Archiv für den Monat: Dezember 2007

Ulm-Blog: Ulm and Neu-Ulm, keep on rockin‘ the world in 2008. All the best to ya all!

31. Dezember: Ein kleiner Schritt für einen normalen Tag, aber ein großer Schritt für ein neues Jahr 🙂 .

Ich wünsche allen Ulmern, Neu-Ulmern, meinen Freunden, (früheren) Kollegen, unseren ehemaligen treuen Stadtradio Ulm- und Donau 1-Hörern ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2008.

Bleibt so wie Ihr seid: offen, positiv, lebensfreudig, optimistisch, begeisterungsfähig, kritisch, lasst Euch nichts gefallen, glaubt nicht alles, was Euch professionelle „Brainmercenary’s“ – insbesondere für Lobbyisten in Politik, Wirtschaft und Industrie – verkaufen wollen. Kämpft für Eure demokratischen Rechte und die Rechte derer, denen es weniger gut geht (Menschen, Tiere, Umwelt).

In diesem Sinne einen kräftigen Rutsch ins Jahr 8 unseres neuen aufregenden und spannenden Jahrtausends.

Power to the people!

Axel Knigge

P. S. Besonderen Dank all denen, die mir geschrieben haben. Ich werde zwischen den Jahren die eMails beantworten. Talk to ya soon!

Worms-Blog: Worms?

Worms-City ist dreckig und heruntergekommen!!!

Wirklich kein Witz, selbst im Osten is mir solch eine heruntergekommene Stadt noch nicht untergekommen!!!

Da gilt es noch viel zu tun, ja und über dem Bahnhof+Vorplatz und Busbahnhof reden wir nicht!

Im Park am Bahnhof richts permanent nach Dope, traurig, traurig.

Rathenow-Blog: Gedanken zu Silvester

Gegen Mittag hat sich tatsächlich noch die Sonne durchgekämpft. Ab und zu hört man schon mal einen vereinzelten Knaller. Deshalb werden auch unsere beiden noch vorhandenen freilaufenden Katzen heute Abend Ausgangssperre haben. Wir selbst haben noch nie Geld für Knaller oder Feuerwerk ausgegeben, aber das kann ja jeder halten, wie er mag. Nachdem wir über Weihnachten und gleich danach unterwegs waren, werden wir das alte Jahr ganz geruhsam ausklingen lassen. Es hat uns persönlich mehrere aufregende Tage gebracht, aber insgesamt können wir wie immer zufrieden sein. Mitte Februar feierte unsere „Familienälteste“ (sechsfache Mutter, zehnfache Großmutter und inzwischen elffache Urgroßmutter) ihren 85. Geburtstag. Anfang Mai war ein Familienmitglied in einen schlimmen Unfall verwickelt, hat aber selbst alles glücklich überstanden. Ende August wurde eine Doktorarbeit sehr erfolgreich verteidigt und wie schon berichtet, kam am Nikolaustag ein neues Familienmitglied dazu. Wir können also einen Schlussstrich ziehen und das Jahr als überwiegend positiv verlaufen abhaken. Deshalb wünsche ich an dieser Stelle allen einen guten Rutsch und Gesundheit, Glück und Zufriedenheit im neuen Jahr.

Rathenow-Blog: Jahresausklang im Havelland

In Rathenow und der näheren Umgebung haben sich die „Silvesterbräuche“ in den zurückliegenden Jahren immer mal wieder geändert. Anfang bis Mitte der 1960er Jahre waren die Jugendlichen auch keine Unschuldslämmer. Allerdings hielten sich die Folgen ihrer Scherze in Grenzen. So war es besonders in Rathenow-West üblich, dass nicht verschlossene Hoftore ausgehoben wurden. Ihre Besitzer fanden sie dann am Neujahrsmorgen ein paar Straßen entfernt auf einem anderen Grundstück wieder.
Etwa Anfang der 1980er bis in die 90er Jahre lieferten sich Jugendliche auf der Ampelkreuzung (also der Hauptkreuzung der Stadt, wo die B 188 und B 102 aufeinandertreffen) regelrechte Straßenschlachten. Diese gingen dann nicht immer ganz ohne Verletzungen aus. Und das Gelände sah meist noch am zweiten Januar wüst aus. Das hat in den letzten Jahren zum Glück wieder nachgelassen. Allerdings gibt es auch nach jedem Disko-Wochenende zahlreiche Sachbeschädigungen im Stadtzentrum und es ist riskant, am nächsten Morgen mit dem Fahrrad die „Haupteinflugschneise“ der Jugendlichen mit dem Fahrrad zu benutzen.

