…wenn noch was fehlt, und das tut es eigentlich immer, für die Kleinen…
Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs
Auf jeden Fall für Autofahrer, die mit wenig Sprit unterwegs sind. Denn die Straßen runter zur Elbe sind doch mitunter sehr steil, und wenn man von der Elbe hochfährt, kann es leicht mal zum Luftproblem kommen. So nämlich heute mir geschehen. Leider ist meine Tankanzeige kaputt, so dass ich immer nach Kilometern oder der gelben Warnleuchte tanke. Die arbeitet zuverlässig, eigentlich. Aber heute hat sie mich in Stich gelassen. Gerade als es bergauf ging, muckte der Wagen nur kurz und dann war Schluss. Aus die Maus. Ich hab dann nen Ersatzkanister besorgt und mal 5 Liter hinter her gekippt. Aber hat auch nichts geholfen. Der Motor hatte Luft gezogen. Also musste wieder ein gelber Engel kommen. Und dann hat alles nur wenige Minuten gedauert. Er hat mich eben den Berg hoch gezogen auf eine gerade Ebene, dann wurden noch die Leitungen entlüftet, wie bei einer Heizung, ich wusste gar nicht das es so ein Ventil gibt, geschweige denn wo das sitzt, und schwups, die Kiste lief wieder wie eine eins. Ich kann also nur warnen, mit fast leerem Tank ist Bühlau ein gefährliches Pflaster…
Die Kielius-Busse halten bekanntlich in Neumünster am ZOB und an den Holstenhallen.
Was aber den letzten Bus aus Hamburg um 00:05 Uhr betrifft: Der liefert nur Leute in Neumünster ab, nimmt aber keine mehr auf. Wenn also von vornherein niemand in Neumünter aussteigen will, dann fährt er es gar nicht erst an.
Es kommt aber auch vor, daß der Kielius-Bus Neumünster, obwohl er es nach Fahrplan tun sollte, nicht anfährt.
Genau gesagt: Es sind Kleinbusse. Nun ja, man kann sie auch Großtaxis nennen. Sie werden eingesetzt, wenn ein regulärer Bus ausfällt, und das kommt ja öfter mal vor. Vor längerer Zeit, als ich einmal wieder nach Kiel wollte, geschah es tatsächlich, daß so ein Kleinbus Neumünster ausließ.
Und neulich geschah folgendes:
Ich stieg in Hamburg kurz nach 9 Uhr abends in den Bus, wiederum mit dem Fahrtziel Kiel.
Außer mir waren 7 Fahrgäste dort. Einer wollte nach Neumünster, alle anderen nach Kiel. Noch in Hamburg, bevor es auf die Autobahn ging, hielt der Fahrer an einer Bushaltestelle, die für diese Linie zum Halten nicht vorgesehen ist.
Der Busfahrer begann ausgiebig zu telofonieren, und die Fahrgäste wunderten sich. Nach einigen Minuten folgte seine Durchsage:
Der Bus schlage ihm dauernd furchtbar gegen das Lenkrad (was immer das bedeutet). Es sei ihm zu riskant, so auf die Autobahn zu fahren. Er werde den Bus jetzt da stehen lassen. Ein Ersatzwagen für uns sei bestellt.
Dieser Wagen kam 20 Minuten später, und der Fahrer sagte von vornherein, daß er sich in Neumünster nicht auskenne. Der eine Mensch, der in Neumünster aussteigen wollte, versprach, ihm zu helfen. Unser ursprünglicher Busfahrer fuhr übrigens nicht mit uns. Der Wagen war ohne ihn schon voll. Als wir bei Neumünster waren, fuhr der Fahrer an der Ausfahrt Neumünster-Mitte vorbei. Dabei ist doch klar, daß diese Abzweigung und nur diese die richtige ist.
Der Neumünsteraner gab dem Fahrer also offenbar einen falschen Tip, und ich als weiter hinten Sitzender hatte kaum eine Chance, mich bemerkbar zu machen.
Man nahm also die Ausfahrt Neumünster-Nord, und insgesamt dürfte sich daraus ein Umweg von mindestens 5 km ergeben haben.
Dort am ZOB stieg nun also der Neumünsteraner aus. Und der Fahrer mußte erst darauf aufmerksam gemacht werden, daß dort vielleicht ja auch noch einer einsteigen will. Wir fragten also die dort einsam sitzende Dame, ob sie auf den Kielius-Bus warte. Sie bejahte das überrascht.
Überrascht natürlich deshalb, weil der Bus nicht als Kielius erkennbar war,
Diese Dame nahm nun also den Platz ein, den der in Neumünster Ausgestiegene freigemacht hatte. Daß sie überhaupt mitfahren konnte, ist der Initiative der Fahrgäste zu verdanken.
