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Mo
23
Jun '08

Bielefeld-Blog: Ehemaliger Bielefelder Prof und Jogi Löws Taktik

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Mit Niklas Luhmann, dem prominentesten Verfechter der soziologischen Systemtheorie, hat die nationale Frage ob 4-5-1 oder 4-4-2 zwar nur bedingt zu tun, auch wenn “selbstreferenzielle Prozesse der Kommunikation” sogar bei Schweini, Poldi und Co. ablaufen. Aber das Hauptseminar “Aufstellungsvarianten im Fußball des 21. Jahrhunderts” im provisorisch hergerichteten Hörsaal 1 der deutschen Nationalmannschaft in Tenero ist dieser Tage überfüllt wie eine Einführungsveranstaltung für Erstsemestler.

Der von T-online zitierte Niklas Luhmann lehrte von 1968 bis 1993 als Professor für Soziologie an der Universität Bielefeld und wohnte bis zu seinem Tod 1998 in Oerlinghausen, nahe der Metropole. Zu Luhmanns Theorie heißt es auf Wikipedia:

Luhmanns „Systemtheorie“ versteht Gesellschaft nicht als eine Ansammlung von Menschen, sondern als operativ geschlossenen Prozess der Kommunikation. Die Systemtheorie thematisiert selbstreferenzielle soziale Operationen (Kommunikation). Selbstreferenziell soll heißen, dass sich Systeme nur auf ihre internen Operationen beziehen und trotzdem kognitiv offen sind. Die Leitdifferenz eines gesellschaftlichen Funktionssystems bezieht sich immer auf die System/Umwelt-Unterscheidung (beispielsweise „Das Recht/alles außerhalb des Systems des Rechts“ für das Rechtssystem). Die Leitdifferenzen von gesellschaftlichen Funktionssystemen bezeichnet Luhmann als Codes (im Beispiel „recht/unrecht “’ für das Rechtssystem). Die meisten Funktionssysteme orientieren sich an symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien, die Wirtschaft etwa an Geld.

Dann wollen wir mal schauen, wie die Lehre des Bielefelders auf Viererkette, Flügelzange und Banananenflanke angewandt werden kann.

Bielefeld-Blog: Bielefeld begeistert tanzend

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Sie gebürtige Ostwestfälin, er Ex-Juniorenprofi von Fußballclub Paris St. Germain, bekannt in Bielefeld und darüber hinaus: In ihrem Tanzstudio DansArt Tanznetworks in Bielefeld (Am Bach 11) bietet das Ehepaar Agbetou Tanzkurse für Erwachsene und Kinder an. (Foto: Susanne Freitag)

Die einen bewegen sich am liebsten auf Zehenspitzen zu klassischen Klängen, die anderen verausgaben sich zu temperamentvoller Musik beim Salsa. Ballett, Modern, Jazz, Brasilianischer Tanz, Flamenco oder Bollywood – vom 29. Juni bis 12. Juli 2008 steht Bielefeld bereits zum 19. Mal ganz im Zeichen des Tanzes. 22 international erfahrene und professionell ausgebildete Tanzpädagogen werden dann rund 800 Menschen aus Deutschland und dem europäischen Ausland mit ihren unterschiedlichen Tanzstilen und Arbeitsweisen begeistern. „Die Auswahl an Kursen war noch nie so groß“, sagen Ulla und Tchekpo Dan Agbetou, die seit 2002 für die künstlerische Leitung des Bielefelder Tanzfestivals verantwortlich sind. „48 Workshops in 14 Tagen machen das Festival zu einem außergewöhnlichen Treffpunkt für Tanzbegeisterte aus ganz Europa.“

So weit eine Meldung von Bielefeld-Marketing zum Bielefelder Tanzfestival im Juni/Juli.

Bielefeld-Blog: Deutsche Fahnen wegen EM. Sozialer Zusammenhang?

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Sehr, sehr wenig Fahnen an den Autos, selbst wenn man die erzwungen deppenzeichenfreien Cabrios und Oldtimer rausrechnet. Einer von hundert, und der dann, ich sage es wie es ist, mit ostdeutschem Kennzeichen. Ich vermute, es gibt einen Zusammenhang zwischen sozialer Schicht und öffentlich transportierter Nationalstolzerei.

