StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Februar 2007
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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

Do
22
Feb '07

Dresden-Blog: Samstag kommt der Spitzenreiter…

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Dresden-Blog: Ajax ist zum putzen da…

Mal eben etwas in eigener Sache…;-) Hat sonst noch jemand das Spiel gesehen. Man die ollen Bremer haben es wieder viel spannender als nötig gemacht. Aber am Ende haben wir sie doch geputzt. Auch wenn es knapp war, egal. Eigentlich hätten die auch schon im Hinspiel noch das eine oder andere Tor machen können und müssen. Aber wie schon gesagt, egal. Jetzt kommt also Celta de Vigo oder so. Wo liegt das eigentlich. Auch egal. Irgendwo in Spanien halt. Aber leider spielen wir dieses Mal zu erst auswärts. Hat ja diese Runde gut geklappt, mit dem Heimspiel zu erst. Aber wenn ich mich an alte Zeiten erinnere, dann gab es schon das eine oder andere Europapokalspiel, die so genannten Wunder von der Weser, wo ein hoher Rückstand noch einmal zu Hause umgebogen wurde. Allerdings müssen sich die Jungs da etwas mehr strecken, denn so eine Leistung reicht nicht. So nun aber genug, jetzt wird sich wieder auf Dynamo konzentriert, da kommt nämlich am Wochenende der Spitzenreiter nach Dresden. Das wären wichtige drei Punkte, mal abwarten was wird…

Rathenow-Blog: Kahlschlag angesagt?

Als ich vor über dreißig Jahren nach Rathenow zog, führte eine komplette Allee von Apfelbäumen von Rathenow-West nach Steckelsdorf. Im Laufe der Jahre wurden die Lücken in dieser Allee immer größer. Fast in jedem Jahr wurden Bäume herausgesägt, ohne dass eine Nachpflanzung erfolgte. So viele Bäume wie in den letzten Tagen wurden aber noch nie gefällt. Es sieht trostlos aus.

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Auch hier stand bis vor ein paar Tagen ein Baum.

Rathenow-Blog: Jeder ist sich selbst der Nächste?

Für viele Gelegenheiten muss es eine gesetzliche Regelung des Zusammenlebens geben, so zum Beispiel für den Straßenverkehr. Wenn sich jeder an die Spielregeln (Straßenverkehrsordnung) halten würde, dürfte es kaum Probleme geben. Aber wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, hat man oft den Eindruck, viele legen die Vorschriften nach eigenem Ermessen aus, sprich: der Stärkere ist im Recht. So passierte es mir heute früh um 6.58 Uhr mal wieder, dass ein Lkw der HAW, als er sich auf einer Höhe mit mir als Radfahrer befand (beleuchtet und den rechten Radweg benutzend), sich kurz entschloss, von der Steinstraße nach rechts in die Schleusenstraße abbiegen zu wollen. Ich hatte nämlich schon auf der Brücke mal kurz nach links geschaut, um zu sehen, ob mein Nachbar eventuell die Änderung der Fahrtrichtung beabsichtige. Von Blinken keine Spur. Als dann aber abzusehen war, dass die Ampel bei seiner Ankunft auf “Rot” stehen würde, kam wohl kurzfristig die Entscheidung zum Abbiegen. Während ich stark bremste, stoppte auch der Lkw.
Liebe Kraftfahrer, denkt bitte daran, dass die paar auf diese Weise gewonnenen Sekunden schnell zu mehrstündigen Verzögerungen führen können, sollte es zum Zusammenstoß kommen. Radfahrer haben weder Airbag, noch Seitenaufprallschutz oder Stoßdämpfer.

Bielefeld-Blog: Mehr Kröten für Bielefelds Finanzämter

Stolz verkünden die Vorsteher der Bielefelder Finanzämter den 2006er Anstieg des Steueraufkommens. 2006 wurden rund 1,64 Mrd. Steuern eingenommen. Das sind 6,2 % mehr als 2005. Mannomann, wie wird das Ergebnis dann wohl erst für 2007 aussehen, wo die Medien im Freudentaumel ob der glänzenden Lage dieser Republik (aber bei weitem nicht der Mehrheit ihrer Bürger) sind? Irgendwie kommt mir Vieles wie ein von oben befohlener PR-Zauber vor…..

