StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

So
30
Dez '07

Ludwigshafen-Blog: Mörder von Benazir Bhutto: Wohl eher "James Bond" als Al-Kaida

Sieht so ein "Gotteskrieger" aus? Ok, man kann sich zur Tarnung ja allerhand einfallen lassen, dieser Sunnyboy aber, der auf diesem Bild mit der Pistole auf Bhutto zielt, sieht so aus als wäre er dem westlichen Lebensstil nicht sonderlich abgeneigt. Typische Szene aus einem Agenten-Film könnte man meinen. Leider zeigt es die traurige Wahrheit, wie mit diesem Anschlag ein Land ins Chaos gestürzt wird.

Ob der Mörder aus dem Ausland kam oder einer von Musharrafs Elite-Killern ist lässt sich derzeit nicht sagen. Dass der Mord dagegen niemals aufgeklärt werden wird, wie viele Medien bereits jetzt spekulieren, ist doch ein wenig vorschnell.

Bush dürfte jedenfalls die Gunst der Stunde nutzen und im Januar ein kleineres Armee-Kontingent nach Pakistan schicken, was bisher von Musharraf strikt abgelehnt wurde. Dies wird wiederum nicht ohne Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl bleiben. Die Demokraten hatten bereits vor der Ermordung Bhuttos ähnliche Vorstellungen, wie erst jetzt bekannt wurde:

The United States should redeploy troops from Iraq, allowing the military to focus on terrorist threats in Pakistan and Afghanistan, New York Rep. Kirsten Gillibrand said Saturday.(Fox News)

Dass die derzeitigen Unruhen bald wieder abflauen werden ist abzusehen. Dann sind alle zufriedengestellt: Al-Kaida und Musharraf haben eine Erzfeindin weniger, die US-Regierung kann ihrer Bevölkerung vorgaukeln, mit Hilfe der Boys im Lande wird es zu keinem Atomwaffen-Vagabundismus kommen. Auf der Strecke geblieben ist eine Frau, die ihr Leben für die Demokratie in Pakistan hergab.

Aktuelle News:
Bushs Musharraf-Strategie bricht zusammen
(Spiegel Online, 30.12.2007)
Pakistan’s Hand Of Death (New York Post, 30.12.2007)
Analysis: Pakistan can survive latest chaos (Manila Times, 30.12.2007)
‘Take US Iraq troops to Pakistan’ (presstv.ir, 30.12.2007)
Hillary: Pakistan troops might have killed Bhutto
(newsday.com, 30.12.2007)
U.S. Troops to Head to Pakistan (Washington Post, 26.12.2007)
Bhuttos 19-jähriger Sohn ist neuer PPP-Chef
(nachrichten.at, 30.12.2007)
Geisterstadt Karatschi "Und schon geht das Gemetzel los"
(Spiegel Online, 30.12.2007)

Quelle :

Mörder von Benazir Bhutto: Wohl eher "James Bond" als Al-Kaida

 

Heidelberg-Blog: Die neuen Heidelberg T-Shirts

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Hi,

Wie findet Ihr meine neuen Heidelberg T-Shirts?

Unter http://heidelberg.localtshirts.de gibts mehr davon.

Viele Grüße von Jojo

Bielefeld-Blog: Ein kleiner Metstand am Rande des Weihnachtsmarktes hört nicht auf, dem Glühweinterror Widerstand zu leisten …

    metstand07.JPG

    Die Altherrenriege ruft:
    “Gib nicht auf, kleiner Metstand!
    Sei uns auch beim nächsten Weihnachtsmarkt
    wieder Zuflucht und gastronomische Heimat
    mit leckerem heißen Germanengesöff
    an kalten wie an nassen Tagen!”

    .

Bielefeld-Blog: Bielefeld hat ein neues Wahrzeichen:

    aus1.jpg

    aus1b.JPG

    Nicht ganz so schön wie der Kölner Dom, aber immerhin …

Bielefeld-Blog: Is noch was, 2007?

So langsam wird es Zeit, das wir Dir Deinen finalen Abgang bereiten. Hast ja mal wieder Einiges in petto gehabt, als Du am 1. Januar des Licht Ostwestfalens erblicktest. Große Vorsätze hattest Du. Vieles wolltest Du verändern. Was hast Du davon geschafft? Ziemlich wenig. Schauen wir mal nach:

- Sennesee? Nichts
- Kesselbrink-Ideen? Nichts
- Containerbahnhof. Ideen? Nichts
- Arm. Bielefeld? Trainer: von Hessen, Geideck, Middendorp, Frontzeck. Tabellenplatz? Wie immer
- Politisch? Nichts Neues im tumben Westen
- Wetter? Ach ja, es wandelte sich das Klima. Jedenfalls von oben verordnet
- Ansonsten? Wie immer. Eben “typisch Bielefeld”

Schauen wir in die Glaskugel, wo schon 2008 lauert. Erwartungen? Siehe oben.

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Muenster-Blog: Donnerstag, 20. Dezember.

Zum Jahresende noch eine kleine Geschichte über einen armen Weihnachtsmann…:

 

Donnerstag, 20. Dezember. Nach 21 Uhr.