Außerdem wäre für einen weiteren Fahrgast kein Platz gewesen.
Man hätte also gleich mit zwei Taxis / Bussen losfahren müssen, um wenigstens mit einiger Wahrscheinlichkeit dafür zu sorgen, daß alle, die mitfahren wollen, dies auch können.
Unser Rechtsempfinden sagt uns hier folgendes:
Indem die Autokraft, denn um die geht es hier, Pläne aushängt, verpflichtet sie sich, den Busverkehr diesen Plänen entsprechend zu gestalten. Wenn das Angebot, das man mittels Plan macht, nicht realisiert wird, dann gibt es dafür nur einen akzeptablen Grund:
höhere Gewalt.
Und es ist eben keine höhere Gewalt, wenn in Neumünster drei Leute warten, von denen dann nur einer mitfahren kann, weil die Autokraft Kleinbusse spart.
Daß in diesem Fall zu dieser mißlichen Lage nicht gekommen ist, war, wie gesagt, purer Zufal.
Außerdem kann man doch wohl erwarten, daß ein Busfahrer einen Ersatzfahrer hinreichend unterweist. Ds ist in diesem Fall offenbar nicht geschehen, sonst hätte der Ersatzfahrer ja gewußt, daß die Möglichkeit des Zustiegs in Neumünster besteht.
Also, das sind Zustände, die man an sich nicht dulden kann. Aber es hilft vermutlich rein gar nicht, dagegen in irgendeiner Weise vorzugehen. Wenn die Autokraft auch nicht im Recht ist, so ist es in solchen Fällen doch nicht aussichtsreich, rechtlich gegen sie vorzugehen. Man müßte sich schon zusammentun und eine Reihe ähnlicher Fälle sammeln und bezeugen.
Und selbst dann könnte man die Autokraft vermutlich nicht dazu bringen, verläßlicher zu arbeiten.
Eine weitere Möglichkeit bestünde natürlich darin, die Medien auf diese Mißstände aufmerksam zu machen. Aber auch das ist aussichtslos, weil die Provinzjournalisten von den Kieler Nachrichten zur Kritik weder in der Lage noch bereit sind.
Es bleibt also nur die Möglichkeit zu hoffen, daß Internet-Publikationen bald genügend Gewicht haben werden, um Druck auszuüben. Ich meine damit natürlich auch und gerade dieses Blog. Es kann nicht mehr lange dauern, bis es das wichtigste Medium für Neumünster und Umgebung ist.
Die gegenwärtige Lage läßt noch zu wünschen übrig, das ist auch mir klar.
Oder, positiv ausgedrückt:
Ds Blog ist ausbaufähig.
Daß Ihr es zuhauf lest, wie die statistische Werte zeigen, freut mich zwar, aber es reicht nicht. Wenn es sich zu DEM Neumünsteraner Medium entwickeln soll, dann braucht man mehr Kommentare und vor allem mehr regelmäßige Autoren.
Also, Herrschaften, Damen und Herren: Ran an das Blog, und teilt den anderen Neumünsteranern Eure Erfahrungen auch mit der Autokraft mit.
Ein jugendlicher Radfahrer wurde am Montag in der Nähe des Bahnhofes Premnitz-Zentrum von einem Triebwagen der Regionalbahn erfasst. Der 16-Jährige hatte versucht, die Bahngleise trotz geschlossener Schranken zu überqueren. Der herankommende Zug schleuderte den Jungen zur Seite. Rettungskräfte brachten ihn mit schweren Beinverletzungen ins Krankenhaus. Die Bahnstrecke blieb wegen des Unfalls von 7.45 bis etwa 10 Uhr gesperrt.
gelesen in der MAZ
Wenn man entlang der B188 durch Rathenow fährt, wird man auf keinen Fall die Friedensbrücke übersehen können. Von dieser blickt man in südlicher Richtung auf die Hauptschleuse.
Am Inselweg findet der Interessierte eine überdachte Informationstafel mit Hinweisen zu dieser Schleuse. Geht man dann in Richtung Magazininsel weiter, kommt man kurz darauf an eine zweite Tafel mit Infomationen zu den Wehranlagen.
Auch die Wehranlagen selbst bieten einen imposanten Anblick, besonders nach den relativ ergiebigen Niederschlägen der letzten Monate strömt reichlich Wasser durch die Wehre. Schade, dass man das kräftige Rauschen dem Betrachter auf diesem Wege nicht vermitteln kann. Aber vielleicht sieht es sich ja mal jemand selbst an.