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Neumuenster-Blog: Stadtwerke Neumünster: Änderungen ab April

Wenn die Stadtwerke Neumünster uns eine gute Nachricht übermitteln, dann ist zu erwarten, daß sich zwei schlechte anschließen.Und so geschah es:
Die gute Nachricht: Das Gas verbilligt sich zum 1. April. Aber das ist nur das Zuckerstückchen, das uns das Schlucken der bitteren Medizin erleichtern soll.
Denn die schlechte Nachricht Nummer 1 lautet: Fernwärme wird teurer.
Und dreimal, ach was nur einmal dürft Ihr raten, was die zweite schlechte Nachricht ist. Richtig, auch der Wasserpreis steigt. Noch nicht bis Oberkante Unterlippe, aber wesentlich. Man gibt allerdings dennoch weniger Geld für Wasser aus als bisher, wenn man die folgenden Ratschläge beherzigt:

1. Es gibt Möglichkeiten, die Toilettenspülung zu dosieren. Es ist einfach nicht nötig, nach dem sogenannten oder auch Wasserlassen 8 Liter Wasser zu verbrauchen.

2. Gibt es tatsächlich noch immer Menschen, die beim Zähneputzen das Wasser laufen lassen? Also mindestens drei Minuten lang, wen man gründlich putzt?
Herrschaften, habt Ihr eine Ahnung, wieviel da den Bach runtergeht. Laßt das!
Zur Schonung der natürlichen Ressourcen sowie Eurer Geldbörse.

3. Ähnliches gilt beim Duschen.
Man spült sich halt, meinetwegen auch ausgiebig, mit Wasser ab – aber warum sollte das Wasser noch laufen, während man sich einseift, duschgelt oder shampooniert?
Das ist doch eher hinderlich.
Also: Wenn man damit fertig ist, DANN kann man wieder das Wasser anstellen.
Nun werden manche sagen:
“Aber das dauert in meiner Dusche immer so lange, bis ich die richtige Temperatur gefunden habe. Das will ich nicht jeden Morgen zweimal durchmachen.”

Zugegeben, das ist bei manchen Duschen recht schwierig. Aber dagegen gibt es Mittel. Installationsbetriebe verstehen es da, Abhilfe zu schaffen.
Wie bitte, das kostet doch so viel?

Also, Leute, das ist eine einmalige Ausgabe in Höhe eines Betrages im zweistelligen oder unteren dreistelligen Bereich.
Was man damit aber auf die Dauer spart, ist enorm.

Soweit meine hoffentlich nicht ganz wertlosen Tips, wie man, trotz der Stadtwerke Neumünster, nicht verarmt.

Dresden-Blog: Packstation II…

So sieht dat aus…

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Rathenow-Blog: Parkordnung selbst gemacht

Es gab mal Zeiten, da wurden Verstöße gegen die Parkordnung mit Bußgeldern belegt. Ich weiß nicht, wer dafür zuständig ist, aber in Rathenow ließe sich damit so mancher Euro eintreiben. Man braucht bloß mal im Verlaufe eines Tages im TGZ am Grünauer Fenn die Augen aufzumachen. Manch einer parkt auf dem Grünstreifen, andere benutzen den Gehweg als Abstellplatz für ihr geliebtes Fahrzeug, um ja nicht ein paar Schritte laufen zu müssen.

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Kiel-Blog: Ulrike Fischer haut in n Sack

Sie war nicht der unbeliebtesten Pastorinnen eine:
Ulrike Fischer, die in Kronshagen wirkte.
Bis eine schwere Krankheit ihr die Fortsetzung ihrer Krankheit monatelang verunmöglichte.
Jetzt sieht sie sich endgültig gezwungen, ihren Menschenfischer-Job aufzugeben.
Und das im zarten Alter von 46.

Dresden-Blog: Freeshow in der Groove…

Heute Abend ist es mal wieder soweit. Immer mal wieder gibt es eine so genannte Freeshow, also freier Eintritt für everybody, und das eben bei einem Konzert. Heute Abend sind The Plectrons hinter dem Mikrophon. Als Abschluss einer Studiotour wird heute noch ein Livemitschnitt gemacht. Wer also Lust hat und gut bei Stimme ist, kann sich auf der Scheibe verewigen. Natürlich wäre noch von Vorteil, wenn man der angestimmten Richtung, Garagen Rock´n Roll, nicht abgeneigt ist. Nach dem Konzert, welches um zehne beginnt, und auch schon vorher zur Einstimmung ist Taxman, ein bekannter Gast in der Groove Station, an den Plattentellern. Nur die Kaltgetränke müssen also noch bezahlt werden….

