach Wohnlage

“Sag mir, wo Du in Bielefeld wohnst und ich sage Dir, wieviel Kredit Du wert bist”. Spinnerei? Nö, Realität. Noch nie was vom Schufa-Score gehört? Zu diesem nicht zu unterschätzenden Schwachsinn einer Branche, die ohnehin schon an Dummheit und Unverschämtheit kaum noch zu übertreffen ist, eine Pressemeldung des Bundesdatenschutzbeaufragten:

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisiert die Bewertung der Bonität anhand von sog. Geodaten und fordert vom Gesetzgeber, die Position der Verbraucher zu stärken und die Verwendung von Geodaten strikt zu begrenzen.

Peter Schaar kritisiert den Umgang von Firmen (insbesondere Banken) mit “kundenbezogenen Geodaten”. Unternehmen ermitteln die vermeintliche Bonität potenzieller Kunden anhand statistischer Durchschnittswerte, die etwa aufgrund der Lage und Daten eines Straßenabschnitts gebildet werden. Nicht die wahren wirtschaftlichen Verhältnisse eines Kunden, sondern der Ruf der Wohngegend bestimmt damit z.B. die Höhe eines Kreditzinses. Dies stellt “einen klaren Fall sozialer Diskriminierung dar”, so Schaar in der Septemberausgabe der Zeitschrift “Kommunikation & Recht” (Verlag Recht und Wirtschaft GmbH, Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main; erscheint am 5.9.2008).

Auch die vom Kabinett vorgelegte “kleine Datenschutznovelle” biete dem Verbraucher keinen adäquaten Schutz. Von Unternehmen werde hierbei lediglich verlangt, die Betroffenen von der Verwendung von Geodaten zur Bonitätsbewertung “zu unterrichten”, wobei laut Gesetzesbegründung diese Unterrichtung auch nur in den AGB erfolgen kann. Ein Recht der Verbraucher, dieser Nutzung zu widersprechen, sieht die Novelle nicht vor. Aufgrund der “erheblichen Folgen für die Allgemeinheit, aber auch wegen der diskriminierenden Wirkung für den Einzelnen” sollte diese Art der Bonitätsbewertung grundsätzlich untersagt werden, so Schaar.

Der “Gesetzgeber”. Wer war das doch gleich noch? Jene knapp über 600 Abgehobenen im Reichstag und die paar Hanseln im Bundesrat, die aber nur fürs Abnicken da sind?

Bielefeld-Blog: Aus der Weltstadt Bielefeld:

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… und anderswo essen Sie Hunde.

Potsdam-Blog: Turbine hat eine neue Hymne: Ja, so sehen Siegerinnen aus!”

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat eine neue offizielle Vereinshymne: Ja, so sehen Siegerinnen aus. Am ersten Spieltag der neuen Saison, am kommenden Sonntag, wird die neue Hymne offiziell und live präsentiert (7.9., 13.45 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion).

Gesungen wird die Hymne – wie sollte es anders sein – von einer Frau: Beate Wein. Für die Lehramtsstudentin ist Musik ein enorm wichtiger Bestandteil ihres Lebens: Bis vor kurzer Zeit war sie die Frontfrau der Potsdamer Band Jig Stream, heute – nach Auflösung der Band – hat sie mit ihrer Kollegin das Swing- und Jazz-Duo „Hand in Hand” gegründet. Der Text und die Musik stammen ebenso von bekannten Potsdamern: Stefan Klucke und Dirk Pursche – besser bekannt als Schwarze Grütze. „Es war uns eine Ehre und zugleich natürlich eine Herausforderung – wer uns kennt, weiß, dass die Schwarze Grütze nicht unbedingt für Fußballhymnen bekannt ist”, erzählt Stefan Klucke. „Das Schreiben der Hymne hat uns unheimlich Spaß gemacht”, ergänzt Dirk Pursche. Wie die neue Hymne bei den Fans ankommen wird, zeigt sich am Sonntag beim Auftaktspiel gegen den FC Bayern München (Anpfiff: 14 Uhr).