Mitte Oktober wurde Dank vieler Helfer die Skaterhalle auf der Magazininsel fertiggestellt. Inzwischen gehen hier viele Kinder und Jugendliche ihrem Hobby nach. Auch im Außenbereich hat sich schon einiges getan. So sind schon mehrere Sitzgruppen entstanden. Im Frühjahr soll noch eine “Westernstadt” entstehen. Wichtig ist, dass sich das Publikum hier sinnvoll betätigen kann.
Der Alte Markt sollte normalerweise ein gutes Pflaster sein für den Einzelhandel. Aber Schließungen sind dort leider nicht die Ausnahme.
Jetzt trifft es auch Henning & Co.
“Wir schließen!”
wird da annonciert.
Und weiter heißt es:
“Alles muß raus
-50 % und mehr”
Da fragt man sich doch langsam, ob der Alte Markt vielleicht überschätzt ist und infolgedessen die Mietpreise so hoch sind, daß die Einzelhändler keinen Gewinn erwirtschaften können.
Vielleicht hat man bei der Gestaltung der Mietprese immer noch nicht darauf reagiert, dß sich die Gewichte seit der Einweihung des Sophienhofes verschoben haben. Dieser Sophienhof bietet den meisten Menschen fast alles und ist wohl für viele auch günstiger gelegen. Und was dann noch fehlt, das erwirbt man eben in der Holstenstraße.
Daraus folgt: Mit alltäglichem Angebot hat der Alte Markt schlechte Chancen. Er muß sich zu einem Ort entwickeln, der das Image des Besonderen hat. Gerade so, wie es der Verbund der “Holtenauer” vorexerziert hat. Die Idee, daß sich die Einzelhändler einer Straße, die ja nicht in Konkurrenz zueinander stehen, gemeinsam präsentieren, war erfolgreich.
Daran kann sich der Alte Markt ein Beispiel nehmen.
Ohne Zweifel bemerkenswert, daß ein so kleiner Ort wie Harrislee einen Zweitligigsten im Damen-Handball hat.
Aber in unserer Gegend ist eben – im Unterschied zu anderen Regionen – Handball so beliebt, daß so etwas möglich ist.
Das ist schon echter Leistungssport,das muß man sagen.
Besonders beeindruckend sind die Leistungen von Maria Schibrath.
Diese hat mit ihrer Entschlossenheit und Erfahrung schon so manches Spiel für ihre Mannschaft entschieden: hart und konsequent in der Deckung, wurf- und sprunggewaltig im Angriff.
Eine Spielerin, die, wenn bestens trainiert, vielleicht sogar jedes Team verstärken könnte.
Es war nicht gerade eine der schwächsten Mannschaften der Liga, die neulich bei Comet zu Gast war.: Überdies hatte der TSB Flensburg seine Auswärtsstärke mehrfach unter Beweis gestellt. Dennoch gewann Comet souverän mit 3:1.
Die Manschaftsteile griffen bestens ineinander in diesem Spiel, daß vielleicht das beste Heimspiel der bisherigen Saison war (“vielleicht” sage ich, weil ich zwei verpaßt habe).
Das macht Hoffnung. Comet – zweifellos eine Mannschaft mit Perspektive.
Vielleicht hätte der TSB Flensburg ja gegen Holstein besser ausgesehen, aber bei Comet setzte es jedenfalls eine 1:3-Niederlage. Es scheint also mit der Auswärtsstärke doch nicht so weit her zu sein.
Oder doch?
Wollen wir hoffen, daß dies nur ein Ausrutscher war.
… lange Tradition. 30 Jahre ist die nunmehr alt, und im Vorstand hat es eine Runderneuerung gegeben.
Die neuen Mitglieder sind:
Maik Petersen
Hendrik Larsen
Nina Timm
Maren Thomsen
Philipp Lorenzen
David Lorenzen
Catrin Petersen
Ines Wilk
Diese Ines Wilk nennen wir hier zwar als letzte, aber sie ist gewiß nicht die geringste. Mit ihrem Charme, ihrer Schönheit, und ihrer Durchsetzungskraft bildet sie das eigentliche Zentrum der Landjugend Quern.
Bereits zum zweitenmal stellt Ronja Laskowski, eine neunzehnjährige Schülerin, eine Tanzveranstaltung für einen guten Zweck auf die Beine.
Dance4life heißt das, und es findet am 10. März ab 22.00 Uhr in der Alten Post statt.
Die Karten sind teuer, aber der Erlös geht an das Kinderhospiz.
In unserer Stadt ist seit einiger Zeit ein Fake-Feuerwehrmann unterwegs. Das heißt: Da kommt jemand an die Haustüren, als Feuerwehrmann verkleidet, und erzählt, er würde für den Rettungsdienst sammeln. Recht eloquent weiß er zu berichten, wieviel wofür benötigt werde, und er hat schon so manchen arglosen Flensburger dazu gebracht, etwas zu spenden.
