
Gonnetto (rechts) mit Ex-Wirtschaftsminister und “SPD-Stänkerer” Clement anläßlich der Überreichung der Urkunde “100 beste Arbeitgeber im deutschen Mittelstand” (Foto: Website @friends-bielefeld)
In der vergangen Woche präsentierte ein Augsburger Immobilienhändler – und bauherr im “Perfekten Dinner” so “ganz zufällig” seinen neuen Ferrari, kaufte “ganz zufällig” bei seinem Metzgersbruder Kobe-Rind (Teuerste wo gibt) und protzte mit einer Sammlung teurer Weine. In diversen Foren stieß das nicht unbedingt positiv auf, hatte es doch sehr wenig mit dem Wettstreit zu tun, wer “bester Koch und Gastgeber” ist. Also “Das pefekte Dinner” präsentiert. Im Forum der Zeitschrift Brigitte schließlich wurde das Geheimnis um den Ferrarifahrer noch ein wenig mehr gelüftet: “Vor Gericht hatte er eine viel höhere Stimme”. Vor Gericht? In einem weiteren Forumsbeitrag schließlich wurde verraten, das der an Franz-Josef Strauß erinnernde 35-jährige Dinnergewinner aus einer früheren Insolvenz wohl noch Gelder schuldig geblieben sei…..
Augsburg ist ja nicht Bielefeld. Denkt man. Aber unter der Sparrenburg läuft die Show dann doch zu ungeahnten Höhen auf. “Marc” zum Beispiel ist Marc Gobbetto, einer der Inhaber des “Call Center”-Betreibers @friends-bielefeld. Wenn Sie also wieder einmal in der unsäglich mit kesser Musik unterlegten Warteschleife einer “was kann ich für Sie tun?”-Aktion mit steigender Wut im Bauch hängen bleiben, könnte es sich um die Bielefelder handeln. Marc ist dann grad mal für seinen Kunden Dr. Oetker Pizza testen. Also, mit “Werbeagentur” hat Marc herzlich wenig zu tun, wenn man sein “Werben” in der Sendung mal als etwas aufdringlich charakterisiert. Das liegt wohl an dem unvermeidlichen Schal in der Brusttasche des Sakkos, ohne den ihn so gut wie keiner kennt.
Aber auch der unscheinbare 22-jährige Marketing-Student Maximilian Schimmack ist nicht ohne. Ist er doch der Sohn des Inhabers einer kleineren Bielefelder Werbeagentur, der sich vor allem durch Kochkünste hervorgetan hat. Maximilian – heute von der NW in den Mittelpunkt eines größeren Berichtes über das “Pefekte Dinner” gerückt – dagegen fiel vor vielen Jahren in einer Befragung der NW Neue Westfälische anläßlich eines Streiks der Verkehrsbetriebe auf, als er noch im zarten Teenageralter meinte: “Ich bin heute mit dem Ferrari meiner Mutter in die Schule gebracht worden, weil der Porsche meines Vaters in der Werkstatt ist”. Pikant: Damals konnte sich der Vater noch Porsche leisten…
Ach ja. Das “Perfekte Dinner”. Vielleicht sollte es der Sender in “Fegefeuer der Eitelkeiten am heimischen Herd” umtaufen. Aber wie bringt man eine Yacht in einem Kochtopf unter? Und Sie sind mir nicht wirklich böse, wenn ich keinen Link auf Marcs Gobbettos Butze setze? Da kommt nämlich ziemlich viel “Rainer Wend” drin vor ……
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