Detmold-Blog: Detmold feiert Sylvester 2007

Wo gehts heute abend hin, liebe Detmolder Fan- und Feiergemeinde, um den Ausklang des alten Jahres und den Beginn des Neuen gebührend zu besaufenbefeiern? Ins Coconut zur Silvestergala? Ticket Dance Club mit Buffet kost nur 49,99 Euronen. Ohne Happihappi 15 Euro weniger (geht doch auch, nimmst dir halt ´ne Knifte mit inne Disse…)

Oder in den Fuchsbau? Zur Sylvesterparty? Ins Brauhaus? Vielleicht trifft man Simone und Friederike dort? Ins Hunky? Nee, hat glaub ich nich offen…In die Detmolder Stadthalle? Da passiert heut goar nix…

Dann eben in eine der guten alten Detmolder Kneipen, Theotmalli, zum alten Fritz, Krug zum grünen Kranze oder wo die „lippische Steckrübe“ sonst noch so gerne hingeht…;-)

Check it out…

Guten Rutsch!

Bielefeld-Blog: Diät

halten wir erst wieder in 2008. Und wenn heute Abend die dicke Frau Ihnen im Fernsehen verspricht, das Sie den Gürtel „noch enger schnallen müssen“, weil „Arbeit ja Vorfahrt hat“, machen Sie sich nichts draus. Das hat ihr nur jemand aufgeschrieben. Und über Bielefeld wird sie garantiert kein Wort verlieren. Sie haben also auch wirklich nichts verpasst, wenn sie sich an ihren schön gedeckten Tisch setzen und die Ohren zuhalten. Am 1. Januar beginnt dann übrigens das letzte finale Kapitel das neuen Überwachungstaates, wenn die Vorratsdatensspeicherung einsetzt. Also: Handies aus, Telefon ausstecken, Fernseher aus, Rolladen runter und vor allem: auf der Straße leise flüstern, es könnten Männer in schwarzen Ledermänteln und dunklen Limousinen mithören und alles dem paranoiden Rollifahrer weiterpetzen. Aber die dümmsten Kälber wählen bekanntlich ihre Henker immer selbst und geben ihnen noch Sympathiepunkte bei gefakten Umfragen. In diesem Sinne….

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Ludwigshafen-Blog: Mörder von Benazir Bhutto: Wohl eher "James Bond" als Al-Kaida

Sieht so ein "Gotteskrieger" aus? Ok, man kann sich zur Tarnung ja allerhand einfallen lassen, dieser Sunnyboy aber, der auf diesem Bild mit der Pistole auf Bhutto zielt, sieht so aus als wäre er dem westlichen Lebensstil nicht sonderlich abgeneigt. Typische Szene aus einem Agenten-Film könnte man meinen. Leider zeigt es die traurige Wahrheit, wie mit diesem Anschlag ein Land ins Chaos gestürzt wird.

Ob der Mörder aus dem Ausland kam oder einer von Musharrafs Elite-Killern ist lässt sich derzeit nicht sagen. Dass der Mord dagegen niemals aufgeklärt werden wird, wie viele Medien bereits jetzt spekulieren, ist doch ein wenig vorschnell.