Das schreibt heute ein Blogger auf “Rebellen ohne Markt” aus seiner Zweitwohnung im Millionärsviertel am Tegernsee. Angesichts des hiesigen Fahnenmeeres eine anzweifelbare These.

Gehen wir mal die nahe Umgebung und die Zugehörigkeit der jeweiligen Autofahnen zum sozialen Status hier im Südwesten der Metropole durch und machen sozusagen die Fahnenprobe aufs Exempel:

1. Oberstudiendirektor. 2 Fahnen am Auto
2. Pensionierter ehemaliger Oberamtsrat. 1 Fahnen am Auto. 1 Fahne im Garten.
3. Übersetzerin deutsch/englisch/dänisch: 0 Fahnen. Hat aber auch nichts mit Fußball am Hut.
4. Emeritierter Uniprofessor. 1 Fahne am Auto der Frau. Wegen Enkel.
5. Einzelhandelskaufmann, Juwelier zu Bielefeld. 3 Fahnen. 2 an den Autos,
usw.

Und wir? Jeweils 1 Fahne an den Autos der Söhne. 1 Fahne an ihrem, 1 Band in SchwarzRotGold an seinem…. Bisher machten wir uns über unseren
sozialen Status wenig Gedanken. Aber jetzt?

Landshut-Blog: Xaverl – Die Burg

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Landshut-Blog: Xaverl – Landshuter Würstlpreise

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Wer da schnell auf das Foto schaut der irrt. Das Fotoangebot kostet 4 Euro.

Regensburg-Blog: Enrico Uccello – Regensburg Silhouetten

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Rathenow-Blog: Frau Harke zur Pendlerpauschale

Früher konnten die Leute, die einen Weg zur noch vorhandenen Arbeit zurücklegen mussten, am Jahresende abrechnen, wie viele Kilometer für dieses Privileg zusammengekommen waren. Dafür mussten sie dann weniger Steuern bezahlen. Dann kam aber ein kluger Mensch in der Regierung auf die Idee, wer wirklich arbeiten will, der fährt auch, wenn er kein Geld zurückbekommt. Und weil es tatsächlich noch klappt, wird demnächst auf diese Fahrten Vergnügungssteuer erhoben werden. Wer hat schließlich noch das Vergnügen, in regelmäßigen Abständen durch unsere blühenden Landschaften zu fahren?
Passt gut auf, rät Frau Harke

Rathenow-Blog: Schriftwechsel mit der Agentur

Frau Harke kennt nämlich jemanden, der es tatsächlich gewagt hat, die Agentur für Arbeit auf eine konkrete Maßnahme anzusprechen. Zunächst einmal hatte diese Person an die Amtsleiterin persönlich geschrieben. Da die Amtsleiterin aber das Amt leiten muss und sich nicht um irgendeinen mickrigen Arbeitslosen kümmern kann, hat sie diesen Brief einem anderen im Amt gegeben und dieser hat ihn noch ein Stückchen weiter nach unten gereicht. Aber schließlich blieb er doch auf einem Schreibtisch liegen. Und weil ihn nun schon so viele im Amt gelesen hatten, konnte der “Bearbeiter” ihn nicht mehr einfach in den Papierkorb werfen. Er musste sich eine Antwort einfallen lassen. Und damit hatte er dann ein echtes Problem am Hals. Er konnte ja nicht sagen, dass die Agentur gar keine Arbeitslosen vermitteln will, um dann selbst arbeitslose Mitarbeiter zu haben. Also schrieb er, dass er einen Termin beim Rathenower Vermittler vereinbart hätte und dieses Gespräch am 17. Juni stattgefunden hätte. Da kann man mal sehen, dass die in der Agentur sogar hellseherische Fähigkeiten haben. Der Termin mit dem Rathenower Vermittler war nämlich schon am 15. April festgelegt worden. Der Brief an die Neuruppiner Agentur wurde aber erst am 2. Juni geschrieben. Und bei diesem Termin sei dann auch ein Suchlauf im Internet erfolgt. Die betreffende Person ist zwar nicht mehr ganz jung, aber mit dem Internet kommt sie auch ohne Arbeitsvermittler zurecht. Und da der Vermittler nichts fand, womit er dienen konnte, wurde gesagt, es läge an der Mobilität der Person. Irgendwas muss doch schließlich als Begründung herhalten. Allen kann man nun nicht sagen, dass sie zu doof oder zu faul zum Arbeiten wären. Das fällt ja dann auf. Frau Harke hat der Person nun geraten, noch mal einen Brief an die Agentur zu schreiben. Auf die Antwort sind wir dann echt gespannt.

