StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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November 2007
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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

Di
20
Nov '07

Detmold-Blog: Schon angefangen…

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… mit der Suche nach einem originellen Weihnachtsgeschenk?

Auch dieses Jahr gilt: Je früher die Suche beginnt, umso weniger Stress erleidet man kurz vorm Feste. Wer sich seiner Sache noch nicht sicher ist, für den gibt es hier eine kleine Empfehlung für die Liebsten daheim. Wie wär es dieses Jahr mal mit einem sauber gestochenen Tattoo?! Muss ja nicht gleich diese Größe haben, aber in jedem Fall wärs mal eine Abwechslung unter Tannebaum…

Detmold-Blog: Andreasmesse

Noch 8 Tage sinds bis zum Start der Andreasmesse. Dann wird die Detmolder Innenstadt wieder bevölkert sein von hunderttausenden von Detmoldern, Lippern und diversen Randlippern. Kronenplatz, Industriestraße, Lange Str., Bruchstraße, Ameise, Doktorweg und Marktplatz sind dann für 5 Tage in fester Hand von über 250 Schaustellern. Ein Highlight sicherlich, zumindest für den, ders mag, im Detmolder Veranstaltungskalender, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Bielefeld-Blog: Hommage an Hopper

Ein Aufzug im Parkhaus des gelbblauen Frühstückshauses am Südring. Kunst am Bau.

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Edward Hopper. So nah.

Bielefeld-Blog: Delphinklau bei Besloten Nennotschap INGKA

Da guckt der Schwede, der Norweger wundert sich und der Holländer grinst breit. Heut ist wohl sowas wie Delphinabschlepptag bei IngvarKampradElmtarydAgunnaryd /IKEA) am Südring. Holländer? Jo. Die Holding des gelbblauen Frühstückshauses mit angeschlossener Span- plattenvermarktung hat den Sitz ihrer Stiftung in den Niederlanden. Das was hier so vollmundig auf “svenska” vermarktet wird, ist eigentlich ein holländisches Unternehmen. Wurde 1960 in Schweden von der dortigen Möbelindustrie sehr angegriffen, weil man sich gegen die extremen Niedrigpreise wehren wollte. 1994 gab es die schwerste Krise des blaugelben Hauses, als Gründer Ingvar Kamprad mit nazionalsozialistischen Gruppierungen in Verbindung gebracht wurde. Er hatte die rechte Organisation eines Freundes und bekannten Nazis mit Geld unterstützt. Kamprads Mutter war Sudetendeutsche. Später schrieb er, einer der reichsten Männer der Welt, an Mitarbeiter und Kunden und bezeichnete die Zahlungen als “größte Dummheit meines Lebens”. Wer schwedische Freunde hat, erntet heute oft noch Stirnrunzeln und hämische Bemerkungen ob der IKAE-Hysterie besonders der Deutschen.

Aber nochmal zu den Delphinen: Containerweise gingen sie heute in die Einkaufswagen. Diese lockere Truppe fuhr gleich 10 davon. Sie tragen übrigens ein Label mit “Made in ….” Dreimal dürfen sie raten, wo. Hej då!

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Rathenow-Blog: Das waren noch Zeiten, 4. Teil

Wo wir nun schon mal bei den Erinnerungen sind, noch etwas Positives aus alten Zeiten. Heute wird ja auch wieder hin und her palavert, wie der Bevölkerungsrückgang gestoppt werden könnte. In der DDR gab es ab 1972 für junge Paare unter bestimmten Voraussetzungen einen zinslosen Ehekredit über fünftausend Mark. Eine der Bedingungen war, dass die Ehepartner unter 27 Jahren sein mussten, eine zweite, dass es die erste Ehe war. Bei der Geburt des ersten Kindes wurden von dieser Kreditsumme 1.000 Mark, beim zweiten Kind 1.500 Mark und beim dritten innerhalb von sieben Jahren nach der Hochzeit 2.500 Mark (also die Restsumme) erlassen. Da ja gleich mit der Rückzahlung in kleinen Beträgen begonnen wurde, bekam man also entsprechend der Geburten wieder Geld ausgezahlt. Dieser Zeitraum für die Geburt des dritten Kindes wurde später sogar noch verlängert.