Weitere Infos: www.turbine-fanshop.de, www.turbine-potsdam.de, www.einlaecheln.com

Potsdam-Blog: Steffi Jones in Potsdam – Autogrammstunde

Steffi Jones, langjährige Profi-Fußballerin und heute Präsidentin des WM-Organisationskomitees 2011 in Deutschland, wird am kommenden Sonntag in Potsdam eine Autogrammstunde abgeben.

 Anlass ihres Besuches ist das erste Heimspiel von Turbine Potsdam gegen den FC Bayern München (Sonntag, 7. September, Anpfiff: 14 Uhr). Die Autogrammstunde wird ab 13.15 Uhr neben dem Fanstand stattfinden. Das aktuelle Buch von Steffi Jones – Der Kick des Lebens – von 2007 wird auch im Stadion zu kaufen sein. Eine einmalige Gelegenheit, Steffi Jones aus nächster Nähe zu sehen.

Weitere Infos und das Buch von Steffi Jones: www.turbine-fanshop.de, www.turbine-potsdam.de

Bielefeld-Blog: “Das Wüten der ganzen Welt”

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Sichtlich wütend und aufgebracht ist er. Der gestandene Malermeister, zugleich Annahmestelle des privaten Paketzustellers Hermes (Otto-Gruppe) bedient heute das Terminal, das sonst seine Frau souverän beherrscht. Auf die Frage, warum denn das kleinste Paket schon wieder teurer geworden sei, reibt er Daumen und Zeigefinger aneinander: “Ganz einfach. Geht darum”. Näher befragt, erläutert er den “Dieselzuschlag”, den sich der Konzern genehmigt. “Möcht ich auch mal können. Dann hätte ich keine Kunden mehr”. Vor ein paar Minuten hatte ich von jemand erfahren, das ein gewisser Discountriese in Essen einen Millionenauftrag nur erteilt, wenn “die Konditionen so bleiben wie bisher”. So macht man das, wenn man zu den reichsten Menschen der Welt gehört.

Irgendwie erinnert mich diese und eine andere Szene an den Roman “Das Wüten der ganzen Welt” des holländischen Schriftstellers Maarten ´t Hart, der in seinem autobiografisch geprägten Werk, in dem eine düstere Atmosphäre ständigen Bedrohtseins vorherrscht, eine spannende Kriminalgeschichte mit Elementen des Bildungs- und Erziehungsromans verbindet. Die andere Szene äuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuussert sich so: Neues Keyboard gekauft, daheim auf die Rückeite geguckt. “Made in China”. Das uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu hängt gewaltig. Aber war ja auch wohl nicht anders zu erwarten. Ich verstehe das “Wüten der ganzen Welt” immer mehr. Ich hege auch gewisse Sympathien für Menschen, die aus Wut und Verzweiflung Eier auf neoliberale Politwürstchen werfen. Sehr zugetan bin ich jedem, der “Globalisierung” und “Arbeitsplatzverlagerung nebst Know-how-Export” in kopierfreudige Länder verdammt. Jetzt werde ich den Shinzuan-Dreck umtauschen gegen ein 3 x so teures Board aus deutscher Produktion. Wieder was gelernt.

Landshut-Blog: Xaverl – Der Bach Bach.

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 Da gibt es in Landshut einen Bach und der nennt sich Bach. Aber das ist gar nicht besonderes. Im Bayerischen Wald gibt es einen Ort und der heißt Ort. Jetzt wenn der Bach Bach noch im Ort Ort wäre dann…

Bielefeld-Blog: Hannover wirbt

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Unsere niedersächsische Großstadtnachbarin mit dem schönen Maschsee in der Mitte und dem Steinhuder Meer nahebei wirbt auch hier in unserer Region mit Beilagen in den Gazetten. Jede Wette, das Hannover 96 im BuliFuba auch demnächst Arm. BI überholt?

