Am Donnerstag, den 19.07.2007 trank ich einen Kaffee auf dem Balkon bei einer guten Freundin in Babenhausen bei Dönnekes.
Kurz nach 2 guckte ich über das Gelände auf dem Bus, der gerade anhielt.
Als er gestoppt hatte stürmte einen 10/12 jähriger Junge hinter ihm raus, der ohne einen einzigen Blick auf das Verkehr zu werfen über die Strasse lief.
Leider kam aber ein Auto entgegen; Zum Glück ziemlich langsam. Die Fahrerin reagierte prompt aber ihre Vollbremsung war vergeblich. Sie erfasste den Jungen, der ein Purzelbaum über die Haube machte um in einem Schrei neben dem Wagen aufprallte.
Die Zeit blieb stehen. Alles hatte aufgehört sich zu bewegen.
Außer der Junge.
Wie von 1000 Volt gestochen sprang er auf die Beine und völlig orientierungslos setzte seine Überquerung fort, überlegte, dass seine Einkäufe noch immer mitten auf der Strasse lagen, wollte doch zurück zur Haltstelle oder vielleicht doch weiter;
Es war furchtbar!
Und dann passierte das Grausamste. Der Bus fuhr wieder an. Der Wagen hinter ihm, auf welche der Junge, um ein Haar fast gelandet wäre auch. Der Fahrer war offensichtlich genervt, dass die Milch und Butter noch immer auf der Strasse lagen und dass er sie umfahren musste.
Als ich unten angekommen war, saß der Junge schon in dem Auto was ihn angefahren hatte und eine sehr nett, höchst schockierte Fahrerin sagte mir dass sie ihn nach Hause bringe.
Ich fragte Sie und ihr Gesicht war Kreide bleich:
Kein Mensch hatte sich erkundigt oder seine Hilfe angeboten.
Kein einziger Wagen der langen Schlange hatte angehalten.
Bielefelder Grausamkeit!



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