StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

Mo
20
Aug '07

Bielefeld-Blog: Ossidammtunnel mal kurz dicht

Freunde der ungestörten Ossidammtunneldurchfahrt, aufgepasst. Die Stadt Bielefeld gibt bekannt:

Von Mittwoch, 22. August, 19.30 Uhr, bis spätestens Donnerstag, 23. August, 6.00 Uhr, werden beide Röhren des Ostwestfalentunnels voll gesperrt. Grund sind Vorarbeiten zur Schlussabnahme der erweiterten Betriebstechnik, teilt das Amt für Verkehr mit.

Bielefeld-Blog: Am Samstag Hertha

Ob sie wohl als Fleischwurst verkleidet anreisen am Samstag, die Berliner Herthaner? Ob Arminia wieder die letzten fünf Spielminuten bei 2-Toreführung verschläft? wuerstchen-kopie.jpg Nein, diesmal sicher nicht. Hoffentlich ist der gesamte Unterrang der neuen Osttribüne fertig. Der Durchblick auf das Betongerippe dahinter ist so leer. Dennoch wagen wir hier wieder eine Prognose: Arminia schlägt Hertha und verdrängt den HSVandervart von Platz 2 der jungen BuLiga-Tabelle. .

Lippstadt-Blog: Aufatmen am Waldschlösschen mit Beigeschmack

Man hatte so viele neue Leute eingekauft.

Gute Leute.

Und dann verlor man erstmal ordentlich.

Doch jetzt ist der erste Heimsieg vollbracht! Ich Trottel hab’ den Termin völlig verpennt, sonst hätte ich wohl mitgejubelt. Viel wichtiger ist aber die Erkenntnis, dass der SV noch gewinnen kann, allen Unkenrufen zum Trotz. Tja, dann lasst mal andauernde Euphorie aufkommen, Jungs. Das geht hier ganz schnell: Einfach die nächsten beiden Heimspiele ebenfalls gewinnen und schon geht die Luzie wieder ab.

Ebenfalls aufatmen tut der Patriot, das Fanforum bedauert den vorangegandenen Fehlstart und der Wiesenschlumpf freut sich über den “ersten von 16 Heimsiegen”.

Beim Letzteren erfährt man noch von mehreren Zwischenfällen. Einer davon: Der Ahlen-Spieler Aboutou soll den rechten Arm in Richtung Fantribüne gehoben haben. Diese eindeutige Geste hat sich traurigerweise bei Spielern durgesetzt, die aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihrer Herkunft von Besuchern diskriminiert werden- was insbesondere und leider in den unteren Ligen vermehrt vorkommen soll. Man darf also annehmen, dass der Schütze des 1:0 (!!) auf seine Hautfarbe … öhm… angesprochen wurde. Langeweile als Motiv klingt zumindest nicht gerade plausibel.

Die Fans des SV können das aber nicht gewesen sein. Denn die distanzieren sich immer stark von rechtsradikalen Tendenzen im Fußball. Das finde ich sehr gut! Mich persönlich würde es deshalb freuen, wenn der Wiesenschlumpf die Aufklärung der Sache verfolgen würde, anstatt zu bedauern, dass “DIE” wohl “alles dürfen”.

SV-Fans gegen Rassismus

Andreas

Sanktaugustin-Blog: Eine nette Nachbarschaft… Teil 1

Anfang August bin ich nach St.Augustin – Niederpleis gezogen mit der Vorstellung das die Menschen hier in NRW offener und herzlicher wären als in Norddeutschland, leider musste ich lernen das dem nicht so ist. Das eigentliche Thema ist aber die Kinderfreundlichkeit von den so toleranten Nachbarn.

