Vor ein paar Tagen hat in Gütersloh eine Filiale der Mayerschen Buchhandlung eröffnet. Quasi gleichzeitig hat Osthus sein Haupthaus in der Fußgängerzone und das “Buch und Medien Haus” am Kolbeplatz geschlossen.
Was mag man gut finden an diesem Vorgang?
- Die neue Buchhandlung hat ordentlichrangeklotzt. Die dunkle und nie wirklich erfolgreiche Fuhrmansgasse ist nun passé. Es befindet sich dort nun ein heller und zeitgemäßer Buchladen in angemessener Größe. Auch größenmäßig nun eher eine Alternative zu Thalia in Bielefeld.
- Alle Mitarbeiter von Osthus wurde von der Mayerschen übernommen (wobei nirgendwo etwas zu den Konditionen zu lesen war).
Was mag man kritisieren?
- Ein Gütersloher Traditionsunternehmen (immerhin seit 104 Jahren) wurde aufgelöst. Es gab nur aufgeben oder einen ruinösen Konkurrenzkampf wagen den Osthus vermutlich nicht gewonnen hätte.
- Ein weiterer Schritt hin zur Vereinheitlichung der Innenstädte. Große Handelskette lassen bundesdeutsche Innenstädte immer mehr identisch aussehen. Da ist der Unterschied zwischen Dortmund, Bielefeld und Gütersloh nur noch die Reihenfolge zwischen H&M, Subway Sandwiches, Karstadt und eben der Mayerschen Buchhandlung.
Man muß nun mit Sich selbst ausmachen ob man die “neue” Buchhandlung akzeptiert oder nicht. Ob es generell nicht sowieso bequemer ist www.amazon.de in den Browser einzugeben und sich alles nach Hause kommen zu lassen. Wer möchte kann auch jetzt noch in die kleinen feinen und unabhängigen Buchläden gehen die es ach in Gütersloh noch(!) gibt.
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