Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Auf meinem gestrigen Trip in die Schweiz nach Zürich wurde ich den ganzen Tag und immer wieder an die lippische Heimat erinnert.
Zürich kann man eigentlich ganz gut mit Detmold vergleichen, beide Städte haben viel gemeinsam und sind ähnlicher Touristenmagnet mit landesweit herausragender Bedeutung. Lediglich von der Einwohnerzahl her fällt Detmold etwas ab, aber das muss ja noch nicht mal ein Nachteil sein.
Die Berge um Zürich herum sind ähnlich hoch wie die im Teuto. Im Gegensatz zu den Alpen im Norden von Zürich sind die lippischen Erhebungen Grotenburg, Velmerstot und Gauseköte derzeit wieder schneefrei und – was die letztgenannte Erhebung angeht – als Pass auch wieder befahrbar. Zumindest mit Schneeketten.
Die Donoperteiche sind dem Zürichsee ebenfalls sehr ähnlich. Von seiner Lage, seiner bezaubernden Schönheit und auch von seinen Möglichkeiten des Wassersportes haben sich die Schweizer Städteplaner bereits einiges den lippischen Gewässern abschauen können.
Was den Schweizern ihre Schokolade ist den Lippern ihr Pickert. Die Historie dieser beiden durchaus vergleichbaren Leibspeisen geht auf die Anfänge des vorvorvorletzten Jahrhunderts zurück. Ihrer Filigranität, ihrem Anmut und ihrem zarten Schmelz zu urteilen, haben die berühmten Schweizer Chocolatiers bei den lippischen Pickert-Köchen ihr Handwerk gelernt.
Ich weiß nicht, ob Sie es wussten, aber auch die Kunst der Uhrenherstellung geht ursprünglich auf die Geschicke von Ernst von Bandel zurück. Der großartige Feinmechaniker und Erbauer des Hermannsdenkmals war vor seiner Zeit in der lippischen Einöde Umgebung Erfinder des mechanischen Uhrwerks und hat sich neben der Ausbildung von jungen Schweizer Ingenieuren zu Uhrenmechanikermeister ein kleines Firmenimperium aufbauen können (Omega, Fortis, Zenit usw.).
Lediglich die Tatsache, dass Zürich in den gleichnamigen Kanton eingebettet ist und sich nicht Fürstentum nennen kann, unterscheidet dieses beiden Weltstädte deutlich voneinander. Ein Schloss sucht man dort vergeblich.
Schneegestöber auf feiner Schweizer “Schoki”:





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