März-Himmel an 6 Grad. Nicht, daß wir hier nun pathetisch werden wollen, aber diesen Himmel könnte auch schon Hermann der Cherusker gesehen haben, bevor er sich vor fast 2000 Jahren entschloß, den Römern unter Varus eine richtige Schlappe beizubringen. Ob es bei Detmold war oder Kalkriese bei Osnabrück, darüber streiten sich die Gelehrten trefflich. Auf jeden Fall wars hier in der Gegend. Hermanns Entschluß könnte uns alle heutzutage ganz schön weiterbringen. Aber “Hermann der Cherusker” läuft nicht auf ARD, ZDF, RTL, Sat1, VOX, Pro7 und ist auch kein Thema für eine Prekariats-Dschungelshow. Hatte ich schon erwähnt, das wir uns die “Gustloff” nicht im TV angetan haben?
Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs
Nach den Hausaufgaben haben wir heute schon mal getestet, ob die Ostereier in diesem Jahr auch zum Eiertrudeln geeignet sind. Sie sind es.
Kurz nachdem wir wieder ein Dach über dem Kopf hatten, fing es an zu schneien. Viele dicke Flocken, auf die die Kinder lange gewartet hatten, fielen herab.
Und nach einer guten Stunde sah es dann so aus:
Das ist ein 16-seitiger Prospekt des “Osnabrücker Landes”, der heute den Zeitungen in BI und Umgbung beilag. Da wäre doch in diesem Zusammenhang interessant, was umgekehrt BI in Osnabrück und dem Osnabrücker Land beilegen läßt?
Für Elisabeth (Liz) Mohn aus unserem Nachbardorf Gütersloh ging die Sonne gleich zweimal auf. Ihr beste Freundin Friede Springer aus Hamburg hatte durchgeläutet und mit stolz geschwellten Körbchen eine Pressemitteilung vorgelesen, die grad über die Ticker ging:
Die Axel Springer AG hat nach vorläufigen Angaben im Geschäftsjahr 2007 das bisherige Rekord-EBITA aus dem Vorjahr deutlich übertroffen. Der Konzern steigerte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) von EUR 375 Mio. im Vorjahr um 12,5 Prozent auf EUR 422 Mio. Bereinigt um Erträge aus der Kirch-Insolvenz in Höhe von EUR 34 Mio. in 2006 und EUR 13 Mio. in 2007 stieg das EBITA um 19,9 Prozent.
Der Konzernumsatz stieg von EUR 2.376 Mio. in 2006 auf EUR 2.578 Mio. in 2007. Dies entspricht einem Zuwachs von 8,5 Prozent. Umsätze der PIN Group AG sind hierin nicht enthalten. Die PIN Group wird im Jahresabschluss 2007 als nicht fortgeführte Aktivität ausgewiesen.
Die “nicht fortgeführte Aktivität” betrifft 8.000 Menschen bei der PIN-Group, deren Geschäftsmodell auf der systematischen Lohnausbeutung beruhte. Nur weil Friede Springer Menschen nicht zu Hungerlöhnen beschäftigen konnte, sind jetzt 8.000 Menschen im Ungewissen wahrscheinlich aber bald auch arbeitslos, 2770 Menschen wurden arbeitslos und nur 500 konnten übernommen werden. Seit einigen Monaten zahlt die Allgemeinheit Konkursausfallgeld, damit der bald im Geld erstickende Springer Konzern entlastet wird und in seinen Organen Welt und Bild, die Arbeitslosen und Schwachen auf das Härteste angreifen kann. Ach ja. “Selbst schuld” würde man da von führenden Springer und Bertelsmann-Leuten hören. “Du bist Deutschland”. Du bist ein Depp, du grüner PIN-Frosch. Sieh zu, wie Du weiter klarkommst. Königin Springer hat eine Bataille verloren,. Ruhe ist nun erste Ex-Mitarbeiterpflicht. Peer Steinbrück hat sicher wohlwollend zu eleganten Abschreibung des nebensächlichen Versagens eines Ausbeutungsgeschäftsmodells genickt.
In Gütersloh schlägt Elisabeth Mohn die Trommel zum Kuchen. Reinhards Gedankensaat geht wunderbar auf.
Während wir pfeilschnell auf das samstägliche Schalke-Spiel auf der Alm dahintrödeln, schüttet uns Väterchen FrustFrost noch mal weißes Pulver ins ostwestfälische Land. Letztes Aufbäumen des Winters?
Bielefeld, die grüne Metropole zwischen den Erhebungen des Teutoburger Waldes, ist ja nicht in vielen Dingen führend, lassen wir mal Puddingrührerei, Tiefkühlpizza, Werkzeugmaschinen oder Brachflächen beiseite. Was wir aber bewundernswert können und wofür wir selbst von den toughen New Yorkern “Nice, nice. We only have Starbucks” beneidet werden, ist die Dichte unserer Coffeeshops. Kaum ein Eckchen in der Kapitale des Geistes, an dem nicht Fensterflächen mit gleich Hühnern auf Stangen sitzenden und auf die geniale Architektur von BI starrenden Menschen geboten werden.
Und hinter den Kulissen schüttet ein gottgleicher Barista (Espressobrauer) mal schnell zwei schmale Plastiktütchen Aroma in die Tasse.