Bush dürfte jedenfalls die Gunst der Stunde nutzen und im Januar ein kleineres Armee-Kontingent nach Pakistan schicken, was bisher von Musharraf strikt abgelehnt wurde. Dies wird wiederum nicht ohne Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl bleiben. Die Demokraten hatten bereits vor der Ermordung Bhuttos ähnliche Vorstellungen, wie erst jetzt bekannt wurde:

The United States should redeploy troops from Iraq, allowing the military to focus on terrorist threats in Pakistan and Afghanistan, New York Rep. Kirsten Gillibrand said Saturday.(Fox News)

Dass die derzeitigen Unruhen bald wieder abflauen werden ist abzusehen. Dann sind alle zufriedengestellt: Al-Kaida und Musharraf haben eine Erzfeindin weniger, die US-Regierung kann ihrer Bevölkerung vorgaukeln, mit Hilfe der Boys im Lande wird es zu keinem Atomwaffen-Vagabundismus kommen. Auf der Strecke geblieben ist eine Frau, die ihr Leben für die Demokratie in Pakistan hergab.

Aktuelle News:
Bushs Musharraf-Strategie bricht zusammen
(Spiegel Online, 30.12.2007)
Pakistan’s Hand Of Death (New York Post, 30.12.2007)
Analysis: Pakistan can survive latest chaos (Manila Times, 30.12.2007)
‚Take US Iraq troops to Pakistan‘ (presstv.ir, 30.12.2007)
Hillary: Pakistan troops might have killed Bhutto
(newsday.com, 30.12.2007)
U.S. Troops to Head to Pakistan (Washington Post, 26.12.2007)
Bhuttos 19-jähriger Sohn ist neuer PPP-Chef
(nachrichten.at, 30.12.2007)
Geisterstadt Karatschi "Und schon geht das Gemetzel los"
(Spiegel Online, 30.12.2007)

Quelle :

Mörder von Benazir Bhutto: Wohl eher "James Bond" als Al-Kaida

 

Bielefeld-Blog: Is noch was, 2007?

So langsam wird es Zeit, das wir Dir Deinen finalen Abgang bereiten. Hast ja mal wieder Einiges in petto gehabt, als Du am 1. Januar des Licht Ostwestfalens erblicktest. Große Vorsätze hattest Du. Vieles wolltest Du verändern. Was hast Du davon geschafft? Ziemlich wenig. Schauen wir mal nach:

– Sennesee? Nichts
– Kesselbrink-Ideen? Nichts
– Containerbahnhof. Ideen? Nichts
– Arm. Bielefeld? Trainer: von Hessen, Geideck, Middendorp, Frontzeck. Tabellenplatz? Wie immer
– Politisch? Nichts Neues im tumben Westen
– Wetter? Ach ja, es wandelte sich das Klima. Jedenfalls von oben verordnet
– Ansonsten? Wie immer. Eben „typisch Bielefeld“

Schauen wir in die Glaskugel, wo schon 2008 lauert. Erwartungen? Siehe oben.

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Muenster-Blog: Donnerstag, 20. Dezember.

Zum Jahresende noch eine kleine Geschichte über einen armen Weihnachtsmann…:

 

Donnerstag, 20. Dezember. Nach 21 Uhr.

