Die Finanzbehörden der Länder wollen die Hürde für Anzeigen gegen Steuersünder herabsetzen. Nach Information der „Süddeutschen Zeitung“ planen einige Behörden, Online-Portale, bei denen Bürger Hinweise auf Steuerbetrüger abgeben können, aufzubauen oder zumindest die Idee zu überprüfen. Die Portale sollen so verschlüsselt sein, dass der Tippgeber anonym bleiben kann. Kritiker befürchten, dass sich mit einem solchen Portal das Denunziantentum ausbreiten könne. „Theoretisch kann also jemand seinen Nachbarn nur deshalb melden, weil man ihm eins auswischen will“, so ein Sprecher des Finanzministeriums. Zwar machen sich solche Denunzianten selbst strafbar – doch da ein solches Portal anonym sei, habe die Polizei keine Handhabe.
Ähm, gehts noch? Was in dieser Republik von einer gewissen Mischpoke geplant wird, sprengt alles bisher in Deutschland Dagewesene. Des 3. Reiches “Blockwart” oder der DDR “Stasi” waren Weisenknaben gegen die perverse Denke einer charakterlosen Schicht von gut bezahlten und Pensionsmäßig super abgesicherten Staatsdienern. Da könnte einem glatt die Bibel einfallen. Riester 1, “Die Weissagungen der Neoliberalen”, Psalm 4: “Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie zahlen nicht in die Sozialsicherungswerke ein – aber der liebe Gott ernährt sie doch prächtig”. Wäre jetzt geneigt, mal im Finanzamt Mitte oder Außenstadt anzurufen, was man davon hält. Will aber keine Jubelschreie initiieren. Da denunzier ich doch lieber meinen Nachbarn. Der hat gestern dem anderen Nachbarn die Hecke geschnitten, 10 Euro genommen und nicht versteuert. Sowas geht doch nicht …..
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