Neumuenster-Blog: Mit frisiertem Mofa durch Neumünster

Es geschah in der vergangenen Woche, und auch die Kieler Nachrichten berichteten davon.
Ein sechzehnjähriger Mofafahrer fuhr, nichts Böses ahnend, durch unsere Stadt, als er plötzlich von einem Polizeiwagen verfolgt wurde.
Der Jugendliche ergriff die Flucht, wobei das Mofa, das schon vorher auffallend schnell gewesen war, und eben deshalb die Aufmeksamkeit der Freunde und Helfer auf sich gezogen hatte, ungeahnte Leistung an den Tag legte: Die Augen des Gesetzes starrten bei der Verfolgung ungläubig auf den Tacho, der nicht weniger als 100 km/h anzeigte. Sollte man bei so einer Geschwindigkeit in der Stadt nicht die Verfolgung einstellen? Man gefährdet damit schließlich andere Verkehrsteilnehmer erheblich, und des Übeltäters hätte man wohl später immer noch habhaft werden können: Vier Bullaugen sahen schließlich den Jugendlichen, wie sollte er ihnen da entgehen. Wahrscheinlich ist er ja sogar an irgendeiner Stelle geblitzt worden.
Jedenfalls kann man annehmen, daß der Junge sich erst durch die Verfolgung zu einem echten Risiko entwickelt hat. Der wird doch vorher nicht 100 gefahren sein, das wäre doch gar zu blöd. 50 oder 60 vielleicht.
Also, wie ging das Ganze nun aus?
Der Junge stürzte in der Störstraße und erlitt Schürfwunden.
Man kann von Glück sagen, daß er sich nicht den Hals gebrochen hat.
Und wenn das geschehen wäre, wer wüsche dann seine Hände in Unschuld?
Richtig, die Polizisten. Denn es muß ja alles seine Ordnung haben: Fährt einer zu schnell, dann muß er auf Teufel komm raus verfolgt werden, egal, ob er sich erst durch die Verfolgung zu einer Geschwindigkeit zwingen läßt, die er nicht kontrollieren kann, so daß er ebenso in Lebensgefahr schwebt wie manche unbeteiligte Passanten.

Kiel-Blog: Ab April sinken die Gaspreise

Die Kieler Stadtweke ließen verlauten, daß ab April die Gaspreise gesenkt werden.
Das ist ja wirklich ein Hammer!
Wer hätte damit gerechnet, daß sowas in naher Zukunft geschehen könnte.
Grund für die Preissenkung ist die Reduzierung der Ölpreise. Und weiter Preissenkungen in fernerer Zukunft sind noch nicht einmal ausgeschlossen.
Und da verlangt Ihr Lohnerhöhungen, Kieler?
(War nur ein Scherz, hättet Ihr natürlich verdient.)

Kiel-Blog: Kieler Chronik vom 16.2.

Auf S. 26 der Kieler Nachrichten.
Zitat:

“In letzter Zeit muß Kielia häufiger an Science-Fiction-Filme denken, in denen Lastwagen oder Staubsauger die Herrschaft über die Menschheit übernehmen. Ganz so weit ist mit der heimischen Technologie zwar noch nicht, doch langsam drängt sich der Verdacht einer Verschwörung auf. Als erstes kündigte das Telefon seinen Dienst auf. Es ist nicht etwa so, daß sich gar nichts mehr tut. Vielmehr selektiert es die Anrufer, entscheidet von Tag zu Tag neu, wer zu Kielia vordringt und wer nicht. Zahlreiche nette Mitarbeiter des Kundendienstes haben schon getüftelt, ausgetauscht, umgeschaltet. Keine Chance. Im Gegenteil: Auch der Anrufbeantworter kickt jetzt Leute nach Gutdünken aus der Leitung.”

Usw.
Keine Chance, im Gegenteil?
Das Gegenteil einer Chance (oder besser: einer beliebig großen Menge von Chancen) IST eben keine Chance.
Und was das dargestellte Problem betrifft:
Mit solchen Petitessen würde eine seröse Zeitschrift ihre Leser nicht belästigen.
Aber wen wundert´s bei den KN?

Kiel-Blog: Eekholter Wolfsnächte

Der Wildpark Eekholt wies jüngst auf seine Wolfsnächte hin. Und das zurecht. Das aber nahmen die Kieler Nachrichten zum Anlaß, das Bild eines Wolfes mit der Unterschrift zu versehen:

“Einer der Stars der Eekholter Wolfsnächte: Die Tiere können 15 – 50 Kilo schwer und 15 – 20 Jahre alt werden.”

Viel Unsinn ist darin. Ich beschränke mich hier auf den Hinweis, daß ein Wolf auch 70 kg schwer werden kann.

