StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

Fr
22
Aug '08

Bielefeld-Blog: Da schleuderte Peer Hochstirn richtig was raus was ihm nicht gehört

Das darf doch nicht wahr sein! Da werden erst zehn Milliarden Euro in die nach Spekulationsgeschäften eigentlich schon insolvente IKB-Bank gepumpt. Und dann verschleudert die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau das Institut für läppische 100 Millionen Euro. Man mag ja seit Hilmar Kopper nicht mehr von »Peanuts« reden. Aber in diesem Zusammenhang ist der Begriff tatsächlich angebracht, zumal die Bundesregierung weitere 600
Millionen Euro an Kreditrisiken absichert – aus Steuerzahlergeld, versteht sich. Die Geschichte vom Niedergang der IKB und den sich anschließenden
Rettungsversuchen ist eine Mischung von Horrormeldungen und Ammenmärchen. Der Gipfel wäre allerdings erreicht, wenn tatsächlich stimmte, dass der russische Investor Lebedew mehr als 600 Millionen Euro und damit sechs Mal so viel wie Lone Star geboten hat. In dem Fall wären personelle Konsequenzen nicht mehr zu umgehen. Die Mitverantwortung der Politik für das Bankensystem kann nicht bedeuten, dass erst wild spekuliert werden darf. Dass der Staat dann mit Steuerzahlergeld die Verluste glattstellt. Dass aber die Gewinne, allein dem privaten texanischen Fonds zugute kommen. Warum diese Eile beim Verkauf? Soll da etwas unter dem Teppich bleiben, was durch einen Untersuchungsausschuss vielleicht hervorgekehrt würde?

So weit sind wir schon, das das Regierungsrichtigfreundliche Westfalen-Blatt so stocksauer ist. Peer Steinbrück, die in NRW so total als Finanzminister und Minipräses gescheiterte Seeheimer SPD-Null hat jetzt so richtig einen rausgehauen. Fällt eigentlich niemand auf, das da einer am Werk ist, der zusammen mit dem Schweizer Obergauner Ackermann (“25% Rendite bei der DB” als Ziel) nur ein Ziel kennt: Diesen Staat so richtig gründlich fertig machen. Man sollte der schwafelnden Arroganznull Peer S. einen derartigen Fußtritt versetzen., das er bis an den Ural fliegt. Da kann ihn sein Lippisch-Seeheimer Freund GAZgerd aufsammeln und als Kontrolleur für die Ostseepipeline einsetzen. Wenn er dann am Hahn sitzt, der Deutschland die Energie abdreht, hat er endlich mal was gewonnen. Und zu dem Allen grinst die Datscheuse dümmlich und guckst sich im westfälischen Löhne eine Vorzeige-Grundschule an, von der gehobene Einkommen ihre Kids gezielt fernhalten. Na gut, von Wirtschaft, Bruttonetto und ALG II sowie Hartz 4 und ganz vielen anderen Dingen in diesem Lande hat sie ja keine Ahnung. Weltreisen kosten Zeit und entfernen einen vom Geschehen. Ach ja, wie sagte US-FED-Bank-Chief Bernanke doch heute?

Bernanke: Krise noch nicht ausgestanden.

Bernanke sieht Orkan auf Finanzmärkten
Die Kreditkrise ist noch lange nicht ausgestanden. Die Folgen wirken sich weiterhin auf das Wachstum und die Arbeitslosigkeit aus.

Peer S. und Angela Dorothea M. haben in Deutschland den Schuß wohl noch nicht gehört…..

Bielefeld-Blog: Bielefeld-Blog-Startseite

Irgendwie langweilig und häßlich dieses Bild auf der Startseite. (So schlimm ist es auch nicht, hier.)
Könnte Herr textexter dieses Bild evtl. mal ändern. :-) ))hochhaus.jpghochhaus.jpg
Z.B. mit diesen hier. DANKE

Regensburg-Blog: Heinz Vogl – Regensburg nähere Umgebung – Die Hölle

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Brennberg liegt auf einer Erhebung des Vorderen Bayerischen Waldes etwa 25 km östlich von Regensburg. Die Hölle bei Brennberg sollte man wirklich durchwandern. Im Ort beim Kriegerdenkmal findet man eine Tafel mit der Beschreibung wie man die Hölle erreichen kann. 

holle2.jpg

Leider ist die Hölle wegen Wassermangel gefährdet. Der Stromhersteller Haider entnimmt zuviel Wasser. Wer wird siegen? Die Natur oder der Kommerz?  

Rostock-Blog: Mein Heimatdorf – Karkeln am Kurischen Haff

Karkeln war ein kleines sehr idyllisch gelegenes Fischerdorf mit ca. 9OO Einwohnern. Durch das Dorf floss der Karkelstrom und mündete im Kurischen Haff.

An beiden Seiten des Stroms standen schmucke, farbenfroh gestrichene Holzhäuser mit weißen Fensterläden und sehr gepflegten Vorgärten. Man nannte das Dorf auch das “Kurische Venedig”. Die Gemeinde Karkeln wurde zum Musterdorf gewählt und die Einwohner bemühten sich, das Niveau zu erhalten. Im Dorf gab es eine Schule, eine Kirche und einen Bahnhof, es war die Endstation der Kleinbahn. Die Einwohner des Dorfes waren überwiegend Fischer, Landwirte, Geschäftsleute, Handwerker und Arbeiter. Im Sommer war das Dorf ein beliebter Ausflugsort. Zwei mal täglich fuhr ein Raddampfer über das Haff zur Kurischen Nehrung, Rossitten oder Nidden. Vom Strom aus sah man die Dünen der Nehrung, ein wunderbarer Anblick. Die Gäste kamen täglich mit der Kleinbahn, sie fuhren mit dem Dampfer und kamen abends wieder zurück. Im Dorf gab es viele Möglichkeiten zur Erholung. Man konnte mit dem Motorboot oder mit einem Handkahn zur Badeinsel, genannt “der Weinberg”, gelangen, um dort im Haff zu baden. Es gab auch einen Aussichtsturm, von dem man bis zur Kurischen Nehrung sehen konnte. Im Dorf selbst wurde den Gästen viel Unterhaltung und Abwechselung geboten. Segeltouren auf dem Haff und am Abend eine Mondscheinfahrt mit Musik waren sehr romantisch. Des Weiteren wurden Ausflüge organisiert, bei denen man in den weiten Erlenwäldern oft Elche aus der Nähe beobachten konnte. Ebenso war ein Spaziergang auf der Dorfstraße schon interessant und erholsam, denn am Ufer des Stromes, wo die Fischerkähne ankerten, sah man auf Stangen aufgezogene Fischernetze und man konnte oft ältere Fischer beim Netze flicken beobachten. Foto: Bauer mit Heuwagen auf der Dorffähre.Bauer mit Heuwagen auf der Dorffähre