Regensburg-Blog: Xaverl – Erwin Huber ein Waschlappen?

Da hat der Münte gesagt, dass der Huber ein Waschlappen ist. Wahrscheinlich ist da der Erwin gar nicht traurig darüber. Weil einen Waschlappen nímmt man zum waschen. Danach ist man wieder sauber. Der Münte braucht wahrscheinlich keinen.

 

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Da frage ich mich. Ist er so sauber oder stört ihn der Dreck nicht. Aber er kann sich dann immer noch einen schwarzen Huber-Waschlappen besorgen.

Bielefeld-Blog: Hoch das Glas

Fragt man deutsche Männer, was sie bewusst und leidenschaftlich genießen, steht auf Platz 1 das “gute Steak und ein kühles Bier”. Wenn wundert’s? Hinter dieser, auf den ersten Blick, simplen Aussage steckt einiges mehr. Das ergab die WARSTEINER Männerstudie 2008, die in Zusammenarbeit mit der Bielefelder TNS Emnid durchgeführt wurde und Fakten, Interessen und Trends rund um die Gattung “Mann” in den Bereichen Freizeit, Genuss, Beruf und Gesellschaft ermittelte. Auf die Frage, was deutsche Männer bewusst und leidenschaftlich genießen, hätte man eventuell Motorsport, Fußball oder technische Spielereien erwartet. Entschieden hat sich jeder Zweite für den Bereich “Essen und Trinken”. Für die Befragten stehen kulinarische Genüsse unangefochten hoch im Kurs.

Und die WARSTEINER Männerstudie belegt in Zahlen, was gemeinhin als bekannt gilt: Für 69 Prozent der Männer bedeutet ein gutes Steak und ein kühles Bier puren Genuss. Sie entscheiden sich damit klar für die einfache und bodenständige Küche. Mehr noch: Explizit nach “guter Küche” gefragt, benennen knapp 50 Prozent der Männer “ehrliches Essen aus der Region” zum Favoriten. Dagegen landet die französische Sterneküche und teurer Rotwein mit nur 28 Prozent auf den hinteren Plätzen. Fakt ist auch: Erst seit der jüngeren Vergangenheit beschäftigen sich die breite Masse der Männer verstärkt mit dem Thema Essen und Kochen. Insbesondere jüngere Männer nehmen sich Stars wie Jamie Oliver zum Vorbild, der europaweit einen wahren Koch-Boom ausgelöst hat.

Der Trend zu Bodenständigem aus der Region setzt sich beim Einkauf fort. Beim Thema Lebensmittel sind Männer nicht für Experimente zu haben, sondern bekennen sich zu Altbekanntem und Vertrautem. Allerdings geht der Trend zu mehr Qualität auch hier am deutschen Mann nicht vorbei. 62 Prozent der Befragten achten beim Einkauf besonders auf qualitative Merkmale wie Frische und die nachvollziehbare Herkunft der Produkte. Und sie greifen verstärkt zu frischen Waren aus der eigenen Region. Gleichzeitig sind Männer durchaus bereit, mehr Geld auszugeben, wenn sie dafür qualitativ
hochwertigere Lebensmittel bekommen.

Nicht unbeantwortet blieb im Rahmen der WARSTEINER Männerstudie – selbstverständlich – die Frage nach dem Bier-Genuss. Und hier gibt es
in der Tat Unterschiede. Männer ab 40 Jahren bevorzugen ihr Bier frisch gezapft. Männer bis 40 Jahre trinken dagegen lieber ein kühles Blondes direkt aus der Bierflasche. Diese Vorlieben sind insbesondere auch regional verschieden: Im Norden der Republik wird mehrheitlich gezapftes Bier getrunken. In der Hauptstadt Berlin genießen mehr Männer ihr Bier aus der Flasche.