Daß es sich nicht um einen echten Feuerwehrmann handelt, ist jedenfalls klar: Nach Angaben des Flensburger Tageblatts teilte die hiesige Feuerwehr mit, daß es keine Sammelaktion für den Rettungsdienst gebe. Damit dürfte die Sammelaktion beendet sein. Denn jemand, der schlau genug ist, so eine Aktion durchzführen, der sollte auch schlau genug sein zu wissen, wann das Risko zu groß ist. Vielleicht verkleidet er sich ja demnächst als etwas anderes.
Übrigens: Laßt uns mal schätzen, was der Mann so verdient.
Er geht also von Haus zu Haus. Für ein Haus bzw. eine Wohnung braucht er, inklusive Weg, im Durchschnitt wohl fünf Minuten. Das macht 12 Haushalte pro Stunde. In jedem sechsten Haus ist man bereit, etwas zu geben, und zwar gibt man im Durchschnitt 2 Euro. Das bedeutet, der Mann verdient 4 Euro in der Stunde.
Für eine so schwere und gefährliche, weil illegale Arbeit.
Natürlich kann ich mich auch verschätzt haben, aber die Größenordnung werde ich wohl getroffen haben.
Na, jedenfalls relativiert die Schätzung das Ganze:
Wir haben es hier nicht mit einem skrupellosen Abzocker zu tun, sondern offenbar mit einem Menschen, der in Not ist.
Gegenüber dem Wellehaus eröffnet am 1. März die “Mövenpick Weinkellerei“. Mal sehen, ob es da auch die guten Sachen aus der Mövenpick-Gastro gibt.

Da steht die Armee aus Stühlen und Tischen auf dem Süsterplatz. Der Frühling kann kommen.

Ein Thomas Habicht schreibt im Flensburger Tageblatt vom 24. Februar einen Kommentar zum Rauchverbot.
Wir zitieren:
“Verbraucherminister Seehofer spricht von einem ´Quantensprung für den Gesundheitsschutz`. Doch in dieser Bewertung des Rauschverbots kommt auch Erleichterung darüber zum Ausdruck, dass die qualvolle Vorgeschicht der Bund-Länder-Entscheidung doch noch zu einem sinnvollen Ergebnis führt. Obwohl die Beweislast für schädliche Folgen der Tabakbelästigung immer erdrückender wurde, benötigte der Bund sechs Monate für die Erkenntnis, dass es ihm nach der Föderalismus-Reform an Zuständigkeit mangelte.”
Obwohl?
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Dieser Kommentar ist halt so schlecht wie die ganze Zeitung.
Vor nunmehr einem halben Jahrzehnt wurde die Mannschaft des VfL Bad Schwartau dem Verein unter dubiosen Umständen entwunden und nach Hamburg verfrachtet, um dort zur Auslastung der AOL-Arena beizutragen.
Es war dies eine schwarze Stunde für den Sport in ganz Schleswig-Holstein, Herrschaften.
Und als solche sollten wir das Ganze in Erinnerung behalten.
Was aber nun als Kooperation bezeichnet wird, kommentiert ein Jürgen Rönnau in den Lübecker Nachrichten so:
“Bad Schwartau war immer schon eine Handball-Hochburg. Als sich vor fünf Jahren aber einige Funktionäre mit der Schwartauer Bundesligalizenez nach Hamburg absetzten, da schien die große Handballzeit in Lübeck vorbei zu sein. Allerdings erwies sich der VfL als Überlebenskünstler. Schon klopft man wieder an die Tür zur zweiten Liga. Und der Nachwuchs genießt ohnehin bundesweiten Respekt. Das zahlt sich jetzt aus. Die ´Auswanderer´ besinnen sich ihrer Wurzeln, der HSV und der VfL gehen eine vielversprechende Ehe ein. Davon profitieren vor allem die motivierten Talente, davon profitiert aber auch der Handball-Standort Lübeck.”
Wie aber sagte Erich Kästner:
Nie sollt Ihr so tief sinken,
von dem Kakao, durch den man Euch zieht, auch noch zu trinken.
Sollte man sich tatsächlich mit denen einlassen, von denen man einst so behandelt wurde?
Der VfL hätte auch ohne den HSV eine Chance auf die zweite Liga. Ohne den HSV und nur ohne ihn hätten die Schwartauer aber eben auch mittelfristig die Chance, wieder erstklassig zu werden. Daher wäre der VfL ein starker Konkurrent des HSV um die Gunst des Publikums.
Und ist es etwa absurd zu vermuten, daß eben das durch die Kooperation verhindert werden soll?
Vielleicht hat ja jemand beim HSV tatsächlich so weit gedacht.