Die Verbindung zwischen den Häuserreihen über den Strom bestand durch eine Fähre, die auch Pferdewagen und Autos beförderte. Ein Fährmann bediente die Fähre mit Handbetrieb an Seilen, was bei Sturm sehr schwierig war. (siehe Foto). Da die

Winter bei uns sehr streng waren, gab es zu Beginn der Eisperiode Schwierigkeiten beim Verkehr zur anderen Seite, weil die Verbindung nur auf dem Wasserweg bestand. Die eine Seite war günstiger dran, hier gab es die Bahnstation, die Schule, den Bürgermeister, das Standesamt und auch die meisten Einkaufsmöglichkeiten. Meine Eltern hatten zum Glück auch ihren Wohnsitz auf der günstigen Seite. Während des Schaktarps, so nannte man die Zeit, wo das Eis noch nicht so fest war, dass man ohne Gefahr den Strom überqueren konnte, hatten die Kinder auf der anderen Seite immer schulfrei, worüber sie sich sehr freuten. Wir aber mussten in die Schule gehen. Bei den starken Minusgraden dauerte es aber nicht lange und das Eis hielt. Nach einigen Tagen strengen Frostes war auch das Kurische Haff so fest zugefroren, dass die Fischer mit dem Schlitten oder mit den Eisbooten zum Fischfang unterwegs waren.

Die Wintertage, die ja damals recht lange dauerten, waren für uns Kinder sehr erlebnisreich. Wir liefen Schlittschuh, gingen rodeln oder fuhren auch mal mit dem Vater das Heu von den Wiesen holen. Das geschah dann mit dem Pferdeschlitten, vor allem von den Wasserwiesen, die im Sommer nur mit dem Kahn zu erreichen waren. Die Heuernte auf diesen Wiesen, die auch Lynkerort genannt wurde, war sehr erschwert, wurde daher auch nur einmal im Sommer vorgenommen. Das Heu hatte eine besonders gute Qualität und war sehr gefragt. Mein Vater besaß dort auch eine größere Fläche, die viel Vorbereitung erforderte. Alle Erntegeräte, die man brauchte, mussten mit einem Fischerkahn transportiert werden. Mein Vater, Bruder und alle Helfer mussten für diese Zeit auf den Wiesen wohnen bleiben. Ein primitives Zelt wurde aufgebaut, wo man schlafen und sich bei Regen aufhalten konnte. Für Essen und Trinken wurde reichlich vorgesorgt. Einmal am Tag wurde von meiner Mutter mit dem Handkahn eine warme Mahlzeit zu den Wiesen geschafft. Meistens war es Eintopf, der in Decken warm gehalten wurde (siehe Foto).image009.jpg

 

Der Transport der Pferde, die auch sehr wichtig waren, war schwierig. Die ruhigen, älteren Pferde konnte man im Fischerkahn rüberbringen. Einige mussten aber durch den Wald zu einem Fluss geritten werden. Dort wurden sie dann in das Wasser getrieben und auf der anderen Seite mit der Leine wieder an Land geholt. Da die Pferde das schon kannten, verlief alles schnell und unkompliziert.

Für uns Kinder war es immer ein besonderes Erlebnis. Weil die Heuernte in der Ferienzeit war, konnten wir auch so lange auf den Wiesen bleiben. Wir fanden es toll, auf dem frischen Heu mit Decken zu schlafen. Ich denke noch sehr oft daran, wie wir mit den Pferden die kleinen Heuhaufen zu einer bestimmten Stelle schleppen mussten, wo sie zu großen Haufen aufgestapelt wurden.

Wir saßen dann natürlich auf dem Rücken des Pferdes und mussten lenken, was uns immer großen Spaß machte. Das Reiten ohne Sattel war für uns selbstverständlich, wir saßen sehr sicher auf dem Rücken des Pferdes. Die Pferde kannten uns und gingen auch nie durch.

Im Winter wurden die großen Heuhaufen mit dem Pferdeschlitten über das Eis nach Hause geschafft.

An ein besonderes Erlebnis in unserem Dorf kann ich mich gut erinnern. Die Außenaufnahmen für den bekannten Film “Die Reise nach Tilsit” mit Christina Söderbaum, H. George wurden auf dem Karkelstrom und auf dem Haff gedreht. Wir konnten die Schauspieler bei ihren Dreharbeiten ganz nahe beobachten.

Die Menschen im Dorf lebten eigentlich zufrieden und glücklich. Auch wenn die Arbeit der Fischer hart und bei Wind und Wetter sehr mühevoll war, wünschte sich keiner ein anderes Leben bis zum Beginn des Krieges. Damit begannen, die Leidenszeit und das Ende für alle Menschen im Dorf. Die meisten jüngeren Männer sind gefallen. Mein Bruder und viele andere verloren ihr Leben schon mit 19 und 20 Jahren, sie hatten nichts von ihrer schönen Jugendzeit. Sicher hätten sich viele auch ein anderes Leben gewünscht, aber es hatte keinen Einfluss darauf. Eine Verweigerung der Wehrpflicht bedeutete oft das Todesurteil.

Für alle anderen Dorfbewohner war der Räumungsbefehl 1944 das Ende und die Trennung von Haus und Hof.

Ursela Maertin geb. Weiß aus Karkeln / Ostpreußen - Jetzt 18106 Rostock, Willem Barents Str. 31

Tel. 0381 1206677

 


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Regensburg-Blog: Heinz Vogl – Gewitter

Fast nicht zu erkennen. Die Steinere Brücke

Regensburg-Blog: Heinz Vogl – Von-der-Tann-Straße

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Einer spielt und der andere hört zu.

