In den zurückliegenden Jahren wurden Kirchen immer häufiger für Konzerte und Aufführungen verschiedenster Art genutzt. So kommen konfessionell nicht gebundene Leute auch mal in ein Gotteshaus. Und am Ende der Veranstaltung wird meist um eine Spende für dringend erforderliche Reparaturen gebeten. Wenn den Spendern klargemacht werden kann, wozu ihre Gabe verwendet werden soll, sind sicher viele bereit, ihren Obulus zu entrichten. Es ist schon interessant zu sehen, welche Kostbarkeiten in manchen Kirchen die Jahrhunderte überdauert haben. Bei genauerem Hinsehen erkennt man aber auch, dass vieles dringend saniert werden müsste. Deshalb will ich demnächst in loser Folge Kirchen des Westhavellandes vorstellen. Den Anfang macht heute die Kirche in Hohennauen.
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Passauer-Anzeiger ISSN 1864-8711
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Wie schon bereits einmal angekündigt, findet auf der BRN das zweite Tischtennis Turnier der Dresdner Grand Slam Serie statt. Die Scheune Open. In der Scheune halt, wie wohl der gemeine Leser sich schon gedacht hat. Hier nun die endgültigen Turnierdaten. Warm Up geht um ein Uhr morgen los, das Turnier selber dann um 2. Ich schätze mal es kostet wieder 2 Euro, sicher bin ich mir da aber nicht. Wer sich mit dem rausfliegen beeilt, hat sogar noch Chancen dann danach das Kicker Turnier in der Groove Station mit zu spielen. Das geht glaube ich um 6 los. Kostenpunkt hier sind 6 Euro pro Team. Na dann Sport frei…
Wer heute Abend noch mal wieder losziehen will, und sich das bunte Treiben auf der BRN anschauen möchte, der kann für ein Bier in den unterschiedlichsten Größen auch die unterschiedlichsten Preise bezahlen. Unschlagbar ist aber in der Alaunstraße schräg gegenüber der Scheue der Spätshop der zu der Dönerbude Ararat gehört. Dort kurz rein, bekommt man ein Bier aus dem Kühlschrank fix umgefüllt in einen Becher für ganze 1 Euro zwanzig. Direkt daneben kann man auch einen 0,4 Becher für 2 Euro haben, aber warum. Neben der Scheue auf dem Parkplatz hat sich dieses Jahr die Groove Station breit gemacht, mit Kicker, Bands und Bierbuden. Aber auch hier kostet der Becher fast das Doppelte. Der Tipp also, eben rüber schniecken, Bier kaufen und wieder zurück zum Parkplatz und Musike hören…
Sechs technisch interessierte Jugendliche werden vom pensionierten Diplom-Ingenieur Eberhard Thiede betreut. Sie bauen gemeinsam ein hochkomplziertes technisches Gerät, ein Nahfeld-Rastermikroskop. Eberhard Thiede hatte während seiner Berufstätigkeit in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen namhafter Elektronikfirmen gearbeitet. Mit seinem Umzug vor fünf Jahren nach Rathenow fasste er den Entschluss, sein Wissen und Können interessierten Jugendlichen zu vermitteln. Und die hatte er bald in drei Augenoptik-Azubis und drei Jahn-Gymnasiasten gefunden. Eric Huyoff, Andre Statonowitsch, Thomas Witt, Matthias Kurow, Jens Wulkau und Anja Röhle treffen sich mehrmals in der Woche mit ihrem Projektleiter, um an ihrem Vorhaben zu arbeiten. Zwei- bis dreimal jährlich absolvieren sie Praktika in bekannten Instituten und Fachfirmen. Für solch begabte und hochmotivierte Jugendliche stehen die Chancen für eine gesicherte Zukunft nicht schlecht. Macht weiter so!
Beim gestrigen Fernwettkampf der DAK im Ergometerradeln traten Rathenow und Brandenburg/Havel gegeneinander an. Nach drei spannenden und schweißtreibenden Stunden stand fest, dass Rathenow mit 134,8 km einen zweiten Platz erkämpft hatte. Die Brandenburger brachten es auf 144,5 km. Herzlichen Glückwunsch.
Manfred Dehn ist seit fünfzig Jahren ehrenamtlicher Organist der Kirche in Hohennauen. Mit neunzehn Jahren übernahm er diese Aufgabe. Auch als Chorleiter ist er seit vielen Jahren aktiv. Deshalb wurde ihm gestern beim Chorkonzert in der Hohennauener Kirche besonders gedankt. Alle Achtung! Wie viele Freizeitstunden stecken darin und wer ist heute noch bereit, sich so für eine Sache zu engagieren? Herzlichen Glückwunsch auch an dieser Stelle.