Rathenow-Blog: Das waren noch Zeiten, 3. Teil

Wie schon einmal berichtet, gab es beim Rat der Stadt ein Amt extra für die Vergabe von Wohnungen. Und dort wurde genau überwacht, wer überhaupt Anspruch auf eine Wohnung hatte. Unverheiratete hatten so gut wie keine Chance. Mit einem Kind unter zehn Jahren stand der Familie nur eine Zweiraumwohnung zu. Erst mit einem älteren oder mit zwei Kindern konnte man auf eine Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung hoffen. Wir hatten das große Glück, 1976 sechs Wochen vor der Geburt unseres zweiten Kindes eine solche neue Plattenbauwohnung mit Ofenheizung beziehen zu dürfen, nachdem wir drei Jahre in einem ehemaligen Stallgebäude in eineinhalb Zimmern ohne Bad gewohnt hatten. Frohgemut gingen wir im Frühjahr 1976 zum VEB Baustoffhandel (ehemals und jetzt wieder Fürstenberg ) und meldeten uns für neun Quadratmeter Fliesen für unser neues Bad an. Das hatte nur einen Sockel mit Ölfarbe, wie fast alle Bäder in Neubauwohnungen. Bei der Anmeldung wurde uns gesagt, dass wir etwa zwei Jahre warten müssten. Na ja, das war man ja gewohnt. Allerdings wurden sechs Jahre daraus. Erst kurz vor Ostern 1982 konnten wir die Fliesen beim Baustoffhandel kaufen und hatten sogar noch großes Glück dabei, dass sie einheitlich waren. Manche Leute bekamen bei der Menge zwei unterschiedliche Positionen und vrsuchten dann, untereinander zu tauschen.

Rathenow-Blog: Das waren noch Zeiten, 2. Teil

Wie eben schon erwähnt, hatten damals die wenigsten Leute die Chance, an ein neues Auto zu kommen. Man musste sich schon in Geduld üben. In Rathenow war es so, dass einmal monatlich überhaupt die Möglichkeit bestand, sich dafür anzumelden. Wenn mich nicht alles täuscht, war es immer der letzte Montag im Monat, wo man in den Klub der Volkssolidarität in der Dimitroffstraße gehen und sich registrieren lassen konnte. Meine Anmeldung lief jedenfalls von Januar 1974 bis zur Wende. Ein eigenes Auto habe ich aber nie bekommen. Andere Leute waren da gewiefter. Da sich jeder nur einmal anmelden konnte, wurden von einigen auch Oma und Opa hingeschleppt. War die Wartezeit abgelaufen und das Auto abholbereit in Brandenburg, mussten sie natürlich auch dort mit hingenommen werden. So kam es, dass manche eben tatsächlich alle sechs bis sieben Jahre ein neues Auto hatten. Und das alte Fahrzeug wurde zum Preis des Neuwagens weiterverkauft. Auch damals bestimmten Angebot und Nachfrage den Preis. Dieser durfte natürlich nicht im Kaufvertrag erscheinen.

