Der gefühlte Aufschwung auf Augenhöhe sollte ja laut IHK Bielefeld auch in Ostwestfalen-Lippe angekommen sein. Gucken wir doch mal nach: Die Schieder Möbelgruppe ist schon pleite, der Chef und seine Kumpanen im Knast. Das “herrliche Herforder” wurde an die Warsteiner verhökert, bei Sulo haben die Heuschrecken gewechselt (bisher Blackstone und Apax, jetzt Veolia). Und wie man heute hört, schmeißt der Küchenkonzern Alno AG 400 von 700 Mitarbeitern bei seiner Tochter Wellmann raus… Die “Überlebenden” dürfen bzw. sollen dafür 150 Stunden im Jahr kostenlos zusätzlich erbringen. Beim Handyzulieferer Balda AG heuschreckts ohnehin die ganze Zeit und jetzt will man seitens der Fonds, die da die Pfoten im Spiekl habe, eine Aufteilung des Unternehmens erreichen. Klar: Was profitabel ist, jagt man an die Börse, das andere schlägt man kurz und klein. Es lebe der kurzfristige Profit, noch mehr Kaviar für die tollen Manager. Da kann man nur gespannt sein, wann denn nun der neue Autohof an der kommenden Kreuzung Autobahnen A 2 / A 33 in die Planung geht und wer sich die Taschen so voll macht, das er kaum noch laufen kann. Spaß macht die Kommentierung der wirtschaftlichen Verhältnisse hier in OWL derzeit kaum. Und die vollmundigen Berliner Aufschwung-Sprüche werden jeden Tag von der Wirklichkeit konterkariert. Irgendwie klingen sie wie das Pfeifen im Teutoburger Wald.
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Gesehen in einem Fenster des Wellehauses. Ein Fund wohl aus dem späten Mittelalter. Eine stadtbekannte, ganz, ganz böse Zunge meinte, dem Parklabyrinth im Tiefgeschoss entronnen, lakonisch: “Mittlerer Picasso. Geworfen nach Frau Nummer 3″.
Salzburg und Halle/Westfalen haben wenig gemeinsam. Bis auf Anna Netrebko und Rolando Villazon. Am 22. August sollen sie bei Gerry Weber im ausverkauften Stadion eine große Gala geben. Beide schonen derzeit ihre Stimmen und in Halle zittert man, ob sie auftreten werden. Wie auch zwei über 70 jährige männliche Groupies (Groupos?) Dabei ist doch klar: Halle geht vor Salzburg.
Mittag in der großen Stadt. Der Jüngere kommt aus der letzten Gymnasialklasse heim. Sie hat noch einen aushäusigen Termin. Er macht die Tüte auf, gekauft beim frostigen Heimlieferanten mit dem “b” davor, die in jeden Winkel dieser großen Stadt kommen. Sogar in Sackgassen. Da fahren sie dann rückwärts wieder raus, die “b”-Männer. 7 Minuten Microwelle, ein wenig Wasser dabei. Schmeckt zwar nicht wie selbst gekocht, aber doch besser als aus der Dose. So ist das hier.
Basler, diese wandelnde Freistoßlulle des deutschen Fußballs, sagt in BILD heute was zu Arminia. Gucken wir mal rein:
“In Bielefeld gibt es auch so einen Kandidaten wie diesen Lepsch: Der Reinhard Saftig, der Sportdirektor dort.
Bei Arminia lachen schon alle drüber, dass er seinen Sekretärinnen immer den Kaffee kocht. Ist ja im Grunde nicht verkehrt, aber leider ist es beim ihm wohl die einzige Tat des Tages…
Arminia ist ein komischer Klub geworden. Trainer Middendorp hat die Polizei im April mit 1,82 Promille am Steuer erwischt. Mensch, Ernst! Vollgas geben ist gut, „voll Gas“ geben aber nicht!
Klar, ich war früher auch kein Kind von Traurigkeit. Und beim Ernst war es ja sicher nur ein Ausrutscher. Im Abstiegskampf liegen die Nerven halt mal blank. Auch diese Saison wird’s für Arminia wieder schwer, aber der Ernst rettet Bielefeld erneut.
Für den Böhme wird das sein letzter Kraftakt. Jörg, alter Haudegen: Früher warst du ein Flitzer. Heute ist Dampf machen auf links nur noch auf der Autobahn drin.
Einen liebe ich aber bei der Arminia: Den Zuma! Der knipst garantiert bald woanders, wenn ich sehe, wie schwach andere Sturm-Reihen sind. Wie die von 96.”



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