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Regensburg-Blog: Xaverl – Bosheiten – Rücksichtlose Verkehrsteilnehmer

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Es ist manchmal schon gefährlich. Die Teilnehmer im Straßenverkehr nehmen oft keine Rücksicht auf unsere Kinder. Als das Nachbarskind letzte Woche auf der Autobahn spielte, wurde es beinahe angefahren. Die Mutter, die den Kindern zusah, war entsetzt wie rücksichtslos doch die Verkehrsteilnehmer sind.

Regensburg-Blog: Xaverl – Weiber greifen an

Da legst di nieder. In der Mittelbayerischen Zeitung hot mas lesen kenna. Asiatische Weiber san ganz narrisch auf unsere Monna. Sogar auf der Polizei hams no umanander gwerkt.

 

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Der Kare hot zwar gsogt, dass a Schand ist mit de Weiber. Früha hot er gmoand da hots des net gem. Obwohl des vielleicht gornet so   .. Jetz is hoit zspat.

Bielefeld-Blog: Schnellste Apotheke auf zwei Beinen

Hat zwar nichts mit der Metropole zu tun, aber dennoch die Frage in die Runde geworfen: Glaubt jemand hier, das der Jamaica-Schnelljogger Bolt ungedopt ist? Bei Karstadt-Feinkost sagte mir vorhin zwar eine ebenso junge wie doch ansehnliche Dame, das komme “von den jamaicanischen Süßkartoffeln”. Klar. Die Prinzessin Turandot hat Paul Potts auch nicht über die Klinge springen lassen. Zu schön singt er im Auftrag der Teledumm sein “Nessun dorma”. Ungedopt. Würde ihn gerne Bielefeld-Marketing empfehlen für das Singspiel “4 vom Teledumm-Hochhaus”.

Also? Ist der Jamaica-Jogger ebenso gedopt wie ein paar hundert Andere? So richtig trau ich den Plastikspielen der Partei in Kina nämlich nicht. Süßkartoffeln mag ich auch nicht, seit mir eine Lübecker Tante die – mit gar zierlichen Semmelbröseln bestreut – im zarten Alter von 5 Jahren als “Kartoffeln mit Marzipan” zu Kasselerbraten verkauft hat. Das vergißt man nicht. Niemals. Wer weiß, was aus meinen läppischen 10,8 über 100 noch geworden wäre.

Vincero! und schönes Wochenende. Nicht vergessen. Aminnia spielt im Berliner Olympiastadion und “second place is first loser”. Wie beim Jamaica-Jogger Bolt. Deshalb gewinnt er lieber. Mit Süßkartoffeldoping. Wir für unseren Teil haben heute Garnelen vom Grill an Knoblauchöl plus Ciabatta.

Bielefeld-Blog: Sie tun es schon wieder!

Auf dem Jahnplatz werfen Bielefelder Bürger heute wieder bereitwillig Ihre Daten in ein aufgestelltes Auto:

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Brav auszufüllen:

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Soll hinterher keiner jammern, er hätte von alledem nichts gewusst:
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Bielefeld-Blog: Gedanken beim Bulettenessen

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Eigentlich wollte ich es ja unter der Kategorie “Unerfreuliches im Einzelhandel” abhaken. Ablegen. Vergessen. Aber beim langsamen Kauen der Buletten kribbelte es doch. Die Story:

Tatort ein ALDI-Laden im tiefen Süden der Metropole. Es fehlte eine Kleinigkeit. Geführt wird die Butze von einem sehr jungen Filialleiter, der vor allem durch einen stets schmuddligen altweißen Kittel hervorsticht und die Fähigkeit, bestimmte Bestandteile des ohnehin nicht breiten Sortiments des Discounters aus Essen-Krey (TV-Comedian Atze kommt da weg) nicht vorrätig zu haben. An der Kasse zwei lange Schlangen. Kassiererin 1, groß, blond, Typ “Zicke” tönt über die gesenkten Köpfe der Abzukassierenden hinweg: “Ehh, also ich bin froh, das die Alte erstma in Urlaub ist. Die dicke Nuß ging mir eh so auf den Senkel”. Kassiererin 2, ein dunkel gefärbtes, meist naiv-tumbes Mädel breiten Ausmaßes, ruft über die Köpfe der immer noch Wartenden – wenn man ratscht, gehts Kassieren langsamer – unter gnädiger Entgegennahme eines devot hingestreckten Fuffzigers: “Boaeh, ich erst. Die hat mich ja gestern nochma voll angemacht, die Tusse”.

Durch Meetings ab und zu bei ALDi-Nord in Essen und Kennen der Filiale mit den Verhältnissen Vertrauter, weiß man, um welche Person es geht: Die stellvertretende Filialleiterin. Beim nachdenklichen Zerteilen der Buletten überlege ich mir, wie das wohl wäre, wenn wir in einem Meeting in Anwesenheit von Kaiser Theo so agieren würden…..

Ich habe mir erlaubt diese Story mit diesem Unternehmen zu verlinken. Obwohl mir bewußt ist, das Höflichkeit gegenüber dem Kaufenden im Einzelhandel ein eher rares Gut ist.

Bielefeld-Blog: Gehirnjogging…..

Ab September bietet die Volkshochschule Bielefeld ein sechsteiliges Seminar zum Ganzheitlichen Gedächtnistraining für Kinder der 3. und 4. Grundschul- klassen an. Kinder entdecken Wissen und die Welt in jedem Alter auf ganz eigene Art. Sie suchen Herausforderungen. Sie brauchen aber auch Ruhe- pausen, damit das Erlernte und Erlebte verarbeitet werden kann. Beim ganzheitlichen Gedächtnistraining werden diese Erfordernisse einbezogen. In diesem Kurs sollen alle Sinne angesprochen und die Kinder ermutigt werden, eigene Lern- und Lösungsstrategien zu finden.

Im Kurs erfahren die Kinder außerdem, welchen Einfluss Ernährung, Bewegung und Entspannung auf ihre Merkfähigkeit und Konzentration haben. Spielerisch werden sie die Leistung des Gehirns durch ein ausgewähltes Übungsprogramm steigern. Dabei steht die Freude am Lernen im Vordergrund und auch das Lachen soll nicht zu kurz kommen.