Die Kälte kriecht bis in seine Glieder, durch den Mantel hindurch. So fühlt es sich an. Er friert und sieht vor Kälte zitternd nach den verbliebenen Geschenken in seinem Jutebeutel, den er bei sich trägt. Schnee, der aus dem schwarzen Himmel fällt, bedeckt langsam und lautlos die Holzbuden, die verschlossen und verriegelt dastehen. Aus dem Restaurant dort hinten fällt Licht und er vernimmt Stimmengewirr aus dem Gebäude. Straßenbeleuchtung erhellt die dünne Schneedecke, die Geräusche abzudämpfen beginnt. Ein Brunnen, in dessen Mitte ein Denkmal emporragt, wirft einen langen Schatten auf den Platz vor der Gaststätte. Er denkt an Weihnachten und an seine Tochter und an seine Frau. Er überlegt, wie er sich wohl Heiligabend fühlen mag, wenn sein Job hier vorbei ist. Vorbei wie dieser Weihnachtsmarkt, wie seine Ehe und vorbei wie dieses fürchterliche Jahr. Er fühlt seine Erschöpfung und wünscht sich ein warmes Essen oder einen Glühwein oder beides. Er beschließt, sich das aufzusparen bis Heiligabend. Dann wird er allein sein. Ohne seine Tochter, ohne seine Frau, die ihn verlassen hat, und vielleicht wird er sich betrinken. Er lehnt sich an die Holzwand einer dieser Buden, die für den Weihnachtsmarkt aufgestellt wurden, er legt den Kopf in den Nacken und betrachtet den schwarzen Himmel, aus dem man die kleinen weißen Flocken ab einer nicht allzu großen Höhe – just wenn sie in den Lichtkegel der Häuser und Straßen fallen – erkennen kann. Er zieht den weißen Kunstbart unters Kinn, schließt die Augen und fühlt nach, wie die Schneeflocken auf seinem Gesicht landen und augenblicklich zu Wassertropfen tauen. Dabei vernimmt er die Stimmen mehrerer Grölender. Männlich, jung, offenbar angetrunken. Sie nähern sich. Er kann verstehen, was sie reden. „Zur Jüdefelder müssen wir da lang“, meint jetzt einer.

 

Er öffnet die Augen: Drei Jugendliche mit Bierflaschen in der Hand. Sie kommen auf ihn zu. „Ey, guck mal, der Weihnachtsmann!“, schreit einer.

„Nee, der kommt doch erst noch, check das mal! Das is’n übrig gebliebener Nikolaus!“, meint ein anderer. Der dritte stimmt ins Gelächter seiner Kumpanen ein.

Sie reißen ihm die Kopfbedeckung herunter – „Ey, ’ne coole Weihnachtsmütze!“ – und beginnen um ihn herumzutanzen, die Bierflaschen in der Hand und „Jingle bells“ grölend.

Einer reißt an seinem Kunstbart, den er lächerlich findet, da versucht er sich zu wehren, indem er sagt: „Hört doch auf damit!“ Er riecht das Bier und den Glühwein, den sie getrunken haben. Sie lachen und grölen. Er will einfach weglaufen, rennt los, zuerst zerreist der lächerliche Bart, dann hält ihn einer am Mantel und er stürzt mit dem Kopf gegen die Steine des Brunnensockels. Er ist benommen und fühlt, wie ihm Mantel und Geldbörse weggerissen werden. Eine Weile liegt er da vor dem Brunnen und hört wie sie laut johlend in Richtung Rosenplatz laufen. Dumpf künden Kirchenglocken zweimal die halbe Stunde. Er liegt da in der Kälte und hält den Jutebeutel mit den verbliebenen Geschenken darin fest mit den Armen umklammert vor seinen Bauch. Nun spürt er den heißen Schmerz an seiner Stirn. Er steht auf und hält sich am Gemäuser des Brunnens fest. Blut tropft in die dünne Schneedecke. Er wendet seinen Kopf nach oben und blickt auf das Denkmal, das aus der Mitte des Brunnens emporragt. „Alles ist vorbei“, denkt er und hält sich den Kopf. „Alles vorbei…“ Stimmengewirr aus dem Restaurant hinter ihm, Blut tropft in den Schnee und er denkt an seine Frau Ruth, die ihn verlassen hat, und an seine Tochter Lisa. Dabei schaut er den Kiepenkerl an, der einst zwischen Stadt und Land hin- und herzog und dem man hier ein Denkmal errichtet hat. „Alles vorbei…“

©hristian F. 12/2007

Bielefeld-Blog: Captain Hucks Lehrstunde

Es war alles so schön bereitet am gestrigen späten Abend. Die ARD waberte verbal aus der Bielefelder Seidenstickerhalle. Ringsum nagte die chice Sparreria am günstigen Rosinenpickert und nippte vom herrlichen Warsteiner aus Herfords Felsenkellerei. Grazien fidelten die Nationalhymne im Dämmerlicht. Bielefelds Boxmatador Huck wirkte gegen den austrainierten Weltmeister wie ein Pennäler im Sparringsring. So geriet denn auch der Kampf wie eine Lehrstunde für den jungen Mann. In der letzten Runde warf sein Trainer das Handtuch: Technischer Ko.