Frankfurt-Blog: “Pechvogel” auf dem Frankfurter Flughafen

Vom Pech verfolgt war eine Maschine der Air-India auf dem Frankfurter Flughafen. Der “Pechvogel” hatte rund 25 Stunden Verspätung. Aus Los Angeles kommend ist die Maschine am Sonntag auf dem Frankfurter Flughafen mit einem Loch in den Tragflächen gelandet.Durch diesen Schaden in den Tragflächen, musste der Weiterflug nach Neu-Delhi für 160 Passagiere auf den nächsten Tag verschoben werden. Am Montag Mittag konnte die Maschiene dann endlich starten. Jedoch kehrte sie nach etwa zweieinhalb Stunden auf den Frankfurter Flughafen zurück, weil sich an Bord zwei Gepäckstücke befanden, die keinem Passagier zugeordnet werden konnten. Diese wurden dann in Frankfurt ausgeladen und die Maschiene konnte ihren Flug mit 25 Stunden Verspätung endlich antreten.

Quelle: netzeitung.de

Kiel-Blog: Praxisnetz ADHS Kronshagen

In Kronshagen ist ein Praxisnetz ADHS gegründet worden.
ADHS bedeutet Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit Hyperaktivität.
Das sollte uns stutzig machen:
Aufmerksamkeitsdefizitstörung. Also eine Störung des Aufmerksamkeitsdefizits. Gemeint ist offenbar das Gegenteil. Diejenigen, die diese Sache benannten, schienen unter eben dieser Sache zu leiden. Sonst wäre ihnen das sicherlich aufgefallen.
Nun ja, man will offenbar das Wort Krankheit vermeiden und sagt statt dessen Störung. Daß sich damit im Kompositum andere Bezüge ergeben, sehen sie nicht.
Nun aber zur Sache selbst:
Die ist zweifellos eine gute!
Initiiert wurde die Aktion, in der es vor allem um Erkennung geht, von einem Psychologen sowie der Heilpraktikerin Kirsten Hinz, deren schöne Seele sich in den harmonischen, sanften Zügen ihres Antlitzes spiegelt.
Das Ganze könnte tatsächlich Vorbildcharakter haben.

Kiel-Blog: Klaus Kramer: Die ewig gleiche Litanei

Mit tatsächlich diesen Worten, “Die ewig gleiche Litanei”, überschreibt Klaus Kramer seinen Kommentar in den Kieler Nachrichten vom 15. Februar. Ist er also zur Einsicht gekommen? Habe ich ihn mit meinen Kommentaren seiner Kommentare davon überzeugt, daß er immer wieder Unsinn schreibt?
(Bewiesen habe ich es ja, aber das heißt nicht, daß er es begreift.)
Aber nein, Kramer bezieht sich mit seinen Worten nicht auf sich, sondern auf … aber lest selbst:

“Es ist ein erschreckendes Ergebnis: Mehr als die Hälfte der von der UNICEF Befragten beklagt, daß ihre Eltern keine Zeit haben, mit ihnen zu reden. Die Folgen der Vernachlässigung sind offensichtlich: Deutsche Kinder rauchen und trinken mehr als Kinder anderer Industriestaaten, sie kommen häufig ohne Frühstück in die Schule, sie haben große Angst, später keine Arbeit zu finden.”

(Wohl eher Furcht)
Und das alles, weil Eltern zuwenig mit ihren Kindern sprechen.

Kramer weiter:

“Umso erstaunlicher sind die Konsquenzen, die das Kinderhilfswerk aus diesen Missständen zieht.
Die Vorsitzende Heide Simonis betet dieselbe Litanei herunter wie die Familienpolitiker der Großen Koalition in Berlin: Mehr Investitionen in Kinderkrippen und -gärten, Ausbau von Ganztagsschulen und Rundum-Betreuung. Als gehe es vor allem darum, die Kinder möglichst früh in die lückenlose Obhut des Staates zu geben, damit die Eltern mehr Zeit für sich haben.”

“Lückenlose Obhut” – für diese Formulierung verdienen Sie einen Orden, Kramer.
Was aber Ihre Kritik betrifft: Die meisten Eltern sind nun mal mit der Edukation geistig überfordert. So wie sie auch damit überfordert sind, Entscheidungen von politischer Tragweite zu treffen. Deshalb haben wir hier ja auch keine direkte, sondern eine repräsentative Demokratie.
Auch die Edukation sollte in erster Linie Sache derer sein, die sich darauf verstehen.
Lehrer und Erzieher schreien, um nur ein Beispiel zu nennen, Kinder üblicherweise nicht an. Viele Eltern dagegen glauben daß Recht dazu zu haben, ihre Kinder zu beschimpfen und zu bepöbeln – und sie tun es ausgiebig.
Das ist hierzulande noch nicht einmal skandalisiert worden. Dabei kann sich jeder denken, welche katastrophalen Folgen derlei für die kindliche Psyche hat – allgemeiner: welche katastrophalen Folgen es in vielen Fällen für die kindliche Psyche hat, wenn das Kind beständig den Eltern ausgesetzt ist.
Sagte ich, jeder könne sich das denken?
Nun ja, jeder außer Kramer.