Wieso habe ich beim Lesen dieser Pressemitteilung der Metropole immer Assoziationen zu dem hier? Wäre ja denkbar. Dazu noch ameriikanische Brause, italienische Haselnußcreme aus dem Glas (“Wie Kurany”) und mittägliche Fußwaschungen mit Lóreal, weil sie es sich wert sind. Ich plädiere für Bandenwerbung in den Schulhöfen. Studiengebühren haben wir ja schon.

Erfurt-Blog: Parken zum Superpreis

Dienstag, 19. August am Parkplatz Hirschlachufer in Erfurts Innenstadt. Ich fahre an die Schranke, ziehe ein Ticket (12.10 Uhr), stelle das Auto ab und erledige meine Wege. Bis dahin alles o.k. 12.37 Uhr am Kassenautomat das böse Erwachen: Gebühr für 27 Minuten 2 Euro, sonst bleibt die Schranke zu! Zum Vergleich: 20.08. in Offenbach/Main Stadtzentrum 1,50 € für 1 Stunde.

Es fragt sich, was die Stadtverwaltung hier treibt. Sollen Touristen vergrault und die Leute aus dem Stadtzentrum weggehalten werden, die hier zwar Geld umsetzen, aber ein Fahrzeug brauchen, um ihre Waren zu transportieren?

Das richtige Wort für solche Praxis ist zweifellos “Abzocke”, denn bei der Einfahrt auf den Parkplatz ahnt der Besucher nichts von der großzügigen Spende, die hier von ihm erzwungen wird.

Ich verzichte in Zukunft auf derartige Bärendienste und gehe außerhalb einkaufen.

Luleh

Schwerte-Blog: Pleitestadt Schwerte: Spaßbad mit frischem Geld aus der Stadtkasse keine Belastung für die Stadtkasse!

+++ Ex-Spaßbadgegner Sieweke (SCD) schockt: Fordert knapp 500.000 frisches Geld fürs Spaßbad +++ Sanierungsplan unglaubwürdig +++ Spaßbad nicht zu retten

Phantastische Neuigkeiten aus dem Beirat der Bäder Schwerte GmbH: Das Spaßbad ist doch irgendwie finanzierbar! Mit frischem Geld aus der Stadtkasse — so die tolle Logik von GmbH-Geschäftsführer Xaver Majewski und Beirats-Vorsitzenden Hubert Siewekeverringert das Spaßbad die Belastung für Stadtkasse und Schwerter Bürger!

Nach Berichten in den Online-Ausgaben der Ruhrnachrichten und Westfälische Rundschau soll laut Majewski die “Sanierung im vollem Umfang fortgeführt” werden. Also mit anderen Worten, 2,4 Million Euro städtisches Geld aus dem Ratsbeschluß 2007 werden trotz Nothaushalt im Schützenhof versenkt, als wäre nichts passiert — wenn es nach den beiden Bäder-Spezialexperten geht.

Rechenkünstler
bei der Arbeit

So also legt Majewski mit Sieweke seinen “Sanierungsplan” vor. Die Eckdaten laut beiden Zeitungsberichten:

Phantastischer Gesamt-Spareffekt von rund 700 000 Euro,
im einzelnen nehmen wir mal die Zahlen auseinander:

- Rund 200 000 Euro plus
– dank neuer Wasserrecyclinganlage [zu klären: was kostet die?]
– dank erhofftem Besucheranstieg [zu klären: wie realistisch? Was passiert bei ebenfalls angesprochenen eventuell höheren Eintrittspreisen? Wie nachhaltig ist das Kurs-Geschäft?]
– dank Mehr-Einnahmen pro Besucher z.B. Gastronomie/Verzehr usw. [dito]

- 300 000 Euro sparen
– weniger Personal. z.B. Kasse automatisieren … Kassenroboter steigern den Badespaß!!!

- 300 000 Euro sparen
– durch reduzierte Pachtzahlung an die Stadt (bisher 395 000 Euro, gewünscht 100 000 Euro), mit anderen Worten: eine Drittelmillion mehr städtisches Geld fürs Spaßbad durch die gewünschte Pacht-Preissenkung [zu klären: stimmt das? wenn ja eine krass unverschämte Forderung nach mehr Stadtkassen-Geld]

- 70 000 Euro sparen
– durch Veränderungen im Energiebereich.

- 200 000 EURO Mehreinnahmen
– Zahlungen fürs Schulschwimmen und Vereinsschwimmen im Stadtbad an der Bethunestraße. Also praktisch 100.000 Euro, die die Stadt nicht zahlt, soll die Bäder GmbH kriegen: mit anderen Worten: schon wieder fordert Sieweke mehr Stadtkohle (grob gerechnet ca. 100.000 EUR) für das ungeliebte Geldversenkungs-Objekt FAB Schwerte.


Sieweke macht
den U-Turn

Meine Meinung: eine peinliche Schönrechen-Aktion, noch dazu unter Beteiligung von Sieweke, der sich in der Vergangenheit mit der CDU-Abspaltung “SCD” als Spaßbad-Gegner profilierte.

Kaum im neuen Amt als Beiratsvorsitzender, macht er sich ganz offensichtlich unglaubwürdig, indem er eine elegante 180-Grad-Wende zu seiner bisherigen Politik hinlegt. Oder steckt mehr dahinter, z.B. ein echter Vorteil für Schwerter Bürger?

Fakt bleibt: Das Bad hat bisher 30 Millionen Euro verschwendet und Schwerte in den Nothaushalt getrieben. Viele Bürger-Projekte, Schulkinder, Straßenbenutzer leiden darunter. Ein klarer Schlußstrich ist für viele die beste und billigste Lösung. Ich werde mich mit der Kalkulation eingehender beschäftigen. Näheres folgt.

Schwerte-Blog: FAB Schwerte Round-Up!

Spaßbad: Sommer-Märchen vom Ex

Ex-Badmanager Joachim Crefeld packt aus: letzte Woche vorm Amtsgericht Schwerte. Streitwert lächerliche paar hundert Euro. Es geht um ein Geburtstags-Büffet zu Dumpingpreisen. Im Spaßbad-Restaurant, für eine Politiker-Feier. Aber es war ja alles ganz anders.