Und bei den Schwartauern merkt mal wieder keiner was.
In Bad Schwartau ist Handball klar die Nummer 1. Und man hat mit Lübeck eine Großstadt im Hinergrund, die ebenfalls handballbegeistert ist. Das sind Bdingungen, unter denen die erste Liga an sich eine Selbstverständlichkeit ist.
Das kann nicht bestritten werden. Die anderen beiden großen Städte Schleswig-Holsteins haben ja Erstligisten, und zwar sogar die besten. Dabei sind die Bedingungen in Flensburg schon allein wegen der Einwohnerzahl schwieriger als in Bad Schwartau / Lübeck.
Es ist also einfach falsch, nicht auf seine eigene Kraft zu vertrauen, sondern sich statt dessen in die Obhut derer zu begeben, von denen man bereits bitterlich enttäuscht worden ist.
Das Präsidium des VfL, das sich – warum auch immer – für diesen Pakt entschied, sollte bei der nächsten Vereinsversammlung vor die Tür gesetzt werden.
Am vergangenen Sonntag gab es in der Dietrich-Bonhoeffer-Kapelle einen Gottesdienst für Gehörlose. Wenn ich gehörlos wäre, würde ich es als einen der wenigen Vorzüge der Sache betrachten, daß ich die Pfaffen nie und nirgends mehr hören muß (vor dem EKD-Ratsvorsitzenden Huber ist man ja sonst nie und nirgends sicher).
Aber bitte, wers mag …
Die Kielius-Busse, die stündlich zwischen Kiel und Hamburg verkehren, werden vor allem von Leuten genutzt, die eine Flugreise vor oder hinter sich haben.
Die Busse halten zwischendurch nur in Neumünster und fahren ansonsten nichts als Autobahn. Man ist also schnell unterwegs – wenn alles gut geht, ist man in 80 Minuten von Kiel nach Hamburg gelangt.
In diesen Bussen hat man nicht nur alle Bequemlichkeiten (inklusive dort ausliegender Zeitschriften – und der Kieler Nachrichten, wenn man so früh fährt, daß noch welche übrig sind: Offenbar betrachten die Verantwortlichen der Kieler Nachrichten die Gäste der Kielius-Busse als Multiplikatoren: Menschen, die viel rumkommen und die Postille daher gegebenenfalls weiterempfehlen. Vor allem aber haben sie sich wohl gedacht, daß die Fluktuation in diesen Bussen besonders hoch ist: weil dass ja eine Flughafen-Linie ist, geht man davon aus, daß immer wieder andere diese Busse nutzen und nicht immer wieder dieselben Gestalten, die aufgrund dieses Service das Abo sparen, das sie sonst abschließen würden. Aber genau solche Menschen gibt es dort natürlich auch, und nicht zu knapp:Pendler eben).
Man hat also, wie gesagt, nicht nur alle Bequemlichkeiten, sondern dort sind auch besonnene Fahrer.
Die sind wirklich im Durchschnitt wesentlich besser als die Leute von der KVG, die ja manchmal fahren, wie besengte Säue laufen, und zwar auch dann, wenn Menschen im Bus stehen müssen.
Nein, diese Kielius-Fahrer haben die Ruhe weg, und wenn sie auf der Überholspur sind und in 300 Metern Entfernung einen LKW sehen, den sie auch noch überholen könnten, dann weichen sie trotzdem nach rechts aus, wenn hinter ihnen PKW sind.
So soll es sein.
Hier und heute wollen wir uns mal einen dieser Busfahrer näher ansehen.
Schätzungsweise an die 55 Jahre alt ist er. Recht klein, was er, wie viele kleine Männer, durch Muskelaufbau zu kompensieren sucht.
Den annähernd kugelförmigen Kopf ziert ein grauer Haarkranz im Stoppelschnitt.
Seine Knopfäuglein blinken stets lustig, wenn er die Gäste beim Kassieren mit erdigem niederdeutschem Akzent begrüßt.
Seine eigentliche Show beginnt, kurz nachdem er losgefahren ist. Andere Fahrer machen ihre Mikrophon-Durchsage kurz. Etwa:
“Bitte schalten Sie Ihre Handys aus, und schnallen Sie sich an.”
Anders dieser Fahrer:
Erst begrüßt er die Fahrgäste recht freundlich, als habe man sich zu einem Liederabend versammelt, und dann sagt er:
“Mein Name ist Peter Paul Glukowski, und ich bin Ihr Busfahrer, der Sie heute nach Neumünster und weiter nach Hamburg fährt.”
Seinen Namen spricht er so cool und getragen, daß da kein James Bond mithalten kann.