Kiel-Blog: Nationalismus in den Kieler Nachrichten

Wie lautet die Schlagzeile auf Seite 1 der Kieler Nachrichten vom 15.2.?

“Deutschlands Kindern geht es nicht gut”

Nicht etwa “Kindern geht es nicht gut in Deutschland”

Nein, es sind Deutschlands Kinder, Kinder also, die dem Vaterland gehören.
Derart latenter Nationalismus ist nicht selten in den KN.
Und er ist eben deshalb so gefährlich, weil er latent ist.

Kiel-Blog: Kalus Kramer: Die ewig gleiche Litanei

Mit tatsächlich diesen Worten, “Die ewig gleiche Litanei”, überschreibt Klaus Kramer seinen Kommentar in den Kieler Nachrichten vom 15. Februar. Ist er also zur Einsicht gekommen? Habe ich ihn mit meinen Kommentaren seiner Kommentare davon überzeugt, daß er immer wieder Unsinn schreibt?
(Bewiesen habe ich es ja, aber das heißt nicht, daß er es begreift.)
Aber nein, Kramer bezieht sich mit seinen Worten nicht auf sich, sondern auf … aber lest selbst:

“Es ist ein erschreckendes Ergebnis: Mehr als die Hälfte der von der UNICEF Befragten beklagt, daß ihre Eltern keine Zeit haben, mit ihnen zu reden. Die Folgen der Vernachlässigung sind offensichtlich: Deutsche Kinder rauchen und trinken mehr als Kinder anderer Industriestaaten, sie kommen häufig ohne Frühstück in die Schule, sie haben große Angst, später keine Arbeit zu finden.”

(Wohl eher Furcht)
Und das alles, weil Eltern zuwenig mit ihren Kindern sprechen.

Kramer weiter:

“Umso erstaunlicher sind die Konsquenzen, die das Kinderhilfswerk aus diesen Missständen zieht. Die Vorsitzende Heide Simonis betet dieselbe Litanei herunter wie die Familienpolitiker der Großen Koalition in Berlin: Mehr Investitionen in Kinderkrippen und -gärten, Ausbau von Ganztagsschulen und Rundum-Betreuung. Als gehe es vor allem darum, die Kinder möglichst früh in die lückenlose Obhut des Staates zu geben, damit die Eltern mehr Zeit für sich haben.”

“Lückenlose Obhut” – für diese Formulierung verdienen Sie einen Orden, Kramer.
Was aber Ihre Kritik betrifft: Die meisten Eltern sind nun mal mit der Edukation geistig überfordert. So wie sie auch damit überfordert sind, Entscheidungen von politischer Tragweite zu treffen. Deshalb haben wir hier ja auch keine direkte, sondern eine repräsentative Demokratie.
Auch die Edukation sollte in erster Linie Sache derer sein, die sich darauf verstehen.
Lehrer und Erzieher schreien, um nur ein Beispiel zu nennen, Knder üblicherweise nicht an. Viele Eltern dagegen glauben daß Recht dazu zu haben, ihre Kinder zu beschimpfen und zu bepöbeln – und sie tun es ausgiebig.
Das ist hierzulande noch nicht einmal skandalisiert worden. Dabei kann sich jeder denken, welche katastrophalen Folgen derlei für die kindliche Psyche hat – allgemeiner: welche katastrophalen Folgen es in vielen Fällen für die kindliche Psyche hat, wenn das Kind beständig den Eltern ausgesetzt ist.
Sagte ich, jeder könne sich das denken?
Nun ja, jeder außer Kramer.

Dresden-Blog: Packstation…

Scheinbar gibt es so was schon länger und wird auch in Funk und Fernsehen beworben. Mir ist es allerdings vorher noch nie aufgefallen. Jetzt habe ich aber so eine Packstation entdeckt, an der Filiale der deutschen Post in der Königsbrücker Straße, etwas versteckt aber da steht sie. Ich wusste erst damit nichts anzufangen, aber nun weiß ich bescheid. Ich kann mir Pakete dort hin senden lassen, oder auch Pakete von dort verschicken. Ob es dort wirklich billiger ist, das weiß ich nun nicht so genau. Was aber auf jeden Fall gut ist, dass man seine Pakete nun unabhängig der Öffnungszeiten verschicken kann und auch welche bekommt, wenn man nicht zu Hause ist. Obwohl da ja meistens die Nachbarn aushelfen, sofern sie zu Hause sind. Ist bestimmt keine schlechte Sache, wenn man in der Nähe einer solchen Station wohnt. Wo solche Stationen stehen und wie das alles so funktioniert erfährt man hier

Kiel-Blog: Nationalismus in den Kieler Nachrichten

Wie lautet die Schlagzeile auf Seite 1 der Kieler Nachrichten vom 15.2.?

