Oh Mann, wer hätte das gedacht. Portugal 3:2 geschlagen. Jahnplatz proppevoll, Wie sagte der Jüngere samt Freundin, in SchwarzRotGold gewandet? “Wenn Deutschland gewinnt, kommen wir nicht nach Haus”. Na gut. Halbfinale gegen…………… (Türkye?) ist erst nächste Woche.
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Liebe Altherrenriege, die wenigen Portugiesen mögen ja noch so inbrünstig heut Abend auf dem Plaza de Jahn die Nationalhymne schluchzen, Ronaldo noch so sehr schmachtende Blicke in den Himmel schicken. Aber das hier, das ist die Box für seine Schuhe. Eingesackt. Abgeschickt. Er wird keine Chance haben gegen den Ostwestfalen im deutschen Team. Arne Friedrich. Der wo mal bei Arminia war. Und wenn der das nicht packt, hat die Ballacktruppe ja noch Heiko Westermann, Schalke 04, davor ebenfalls Arminia Bielefeld. Wer die Alm halbwegs heil überstanden hat, der packt auch den angeblich besten Stürmer der Welt. Jungs, zeigt Portugal die Hacken.
Sie klopften sich in Berlin in gegenseitiger Begeisterung auf die Schultern. Grönland-Überflieger “Dickie” Gabriel hält es gar für das Größte auf der Welt. Gemeint ist das gestern verabschiedete Klimapaket der Großen Untätigkeitskoalition. Gefunden wurde der kleinste Nenner. Bezahlen werden es am Ende – wie immer – die Verbraucher. Bewirken wird es wenig. Verändern wird es schon gar nichts. Ach doch. Ab irgendwann kontrolliert der staatsprivilegierte Schornsteinfeger, ob Sie in ihren Kronleuchter auch Sparlampen eingeschraubt haben oder immer noch die stimmigen dimmbaren Standardbirnen drin haben. Es lebe der Blockwart neuen Stils., Man könnte auch eine Umweltpolizei gründen. “Guten Tag, Stadt Bielefeld. Umwelt-BKA. Wir kontrollieren, ob Sie auch alle Energiesparmaßnahmen anwenden”. Wenn nicht. 109 jahre Knast in Brackwedes moderner JVA mit Flachbildschirm und rund um die Uhr brennenden Sicherheitslampen. Natürlich in herkömmlicher Ausführung. Die im Kern schon lange als gigantische Abzocke und PR-Veranstaltung der Atomlobby enttarnte Klimahysterie hat nun auch Ostwestfalens Schlafzimmer erreicht. Atmet weniger aus, Leute.
Nicht nur die Metropole hat ein großes Problem, sich anständig mit einer Marketing-Kampagne zu profilieren. Es gilt auch für das Land Nordrhein-Westfalen (“Wir haben alles. Sogar Kohle”). So schreibt die Westdeutsche Allgemeine WAZ heute zum Thema “Kampagne NRW”:
Nun lieben wir also das Neue, wir, die führende Region in Europa, wir Nordrhein-Westfalen. Okay, ein Slogan, vier Wörter, eingängig, leicht auf englisch zu übersetzen, kein großer Wurf aufs erste Hinhören, aber auch keine verkorkste Ruhr-hoch-n-oder-R-im-Kreis-Idee.
Es ist schon in Ordnung, wenn eine Landesregierung Geld in die Hand nimmt, um den Standort bei ausländischen Investoren bekannt zu machen. Drei Millionen Euro im Jahr machen gerade mal ein Zehntel dessen aus, was große Markenartikler in ihre Marketing-Etats stecken. Und all die Kritiker des Englischen sollen mal erklären, wie sonst als auf Englisch man internationale Investoren ansprechen soll.
Okay, wir lieben das Neue. Wohlan: Wo, liebe Wirtschaftsförderer steht der runde Tisch, an dem der Investor (ob deutsch oder ausländisch) freundlich eingeladen bei Kaffee und Kuchen auf Planungsdezernenten, Umweltdezernenten, Vertreter der Berufsgenossenschaft, des TÜV sowie des Arbeitsamtes trifft, um an einem Tag alles zu erledigen, was man in Bürokratiedistan so braucht, um eine neue Firma zu eröffnen?
Wo ist die Service-Agentur für Leute, die aus dem Ausland hier Arbeitsplätze schaffen und Hilfe brauchen bei der Suche nach der passenden Schule oder Universität für die Kinder, einem Arbeitsplatz für die Ehefrau oder einem Haus fürs Wohnen? Wie, staatliche Bevorzugung einer ausländischen Unternehmer-Elite? – Na klar doch, wenn es hilft, hier Arbeitsplätze zu schaffen.
Wo sind die flächendeckenden internationalen Schulen im Land des neuen Aufbruchs?
Es ist gewiss nicht genug, einen gängigen Slogan zu erfinden und Plakate an Londoner Bürohäuser zu kleben. Wir sind gespannt, wie mutig die Landesregierung bei der Ansiedlung neuer Unternehmen voranschreitet. Denn eines ist klar: Wo Unternehmen wie Nokia im Kampf um die besten Köpfe ihre Designstudios nicht in Helsinki, sondern in London aufbauen, wo IT-Schmieden sich an die südfranzösische Küste begeben, um attraktiv genug für Ingenieure zu sein, muss sich auch die führende Region in Europa etwas einfallen lassen. Ein Rundum-Service für Investoren wäre schon mal ein Anfang -
bis das mit den internationalen Schulen oder der Infrastruktur insbesondere im Ruhrgebiet klappt.
Apropos Ruhrgebiet. Was geschieht jetzt eigentlich mit Ruhr hoch R im Kreis Teamworkcapital? Wir lieben das Neue.
Kommt einem alles bekannt vor hier in der Stadt der Brachflächen.






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