Mit Niklas Luhmann, dem prominentesten Verfechter der soziologischen Systemtheorie, hat die nationale Frage ob 4-5-1 oder 4-4-2 zwar nur bedingt zu tun, auch wenn “selbstreferenzielle Prozesse der Kommunikation” sogar bei Schweini, Poldi und Co. ablaufen. Aber das Hauptseminar “Aufstellungsvarianten im Fußball des 21. Jahrhunderts” im provisorisch hergerichteten Hörsaal 1 der deutschen Nationalmannschaft in Tenero ist dieser Tage überfüllt wie eine Einführungsveranstaltung für Erstsemestler.
Der von T-online zitierte Niklas Luhmann lehrte von 1968 bis 1993 als Professor für Soziologie an der Universität Bielefeld und wohnte bis zu seinem Tod 1998 in Oerlinghausen, nahe der Metropole. Zu Luhmanns Theorie heißt es auf Wikipedia:
Luhmanns „Systemtheorie“ versteht Gesellschaft nicht als eine Ansammlung von Menschen, sondern als operativ geschlossenen Prozess der Kommunikation. Die Systemtheorie thematisiert selbstreferenzielle soziale Operationen (Kommunikation). Selbstreferenziell soll heißen, dass sich Systeme nur auf ihre internen Operationen beziehen und trotzdem kognitiv offen sind. Die Leitdifferenz eines gesellschaftlichen Funktionssystems bezieht sich immer auf die System/Umwelt-Unterscheidung (beispielsweise „Das Recht/alles außerhalb des Systems des Rechts“ für das Rechtssystem). Die Leitdifferenzen von gesellschaftlichen Funktionssystemen bezeichnet Luhmann als Codes (im Beispiel „recht/unrecht “’ für das Rechtssystem). Die meisten Funktionssysteme orientieren sich an symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien, die Wirtschaft etwa an Geld.
Dann wollen wir mal schauen, wie die Lehre des Bielefelders auf Viererkette, Flügelzange und Banananenflanke angewandt werden kann.









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