Nach dieser Einleitung weist er auf alles mögliche hin, unter anderem darauf, was im Notfall zu tun sei. Und er beendet seine Ansprache mit den Worten:
“Dann wünsche ich uns allen eine angenehme Überfahrt.”
Von einer Überfahrt kann eigentlich nur die Rede sein, wenn man sich auf See befindet.
Daher wollte ich an dieser Stelle schon mal nach Torfrock erwidern:
Paß auf, Glukowski, wenn ich Dich antick,
dann kippst Du in n Atlantik.
Aber ich ließ und lasse es doch lieber.
Diejenigen, die regelmäßig diese Linie frequentieren, reagieren amüsiert bis enerviert auf die Glukowski-Show.
Ich muß sagen, daß ich sie immer wieder gern höre, zumal er dabei immer nach einem Bürgermeister klingt, der ein neues Tierheim oder was auch immer einweiht, teils aber auch wie ein Vater, der liebevoll über seine Kinder wacht. Und dann hat sein Ton auch noch deutlich eine erotische Komponente, wobei im Hintergrund die Phantsie mitzuschwingen scheint, daß wir ihm alle ausgeliefert sind.
Wenn in Neumünster ein weiterer Gasrt zusteigt, nutzt Glukowski das zur Wiederholung seiner Durchsage:
“Dann möchte ich mich auch dem neu zugestiegenen Fahrgast vorstellen: Mein Name ist Peter Paul Glukowski …”
Es ist wirklich immer wieder schön.
In der vergangenen Woche beschloß die Lübecker Bürgerschaft, der Integrierten Gesamtschule Lübeck den Namen Willy-Brandt-Schule zu geben. Es geschah auf Initiative der Schlutuper Schulleitung, und die Entscheidung war einstimmig.
Einstimmig, Damen und Herren!
Auch die ganze CDU-Fraktion stimmte also dafür.
Jene Partei also, deren Mitglieder Brandt noch in den siebziger Jahren wegen dessen Warschauer Kniefall als Verräter beschimpften.
Dieser Kniefall übrigens gehört zum besten in Brandts Karriere. Der wäre, für sich genommen, vielleicht sogar ein Grund, eine Schule nach Brandt zu benennen. Andererseits:
Wo ein Willy ist, ist auch ein Brandt. Der Mann war sowohl geistigem Getränke als auch dem schönen Geschlecht in höherem Maße zugeneigt, als schicklich ist (und als ihm politisch und gesundheitlich zuträglich war).
Und so ein Mensch soll nun ein Vorbild für die Jugend sein?
Wo man doch erst vor einiger Zeit erst in unserem Land die Alkopop-Gefahr geißelte?
Und im AIDS-Zeitalter?
Und dann heißt der Leiter der Schule, der sich über das einstimmige Ergebenis mächtig freut, auch noch Schopenhauer.
Das kann doch alles nicht wahr sein.
Die Welt ist Vorstellung.
Von den Heikendorfer Ostvertriebenen war hier schon die Rede:
http://kiel-blog.de/22.02.2007/hilfsgemeinschaft-der-ostvertriebenen-heikendorf-macht-auf-sich-aufmerksam/
Jetzt schlagen sie wieder zu, und wieder in den Räumlichkeiten der Grund- und Hauptschule.
Am 29.3. um 15.00 Uhr läßt die Hilfsgemeinschaft der Ostvertriebenen Heikendorf e. V. einen Frühlingsnachmittag mit Bücheraustausch anbrechen.
Das kann ja Eiter werden.
Die Gemeinschaft bittet darum, “ostdeutsche Literatur un Bildbände” mitzubringen.
Tja, Herrschaften, auch ich schätze ostdeutsche Literatur, allen voran Peter Hacks und Hermann Kant.
Aber leider meint die Hilfsgemeinschaft das nicht. Ganz im Gegenteil. Denn Ostdeutschland ist für die nicht der Bereich, den früher die DDR mit Leben füllte. Diesen Bereich nennen sie Mitteldeutschland.
Nein, Ostdeutschland ist für die immer noch alles, was östlich von Oder und Neiße liegt und nach dem Versailler Vertrag noch zu Deutschland gehörte.
Das bedeutet im einzelnen: Ostpreußen, Ostpommern, Schlesien sowie ein Teil Brandenburgs in dessen früherer Gestalt.
Über 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs haben sie sich immer noch nicht damit abgefunden, daß ihre ehemalige Heimat aufgrund deutscher Schuld eben nicht mehr deutsch ist. Ich wiederhole mich hier gern: Einem solchen Verein – wenn überhaupt einem – darf man keine Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, die aus Steuermitteln finanziert werden.
Es ist schon einige Zeit her, da löste der Heikendorfer SV sang- und klanglos seine Leichtathletik-Abteilung auf. Da war ich dann doch erstmal perplex. Denn Leichtathletik ist eine Institution.