“Deutschlands Kindern geht es nicht gut”

Nicht etwa “Kindern geht es nicht gut in Deutschland”

Nein, es sind Deutschlands Kinder, Kinder also, die dem Vaterland gehören.
Derart latenter Nationalismus ist nicht selten in den KN.
Und er ist eben deshalb so gefährlich, weil er latent ist.

Kiel-Blog: Hilfsgemeinschaft der Ostvertriebenen Heikendorf macht auf sich aufmerksam

Und zwar am 22.2. um 15.00 Uhr in der Grund- und Hauptschule. Dort setzt es dann, wie es im Heikendorfer Anzeiger heißt, “fröhliches Singen bei Kaffee, Punsch u. Fastnachtsgebäck”

Froh zu sein bedarf es wenig, aber hier stellt sich die Frage, warum so ein Verein ein aus Steuermitterln finanziertes Gebäude für seine Zwecke benutzen und abnutzen darf.
Normalerweise gehen solche Leute für derartige Veranstaltungen in irgendwelche Restaurants oder Cafes. Daß das hier nicht der Fall ist, schadet also der Heikendorfer Wirtschaft.
Außerdem: Ich kenne zwar diesen Verein nicht, aber wenn da schon im Titel von Ostvertriebenen die Rede ist, dann scheint man sich ja dort nicht um Distanz zu Erika Steinbach und ihrem revanchistischen Bund der Vertriebenen zu bemühen.
Können wir es hinnehmen, daß die Gemeinde Heikendorf eine solche Organisation durch Bereitstellung von Räumlichkeiten privilegiert?
Wohl kaum.
Dagegen gerhört vorgegangen, mit allen Mitteln.
Dieser Artikel geht an den Bürgermeister. Dann werden wir weitersehen.

Kiel-Blog: Rolf-Werner Peters, neuer Bürgermeister Heikendorfs, grüßt seine Mitbürgerinnen und Mitbürger

Und zwar macht er das im Heikendorfer Anzeiger so: “für das noch junge Jahr 2007 möchte ich Ihnen alles gute Wünschen, Gesundheit, Zufriedenheit und Erfolg.”
Nicht nur alles Gute, sondern auch Gesundheit, Zufriedenheit und Erfolg.
Möchte er wünschen. Wünscht er sich also, uns zu wünschen. Na, warum tut er es dann nicht?
Was er sich nicht einmal wünscht, uns zu wünschen: Glück. Weder im Sinne von engl. luck, noch im Sinne von happiness.
Dabei läuft gerade der Film “Pursuit of happiness” (Das Streben nach Glück) mit Will Smith in den Kinos, der uns daran gemahnt, daß die Sache mit dem Glück auch ein Politikum ist.
Weiter im Text des Bürgermeisters: “Mit dem Start in das neue Jahr hat sich für unsere Gemeinde so einiges geändert – aber wenn man genauer hinschaut, ist auch vieles weiterhin so wie bisher.”
Wer hätte das gedacht?

Aber dann wird es doch noch interessant: “Mit der konstituierenden Sitzung des Amtsausschusses am 2. Januar wurde eine der wichtigsten Personalentscheidungen getroffen, in dem (er meint offenbar: indem; Anmerkung des Zitierenden) Bürgermeister Koops aus Schönkirchen zum Amtsdirektor und damit zum Chef der Amtsverwaltung einstimmig gewählt wurde.

Die Folge ist, daß unsere Geminde zukünftig keine eigene Verwaltung mehr hat, sondern die Verwaltungsgeschäfte der Gemeinde durch die Amtsverwalter als Dienstleister erledigt werden. Ebenfalls folgt darauf (Peters meint offenbar: daraus), daß die Funktion eines hauptamtlichen Bürgermeisters durch die eines ehrenamtlichen Bürgermeisters ersetzt wird.

In diesem Zusammenhang möchte ich nochmals betonen, dass Heikendorf auch künftig eine Gemeinde ist, die selbständig und eigenverantwortlich agiert.”
Soso. Das Ganze sieht doch aber eher nach Selbstaufgabe aus, oder?
Und?
Gehen die Bürger auf die Barrikaden? Vielleicht auch deshalb, weil sie in dieser existentiellen Angelegenheit nicht konsultiert wurden?
Nicht die Bohne!
Nun kommen wir aber zum schönsten Absatz in Peters´ Grußwort: “Ich selbst als Bürgermeister werde für die Heikendorferinnen und Bürger immer ansprechbar sein, so wie ich es als Bürgervorsteher immer gewesen bin. Das heißt, auch weiterhin gibt es Bürgersprechstunden an jedem 2. Donnerstag eines Monats von 16-18 Uhr im Rathaus nach telefonischer Vereinbarung über Frau Baasch (2409-902).”
Immer ansprechbar, und zwar zwei Stunden im Monat (also 2 von annähernd 750 Stunden), und nur bei rechtzeitiger Anmeldung.
Ist es denn zu fassen!