Wie gewohnt fabuliert Crefeld munter drauf los. Angeblich hat er edelste Spezialitäten auf der Karte notiert und dann trickreich Billig-Ware auf die Teller legen lassen. Deshalb, so seine Story, der Super-Preis für CDU-Sokolowskiy und Giedinghagen.

Wo Wahrheit aufhört und dreiste Lügerei anfängt, bleibt abzuwarten. Aus der Spaßbadvergangenheit bin ich jedenfalls von Crefeld einiges gewohnt. Er bekam den Sahneposten “Bad-Manager” auf SPD-Ticket. So wurde er mit rund 150.000 EUR Endgehalt der bestbezahlte Koch in Schwerte! Vielleicht auch dafür, dass er einfach mal die Klappe hält. Zurückhaltung ist nämlich Joachim Crefelds Sache nicht.

Weiterhin bleibt Tatsache, dass seine Bäderangestellte sich fleissig wie die Heinzelmännchen um Politikergärten gekümmert haben. Damit der Rat auch mit CDU-Mehrheit weiterhin dem geldverschlingenden 30-Millionen-Euro-Fiasko Spaßbad Schwerte — proudly presented by SPD Schwerte · Werner Steinem✝ · Erwin Ettling✝ — gewogen blieb.

Nun ist Crefeld nicht mehr Chef und das Spaßbad soll nun doch vielleicht geschlossen werden. Wenn nicht was dazwischen kommt. Es bleibt spannend! Abwarten, liebe Leute, die Geschichte ist noch nicht zu Ende …

Der Spaßbad-Skandal in diesem Blog:
Schwerte: Gerhard Visser geht — Spaßbad bleibt
Pleitestadt Schwerte: Neue Abgeltungssteuer frißt Spaßbad-Zuschuß
Spaßbad: Abrisskosten eine Drittelmillion, dann ist Ruhe im Karton
Spaßbad-Wahnsinn Teil 2: Hotel in Planung
mehr …

(Foto: Clip aus der WR Schwerte vom 14.8.)

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Donnerstag, 31. Juli 2008

Verstrahlte Kids im Spaßbad

16 Kinder aus Tschernobyl erholen sich im Freizeitallwetterbad Schwerte. DerWesten meldet:

“Schon zum achten Mal holen Naturfreunde aus Hamm Kinder aus dem immer noch stark belasteten Landstrich rund um Tschernobyl nach Deutschland.”

Die Kinder leben in Gastfamilien, erst in Hamm und dann zwei Wochen im Wald: es geht ins Naturfreundehaus auf dem Westhofener Ebberg.

Die Kinder, die ihr Obst und Gemüse aus immer noch verseuchten Gärten holen müssen, “verlassen die Bundesrepublik nach vier Wochen mit einem deutlich gestärkten Immunsystem.” (Schwerte, 7.7.2008)

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Mittwoch, 16. Juli 2008

Schwerter Strand im Freizeit-Allwetterbad

Seit diesem Sommer hat das Spaßbad einen “Strand” und Biergarten. Dieses Gelände ist für das Publikum von “außerhalb” und Badegäste zugänglich. An sonnigen Tagen ist der Kiosk von 12 Uhr bis 19 Uhr geöffnet und bietet Erfrischungen und kleine Speisen an.

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Montag, 14. Juli 2008

Spaßbad: Einbrecher stehlen Monitor und Rasenmäher

Schwerte (ots) – In der Nacht zu Montag wurde ins Spaßbad eingebrochen. Noch unbekannte Täter drangen durch den Wintergarten ins Bad ein. Sie nahmen einen unwichtigen Flachbildmonitor mit. Aus einer Hütte verschwand ein Rasenmäher. Weitere Schäden sind leider nicht zu verzeichnen. Beim nächsten Bruch bitte warm abbrechen.

Wer hat was gesehen? Über Hinweise freut sich die Polizei Schwerte, Telefon 02304/9215820.

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Dienstag, 24. Juni 2008

FAB Schwerte: etwas mehr Besucher in 2008 reißen es nicht raus

Ins FAB “Spaßbad” Schwerte zieht es doch etwas mehr Badegäste und Kursteilnehmer. Dank ein paar kosmetischen Maßnahmen verbesserte sich der Zuspruch. Das berichtete Geschäftsführer Xaver Majewski auf der Bäder-Beiratssitzung letzte Woche.

Fakt bleibt bis zum Beweis des Gegenteils: das Bad produziert Schulden ohne Ende, schadet der Weiterentwicklung der Stadt, ist so wie es dasteht falsch konzipiert, bleibt auch unter Majewski auf 1.) laufende Zuschüsse 2.) 2,4 Extra-Millionen zwecks Renovierung angewiesen.

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Donnerstag, 22. Mai 2008

Spaßbad treibt Schwerte in den Ruin: Jetzt geht nix mehr!


Endlich ist Schwerte in der TOP 3: bei Google unter “Nothaushalt”

Ungut für alle Schwerter +++ Seit Anfang Mai ist es offiziell: Schwerte ist pleite. Der Kreis Unna wird den Haushalt nicht genehmigen. Für Landrat Michael Makiolla ist nicht erkennbar, wie Schwerte das Finanz-Loch von fetten 17 Millionen Euro in den Griff bekommen will.

Jetzt stehen allerlei “freiwillige” Einrichtungen zur Disposition. Unter anderem das Spaßbad, das 1.000.000 Euro jährlich verschlingt. Ich habe in der Vergangenheit hier ausführlich über die Wahnsinnsaktionen des Stadtrates berichtet, unter anderem, weitere Millionen freizuschlagen und ein Hotel am Spaßbad planerisch vorzubereiten.

Möge es bald dichtgemacht werden.

TOD DEM SPASSBAD!

Und ein fettes Dankeschön für die beschissene Arbeit der allermeisten CDU/SPD Ratsherren/frauen.

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Mittwoch, 9. April 2008

Schwerte: Gerhard Visser geht — Spaßbad bleibt

Mit Tarifen kennt er sich aus. Schliesslich kam er frisch von der Deutschen Bundesbahn in die Ruhrstadt, wurde Stadtkämmerer und wechselte dann auf den Chefsessel der Stadtwerke Schwerte. Denen gehört zwar nix, die Wasserrechte im Ruhrtal haben die Schwerter mal 18xx nach Dortmund verkauft, oder so.