Die Kälte kriecht bis in seine Glieder, durch den Mantel hindurch. So fühlt es sich an. Er friert und sieht vor Kälte zitternd nach den verbliebenen Geschenken in seinem Jutebeutel, den er bei sich trägt. Schnee, der aus dem schwarzen Himmel fällt, bedeckt langsam und lautlos die Holzbuden, die verschlossen und verriegelt dastehen. Aus dem Restaurant dort hinten fällt Licht und er vernimmt Stimmengewirr aus dem Gebäude. Straßenbeleuchtung erhellt die dünne Schneedecke, die Geräusche abzudämpfen beginnt. Ein Brunnen, in dessen Mitte ein Denkmal emporragt, wirft einen langen Schatten auf den Platz vor der Gaststätte. Er denkt an Weihnachten und an seine Tochter und an seine Frau. Er überlegt, wie er sich wohl Heiligabend fühlen mag, wenn sein Job hier vorbei ist. Vorbei wie dieser Weihnachtsmarkt, wie seine Ehe und vorbei wie dieses fürchterliche Jahr. Er fühlt seine Erschöpfung und wünscht sich ein warmes Essen oder einen Glühwein oder beides. Er beschließt, sich das aufzusparen bis Heiligabend. Dann wird er allein sein. Ohne seine Tochter, ohne seine Frau, die ihn verlassen hat, und vielleicht wird er sich betrinken. Er lehnt sich an die Holzwand einer dieser Buden, die für den Weihnachtsmarkt aufgestellt wurden, er legt den Kopf in den Nacken und betrachtet den schwarzen Himmel, aus dem man die kleinen weißen Flocken ab einer nicht allzu großen Höhe – just wenn sie in den Lichtkegel der Häuser und Straßen fallen – erkennen kann. Er zieht den weißen Kunstbart unters Kinn, schließt die Augen und fühlt nach, wie die Schneeflocken auf seinem Gesicht landen und augenblicklich zu Wassertropfen tauen. Dabei vernimmt er die Stimmen mehrerer Grölender. Männlich, jung, offenbar angetrunken. Sie nähern sich. Er kann verstehen, was sie reden. “Zur Jüdefelder müssen wir da lang”, meint jetzt einer.

 

Er öffnet die Augen: Drei Jugendliche mit Bierflaschen in der Hand. Sie kommen auf ihn zu. “Ey, guck mal, der Weihnachtsmann!”, schreit einer.

“Nee, der kommt doch erst noch, check das mal! Das is’n übrig gebliebener Nikolaus!”, meint ein anderer. Der dritte stimmt ins Gelächter seiner Kumpanen ein.

Sie reißen ihm die Kopfbedeckung herunter – “Ey, ‘ne coole Weihnachtsmütze!” – und beginnen um ihn herumzutanzen, die Bierflaschen in der Hand und “Jingle bells” grölend.

Einer reißt an seinem Kunstbart, den er lächerlich findet, da versucht er sich zu wehren, indem er sagt: “Hört doch auf damit!” Er riecht das Bier und den Glühwein, den sie getrunken haben. Sie lachen und grölen. Er will einfach weglaufen, rennt los, zuerst zerreist der lächerliche Bart, dann hält ihn einer am Mantel und er stürzt mit dem Kopf gegen die Steine des Brunnensockels. Er ist benommen und fühlt, wie ihm Mantel und Geldbörse weggerissen werden. Eine Weile liegt er da vor dem Brunnen und hört wie sie laut johlend in Richtung Rosenplatz laufen. Dumpf künden Kirchenglocken zweimal die halbe Stunde. Er liegt da in der Kälte und hält den Jutebeutel mit den verbliebenen Geschenken darin fest mit den Armen umklammert vor seinen Bauch. Nun spürt er den heißen Schmerz an seiner Stirn. Er steht auf und hält sich am Gemäuser des Brunnens fest. Blut tropft in die dünne Schneedecke. Er wendet seinen Kopf nach oben und blickt auf das Denkmal, das aus der Mitte des Brunnens emporragt. “Alles ist vorbei”, denkt er und hält sich den Kopf. “Alles vorbei…” Stimmengewirr aus dem Restaurant hinter ihm, Blut tropft in den Schnee und er denkt an seine Frau Ruth, die ihn verlassen hat, und an seine Tochter Lisa. Dabei schaut er den Kiepenkerl an, der einst zwischen Stadt und Land hin- und herzog und dem man hier ein Denkmal errichtet hat. “Alles vorbei…”

©hristian F. 12/2007

Bielefeld-Blog: Blitzeis war gestern, jetzt kommt der Gletscher!

Die Zeichen sind eindeutig!
Erderwärmung und Treibhaus-Effekt: Eine Erfindung der Medien.
Tatsächlich und rechtzeitig zum Jahreswechsel hat der erste Gletscher die Bielefelder Innenstadt erreicht:

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Jetzt können uns nur noch Heizpilze retten!

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Bielefeld-Blog: Captain Hucks Lehrstunde

Es war alles so schön bereitet am gestrigen späten Abend. Die ARD waberte verbal aus der Bielefelder Seidenstickerhalle. Ringsum nagte die chice Sparreria am günstigen Rosinenpickert und nippte vom herrlichen Warsteiner aus Herfords Felsenkellerei. Grazien fidelten die Nationalhymne im Dämmerlicht. Bielefelds Boxmatador Huck wirkte gegen den austrainierten Weltmeister wie ein Pennäler im Sparringsring. So geriet denn auch der Kampf wie eine Lehrstunde für den jungen Mann. In der letzten Runde warf sein Trainer das Handtuch: Technischer Ko.

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