Die Leichtathletik bildet gar das Zentrum der Olymoischen Spiele. Aber man muß sich eben in dieser Sportart schinden, um Erfolg zu haben, gleich in welcher Disziplin. Und die Ausübunbg macht nicht soviel Spaß wie die einer Ballsportart. Daher gilt: Ja saturierter ein Volk ist, desto weniger Interesse hat es an der Ausübung der Leichtathletik.
Statt dieser Sportart nun aber, die man an sich für eine Selbstverständlichkeit hielt, sind andere Sportarten erfolgreich, von denen man es nicht erwarten würde:
Der Heikendorfer SV hat eine Tanzsportabteilung.
Das an sich ist noch nicht bemerkenswert. Tanzsportabteilungen haben schließlich auch andere Vereine, und, wie ich annehme, alle mit chronischem Männermangel.
Was aber an dieser Tanzsportabteilung bemerkenswert ist, das wird man am 25. März ab 10.30 Uhr in der Gymnastikhalle des Sportheims begutachten können.
Es setzt dort einen Disco-Fox Workshop.
Ich stelle mir dazu vor, daß ein älterer Mensch, der auf dem laufenden bleiben will, in einem Englisch-Deutsch-Wörterbuch nachschaut, was das wohl bedeuten könnte, und was ist das Resultat seiner Bemühungen?
Scheibenfuchsarbeitsladen.
Tja, ganz trifft es das nicht, aber es ist schon eine außerordentlich kühne stilistische Verbindung, die die Tanzsportabteilung in diesem Fall eingeht. Manchmal findet man die Avantgarde eben nicht in den Metropolen, sondern auf dem platten Lnde, wenn auch in diesem Fall in unmittelbarer Nachbarschaft einer Großstadt.
Not really, aber es gibt ja immerhin noch die Heikendörper Speeldeel, und die tut was.
Sie führt nämlich ein Stück nach dem anderen auf.
Alles auf platt, was uns bei dem Namen dieser Gruppe nicht wundern sollte.
Die neueste Einspielung heißt “De Fohrt no Norden”, und allein im März wird das Stück xfach gegeben.
Z.B. am 24.3. um 20.00 Uhr.
In der Aula der Grund-und Hauptschule.
Auch für Kieler ein Grund, mal vorbeizuschauen.
Was ist des Kielers liebstes Kind?
Ist es das Automobil?
Die Ehefrau?
Die Freundin?
Der Handball?
Der Fußball?
Nein, es ist selbstredend der Fernseher. Deutlichstes Anzeichen dafür ist, daß man dem Fernseher (genauer: dem, was auf dem Bildschirm zu sehen ist) mehr Zeit widmet als den anderen genannten Lieblingen.
Das sind Erfahrungswerte – Werte, die auf Erfahrungen beruhen, die doch jeder schon gemacht hat.
Also: Das, was so abfällig Glotze genannt wird, ist eigentlich der Kieler (und nicht nur der Kieler) liebstes Kind.
Und um die Gesundheit seines Kindes – zumal seines liebsten – ist man selbstredend besorgt.
Daher ist es eine geniale Idee, daß ein Fachgeschäft sich “Fernsehklinik” nennt. Es befindet sich in Schönkirchen, Schönberger Straße 60.
Das ist zwar recht weit, wenn man nicht am Ostufer wohnt, aber:
Wenn jemand eine so gute Idee hat, dann ist anzunehmen, daß er auch im Umgang mit dem Fernseher genial ist.
Und für die Gesundheit des liebsten Kindes sollte kein Weg zu weit sein.
So werden denn nun nicht weniger als vier Flüge der Ryanair von Lübeck nach Bremen verlagert.
Die Entscheidung kam plötzlich. Eine hinreichende Begründung gibt es (zumindest nach Auffassung unseres Wirtschaftssenators mit dem passenden Namen Halbedel) nicht.
Und zwar tut sie das in einem Kommentar der Lübecker Nachrichten vom 24. Februar:
“Das ist bitter für Lübeck. Schon seit Jahren führt die Stadt einen Abwehrkampf gegen die Kieler Pläne für Uni und Kliniken. Zwar war es gelungen, die Verschmelzung zu einer Landes-Universität zu verhindern. Und nun doht erneut Ungemach:”
Nicht “und”, sondern “aber”, werte Dame. Fahren Sie fort.
“Und das alles nur, weil sich die von Rot-Grün durchgeboxte Fusion beider Unikliniken als wahrer Flop erwiesen hat. Die erhofften Synergieeffekte haben sich nicht eingestellt. Im Gegenteil: Das Defizit klettert immer weiter in die Höhe. Dabei stand das Uniklinikum der Hansestadt vor der Fusion nicht einmal so schlecht da – mit einem nahezu ausgeglichenen Haushalt.