Aber kein Problem: Gerhard Visser füllte fleissig gefühlte 257 GmbHs mit Leben: wie die Stadtwerke Schwerte Beteiligungsgesellschaft mbH, Stadtwerke Schwerte Holding GmbH & Co. KG, RuhrNet Gesellschaft für Telekommunikation mbH und viele viele andere große und kleine mehr, wie eine Werbeposter-an-Laternen-GmbH. Selbst der Pressesprecher bekam, was wohl? na klar: seine eigene GmbH.

Während im schäbig heruntergekommenen Rathaussaal Schwerte das x-te mal ergebnisoffen über B236 diskutiert wird, sammelt Gerhard Visser in der prächtig verglasten Konzernzentrale mit elegantem Wasserspiel einen Erfolg nach dem anderen. Und bekannt wurde Gerhard Visser in der Szene. Sozusagen als leuchtendes Vorbild für alle Stadtwerkechefs. Auf Stadtwerkekongressen tritt er auf. Selbst ein Stadtwerke-Fachblatt für seine heissen Tipps war im Gespräch!

Poker um Posten

Wie dem auch sei: Stadträte und andere wichtige Leute ergatterten Posten in den zahlreichen GmbH-Aufsichtsgremien, und damit Sitzungsgelder, Aufwandsentschädigung und natürlich auch Gelegenheiten, sich mal den einen oder anderen Badmitarbeiter zum Garten machen ins Haus kommen lassen — für lau! Denn unser heiß geliebtes Spaßbad überlebte nur dank Stadtwerke-Gewinne. Das die sprudeln, ist ein besonderer Verdienst von Gerhard Visser. Ab Oktober ist er weg. Rechtzeitig?

Nächstes Jahr sind neue Wahlen: Über die Zukunft textete Visser schon 2004 im Städte- und Gemeinderat: “Das bedeutet (…) , dass bei einer großen Zahl insbesondere kleiner und mittlerer Stadtwerke, an denen ein anderer Energieversorger beteiligt ist und bei denen die Konzernklausel greift, „unverhältnismäßig“ hohe zusätzliche Belastungen verkraftet werden müssen. Das kann im Ergebnis nur bedeuten, dass durch die Neuregelungen des EnWG die Ausschüttungen an die Gesellschafter – in aller Regel kommunale Anteilseigner – zurück gehen oder die Mehrbelastungen über die Energiepreise an die Verbraucher weitergegeben werden müssen.”

Die Party ist vorbei — Tschüss!

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Bielefeld-Blog: Wasser genug?

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Ich bin mal gespannt, welche Geschichte zur nächsten Preiserhöhung uns die Energie- und Wasserversorger von der neoliberalen Front demnächst auftischen werden. Gefühlt haben wir hier in OWL jedenfalls wieder das, was uns auch angeblich auszeichnet: reichhaltige Niederschläge. Nach neuesten Forschungen über die sogenannte “Bielefeld-Verschwörung” sei es aber so, das die Dichte und Größe der Brunnenbetriebe hier das Wasser so schnell absauge und in Flaschen verpacke, das unterm Strich zu wenig für uns übrig bleibe. Wenn man an Verschwörungstheorien glaubt, ungefähr so wahr wie das Behauptung, Bielefeld gäbe es gar nicht.

Rostock-Blog: Flucht aus Ostpreußen – - Glück im Unglück


Nur wer mutig und stark war, schaffte es zu überleben

Erlebnisse einer 18- jährigen Ostpreußin 1944/45

Flucht aus Ostpreußen – - Glück im Unglück.

Die schrecklichen, unmenschlichen Erlebnisse, die man als junger Mensch mit 18 Jahren, während und am Ende des Krieges hatte, kann man nie vergessen. Oft träumt man des Nachts und die grausamsten Bilder hat man dann ganz deutlich vor Augen. Bei mir tauchen dann immer wieder die Fragen auf ,,warum war meine Jugendzeit so schrecklich, was habe ich getan, daß diese schönste, sorgenfreie Zeit eines jungen Menschen so grauenvoll verlaufen mußte?

Ich selbst habe Hitler nie gewählt, meine Eltern und ich hatten während des Krieges durch Hitler keine Vorteile, eher Nachteile. Mein Vater mußte als Bauer Soldat werden, auch der Bruder mit 18 Jahren wurde eingezogen. Meine Mutter mußte mit uns den Bauernhof alleine weiter führen, was allen sehr schwer fiel.

Das traurigste Kapitel in unserem leben begann dann im August 1944, wir erhielten die Nachricht, daß mein Bruder mit 20 Jahren gefallen war. Für uns alle ein Schock, meine Mutter und Großmutter haben nur geweint, sie hatten es aber schon geahnt. Meine Großmutter sagte ganz still ein paar Worte, die ich heute noch höre „er hat es geschafft, wie wird unser Ende sein”.

Es blieb aber keine Zeit zum trauern, es begann die Fluchtvorbereitung im Dorf. Mit 2 Fluchtwagen, wo nur das nötigste mitgenommen werden konnte, waren wir Anfang Oktober einige Tage unterwegs. Meine Mutter hat schrecklich geweint, weil sie ihre geliebten Tiere alleine zurücklassen musste. Die Großmutter mit 78 Jahren stieg nur mit Widerwillen auf den Wagen und hat kaum noch ein Wort gesagt. Die ungewisse Zukunft war so unerträglich, auch für uns junge Menschen.

Die Flucht endete nach einigen Tagen im Samland auf ein Gut in der Nähe von Pobethen. Dort herrschten auch schon kriegsbedingte Zustände, es war alles voller Soldaten, die Gutsfrau selbst hatte ihr Gut ebenfalls verlassen, weil die Front immer näher rückte. Im Dezember erkrankte meine Großmutter an einer schweren Lungenentzündung. Es gab nirgendwo einen Arzt, auch keine Medikamente, die ihr das Sterben erträglicher machen konnten. Wir mussten zusehen, wie sie jämmerlich erstickte, ein grausamer Tod, den man nicht beschreiben kann.