Die Schieder-Möbelgruppe, eine der ganz Großen in Europa und einer der wichtigsten Arbeitgeber in Ostwestfalen-Lippe hat gestern wieder Insolvenz angemeldet. Damit sind über 11.000 Mitarbeiter in Europa gefährdet. Wie man hört, ei es “um ein paar Millionen” gegangen, die Banken, Soparkassen (wieder mal ….) und Hedge-Fonds nicht mehr aufbringen wollten. Klar, Zerschlagung des Konzerns und Ausbeinung der lukrativen Unternehmensteile bringt immer mehr Kohle. Die Mitarbeiter kann man dann wunderbar dem Staat und damit der Allgemeinheit anhand geben. Die sorgen schon mit dem wunderbaren Instrument Hartz 4 fürs “Überleben”. Von der Eindämmung und Kontrolle der HedgeFonds war auf dem vergangenen Wundergipfel in Heiligendumm allerdings nicht die Rede. Wie auch, steuern sie doch insgeheim an ihren langen Fäden die “mächtigen” Politiker.
Ob das schon Vorboten des neuen Warsteiner Windes beim herrlichen Herforder sind? Jedenfalls droht dem Sausalitos am oben Ende oder Eingang der Obernstraße zum 31. Juli das “Aus”. 30 Mitarbeiter sind gefährdet. Die Herforder Brauerei, die jetzt zum Warsteiner-Imperium gehört, will daraus ein “bayerisch – rustikales Wirtshaus” machen. Aha. Deftiges Remmidemmi im Schatten der Kunsthalle? Selbst die herrlichen Herforder geben zu, das das jetzige Etablissement gut läuft. Sausalitos-Geschäftsführer George Manolis fühlt sich ausgebootet. Ver…..scht könnte man auch sagen…. Skål mit einem frischen Krombacher
)
Die Nachtigallen trapsen schon nicht mehr, sie trampeln schon Richtung ehemaligem Sennesee-Standort. So spricht die IHK Bielefeld von einer “zentralen Lage Bielefelds zwischen den Nordseehäfen und Südost-Europa”. Im Klartext: Dicke Brummis statt sanftem Tourismus. US-Buletten anstelle geräucherter Seeforellen. Wer von den Investitionen weiß, die ein Autohof solcher Dimensionen erfordert, empfindet die paar Millionen für einen See, der Bielefelds Attraktivität entscheidend nach vorne gebracht hätte, als Peanuts. Jetzt müssen wir nur noch abwarten, welche jener gegen den See stimmenden Ratsmitglieder vom sicher kommenden Autohof direkt oder indirekt profitieren. Schließlich sind es ja attraktive Grundstücke, um die es da gehen wird. Merke: Nicht Naherholung der Gesamtbevölkerung ist der Mehrheit des Rates wichtig sondern das wirtschaftliche Einzelner. Da ist Umweltschutz kein Thema, da kann man das Verkehrsaufkommen l,ocker verdoppeln.
Die nächste Stufe werden wir ebenfalls erleben, wenn eine Kohleschleuder neues Bielefelder Stadtwerkskraftwerk wird…..
Heute schreibt die NW Neue Westfälische Zeitung im Innenteil des Bielefelder Lokalteiles über die Rüge des Deutschen Presserates, die ihr ob der sehr PR-lastigen Berichterstattung vom 11. April 2007 über eine neue Oetker-Pizza auf der Titelseite erteilt wurde. Natürlich sieht das ProvinzblattdieLokalzeitung nicht ein, einen Fehler begangen zu haben sondern versucht, sich vollmundig und ziemlich rumlaberig von dem Vorwurf rein zuschreiben. Abgesehen davon, das eine klare Trennung des Zeitungskommentares (Chefredakteur Dr. Uwe Zimmer) von der Rüge des Presserates – immerhin die schwerste Mißbilligung, die in der Beschwerdeordnung vorgesehen ist – von Kommentar und Meinung der Zeitung klarer und eindeutiger gewesen wäre, steht die Rechtfertigung der Zeitung auf dünnem journalistischem Eis und lässt den Schluß zu, das die Leser auch demnächst wieder mit Meldungen und Berichten nach Art der Jubelperser behelligt werden. Journalisten, die keine saubere Trennung von Bericht, Meinung, PR-Meldungen und Schleichwerbung hinkriegen, sind und bleiben angreifbar.Vermisst haben wir in der Samstag-Ausgabe ein großes Bild der Kanzlerin beim Essen einer Oetker-Pizza unter gleichzeitigem Jubelkommentar von Berlinkorrespondentin Alxandra Jacobson. Kann aber noch werden, man ist ja erst im 197. Jahrgang.




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