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Bielefeld-Blog: Huck(e) voll?

Heute Abend. Seidenstickerhalle Bielefeld. Und gegen 22 Uhr im Öffentlich-rechtlichen TV, das immer so „korrekt“ ist (ARD). Faustkampf in der Metropole. Huck gegen , ja gegen wen? Ach so, den Weltmeister seiner Klasse. Huck ist der Lokalmatador und hoffen wir mal, er macht es besser als weiland Axel Fallobst Schulz, der im Haller Gerry Weber-Stadion vermöbelt wurde. Nur zur Erinnerung: Diese Zitrone widmeten wir damals KäppiAxel.

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Bielefeld-Blog: 1. Januar 2008

Wie man dann hier wohl an der Brackweder Hauptstraße das Rauchverbot handhaben wird? Diese Frage beschäftigt derzeit wohl alle Bielefelder Wirte und ihre Stammgäste. Ob sie schlagartig am 31. Dezember um 0 Uhr den Glimmstengel fallenlassen müssen? Ob die Bielefelder Dunkelblauen ausrücken und „den vorauseilenden gehorsam der Bundesbürger“ überprüfen werden? Fragen über Fragen, die nur ein Nichtraucher stellen kann. Oder?

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Bielefeld-Blog: Bielefeld. A Moveable Feast. 28. Dezember 2007.

Sie guckte ihn aus dem Augenwinkel an. So, wie sie es immer machte, wenn sie ihn nah am Rande zum Übergang in den Teutoburger Wahnsinn wähnte. „Bielefeld. Ein Fest für´s Leben? Hemingway am Südring?“ Er antwortete nicht. Er kannte diese Reaktion. „Hej, wach auf. Du stehts vor dem holländischen blaugelben Möbelhaus“. Er kam wieder zu sich und schaute auf die Uhr. „Nicht mal 9 und schon stehen Hundertschaften Rentner vor dem IKEA-Eingang“, moserte er. Was sogar stimmte. Sie schlossen sich dem Pulk an und schlichen die Treppe zum Restaurant hoch. Am Småland vorbei, wo er diesmal nicht zwischen bunten Kugeln, aufgeregten Jungmüttern und abgeklärten IKEAnerinnen warten mußte. Umgeben von beigen Windjacken und „KICK“-Discontjacken im polyesterfarbenen China-Chic gings hoch. Überall duzte man sie: „Danke, das Du uns hilfst“. Ja, wobei denn? Dann begann die Jagd auf IKEA´s Frühstückspreziosen. Sie entschieden sich beide für Gravad Lax und viel Kaffee. Ringsherum brodelten die beigen Windjacken und die grauen Polyester, balancierten Bretter mit 1,50-Eurofrühstückchen nebst glimmenden Ernte23. Für Sekunden fuhr es ihm durch den Kopf und er erinnerte sich an einen kürzlich gesehenen schwedischen Wallander-Krimi im TV. „Midsommar-Mord. Jetzt“, grummelte er. Sie versprach ihm, ihn nie wieder frühmorgens um 9 Uhr ins holländische Möbelhaus zu schleppen.

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Sie fuhren in die Innenstadt und parkierten in der Cinestar-Tiefgarage. Natürlich auf einem „Frauen“-Parkplatz. Da kannte er nichts, wenn sie dabei war. Gings um gute Parkierplätze, konnte er ungemein das Weibchen raushängen lassen. Was von außen auch an der Art der Einparkung abzulesen war. Den kurzen Weg in die Citypassage schaffte man leicht und entdeckte „Last Christmas“ zum Sale-Preis. Der Weihnachtsmann hatte ausgedient. Jetzt gab es ihn zum Schleuderpreis.