Der Krieg kam immer näher, der Russe stand kurz vor Königsberg, so daß es auf dem Landweg für uns kein Entrinnen gab, nur einen Ausweg und das war Pillau über die Ostsee. Erst im Januar nach dem Tod der Großmutter konnten wir das Gut verlassen. Ich schaffte es erstmal nach Pillau zu kommen, um einen Ausweg zu suchen. Dort herrschten in der Stadt schlimme Zustände , die Straßen waren voller Menschen, Frauen und Kinder liefen ziellos herum, auch verwundete Soldaten , die noch laufen konnten, einige kamen zu Fuß aus den Lazaretten aus Königsberg und versuchten über See zu entkommen. Es dachte jeder nur an sich selbst um sein eignes Leben zu retten.

Ich hatte für meine Familie eine vorübergehende Unterkunft gefunden und versuchte meine Mutter, Schwester und meinen Bruder mit 6 Jahren nach Pillau zu holen. Sie wurden von unserem polnischen Arbeiter Marion, der uns während der ganzen Flucht schon begleitet hatte und meine Mutter nicht verlassen wollte, mit einem Pferdeschlitten nach Pillau gebracht. Der Winter war sehr kalt, oft über 1o Grad Minus. Marion ist dann mit dem restlichen Gepäck, wir behielten nur dass, was wir tragen konnten, in seine Heimat nach Polen gefahren. Ob er mit den Pferden nach Hause kam, wissen wir leider nicht.

Unsere Unterkunft war in der Nähe vom Hafen, so dass wir jeden Tag nach dort hinlaufen konnten, um festzustellen, ob ein Schiff anlegt. Wenn man die vielen Menschen dort sah, war uns klar wie gering unsere Chancen waren, auf ein Schiff zu kommen, alle saßen verzweifelt auf ihrem Gepäck. Dazu kam die lebensbedrohliche Lage aus der Luft, jeden Tag gab es Luftangriffe ohne Vorwarnung. Die Flugzeuge kamen im Tiefflug herunter und schossen einfach auf Frauen und Kinder, die am Hafen auf der Flucht waren. Die Flugzeugbesatzung, es waren vor allem Russen, konnte man in den Kabinen sitzen sehen, also haben auch sie gesehen, dass es sich nur um Frauen und Kinder handelte, die sie beschossen, das war den Piloten aber egal. Nachher lagen viele verwundete Frauen und Kinder am Boden und riefen nach Hilfe, aber es kam keine Hilfe, jeder versuchte sein eigenes Leben zu retten.

Ein ganz schreckliches Erlebnis hatte ich noch am Tag vor unserer Abfahrt. Wir hörten wieder Flugzeuggeräusche, einen Fliegeralarm gab es nicht mehr, auch keinen Luftschutzkeller, wir saßen zitternd im Haus. Uns gegenüber war ein großer Friedhof. Plötzlich gab es einen furchtbaren Knall, die Wände zitterten und die Fensterscheiben gingen kaputt, da wussten wir gleich in der Nähe sind Bomben gefallen und explodiert. Dann hörten wir laute Schreie und sind aus dem Haus gelaufen. Es bot sich ein grausamer Anblick, auf dem Friedhof waren die Bomben explodiert, an den Bäumen hingen lauter weiße Fetzen, sicher von den dort bestatteten Leichen. Noch schlimmer war für uns der Anblick, der sich auf der Straße abspielte. Während des Fliegerangriffs liefen verwundete Soldaten auf der Straße herum, ein Kamerad von ihm war von einem Bombensplitter am Kopf getroffen und lag mitten auf der Straße in einer Blutlache und stöhnte. Die Soldaten baten uns um Hilfe, als wir näher kamen, sahen wir, dass die obere Kopfplatte völlig auf war, er lebte noch, brauchte dringend Hilfe, aber wir konnten in keiner Weise helfen, es gab bei uns kein Telefon und auch in der Nähe kein Krankenhaus. Wir sind ganz verzweifelt ins Haus gelaufen und haben Decken geholt. Seine Kameraden haben ihn darauf gelegt und mitgenommen. Wie schrecklich dieser junge Mensch wohl gelitten hat ohne medizinische Hilfe, man konnte ihm nur wünschen, dass er schnell gestorben ist.

Dann kamen die Flugzeuge wieder und wir flohen schnell ins Haus.

Dass wir nicht helfen konnten, war für uns eine so große seelische Belastung, heute unvorstellbar- Wie nötig hätten wir da eine psychiatrische Betreuung gebraucht.

Aber der Kampf ums Überleben ging für uns weiter.

Am nächsten Tag liefen wir wieder zum Hafen und hatten endlich Glück, 2 Schiffe kamen an. Ganz schnell holten wir die Mutter und den Bruder und versuchten mit unserem Handgepäck an ein Schiff heranzukommen. Ein schrecklicher Kampf spielte sich jetzt ab, alle versuchten nach vorne zu kommen. Der Kapitän konnte nur mit Gewalt die Menschen zurück halten, damit sie nicht ins Wasser fielen und das Schiff nicht überladen wurde. Meine Mutter schaffte es gerade noch mit meinem Bruder auf das Schiff zu kommen, dann hieß es plötzlich nur Frauen mit kleinen Kindern und wir wurden zur Seite gestoßen. Meine Schwester und ich waren nun getrennt von der Mutter. Die Schiffsbrücke wurde hochgezogen und wir standen alleine am Ufer, auf dem Schiff schrie und weinte die Mutter, sie wollte wieder runter. Denn wir hatten doch kein Ziel im restlichen Deutschland, wo wollten wir uns wieder sehen.

Als wir dann weinend am Ufer standen, hatten die Matrosen Mitleid mit uns, sie gaben uns ein Zeichen, wir sollten in Ruhe abwarten. Dann sollten wir zum Vorschiff kommen und sie versuchten uns mit unserem Gepäck auf einem provisorischen Landesteg auf das Schiff zu holen. Es klappte und wir waren wieder zusammen und glücklich, alle weinten vor Freude. Für uns waren die Matrosen wirkliche Helden, auch wenn sie Ärger mit dem Kapitän bekamen, sie haben alles getan, um den Menschen, die um ihr Leben bangten, zu helfen.

Über unseren weiteren Fluchtweg bis nach Mecklenburg werde ich im 2. Teil berichten.