Kiel-Blog: Opern-Publikum als Alte-Leute-Parade

Neulich kam ich spätabends am Opernhaus vorbei, und zufällig war die Aufführung gerade beendet. Die Besucher strömten, nein plätscherten aus dem Hauptportal.
Und was soll ich Euch sagen?
Nichts las Greisinnen und Greise.
Na gut: fast nichts. EINEN jungen Mann sah ich dort. Unsere Blicke trafen sich, und er schaute verlegen weg: Es schien ihm peinlich, dort gesehen zu werden.
Was gegeben worden war?
Am Eingang stand “Tannhäuser”, an einem anderen “Tosca”.
Ist das nicht völlig wurst?
Es ist halt alles nur Musik für kunstbeflissene, aber urteilslose alte Angehörige der Mittelschicht. Bombastische, pathetische Affektmusik, nicht nur im Kern, sondern ganz und gar antiaufklärerisch.
Scheiß-Oper.

Kiel-Blog: Furchtbare Handball-Euphorie in Kiel

In der Zeit der Handball-WM setzten viele Kieler an ihren Autos wieder Flagge: Die Medien hatten ihnen ja eingeredet, sie, die Kieler und anderen Deutschen, seien über den dritten Platz bei der Fußball-WM glücklich.
Sie glaubten es tatsächlich, und unterschwellig wuchs die Frustration. Jetzt mußte Handball als Ersatzbefriedigung herhalten.
Das Garstigste in diesem Zusammenhang sah ich neulich – es war schon einige Tage nach Ende der WM – auf der Holstenstraße:
Einen Mann im Rollstuhl, ohne Beine, alt genug, um diese im Zweiten Weltkrieg verloren zu haben. Und links und rechts Deutschland-Flaggen über der Lehne.
Ein trauriger und obszöner Anblick.

Kiel-Blog: Hiroshima-Park und Bismarck

Der Hiroshima-Park nahe dem Opernhaus soll uns natürlich an ein Grauen des Zweiten Weltkriegs erinnern.
Aber gibt es hier auch einen Park, der Auschwitz-Park heißt?
Natürlich nicht.
Das wäre ja auch grotesk, werden einige sagen.
Aber ist es etwa nicht grotesk, einen Park Hiroshima-Park zu nennen?
Der ist übrigens nicht erst nach dem Zweiten Weltkrieg angelegt worden.
Davon zeugt ja noch das Bismarck-Denkmal. Eben jener Bismarck aber ist vor allem für seine Auffassung bekannt, daß die großen Fragen der Menschheit nicht mit Debatten und Mehrheitsbeschlüssen entschieden würden, sondern mit Blut und Eisen.
Blut und Eisen!
Die US-Regierung handelte doch dementsprechend, als sie die Atombomben über Hiroshima und Nagasaki abwerfen ließ.
Daraus also, daß der Park Hiroshima-Park heißt UND darin ein Bismarck-Denkmal steht, ist zu schließen, daß die Kieler Verantwortlichen damit die Atombomben-Abwürfe zu rechtfertigen versuchten.
Das ist die eine Möglichkeit.
Die andere und wesentlich wahrscheinlichere ist, daß die Entscheidungsträger eben ein wenig dumm waren und nicht wußten, was sie taten.

Kiel-Blog: Schnellen am Rande Kiels die Preise in die Höhe?

Obwohl ich in Heikendorf wohne, bin ich nicht darauf angewiesen, dort einzukaufen. Das geht manchen anderen natürlich anders. Leute, die nicht mehr so mobil sind oder nicht regelmäßig nach Kiel kommen, kaufen eben ausschließlich in Heikendorf ein. Entsprechend geht es natürlich auch anderen in anderen Gemeinden am Rande Kiels.
So, nun ist noch zu berücksichtigen, daß die Läden in so kleinen Gemeinden oder Stadtteilen eine Monopolstellung haben: Es gibt nur eine Schlachterei, ein Fischgeschäft usw.
Sky ist zwar auch in Heikendorf vertreten, aber wer ein wenig Geschmack und Geld hat, der wird da weder Fleisch noch Fisch kaufen.
Die Frage ist also: Nutzen die Monopolisten ihre Stellung aus? Knöpfen sie den Leuten für die Waren mehr ab, als man dafür in Kiel verlangt, wo die Konkurrenz unbillige Preise in den meisten Fällen verunmöglicht?