Rathenow-Blog: Agentur für Arbeit und die Statistik

Am Anfang wurden alle Arbeitslosen umgeschult. Der Tischler wurde Bäcker, der Bäcker Elektriker und der Elektiker Tischler, obwohl keine freien Arbeitsplätze vorhanden waren. Damit konnte aber die Agentur melden, dass die Arbeitslosen fast alle beschäftigt wären. Das sieht dann für die monatliche Meldung viel besser aus, als wenn man zugeben müsste, dass so viele keine bezahlte Arbeit haben. Inzwischen haben leider zu viele Leute diesen Trick durchschaut. Also muss man sich wieder etwas anderes einfallen lassen.
Darum gab es in Rathenow ein Projekt Jumper (Jugend mit Perspektive). Dabei mussten die jungen Leute bei Bildungsträgern ein wenig mit dem Computer umgehen lernen (konnten aber die meisten schon, weil sie mit ihm aufgewachsen sind). Dann mussten sie sich einen Betrieb suchen, in dem sie ein Praktikum machen konnten. So lange sie ein Praktikum machten (also umsonst arbeiteten), ging alles gut. Sollten dann Arbeitsverträge geschrieben werden, war der Bedarf plötzlich nicht mehr da, Deshalb wird auch dieses Projekt gestrichen. Jugend hat bei uns eben keine Perspektive. Aber für die bereits erwähnte Statistik war es vorteilhaft. Nun gibt es noch Maßnahmen für ältere Langzeitarbeitslose. Da stand bereits mehrmals in der Zeitung, dass für diese Leute besondere Arbeitsplätze geschaffen werden. Das steht aber bloß in der Zeitung. In Wirklichkeit gibt es das gar nicht. Das schreiben sie nur, um die Alten, die ja laut Gesetz bis zum Umfallen, aber mindestens bis 65 arbeiten sollen, nicht mehr mitzählen müssen. Ist einfach gut für die Statistik.

Bielefeld-Blog: “Gemeinsames Fest feiern”. Eine Chance

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Verständlich, das sich in der Metropole die Verantwortlichen vor dem EM-Spiel Deutschland-Türkei Gedanken machen und es sogar “Anregungen” gibt,. “Deutsche und Türken” zu trennen. Denkt man tiefer darüber nach, ist es eigentlich traurig. An welchen “Merkmalen” erkennt man Deutsche, woran Türken? Ich wünsche mir ein großes, ja riesiges Fest auf dem Jahnplatz oder auf der Alm und ein Zeichen, das es nicht um Nationalitäten und Nationen geht sondern um Fußball. Leider gibt es auf beiden Seiten ein paar Schwachköpfe, denen es genau darum nicht geht. Das wiederum zieht zwangsläufig massiertere Polizeipräsenz nach sich.

Rathenow-Blog: Frau Harke und die Agentur für Arbeit

Frau Harke überlegt ernsthaft, warum diese Einrichtung Agentur für Arbeit heißt. Aber dann kam ihr die Einsicht: Bei der Benennung wurde gefragt, wer dafür und wer dagegen sei. Natürlich waren alle dafür. Warum sollten sie auch dagegen sein? Also stand schon mal der Name fest. Leider kennt Frau Harke niemanden, der von der Agentur Arbeit bekommen hätte. Ist aber auch logisch: Wenn sie allen Arbeit beschaffen würden, wären sie ja selbst arbeitslos. Das geht ja nun wirklich nicht.

Rathenow-Blog: Frau Harke

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Frau Harke ist die Schutzpatronin des Havellandes. Diese Skulptur steht im benachbarten Kamern, in Sachsen-Anhalt. Ab sofort wird sich Frau Harke in unregelmäßigen Abständen hier an dieser Stelle zu Wort melden. Manchmal ist es einfach nötig, anderen zu zeigen, was eine Harke ist. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind nicht zufällig und nicht unbeabsichtigt.