Generell ist der kühle Bier-Genuss in geselliger Runde bei allen Männern in Deutschland beliebt. 60 Prozent der Befragten stoßen am liebsten gemeinsam mit Freunden und Bekannten an. Jeder zweite Mann ist auf diese Gelegenheiten gut vorbereitet. 54 Prozent geben an, dass Bier in ihrem Kühlschrank nicht fehlen darf. Sollte der Vorrat einmal zur Neige gehen, greifen Männer mit Vorliebe zu Premium-Produkten – gerade beim Bier. Ähnlich wie beim Essen legen die befragten Männer der Studie viel Wert auf Premium-Produkte, was für sie “hochwertige Zutaten und Produkte mit ehrlicher bzw.
glaubwürdiger Tradition” bedeutet. 62 Prozent geben dies als wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung an.

Jaja. Bierbauch und ein kühles Steak :-) )))) Was sagt die Packerin zum Bierabsatz?

Regensburg-Blog: Heinz Vogl – Regensburg Denkmal Freiherr von Gleichen

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Das Denkmal wurde 1807 nach einem Entwurf von Herigoyens (Entwarf auch die Alte Wache in Regensburg) errichtet.

Regensburg-Blog: Heinz Vogl – Die Brennnessel

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Wie vernichtet man Unkraut: Man isst es auf.

Laut Radio ist die Brennessel das Viagra der Natur. Das ist wahrscheinlich dann doch übertrieben. Aber gesund ist die Pflanze allemal.

 

Regensburg-Blog: Enrico Uccello – Franz Müntefering

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Er ist wieder da. Und natürlich besuchte er gleich Bayern um seine SPD dort im Wahlkampf zu unterstützen. In Bayern ist seine Partei ja nur eine unbedeutende Randerscheinung. Und den kleinen Rest der Beliebtheit tötet die Trixilanti aus dem Nachbarland auch noch.

 

Bielefeld-Blog: 8,3 Mio. bekommen “Transferleistungen”

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Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhielten am Jahresende 2006 in Deutschland 8,3 Millionen Menschen Transfer-leistungen der sozialen Mindestsicherungssysteme. Damit waren 10,1% der in Deutschland lebenden Menschen auf existenzsichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen. Im Verlauf des Jahres 2006 sind für diese Leistungen Ausgaben in Höhe von insgesamt 45,6 Milliarden Euro entstanden.

Wie man aus einschlägigen Kreisen der Metropole hört, sei diese Zahl nicht gesunken. Wir schreiben jetzt den 4. September 2008. Die “Rettungsaktion” des wiederum völlig versagenden SPD-Bufinami Peer S. bei staatlich beaufsichtigten Banken kostete weit über 10 Milliarden. Früher hätte man eine solche Person dafür über den Har(t)z gejagt. Heute hält er sich für wählbar und fit für weitere 4 Jahre Groko unter Templins größtem Stolz.

Bielefeld-Blog: “Geben Sie Gedankenfreiheit”

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Wer kennt nicht den berühmten Satz des Marquis von Posa an Philipp II., den absolutistischen Herrscher Spaniens zu Zeiten des Absolutismus. Morgen Abend gibt das Bielefelder Theater die Premiere des Schillerstückes “Don Karlos”. Ich bin mal gespannt über die Deutungen hiesiger Feuilletonisten. Gespannt bin ich auch, wie dieser Satz in Zeiten des Belauschens, Verwanzens, Kontobeschnüffelns, Videoüberwachens, Staatskontrollierens seitens der Staatsmafia gegen die Bürger gedeutet wird. “Gedankenfreiheit geben”. Herrscht hier wirklich die Toleranz? Wenn zweit – und drittklassige Politclowns Andersdenkende beschimpfen, in Bayern gar “SED-Opfer” in die Staatskanzlei einladen, weil sie meinen, die “Rote Armee” stünde vor den Mauern München? Oder bei uns unter der Sparrenburg ein bald aus dem Bundestag aussteigender Politiker die seit den Zeiten der Nazi – und DDRgesetzgebung menschenverachtendsten und zynischsten Gesetze namens “Hartz 4″ und Agenda 2010″ Speichelsprühend getreu der Vorgabe seiner neoliberalen Auftrageber veteidigt gegen jene, die anfangen, nachzudenken?