Für das Fischgeschäft dort kann ich die Frage nicht mit Sicherheit beantworten.
(Aber eher: nein.)
Das Geschäft ist nämlich so gut, daß ich schon seit Jahren nicht mehr anderswo Fisch kaufe, so daß ich die Preise nicht recht beurteilen kann.
Was die Schlachterei Steffen betrifft:
Die ist hier schon über den Klee gelobt worden, und das Preis-Leistungsverhältnis ist hervorragend.
Ähnliches sollte man über das Obst- und Gemüsegeschäft in der Dorfstraße nicht sagen.
Ich beschränke mich hier darauf festzustellen, daß die Bataten (im Volksmund auch Süßkartoffeln genannt) dort um vieles teurer sind als etwa am Obststand im Sophienhof.
In Bioläden ist bekanntlich alles ein wenig teurer, aber selbst im 1000-Körner-Markt in Kiel (Bio) sind die Bataten längst nicht so teuer wie im Obst-und Gemüsegeschäft in der Heikendorfer Dorfstraße (Nicht-Bio).
Das soll genügen.

Kiel-Blog: Obststand im Sophienhof mit fragwürdiger Spezialität

Neulich wollte ich im Sophienhof am Obststand lediglich vorbeigehen, blieb dann aber stehen, weil mein Blick auf etwas Birnenförmigesund fast Lineallangfs gefallen war.
Ich trat also näher und fragte die Verkäuferin, was das sei.
“Eine Riesen-Papaya” war die Antwort.
Ich nahm eine und dazu zwei Naschi-Birnen (schreiben die sich so?).
“Dann haben wir 9,83″, sagte die Verkäuferin, und zwar in einem Ton, in dem mitschwang:
“Dafür muß ich eine Stunde arbeiten, und der holt sich sowas eben mal ganz locker.”
Also, Herrschaften, mein Name ist auch nicht Bill Gates, und das ist auch gut so. Aber wenn es um mein leibliches Wohl geht, dann spare ich nach Möglichkeit nicht.
Oder sollte ich den Ton der Dame fehlinterpretiert haben?
Schwang da vielmehr etwas anderes mit? Nämlich etwa:
Na, das schmeckt doch alles nicht, aber weil es eben so spektakulär und exotisch ist, langen die Leute dafür tief in die Tasche.”
Na, wenn das so ist, dann hätte sie recht. Ein zweitesmal werde ich das sicherlich nicht tun.
Diese Papaya war derart wäßrig, daß man schon ein hohes Maß an Konzentration aufbringen mußte, um überhaupt etwas zu schmecken. Und was ich dann schmeckte, war eklig.
Eher zufällig aß ich übrigens einen Kern mit – und der hat gut geschmeckt: blumig, würzig, scharf. Hab keine Ahnung, ob Papaya-Kerne als Würzmittel Verwendung finden. Es wäre jedenfalls einen Versuch wert, wenn ernährungswissenschaftlich nichts dagegen spricht.
Aber die Frucht selbst: Das war schon annähernd kriminell, wie die geschmeckt hat: obwohl offensichtlich nicht verdorben, war sie widerwärtig.

Bielefeld-Blog: Neues aus der Ritterstraße

Der sonntägliche Schütze aus der Ritterstraße, der 27 jährige Montenegriner Fikret L. hat sich via Anwalt gestern der Polizei gestellt und wurde zunächst inhaftiert. Wenig drauf gings aber ab ins Krankenhaus Gilead wo auch sein angeschossenes Opfer operiert wurde.

Und jetzt wirds pikant: Der Anwalt des Fikret L. erwägt, gegen das Opfer vorzugehen, weil Fikret L. lediglich “in Notwehr geschossen und sich bedroht gefühlt habe”. Hmm, mal überlegen, von wem ich mich alles bedroht fühle: S., A., T. M. und ja, klar, die V. guckt mich immer so drohend an. “Schatz, wo ist meine Mauser”? Bielefelds Starcoiffeur, der in der Ritterstraße sein SchloßFrisierladen hat, findet die Ritterstraße allerdings nicht “schlimm”. Nein, seinen Namen schreiben wir nicht mehr. Sonst sucht er auch noch glatt seine Mauser :-) ) Ob sich Ex-Arminen Coach TvH noch in die Ritterstraße zum barbieren wagt? Oder zieht er demnächst die Komplettrasur in Wolfsburg vor? Fragen über Fragen. Die Ritterstraße wirft weiter Rätel auf.