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Überhaupt City-Passage. Vor zwei wohlfeilen Zelten, in denen WahrsagerInnen um die Wette die Zukunft weissagten und die Karten legten, standen Schlangen. Am Kaffestand neben Metzger Damisch hatte sich ganz Antalya versammelt und schaute auf das bunte Treiben. Eifrig stimmte Schostakowitsch ein älterer Pianoplayer ein schwarzdunkel glänzendes Geflügel. Am Boden harrte ein ermordetes Cello seines Einsatzes.

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Der Sushi-Stand machte auch bereits seine frühen Übungen in einfacher deutscher Grammatik, hatte aber wohl nur falsch den TV-Spot von „Praktiker“ kopiert: „20% auf allem. Auch Tiernahrung“.

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Für ein paar Atemzüge trennten sich ihre Wege. Sie schlug sich in die Büsche besuchte die Galeria Kaufhof, um nach Dessous zu schauen. Er drückte auf den Auslöser der Digicam.

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Und nochmal:

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Er konnte seine Blicke nicht vom Basar lösen und fing hochwertigste China Billiguhren ein:

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Sie verspürte Durst. Warum nicht das „Vitaminchen“ heimsuchen und ein Glas feinsten Obstsaftgemisches zu sich nehmen, meinte sie.

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Allzu schnell stürzte sie den „Miami-Traum“ hinunter. Er hielt sich ein wenig zurück mit seinem „Caribean-Dream“.

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Auf der Bahnhofstraße kurz vor H & M kernten sie grade den ausgedienten „Ihr Platz“ aus. Wer wohl den Platz demnächst einnimmt? „Starbucks“?

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Ach ja. Bielefeld am 28. Dezember 2007. „Ein Fest für´s Leben“. Verzeihung, Hemingway, alter Säufer. Aber James Joyce hat „Ulysses“ noch nicht auf die Metropole am Teutoburger Wald umgeschrieben.

Sie verdrehte schon wieder die Augen….. Ob sie ihm noch schnell einen Eiltermin verschaffen sollte?

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Bielefeld-Blog: Ein Grundig, der kein Loewe war

Weil, wäre er ein Loewe in seinem aktiven Leben als Farbfernseher gewesen, er hätte gekämpft. Anders als dieser Grundig, der eines Tages einfach gegen die asiatische Konkurrenz aufgab und sich an einer Bielefelder Glassammelstelle abstellen ließ. Bildschirm dunkel, Röhre kaputt. Fertig. Nichts mehr mit RTL 2, Super-RTL, Ohren-Kerners GerichtsEnthüllungssoapshows (mit Andrea Kiewel im schönen Dorf Inflagranti. nahe der Ligurischen Steilküste), nichts mehr mit ZDF-schen Schleichgummibären in „Wetten, naß?“ Und überhaupt, als dieser Grundig geboren wurde im Fränkischen – ganze nahe bei den Clubberern – da gab es noch den König der Elektronik, den Grundig-Max. Da haben die Menschen im Ostwestfälischen nicht einfach ihre abgeliebten Showschirme neben die Glascontainer gestellt. Nein. Da nahmen Fachhändler – sie waren ja nicht blöd wie heute die meisten Käufer – die alten zurück und lieferten neue. Loewen zum Beispiel. Aber die meisten Menschen wollen ja was Flaches. Sowas für die Wand. Damit der TV-Blödsinn noch flacher daherkommt als er ohnehin ist. Schon GEZahlt?

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Bielefeld-Blog: Bitte „geordnet ablegen“

Wohin mit dem grünen Prachtstück, dessen grüne „Blätter“ immer so schnell zu garstigen trockenen Nadeln werden? Dazu gibt eine Pressemeldung der Stadt Bielefeld Antworten:

Auch im neuen Jahr fährt der Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld wieder von zahlreichen Sammelplätzen im gesamten Stadtgebiet die Weihnachtsbäume ab. Bis einschließlich Montag, 7. Januar, können die Bielefelder Bürgerinnen und Bürger ihre ausgedienten Weihnachtsbäume kostenfrei zu den Sammel-stellen bringen. Der Umweltbetrieb bittet um ein geordnetes Ablegen der Bäume, um Störungen und Behinderungen der Anwohner und Passanten zu vermeiden.