“Gedankenfreiheit” würden sie uns liebend gerne nehmen. Ein Chip im Arm und die Sache ist gegessen. So lange wir Kraft haben, sollten wir die beiseite rollen, die solches vorhaben. Wir werden alle per Vorratsdatenspeicherung zu Terroristen erklärt. Dabei sitzt der wahre terroristische Ansatz in Innenministerien, Finanzämtern, Ordnungsämtern, Geheimdiensten, bei der Polizei. Nein, nicht offen. “Undercover” nennt man das heute. Gesinnungs-schweine könnte man auch sagen. Gab es aber auch schon in Schillers “Don Karlos”. Schließlich hieß der Staat damals Philipp II.”.

Denken Sie mal nach, wenn Sie im Theater am Niederwall sitzen. Sie haben fast 3 Stunden Zeit.

Bielefeld-Blog: Falscher Maßstab

Haben Optimisten gerade eine schwere Zeit? In der ostwestfälischen Wirtschaft schon. Von dem kommenden halben Jahr erwarten die Unternehmer nicht viel Gutes. Doch Vorsicht: Diese Einschätzung sollte man nicht einfach so übernehmen. Die Wirtschaft ist immer auch von der Psychologie abhängig. Glaubt einer, dass sich die Geschäftslage verschlechtert, glauben es plötzlich zwei, drei, vier, ohne nach dem Warum zu fragen. Im Nu ist
die Mehrheit überzeugt: Es kann nur schlechter werden, es muss geradezu schlechter werden, weil die vergangenen Jahre doch so gut liefen. Die Konjunktur blühte, irgendwann muss sie verwelken. Deshalb: besser jetzt als zu spät darauf einstellen. Ist es wirklich notwenig, diese Stelle wiederzubesetzen? Ist das Geschäft nicht zu riskant? Ist die Investition eine Nummer zu groß? Alles Fragen, über die Unternehmer um so genauer nachdenken, wenn sie die Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage, des Ifo-Geschäftsklimaindex’ oder sonst einer Studie lesen. Natürlich haben sie Gewicht, natürlich sollten sie nicht unbeachtet bleiben. Aber, und das hat IHK-Präsident Ortwin Goldbeck vollkommen richtig gesagt: »Eine Rezession kann man auch herbeireden.« Umsichtige Unternehmer sollten sich nicht nur auf das verlassen, was andere prognostizieren. Sie sollten ihre Lage analysieren, Fakten vertrauen – und nicht Schwarzmalerei.

Nene, das ist kein Ausschnitt aus der Kanzlerins notorischer Schönmalerei der deutschen Binnenkonjunktur. Das ist ein Erguß aus der Feder eines Westfalen-Blatt-Kommentators. Man merkt die Absicht. Allein es fehlt der Glaube. Ausgerechnet CDU-Mitglied, IHK-Präseses und Nokias rumänische Bochumflucht-Fabrik-Erbauer Goldbeck zu zitieren, ist der falsche Ansatz: Der Mann würde niemals die Wahrheit klar aussprechen. “..nicht Schwarzmalerei”. Die nüchternen Zahlen strafen ihn leider Lügen.

Die Fallhöhe hiesigen Journalismusses ist auch bei Kommentaren äußerst gering.

Bielefeld-Blog: Quo vadis, NW?

“Gero Steffens baumelt über dem kleinen Loch. “Bist Du bereit?” fragt Feuerwehrmann Jörn Bierstedt um 9.11 Uhr. Steffens nickt. Dann surren die Seile.”

Abenteuerroman statt Berichterstattung? Dazu fehlt es  allerdings noch an künstlerische Höhe.

“Seine Stirnlampe leuchtet in den Raum. Sieben Meter lang, 3,30 Meter breit, vier Meter hoch. Wohnzimmergröße.”

Schreiber bleibt bei Euren Leisten!