Ich wünschte mir, dass ich mit diesen schrecklichen Lebenserfahrungen, über die ich hier berichtet habe, vielen jungen Menschen aufgezeigt habe - wenn sie das überhaupt lesen werden - wie schrecklich ein Krieg sein kann, auch wenn man unschuldig ist und nichts dagegen tun kann.

Für Rentner in meinem Alter, die das gleiche Schicksal hatten und nach dem Krieg unter schwierigsten Bedingungen gearbeitet und gelebt haben, ist es unbegreiflich wie man jetzt über die einfache Rentenerhöhung streitet. Denn sie haben unser kaputtes Land ohne fremde Hilfe wieder aufgebaut, damit die nachfolgenden Generationen stolz auf ihre Heimat sein können.

Wenn man die alten Frauen, die unter härtesten Bedingungen ihre Kinder groß gezogen haben und heute wirklich wenig Rente bekommen, sie jetzt noch als Ausbeuter der jungen Generation bezeichnet, ist ein Riesenskandal. Vor allem wenn diese Meinung noch von Politikern, die selbst eine unheimlich hohe Rente bzw. Pension bekommen, vertreten wird.

Für diese Menschen, vor allem junge Politiker, die so denken und reden, von der Presse noch unterstützt werden, wäre es vielleicht angenehmer gewesen, wenn alle Frauen, die damals auf der Flucht noch in Sicherheit kamen, nicht am Leben geblieben wären. Es gäbe dann in Deutschland weniger alte Menschen, die jetzt versorgt werden müssen, da sie ja noch zur Kriegsgeneration gehören und die Schuld an allem tragen.

Wann wird man endlich mit diesen Schuldzuweisungen aufhören und den älteren Menschen, so wie in anderen Ländern mehr Achtung und Anerkennung entgegenbringen.

Ursela Maertin geb. Weiß aus Karkeln jetzt wohnhaft 18106 Rostock

Willem Barents Str. 31 Tel. 0381 1206677

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Bielefeld-Blog: Mohnkuchen wird langsam verteilt

Johannes Mohn (58), der älteste Sohn von Bertelsmann-Patriarch Reinhard Mohn (87), will das Gütersloher Familienunternehmen voraussichtlich Ende dieses Jahres verlassen. Derzeit werden die Ausstiegsformalitäten verhandelt. Der Blogger “Duckhome” ist ja bekannt für seine deftigen Beiträge. Jetzt hat er mal wieder ein Schmankerl aus unserer etwas erweiterten Heimat aufgegriffen, das sich mit dem Bertelsmann-Mohn im benachbarten Strassendorf Gütersloh befasst:

Jetzt beginnt der schon lange absehbare Kampf um die Nachfolge Reinhard Mohns. Christoph Mohn der Lycos Chef dürfte auch nicht in Frage kommen. Die besten Chancen hat zur Zeit Brigitte Mohn, wobei es aber auch möglich ist, das die 67 jährige Liz Mohn das Unternehmen noch eine Zeitlang selber führen will. An der Haltung des Unternehmens und der Familie, Deutschland und die Menschen in Deutschland als ihren Privatbesitz zu betrachten, wird dies nichts ändern. Brigitte Mohn steht keinesfalls für eine gemässigtere Linie. Ob sie fähiger ist als ihr Bruder Christoph, muss sie erst noch beweisen, allerdings dürfte es auch nur wenige Leute geben die unfähiger als Christoph Mohn sind.

Wie schreit da schon wieder die spitzeste Zunge Ostwestfalens aus dem Off? “Die Ratten verlassen das sinkende arvato-Schiff”. Zunge, kannste nicht mal aufhören, zu lästern?

Bielefeld-Blog: Nichts Gutes aus Bielefeld

In Deutschland wächst die Angst vor einem neuen Kalten Krieg zwischen Russland und dem Westen: Die Hälfte der Teilnehmer (50 Prozent) einer Infratest dimap-Umfrage für das ARD-”Morgenmagazin” macht sich deshalb sehr große oder große Sorgen, meldete der Sender am Freitag. 37 Prozent der Befragten haben demnach haben wenig, 11 Prozent gar keine Befürchtungen, dass es zu einem neuen Kalten Krieg kommen könnte. Eine Nato-Mitgliedschaft Georgiens, wie sie vor allem die USA vorantreiben, befürworten 26 Prozent der befragten Bundesbürger. 58 Prozent sind eher dagegen.

Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap (unter anderem in Bielefeld) hatte am 19. und 20. August 1000 Bundesbürger befragt.

Lassen wir das mal so stehen. Es gruselt einem. Sollte der US-Trottel im ovalen Office am Ende seiner Tage doch noch mal die Welt so richtig aufgemischt haben? Die Raketen in Polen werden ihre psychologische Wirkung ebenfalls nicht verfehlt haben. Solche Präsidenten braucht die Welt. Die passende Kanzlerin haben wir ja schon.

Bielefeld-Blog: Besseres Stadtmarketing?

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Zugegeben, Bremen und Bremerhaven haben städtetechnisch weitaus mehr zu bieten als unsere Metropole an der Lutter. Wenn man sich aber die heutige Beilage in den Gazetten anschaut, vermarkten sie sich eben auch anders. Was mich an ein Gespräch mit einer Bremer Agentur erinnert, die eben diesen Auftritt mit betreut. Natürlich ist Bremen ebenso wie Bielefeld kein Hort überbordender Werbekreativität, kriegt aber doch immer noch besser die Kurve als unsere Königin der Brachflächen zwischen grünen Teutohügeln. Vielleicht wagt man aber auch mehr, kreiert Neues, Anderes. Was hierorts unter Stadtmarketing verstanden wird, könnte auch in Hintertupfingen ablaufen: Ein paar Festchen, ein bißchen Tralala. Das wars. Bielefelder Außendarstellung? Außer Arm. BI fällt mir da nicht viel ein. Es gab mal einen zaghaften Ansatz der Agentur JK am Niederwall, die sich in ihren besseren Jahren mit dem Claim “Sie haben den Löffel. Wir haben das Rezept” auf die puddingtechnische Bedeutung der Metropole einließ.

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Bielefeld-Blog: Das Runde verdrängte das Eckige

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Unser Elite-Fußballclub Arm. BI hat seinen Webauftritt modernisiert. Rund und recht gelungen. Nur die neue Navigation ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Mal gucken, wie das bei den Fans ankommt.