Rathenow-Blog: Das waren noch Zeiten

Wie schon am 13. Oktober versprochen, will ich mal ein wenig über die Rathenower Musikgruppen schreiben. In den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es in Rathenow eine große Zahl von Bands. Das lag zum einen daran, dass in dieser Zeit in Liverpool und anderswo eine neue Art von Musik entstand und zum anderen an der Tatsache, dass junge Leute nach einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung suchten. Und die fanden sie eben auch beim gemeinsamen Musizieren. Die Elektriks sind zweifellos diejenigen, die am längsten zusammenspielen. Bei anderen Gruppen wechselte die Besetzung häufiger, manchmal änderte sich aber auch bloß der Name. Ich denke da zum Beispiel an “Exodus” und “Et Orbi”. Diese Namen wurden einfach verboten. Bei “Paternoster” sind wohl die geheimen Bewacher nicht dahintergestiegen, dass außer einem Aufzug noch etwas anderes gemeint sein konnte.
Wie gesagt, gab es zu Spitzenzeiten in und um Rathenow gut zwanzig Musikgruppen. Einmal jährlich fand ein Vorspielen statt, bei dem dann die Leistungen durch eine Jury bewertet wurden. Es war auch vorgeschrieben, zu welchem Prozentsatz “Westtitel” gespielt werden durften. Ganz verbieten konnte man das schon damals nicht. Gute Gruppen hatten dann am Wochenende von Freitag bis Sonntag Termine im Umkreis von vielen Kilometern. Die reichten bis Havelberg, Glöwen, Werbig, Belzig oder Neuruppin und noch weiter. Ein Problem stellte für die meisten die technische Ausrüstung dar. Man konnte nicht einfach in den Laden gehen und Instrumente oder Verstärker kaufen. Da waren die Gruppen gut dran, die Handwerker und Techniker in ihren Reihen hatten. Wer dann noch Beziehungen ins nichtsozialistische Ausland (sprich: Westdeutschland oder Westberlin) hatte, konnte natürlich für seine Band einiges organisieren. Die anderen mussten dann für einen Verstärker oder ein Mikrofon tief in die Tasche greifen. Eine zweite Herausforderung war das Transportproblem, denn von den jungen Leuten hatten ja die wenigsten ein Auto. Verschiedene Gruppen mussten deshalb einen Fahrer mit Auto und Anhänger anstellen. Und eine weitere Schwierigkeit war die Organisation überhaupt. Privat hatte niemand ein Telefon. Wer dann im Betrieb telefonieren konnte, vereinbarte eben dort die nächsten Termine. Ich sollte mal auf der Post aus dem Telefonbuch die Nummer für das Stahl- und Walzwerk in Brandenburg an der Havel heraussuchen, weil noch etwas zu klären war für den vereinbarten Termin. Und dabei bin ich fast verzweifelt, denn die Nummer war einfach nicht zu finden. Telefonbücher umfassten damals den gesamten Bezirk. Ich sah also zuerst unter V (wie Volkseigener Betrieb), unter B (wie Betrieb), unter K (wie Kombinat), unter G (wie Großbetrieb), unter S (wie Stahlwerk), unter W (wie Walzwerk), unter F (wie Fabrik) nach und wusste nicht mehr, wonach ich noch suchen sollte. Solch ein großer Betrieb und er war nicht im Telefonbuch zu finden. Beim Zuklappen kam ich zufällig auf Q und dort stand groß und breit: Qualitäts- und Edelstahlwerk Brandenburg. Das alles sind Sachen, die heute keiner mehr nachvollziehen kann. Da guckt man kurz ins Internet oder ruft die Auskunft an.
Aber noch mal zu den Bands: Viele bestanden etliche Jahre, obwohl die Organisation eben nicht einfach war. In Rathenow gab es an jedem Wochenende mehrere Tanzveranstaltungen für unterschiedliches Publikum. Auch von Betrieben wurden zahlreiche Veranstaltungen organisiert, da ja auch jede Berufsgruppe ihren Ehrentag hatte ( z.B. Lehrertag am 12.6., Tag des Gesundheitswesens im Dezember, Tag der NVA 1. 3., Internationaler Frauentag 8.3….). Mit den technischen Veränderungen (mehr Musik aus der Konserve, sprich: Disco) ging die Nachfrage nach Livemusik mehr und mehr zurück. Auch die Musiker hatten ja nun alle ein Alter erreicht, wo sie eben selbst eine Familie hatten . Da konnten die meisten nicht mehr an drei Terminen am Wochenende spielen, einen Abend proben und einen weiteren die Technik warten. So ging zum Beginn der achtziger Jahre die Zahl der Musikgruppen stark zurück und auch viele Räumlichkeiten, in denen mal Veranstaltungen stattfanden, existieren gar nicht mehr.