Lübeck hatte stets davor gewarnt, von der Zusammenlegung eines Gesunden mit einem Kranken Genesung zu erwarten. Und nun soll wieder etwas Neues probiert werden. So will es der Landesrechnungshof. Das ist nicht fair. Denn erneut steht der Uni-Standort zur Disposition.”
Der gedankliche Gehalt des Kommentars ist gleich null.
Und man kann sich so richtig vorstellen, wie die Dame kindisch mit dem Fuß aufstampft, während sie, zwischen Schmollen und Hysterie befindlich, sagt:
“Das ist nicht fair.”
Die Lübecker Nachrichten haben eine kommunebezogene Kolumne mit dem Titel Stadtgespräch.
Autorin ist eine auf dem dem Artikel beigegebenen Foto recht kindlich wirkende junge Faru mit dem Namen Sabine Latzel.
Und was schreibt die so? Und vor allem: Wie?
Wir schauen mal in ihre Kolumne vom 25. Februar.:
“Erst ein Serienmörder, jetzt ein Amokläufer – Jobst Schlennstedt hat´ s mit den fiesen Zeitgenossen. Nach ´Linien´ hat der Diplom-Geograph seinen zweiten Lübeck-Krimi herausgebracht. Der heißt `Rausch` und beginnt damit, dass sechs Menschen in einem Lübecker Kaufhaus von einem Wahnsinnigen erschossen werden. Nicht eben erbauliche Lektüre, aber wer´s mag, folgt Kommissar Birger Andresen bei der Lösung seines zweiten Falls.”
Diese etwas verlegene Formulierung läßt den Verdacht aufkommen, daß Sabine Latzel derlei eben nicht mag und das Buch auch nicht gelesen hat.
Weiter im Text:
“”Beschäftigungsmangel muss der Ermittler nicht fürchten: Obwohl Schlennstedt nicht hauptberuflich als Autor arbeitet, hat er seinen zweiten Roman bereits ein halbes Jahr nach dem ersten veröffentlicht.”
Das ist nun allerdings sehr hübsch. Ich meine die Vorstellung von dem Autor, der seiner fiktionalen Figur Beschäftigung verschafft. Eine Vorstellung, aufgrund deren diese Figur so real wie fiktional erscheint. Frau Latzels Formulierung erinnert mich daher an John McTiernans meisterhaften Film Last Action Hero mit Arnold Schwarzenegger. Wer den Film gesehen hat, wird wissen warum, und wer ihn nicht gesehen hat, der holt das bitte bei nächster Gelegenheit nach.
Herrschaften, ich meine es doch nur gut mit Euch!
Aber wir wollen hier ja auch nochmal Frau Latzel zu Wort kommen lassen.
Folgendermaßen fährt sie fort:
“´Rausch`hat 256 Seiten, kostet 14,95, ist im Buchhandel erhältlich und kann auch bei ´books on demand´ bestellt werden.”
Das erscheint mir nun aber recht dreist.
Na, mal sehen, was die Dame noch zu berichten weiß:
“Wer einen gastgewerblichen Ausbildungsberuf ergreift, kann ständig an Wettbewerben teilnehmen – jedenfalls scheint es so, blicken wir auf die Zahl der Veranstaltungen. Jetzt fand in Neuenburg-Sachsenbande (Kreis Steinburg) die Landesjugendmeisterschaft statt, und dort haben auch zwei Lübecker Azubis Bronzemedaillen geholt …”
Der Eingangssatz dieses Abschnitts ist wieder sehr erfrischend.
Die Dame hat wirklich Talent.
Und wenn ich sie mir recht betrachte, dann ist sie auch sehr hübsch.
Ob ich mich wohl gerade frisch verliebt habe?
.. am Ende des Westfalentunnels. Oder ists die Freude darüber, dem Starenkasten an Tunnelbeginn ungeblitzt entkommen zu sein?

Helle Aufregung gestern vormittag vor dem Bielefelder Landgericht. Ein Pförtner entdeckte ein Partyfass “Braumeister” und alarmierte die Polizei, die wiederum die Feuerwerker des LKA Landeskrriminalamtes rief. Sie schossen auf das Bierfaß und meldeten um 13.16 Uhr Vollzug. Krombacher, Veltins oder Herforder hätten sie sicher ausgetrunken……..
3 Tage werden die Profis der Arminia vor dem wichtigen Heimspiel am Samstag gegen Nürnberg in der Marienfelder Klosterpforte verbringen. Der “Geist von Marienfeld” hat schon öfter böse Arminengeister vertrieben.


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