Wir wohnen mit unseren 5 Kindern in einem Reihenhaus in der nähe des Schulzentrums, mit einem Garten vorne und einem hinten, der hintere Garten wird durch eine schöne hohe weise Mauer abgegrenzt und die Kinder sind natürlich auch nicht gerade leise, spielen, toben fahren Fahrrad auf der wirklich ruhigen Straße in die höchstens mal ein Vertreter verirrt, wenn überhaupt. Langweilig ist…

Naja, so langweilig ist es ja nun auch nicht, schließlich gibt es ja noch die Nachbarn die gerne mal hinter dem Gardinen behangenen Fenster stehen und sich die Welt draußen anschauen um mal etwas spannendes zu erleben und sich voller Freude in ihr sicheres Heim zurück ziehen wenn sie entdeckt werden und wenn die Nachbarn das machen kann es nicht so langweilig sein, oder? Vielleicht hat es aber auch etwas damit zu tun das wieder Stoff gesucht wird um über andere zu reden… weil man selber nichts zu sagen hat…

In meiner Heimatstadt hat sich keiner von Kinderlärm gestört gefühlt, auch fängt dort die Mittagsruhe nicht um 12:30 Uhr sondern um 13 Uhr an. Wie ich darauf komme? Nun ja, eines Mittags gegen 12:30 Uhr liefen die Kinder trampelnd die Treppe im Haus hinauf und wieder hinab, es hat nicht lange gedauert da stand eine ältere nette Dame vor der Haustür und machte uns darauf aufmerksam das die Mittagsruhe um 12:30 Uhr anfangen würde. Ich muss zugeben das mich das völlig irritiert hat und zum nachdenken angeregt hat. Ich frage mich ernsthaft ob ich bis jetzt in einem Land vor unserer Zeit gelebt habe…

Seit wann fängt die Mittagsruhe um 12:30 Uhr an und nicht um 13 Uhr, ich kann es mir nur so erklären das dort das Mittagessen um 12 Uhr auf dem Tisch steht und ab 12:30 Uhr ein Schläfchen gehalten wird um dem aufregenden Rentnerdasein zu entkommen, da müssen natürlich Kinder gefesselt werden oder besser noch eingesperrt, zumindest dürfen sie nicht Treppen besteigen.

Hat euch lieben verständnisvollen Nachbarn noch niemand gesagt das Kinderlärm in gewissen Grenzen toleriert werden muss? Nein? Dann tue ich das jetzt und im übrigen ist meine Meinung dazu:

Typisch Deutsch. Kinderfeindlich und arrogant… solche Leute sollten sich einen Platz auf dem Friedhof suchen… da haben sie genug Ruhe…

Danke! Bitte!

Das war jetzt aber noch harmlos und es wird eine Fortsetzung der wahren Geschichte geben die erzählt werden muss weil sich solche Nachbarn zu häufig in Deutschland tummeln.

Bielefeld-Blog: NW entdeckt das Rotlicht

Da wirds wieder bei vielen gruseln. Die NW Neue Westfälische hat das “Milieu” entdeckt und schreibt in einer Serie über “Organisierte Kriminalität in Ostwestfalen-Lippe”. Klar, Hintergrund sind die Mafia-Morde von neulich. Heute gehts um Prostitution. Angeblich arbeiten 4 bis 500000 Frauen in Deutschland als Prostituierte. Sehr viele davon sicher nicht freiwillig. Und wiederum angeblich besuchen 1 Millionen Freier täglich die Damen. 1 Million? Täglich?

Dann wären in nur einem Monat zwei Drittel aller männlichen Bewohner der Bundesrepublik auf Rotlicht-Besuch? Irgendwie nicht so ganz vorstellbar. Aber wer die von der NW veröffentlichten einschlägigen Seiten mit “Tests der Damen ” liest, fragt sich schon, in welcher Gesellschaft wir leben. Bzw. welcher Geister Kinder diese “Herren” sind, die da einschlägig auf Achse sind und sich da seitenlang ausschleimen. Wo keine Bühne, da kein Schauspiel. Wo kein Schauspiel, da keine Besucher. Manchen graust offenbar vor nichts. Schöne Woche noch unter diesem grauen Ostwestfalenhimmel.

rotlicht.jpg