Bielefeld-Blog: Fällt “Bürste” die Treppe rauf?

SPD-MdB Klaus Brandner (“Bürste” wegen seiner Haarfrisur) könnte trotz seiner Zustimmung zur von Wolfi S. geplanten Vorratsdatenspeicherung und der sensibel-kräftigen Aufstockung der Abgeordnetendiäten die Treppe rauffallen. Der Müntefering beerbende neue Arbeitsminister (“Das System Scholz”) plant angeblich, ihn als Staatssekretär ins Amt zu holen. Interessant wäre, was seine Wähler dazu sagen, ist doch die Mehrheit sowohl gegen Vorrtsdatenspeicherung als auch Aufstockung der Diäten. Aber ist ja eigentlich egal. Hauptsache, sie machen demnächst das Kreuz wieder bei ihm. Es ist schon ein Kreuz mit den Damen und Herren “Volksvertretern”, die letztlich nur sich selbst bzw. für die sie Lobby machen, vertreten. Volk stört da nur.

Bielefeld-Blog: Wider die Heizpilze

Ein dicker fetter Audi Kuh 7 rollt langsam durch die Altstadt. Fünf Liter Hubraum, fast 400 Pferdestärken, CO2 -Ausstoß weit jenseits von gut und böse. Aber chic, das schwarze Gucci-Täschchen auf Rädern. Hysterisch fährt das BlondDummchen an der Seite des Cohiba schmauchenden Solariumgestählten Typs am Volant die Scheibe runter, gestikuliert wild mit Blick auf diverse Aussengastronomien am Klosterplatz. “Da, wieder einer, und da, da und da. Wiiiiiiiiiiderlich”. Sie verzieht angeekelt das Heidi-K-like-geschminkte Mündchen. “Wir sind ökologisch korrekt und die da? Was machen die?”.

Um was es ging? Ganz einfach. Jetzt sind die Heizpilze, die fast immer gasbetrieben gerne in der Aussengastronomie verwendet werden, um zB den verbannten Rauchern einen Platz draussen mit glühendem Glimmstengel (schickt der nicht auch schon 0,000001 Milligram CO2 in die Athmosphäre?) zu bieten, in der hysterischen Klimadiskussion dran. Vorreiter der geplanten Verbannungsaktionen in der Metropole unter der Sparrenburg ist Rolf Grotegut, Betrieber des “Miner´s Coffee”. Allerdings ist er bei den Wirten Bielefelds und Ostwestfalens in der absoluten Minderheit.

Konsequenterweise sollte man nun auf den Weihnachtsmarkt verzichten (Tausende Glühbirnen), auf Grillgut daselbst (Holzkohle!) und das Heizen der Glühweintanks. Dann könnte man sich unter Kerzenschein auf den Alten Markt stellen, bevor man nach Absingen der Nationalhymne wieder davon rollt. Im Kuh 7, im Porsche Pfeffer, im ….Na, Sie wissen schon. Hysterie läßt grüßen, stoppt aber nicht davor, mehre Male Grünland unter tausende Tonnen von Kerosin verbrennend zu überfliegen, wie´s die Kanzleuse und der dicke Mann aus Niedersachsen jüngst taten. Schön, das es immer noch genügend politische Schweine gibt, die man durchs Dorf jagen kann, um vor den wirklichen Problemen der Stadt, der Region, der Republik und der Welt abzulenken.

Aber wie schreibt doch das Bielefelder Schelmenblatt lauthals jubelnd auf der Seite “Stadtteile/Brackwede/Senne”: “Punschtöpfe werden angeheizt”. Verbrauchen ja keinen Strom, stimmts?

Bielefeld-Blog: Die Schelme aus der Niedernstraße

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Heute morgen, Seite 1 NW. Ankündigung des freien Verkaufes der Grönemeyer-Karten 1. Juni 2008. “…sowie im Internet unter www.nw-ticket.de”. Jo, schön und gut. Aber nicht in SchildaBielefeld:

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