Wie gewohnt können die ausgedienten Weihnachtsbäume auch bei den Wertstoffhöfen des Umweltbetriebes angeliefert werden. Bis einschließlich Montag, 7. Januar, ist die Abgabe von Weihnachtsbäumen kostenlos, danach ist das übliche Entgelt von zehn Euro pro Kubikmeter, wie bei der Anlieferung von Strauch- und Baumschnitt, zu zahlen. Tipp: Entsprechend zerkleinert, kann der Baum auch über die Biotonne entsorgt werden.

Egal, wie der Weihnachtsbaum entsorgt wird: Der Baumschmuck muss komplett entfernt werden, denn die Tannenbäume werden kompostiert beziehungsweise weiterverwertet. Lametta und Co. würden hier stören.

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Bielefeld-Blog: Nun ist´s fast schon wieder vorbei

Weihnachten 2007 in der Metropole am Teutoburger Wald. An Heiligabend 3,78 Kilo Partyschinken aus dem hessischen Bad Nauheim:

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Dazu klassischer Kartoffelsalat. 8 Leute wurden wunderbar satt.

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… und für den Vierjährigen ihrer Schwester gabs einen Eisenbahntraum in Spur I. Jetzt hat sein Vater im Frühjahr eine grosse Aufgabe: Legen der Schienen durch den ganzen Garten. In memoriam Mehdorn 🙂

Der 3-jährige Hovawart verzog sich lieber in den Wintergarten, wo er weich, warm und mollig träumen konnte:

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Die Umtauschaktionen im Einkaufsgewühl der Metropole werden sie wohl in blauer Begleitung machen:

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Dinslaken-Blog: Aufruf: Helft Dinslaken!

Helft dem virtuellen Dinslaken zu wachsen und zu wuchern!

Eine Art von Online-Spiel, das bisserl an Sim City erinnert, erobert derzeit das web: Stadt anlegen, Freunde einladen, die drauf verlinken sollen, und jeder Besucher lässt die Stadt wachsen. Dabei muss man sich nicht mal registrieren, stattdessen gibt es nur wenige Regeln, damit der Linknachschub nicht abflaut. Und im Gegensatz zu Sim City gibt es null Feintuning, gar nix. Nur Traffic und Stadtwachstum.

Und Dinslaken liegt dabei auf einem der ganz, ganz unteren Ränge – das muss sich ändern! Also Leute, klickt hier – und schon wächst Dinslaken von selbst.

Duisburg-Blog: Cutterie Mata Haari- Friseur der Sinne

Liebe Interessierte,

im Mai dieses Jahres startete ich mein Projekt“Friseur der Sinne“ – psycho-soziale Beratung und Friseurmeistertätigkeit als Personalunion in meiner Cutterie Mata Haari.

Sicherlich ist die Idee, den Friseurberuf speziell zu leben, recht aussergewöhnlich. Eine wichtige Säule des personenzentrierten Dienstleistungsberufes ist die Kundenberatung und -begleitung. Diese Säule wird in der täglichen Salonpraxis oft unprofessionell und /oder unzureichend gelebt, obwohl dieser Bereich einen vertrauensvollen und intensiven Zugang zum Kunden ermöglicht.

Denn der Gang zum Friseur ist eine Vertrauenssache. Vertrauen beruht nicht nur darauf, dass das neue Styling den Menschen positiv stimmt, sondern es impliziert das Gefühl, dass die Beziehung zwischen beiden Menschen (Friseur und Kunde) vertrauensvoll und tolerant gelebt werden soll. Der Kunde benötigt die Sicherheit, das die Gesprächsinhalte einer großmöglichen Verschwiegenheit unterliegen und das Gespräch mit einer professionellen Komponente geführt wird.

Das Bedürfnis, meine Dienstleitung auszuprobieren und anzunehmen wächst stetig. Das Feed- Back ist motivierend und bestärkt mich in meinem Tun………

Vielleicht mögen Sie mich besuchen…..

Cutterie Mata Haari  (Kontaktinfos unter Cutterie Mata Haari)