Da lob ich mir doch die Neapolitanische Art:
Sospeso (ital.: Aufgehobener): Ein Espresso für einen guten Zweck. Der Sospeso ist in der neapolitanischen Tradition des Helfens begründet. Wenn man einen erfolgreichen Tag hatte oder einfach einen sozialen Beitrag leisten will, trinkt man einen Sospeso, d. h. man trinkt einen Espresso und bezahlt zwei. Jemand, der sich selbst keinen Espresso leisten kann, kann nach diesem „Aufgehobenen“ fragen und ihn kostenlos trinken. So können auch Menschen, denen es schlecht geht, am sozialen Leben teilhaben.
Frau Harke ist die Schutzpatronin des Havellandes. In vielen Sagen spielt sie eine wichtige Rolle. Zahlreiche Erzählungen wurden von Erika Guthjahr, der inzwischen verstorbenen Ehrenbürgerin der Stadt Rathenow, zusammengetragen. Wer eine sachkundige Führung durch die Stadt und ihre Geschichte erleben möchte, kann sich an das Tourismusbüro wenden. Auch im Havelland-Kiosk wird man fündig.
Dass sich eine Gemeinde im angrenzenden Sachsen-Anhalt sogar als Frau-Harke-Dorf bezeichnet, ist mir erst vor einiger Zeit aufgefallen.
Der Leserbriefe zur Situation des heimischen Fußball-Bundesligisten Arm. Bielefeld gibt es in den Zeitungen viele. Auch von weither geben Anhänger der Arm. Bielefeld ihre Meinung kund. Ein Name steht dabei immer wieder im Mittelpunkt: Roland Kentsch. Geschäftsführer Finanzen und “graue Eminenz” des Vereins. Schauen wir doch mal auf der Website des Vereinsnachwuches “Arminis” nach, wer dieser Herr Kentsch ist und wie er charakterisiert wird:
Roland Kentsch (links im Bild) ist der kaufmännische Geschäftsführer von Arminia Bielefeld. Bevor er vor fünf Jahren zum DSC Arminia Bielefeld kam, war er viele Jahre leitender Mitarbeiter einer großen deutschen Bank. Er hat den DSC wirtschaftlich wieder in ruhiges Fahrwasser gebracht und als ehemaliger Banker dafür gesorgt, dass besonders sorgsam mit dem vorhandenen Geld umgegangen wird. Roland Kentsch ist in Soest aufgewachsen, verheiratet und hat zwei Söhne. Fußball ist auch aktiv seine Leidenschaft. Wenn man wüsste, wo er dem nachgeht, könnte man ihn jeden Sonntagmorgen beim Hobbykick mit seinen Söhnen und Freunden beobachten.
Soso. “Sorgsamer Umgang mit Geld”. Hmmmm. Neue Haupttribüne rund 2 Mio. teurer als geplant, Abfindungen für Middendorp und Saftig bei vorangegangen Vertragsverlängerungen ohne Not. Trainingsgelände mit Millionenaufwand ausgebaut. Alles ein paar Nummern kleiner hätte es auch getan.
Alles materielle Dinge. Das Herz des Clubs, die Profis der 1. Liga, erhielten in der Zeit nur “preiswerte” Verstärkung und Leistungsträger wie Owomoyela, Buckley, Westermann wurden verkloppt. Ein Dabrowsky ist in Bochum zB. in der Stammelf….. So richtig viel von Fußball und seinen Mechanismen kann Roland Kentsch nicht verstehen. Wie auch. Ich möchte einen einzigen Banker sehen, der kreativ ist und ideenreich ist. Ach doch. Stopp. Wie konnte ich das vergessen. Beim Bankenmonopoly in Düsseldorf legte unsere heimische Spasskasse auch mal so um die 500 Millionen “verbranntes Geld” nach. Kreativ sind sie, wenn sie die Schulden andere Leute in Übersee in Papiere verwandeln, die dann hier überwiegend staatliche Banken aufkaufen und wenns schief geht, mit Steuergeldern ausgeglichen bekommen. Sehr kreativ.
Von einer Oper des italienischen Komponistenfürsten hat es allerdings nichts, was sich am morgigen Mittwoch landesweit und auch in Bielefeld ereignen wird: Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft ver.di hat angekündigt, vor allem Verkehrsunternehmen – darunter auch unsere moBiel – zu bestreiken. Es geht um mehr Geld, höhere Schichtzulagen, unbefristete Übernahme aller Auszubildenden sowie Angleichung der Ost-Entlohnungen. Sarkastisch erinnert man sich daran, wie schnell, reibungslos und ganz ohne Streik sich unsere Volksvertreter in Berlin und anderwo ihre Diäten um fast 10% erhöht haben. Begründung: “Alles ist teurer geworden”.
einem Jugendlichen in DD seeeeeeehr viel:
Polizeibericht
Liebesschwur mit Handynummer
Ein 20-Jähriger ritzte am Wochenende einen Liebesschwur in die Scheiben eines Reisebusses: „Für dich Hübsche, auch im McDonald’s gestern Abend“ – samt „Ich liebe dich“ und Handy-Nummer. Die Busfahrerin rief ihn an und gab sich als die Angebetete aus – der Mann gab die Tat zu. Der Rest war Polizeiarbeit. Schaden: 2500 Euro. (lex)
gelesen:
http://www.sz-online.de/nachrichten/base.asp?ausgabe=301&etag=04.03.2008
grussi…………







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